VulkanaktivitÀt, Island

VulkanaktivitÀt auf Island lÀsst nach

02.04.2025 - 10:35:36

Zum nunmehr elften Mal innerhalb von rund vier Jahren erlebt die Reykjanes-Halbinsel bei Reykjavik einen Vulkanausbruch. Schon kurz nach Eruptionsbeginn sieht die Lage wieder entspannter aus.

Der erneute Vulkanausbruch auf Island hat nach kurzer Zeit sichtbar an Kraft verloren. An der Eruptionsspalte auf der Reykjanes-Halbinsel sĂŒdwestlich der Hauptstadt Reykjavik ist mittlerweile keine vulkanische AktivitĂ€t mehr sichtbar. Lediglich vereinzelt sei an dem Erdriss und im entstandenen Lavafeld ein GlĂŒhen festzustellen, teilte die islĂ€ndische Wetterbehörde mit. 

Allerdings werden nach Angaben der Behörde unterirdisch noch immer seismische AktivitĂ€ten und Deformationen durch Magmabewegungen verzeichnet. Solange diese AktivitĂ€ten nicht aufhörten, mĂŒsse man davon ausgehen, dass sich neue Vulkanspalte öffnen könnten. Aus Messungen der Wetterbehörde ging hervor, dass ein Erdbebenschwarm mit bislang Tausenden ErschĂŒtterungen in der Region auch am Mittwochmorgen weiterging.

Sprudelnde Lava aus langer Eruptionsspalte

Der Vulkanausbruch hatte am Dienstagvormittag begonnen. Es ist der elfte auf der Halbinsel seit MĂ€rz 2021 und der achte allein seit Dezember 2023. Die Eruptionsspalte, aus der glĂŒhend heiße Lava an die ErdoberflĂ€che sprudelte, war vorĂŒbergehend rund 1.200 Meter lang. 

Im Regelfall stellen die Eruptionen in der dĂŒnn besiedelten Region keine Gefahr fĂŒr Menschen dar. Allerdings wurden bei einem der vorherigen AusbrĂŒche auch drei HĂ€user am Rande des immer wieder evakuierten Fischerortes GrindavĂ­k von der Lava erfasst, bei der Eruption im November auch der Parkplatz des Geothermalbads Blaue Lagune, das vor allem bei Island-Touristen sehr beliebt ist.

Diesmal verliefen die Lavamassen durch einen errichteten Schutzwall nördlich von GrindavĂ­k, auch der Bruch einer Warmwasserleitung wurde gemeldet. Eine akute Gefahr fĂŒr den erneut gerĂ€umten Ort besteht nach derzeitigem Stand aber nicht.

@ dpa.de