Explosionen, Haag

Nach Explosionen in Den Haag: Drei MĂ€nner festgenommen

10.12.2024 - 15:16:36

Zwei Explosionen zerstören ein Mehrfamilienhaus in Den Haag. Sechs Menschen sterben. Nun sind Ermittler offenbar einen Schritt weiter.

  • Bei der Explosion in Den Haag starben sechs Menschen. (Archivfoto) - Foto: Phil Nijhuis/AP/dpa

    Phil Nijhuis/AP/dpa

  • König Willem Alexander und Königin Maxima besuchten den UnglĂŒcksort. (Archivfoto) - Foto: Koen Van Weel/ANP/dpa

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Bei der Explosion in Den Haag starben sechs Menschen. (Archivfoto) - Foto: Phil Nijhuis/AP/dpaKönig Willem Alexander und Königin Maxima besuchten den UnglĂŒcksort. (Archivfoto) - Foto: Koen Van Weel/ANP/dpa

Im Zusammenhang mit den verheerenden Explosionen in einem Wohnhaus in Den Haag mit sechs Toten hat die niederlÀndische Polizei drei VerdÀchtige festgenommen. Sie seien möglicherweise an der Explosion beteiligt gewesen, teilte die Polizei mit. Auch einige Autos seien beschlagnahmt worden. 

Weitere HintergrĂŒnde und Einzelheiten zu den VerdĂ€chtigen nannte die Polizei nicht. Es handele sich um drei MĂ€nner. Die Ermittlungen werden nach Angaben der Polizei fortgesetzt, weitere Festnahmen seien nicht ausgeschlossen.

Am frĂŒhen Samstagmorgen hatten zwei Explosionen das dreistöckige Mehrfamilienhaus zerstört und auch benachbarte HĂ€user beschĂ€digt. Sechs Menschen konnten nur tot aus den TrĂŒmmern geborgen worden, darunter drei Mitglieder einer Familie, Vater, Mutter und ihre 17 Jahre alte Tochter. Zudem wurden vier Menschen verletzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Kein Drogenlabor gefunden

Schon kurz nach der Katastrophe hatte die Staatsanwaltschaft von Hinweisen auf einen kriminellen Hintergrund gesprochen. Doch noch ist die genaue Ursache unklar. Eines ist deutlich: In den KellerrÀumen des dreistöckigen Hauses wurde nach Angaben der Polizei kein Drogenlabor gefunden. Eine Explosion von Chemikalien ist damit ausgeschlossen. 

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand auch ein Auto, das sich kurz nach der Explosion mit großer Geschwindigkeit vom Ort entfernt hatte. Nun waren nach Angaben der Polizei auch mehrere Autos der festgenommenen MĂ€nner beschlagnahmt worden. Zurzeit werde untersucht, ob das verdĂ€chtige Auto dabei war. 

1000 AnschlÀge im Jahr 

AnschlĂ€ge mit schwersten Feuerwerkskörpern sind in den Niederlanden keine Seltenheit. Die Polizei rechnet damit, dass es in diesem Jahr mehr als 1.000 solcher Explosionen gibt. SprengsĂ€tze wurden dabei in HauseingĂ€ngen und vor GebĂ€uden gezĂŒndet. Bisher wurden dabei keine Menschen verletzt. 

Nach Untersuchungen der Polizei gibt es aber nur in etwa 20 Prozent dieser AnschlĂ€ge einen deutlichen Hinweis auf eine kriminelle Abrechnung. Zunehmend wĂŒrden BĂŒrger auch bei privaten Konflikten solche SprengsĂ€tze einsetzen.

@ dpa.de