Louvre, Frankreich

Nach Louvre-Raub: DNA-Spuren fĂŒhren zu Festnahmen

26.10.2025 - 13:57:07 | dpa.de

Zwei Festnahmen – doch von den Juwelen fehlt jede Spur. Zwei mutmaßliche Komplizen sind noch auf der Flucht. Die Sorge, dass Diamanten entfernt und das Gold eingeschmolzen wird, bleibt bestehen.

  • Mit einem Möbelaufzug gelangen die TĂ€ter in das Museum. (Archivbild) - Foto: Dimitar Dilkoff/AFP/dpa
    Mit einem Möbelaufzug gelangen die TÀter in das Museum. (Archivbild) - Foto: Dimitar Dilkoff/AFP/dpa
  • Die Ermittler melden nach dem RaubĂŒberfall auf den Louvre einen Fahndungserfolg. - Foto: Thomas Padilla/AP/dpa
    Die Ermittler melden nach dem RaubĂŒberfall auf den Louvre einen Fahndungserfolg. - Foto: Thomas Padilla/AP/dpa
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Eine Woche nach dem Einbruch in den Pariser Louvre haben die Ermittler einen ersten Fahndungserfolg vermeldet: Zwei MÀnner wurden festgenommen. Einer der TatverdÀchtigen wurde am Flughafen Paris-Charles-de-Gaulle aufgehalten, der zweite VerdÀchtige wurde in der Region Paris festgenommen, wie die Pariser StaatsanwÀltin Laure Beccuau der Deutschen Presse-Agentur bestÀtigte.

Beide befinden sich demnach wegen bandenmĂ€ĂŸigen Diebstahls in Untersuchungshaft. Zu den Festnahmen kam es demnach am Samstagabend gegen 22.00 Uhr. Zwei weitere mutmaßliche Komplizen sind weiterhin auf der Flucht. 

Details zu den VerdÀchtigen

Nach Informationen des Senders BFMTV sollen die beiden MĂ€nner um die 30 und den Polizeibehörden bereits bekannt sein. Wie der Sender France Info berichtete, sollen die DNA-Spuren, die am Tatort gefunden wurden, direkt zu den VerdĂ€chtigen gefĂŒhrt haben. Laut «Paris Match» hatte der am Flughafen Festgenommene wohl die Absicht, nach Algerien zu fliegen. Die StaatsanwĂ€ltin Beccuau bedauerte die vorschnelle Weitergabe von Informationen durch Dritte, die den Ermittlungen schadeten.

Bei dem Einbruch am Sonntag vor einer Woche hatten vier unbekannte TĂ€ter SchmuckstĂŒcke und Juwelen im geschĂ€tzten Wert von rund 88 Millionen Euro erbeutet. Die Diebe brachen zwei Vitrinen auf und nahmen acht kostbare SchmuckstĂŒcke frĂŒherer Königinnen und Kaiserinnen an sich – darunter mit Edelsteinen besetzte Diademe, Halsketten, Ohrringe und Broschen.

Innenminister warnt vor Export der Beute

Laut Polizei war der Überfall minuziös vorbereitet: Zwei kletterten mit einer HubarbeitsbĂŒhne in die Galerie d'Apollon, wĂ€hrend die anderen beiden die Flucht mit Rollern absicherten. Am Tatort hinterließen sie diverse GegenstĂ€nde, darunter Helme, ein SchweißgerĂ€t, eine gelbe Warnweste und Trennscheiben, teilweise mit Benzin ĂŒbergossen - und rund 150 DNA-Spuren.

Innenminister Laurent Nuñez wĂŒrdigte auf der Plattform X die Arbeit der Ermittler - und versprach Entschlossenheit bei der weiteren AufklĂ€rung. Die Beute werde leider hĂ€ufig ins Ausland gebracht, zitierte «LibĂ©ration» den Politiker. Er hoffe, dass dies hier nicht der Fall ist, er bleibe zuversichtlich. Experten befĂŒrchten, dass Diamanten und Edelsteine entfernt werden und das Gold eingeschmolzen wird.

Nur ein Bruchteil der gestohlenen Kunst kehrt jemals zurĂŒck

Experten schĂ€tzen die RĂŒckfĂŒhrungsquote auf etwa acht Prozent aller gestohlenen Kunstobjekte. Ein Blick auf frĂŒhere KunstraubfĂ€lle zeigt, dass ein Großteil der Beute fĂŒr immer verschwunden ging. Dazu gehört auch ein Bild des bedeutenden französischen Landschaftsmalers Jean-Baptiste Corot, das 1998 aus dem Louvre gestohlen wurde, sowie fĂŒnf Werke von Picasso, Matisse, Braque, Modigliani und LĂ©ger aus dem Pariser MusĂ©e d'Art Moderne de la Ville de Paris.

Einer der wohl spektakulĂ€rsten EinbrĂŒche fand 1990 im Isabella Stewart Gardner Museum in Boston statt. 13 Werke im Wert von 500 Millionen Dollar (Rembrandt, Vermeer etc.) wurden dort entwendet - und nie wieder gefunden - trotz der vom FBI ausgesetzten Belohnung von 10 Millionen Dollar. Seitdem hĂ€ngen dort leere Rahmen.

Der spektakulĂ€re Einbruch im Louvre hatte auch eine Debatte ĂŒber die Sicherheitsvorkehrungen im Museum ausgelöst. Der Louvre gilt als das meistbesuchte Museum der Welt. Dort ist auch Leonardo da Vincis weltberĂŒhmte Mona Lisa ausgestellt. Das Museum ist seit Mittwoch wieder fĂŒrs Publikum geöffnet - mit Ausnahme der Galerie d’Apollon, wo sich der Diebstahl ereignet hatte.

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