Sachsen, Deutschland

Nach Amokfahrt: TĂ€ter muss vorerst in die Psychiatrie

Veröffentlicht am: 05.05.2026 um 18:28 Uhr | dpa.de

Zwei Tote und sechs Verletzte sind die traurige Bilanz der Amokfahrt in der Leipziger FußgĂ€ngerzone. Der 33-jĂ€hrige Fahrer kommt vorerst in eine Psychiatrie.

  • Nach der Amokfahrt eines 33-JĂ€hrigen in Leipzig kommt der Mann vorerst in eine Psychiatrie.  - Bild: Jan Woitas/dpa
    Nach der Amokfahrt eines 33-JĂ€hrigen in Leipzig kommt der Mann vorerst in eine Psychiatrie. - Bild: Jan Woitas/dpa
  • Ein 33-JĂ€hriger ist am Montagnachmittag in die belebte Leipziger FußgĂ€ngerzone gefahren und hat dabei zwei Menschen getötet.  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
    Ein 33-JĂ€hriger ist am Montagnachmittag in die belebte Leipziger FußgĂ€ngerzone gefahren und hat dabei zwei Menschen getötet. - Bild: Hendrik Schmidt/dpa
Nach der Amokfahrt eines 33-JĂ€hrigen in Leipzig kommt der Mann vorerst in eine Psychiatrie.  - Bild: Jan Woitas/dpa Ein 33-JĂ€hriger ist am Montagnachmittag in die belebte Leipziger FußgĂ€ngerzone gefahren und hat dabei zwei Menschen getötet.  - Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Nach der Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt hat das Amtsgericht angeordnet, den TÀter vorerst in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen. Dem 33-jÀhrigen Deutschen werden zweifacher Mord sowie versuchter Mord in vier FÀllen vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Leipzig weiter mitteilte.

Es gebe nach bisherigen Ermittlungen dringende GrĂŒnde dafĂŒr, dass der Beschuldigte die Tat «im Zustand der zumindest erheblich verminderten SchuldfĂ€higkeit» begangen habe, hieß es in der Mitteilung. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft folgend habe das Amtsgericht seine einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus als fĂŒr die öffentliche Sicherheit erforderlich angesehen. Denn nach bisherigen Erkenntnissen sei es wahrscheinlich, «dass der Beschuldigte aufgrund seines Zustandes weitere erhebliche rechtswidrige Taten vergleichbarer Schwere begehen wird».

Zwei Menschen starben bei der Amokfahrt

Laut Polizei war der Deutsche am Montag gegen 16.45 Uhr im Stadtzentrum in die Grimmaische Straße, die zu den zentralen Einkaufsstraßen der Stadt gehört, gefahren. In der FußgĂ€ngerzone erfasste er mehrere Menschen mit seinem Wagen. Der Fahrer brachte das Auto anschließend selbst zum Stehen und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Durch die Amokfahrt starben zwei Menschen - eine 63-jÀhrige Frau und ein 77-jÀhriger Mann. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei Leipzig weiter mitteilten, wurden sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren verletzt, zwei von ihnen - ein 75 Jahre alter Mann und eine 84 Jahre alte Frau - schwer. Zudem mussten mehr als 80 Menschen nach dem Geschehen betreut werden. 

TÀter vor wenigen Tagen noch in psychiatrischer Klinik 

Den Ermittlern zufolge wohnt der 33 Jahre alte TĂ€ter in der Region Leipzig und war wenige Tage zuvor in stationĂ€rer Behandlung in einer psychiatrischen Einrichtung. Wie das Sozialministerium in Dresden bestĂ€tigte, hatte er sich auf eigenen Wunsch freiwillig in der Klinik aufgehalten und war Ende April entlassen worden. Er war auch schon polizeilich aufgefallen, unter anderem wegen Bedrohung und ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld. Dabei handelt es sich um VorfĂ€lle ohne körperliche Gewalt, etwa Beleidigungen oder HerabwĂŒrdigungen. 

Zu den HintergrĂŒnden der Tat gibt es weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse. Hinweise auf ein politisches oder religiöses Motiv liegen nach Angaben der Ermittler nicht vor.

Die Einkaufsstraße in der Leipziger Innenstadt wurde inzwischen wieder fĂŒr Passanten freigegeben. Die meisten GeschĂ€fte entlang der Straße blieben jedoch vorerst geschlossen. Nach Angaben der Stadt soll die Straße an der betroffenen Stelle baulich gesichert werden.

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