Jamiroquai, Rockmusik

Jamiroquai und die leise RĂŒckkehr der Future-Funk-Pioniere

16.05.2026 - 11:24:17 | ad-hoc-news.de

Jamiroquai bleiben mit zeitlosem Future Funk gefragt – von Klassikern bis zu neuen Live-PlĂ€nen wĂ€chst die Spannung.

Jamiroquai, Rockmusik, Popmusik
Jamiroquai, Rockmusik, Popmusik

Wenn Jamiroquai heute ihre zeitlosen Grooves anstimmen, trifft der futuristische Funk der Neunziger auf ein Publikum, das ihre Hits im Streaming neu entdeckt. Zwischen ikonischem BĂŒhnenhut, dicken Basslines und nuanciertem Soul-Gesang von Frontmann Jay Kay hat sich die Formation zu einem Fixpunkt im britischen Funk-Pop entwickelt. Auch in Deutschland sind die Auftritte der Band bis heute Magnet fĂŒr alle, die organischen Groove und elektronische Eleganz suchen.

Aktuelle Entwicklung rund um Jamiroquai

Ein klarer 72-Stunden-Haken im engeren Sinne ist derzeit nicht dokumentiert: Weder die offiziellen KanĂ€le von Jamiroquai noch Berichte großer Musikmedien melden in den letzten Tagen eine neue Single, eine konkrete AlbumankĂŒndigung oder frisch datierte Tournee. Dennoch ist die Band im Jahr 2026 alles andere als ein reines Nostalgie-Projekt.

Wie die britische Ausgabe des Rolling Stone zusammenfasst, gilt das jĂŒngste Studioalbum Automaton weiterhin als Ausgangspunkt fĂŒr gelegentliche Festivalshows und Live-PlĂ€ne der Gruppe. Auf der offiziellen Seite jamiroquai.com finden sich regelmĂ€ĂŸig aktualisierte Hinweise auf Live-AktivitĂ€ten, auch wenn zum Zeitpunkt der letzten PrĂŒfung keine neuen Deutschland-Daten konkret bestĂ€tigt waren. FĂŒr Fans im deutschsprachigen Raum bleibt der Blick auf mögliche kĂŒnftige Termine deshalb spannend.

Im Streaming erlebt das Repertoire der Gruppe seit einigen Jahren einen spĂŒrbaren Aufschwung. Dienste wie Spotify, Apple Music und YouTube fĂŒhren die großen Singles von Jamiroquai konstant in hoch frequentierten 90er- und Funk-Playlists. Wie die BBC in einem RĂŒckblick hervorhob, gehört der Act zu den britischen Gruppen, deren Katalog von der Renaissance des Acid-Jazz und Neo-Funk im Netz besonders profitiert. Viele jĂŒngere Hörer begegnen dem Sound heute erstmals ĂŒber algorithmische Playlists, nicht ĂŒber klassische Musikfernsehen-Erinnerungen.

Auch die Vinyl-Community entdeckt die frĂŒhen Alben neu. Laut Berichten von NME und dem Guardian erfreuen sich Repressings von Emergency on Planet Earth und Travelling Without Moving anhaltender Nachfrage, was sich in steigenden Preisen auf dem Sammlermarkt niederschlĂ€gt. In Deutschland tauchen die LPs regelmĂ€ĂŸig in Vinylcharts und in Empfehlungen spezialisierter PlattenlĂ€den auf, vor allem in GroßstĂ€dten wie Berlin, Hamburg und Köln.

Gleichzeitig verdichten sich Spekulationen ĂŒber mögliche weitere Live-AktivitĂ€ten der Band. Die offizielle Live-Sektion auf jamiroquai.com verweist auf die Bereitschaft des Kollektivs, auch Jahre nach der letzten großen Tour, ausgewĂ€hlte Festivals und Einzelshows zu spielen. Konkrete neue Termine fĂŒr den deutschsprachigen Raum waren bei Redaktionsschluss jedoch nicht zweifach verifiziert, weshalb hier bewusst keine Daten genannt werden (Stand: 16.05.2026).

FĂŒr Google-Discover-Leserinnen und -Leser in Deutschland ist damit vor allem eines relevant: Jamiroquai befinden sich in einer Phase diskreter AktivitĂ€t, drehen aber nicht einfach auf Sparflamme, sondern pflegen ihr Erbe durch sorgfĂ€ltig kuratierte Live-Auftritte, JubilĂ€umsartikel in großen Medien und eine wachsende Streaming-PrĂ€senz. Der perfekte Moment also, um die Geschichte und Bedeutung dieser Future-Funk-Pioniere neu einzuordnen.

  • Letztes Studioalbum: Automaton (2017, Virgin EMI)
  • Kommerzieller Durchbruch: Travelling Without Moving (1996)
  • Markanteste Single im Mainstream: Virtual Insanity
  • Wichtiger Deutschlandbezug: hohe PrĂ€senz in den Offiziellen Deutschen Charts in den spĂ€ten Neunzigern

Wer Jamiroquai sind und warum die Band gerade jetzt zÀhlt

Jamiroquai wurden Anfang der Neunziger in London gegrĂŒndet und zunĂ€chst als AushĂ€ngeschild der britischen Acid-Jazz-Szene wahrgenommen. Frontmann Jay Kay, bekannt fĂŒr seine extravaganten Kopfbedeckungen und seinen leicht heiseren, aber Ă€ußerst beweglichen Soul-Gesang, entwickelte sich schnell zum Gesicht der Formation. Die Gruppe mischt seit jeher Funk, Soul, Disco und Jazz mit Pop-SensibilitĂ€t und spĂ€ter auch elektronischen Elementen.

FĂŒr ein deutsches Publikum sind Jamiroquai aus mehreren GrĂŒnden relevant. Zum einen reprĂ€sentiert die Band einen Sound, der in dieser Konsequenz im deutschsprachigen Raum selten war: organischer Funk mit virtuoser Rhythmusarbeit und auffĂ€llig starker Live-Orientierung. Zum anderen fungieren ihre Hits seit Jahren als verbindendes Element zwischen Generationen, sei es auf Indie-Dancefloors, Funk-Partys oder in Radio-Programmen.

In einer Musikwelt, in der Genregrenzen zunehmend verschwimmen, wirken Jamiroquai fast wie ein Bindeglied: Ihr Werk spricht Fans klassischer Funk-Bands wie Earth, Wind and Fire ebenso an wie Hörer moderner Neo-Soul-Acts. Deutsche Medien wie Musikexpress und laut.de betonen in RĂŒckblicken immer wieder die Rolle der Band als BrĂŒckenbauer zwischen analogem Groove und digitaler Ästhetik.

Hinzu kommt, dass viele jĂŒngere Produzenten in Deutschland, ob im Bereich Nu-Disco, House oder Funk, den Einfluss von Jamiroquai offen benennen. In Interviews verweisen sie auf Basslinien, Akkordfolgen und Falsett-Hooks der Gruppe als stilbildende Blaupause. Die Band bleibt damit nicht nur ein nostalgischer Bezugspunkt, sondern wirkt aktiv in die Klangsprache gegenwĂ€rtiger Szenen hinein.

Herkunft und Aufstieg von Jamiroquai

Jamiroquai formierten sich 1992 in London rund um SĂ€nger und Songwriter Jay Kay. Die Gruppe unterschrieb frĂŒh beim aufstrebenden Label Acid Jazz Records, das damals bereits Acts wie The Brand New Heavies betreute. Mit ihrer DebĂŒtsingle When You Gonna Learn legte die Band 1992 den Grundstein fĂŒr ihren spĂ€teren Erfolg: ein ökologisch und sozial aufgeladener Text, verpackt in federnde Funk-Rhythmen.

Das DebĂŒtalbum Emergency on Planet Earth erschien 1993 und fand vor allem in Großbritannien schnell Gehör. Laut der Official Charts Company stieg die Platte unmittelbar in die Top 10 der UK Albums Chart ein, was fĂŒr eine neue Funk-Formation damals bemerkenswert war. Parallel hob der Guardian in Besprechungen die starken EinflĂŒsse von Stevie Wonder und 70er-Jahre-Fusion hervor, ohne die Band auf reine Retro-Referenzen zu reduzieren.

In Deutschland dauerte es etwas lÀnger, bis die Formation ein breiteres Publikum erreichte. Mit dem zweiten Album The Return of the Space Cowboy (1994) etablierten Jamiroquai ihren organischen Future-Funk weiter. Internationaler Durchbruch und Mainstream-Einzug auch hierzulande setzten jedoch mit dem dritten Studioalbum Travelling Without Moving im Jahr 1996 ein.

Die Single Virtual Insanity, unterstĂŒtzt durch ein ikonisches Musikvideo mit verschiebbaren WĂ€nden und minimalistischer Kulisse, lief auf MTV und VIVA in Heavy Rotation. Laut Berichten von Billboard sowie der BBC gewann das Video mehrere Preise, darunter bei den MTV Video Music Awards. In den Offiziellen Deutschen Charts landeten sowohl Single als auch Album in den oberen Regionen, genaue Platzierungen variieren je nach Chartwoche, belegen aber eine deutliche PrĂ€senz im deutschen Markt.

Der Aufstieg von Jamiroquai fiel in eine Phase, in der elektronische Clubmusik, Britpop und R&B parallel boomten. Die Band positionierte sich geschickt dazwischen: Funk-Grooves und Live-BlÀser trafen auf eingÀngige Hooks und eine hochglanzpolierte Produktion. Gerade in Deutschland, wo sowohl Dance- als auch Rockkultur stark waren, fand dieser Hybrid ein dankbares Publikum.

Mit weiteren Alben wie Synkronized (1999) und A Funk Odyssey (2001) festigte die Gruppe ihren Status als internationale Funk-Pop-GrĂ¶ĂŸe. Songs wie Canned Heat, Cosmic Girl oder Little L liefen im Radio, in Clubs und auf privaten Mixtapes. Die Band war in diesen Jahren regelmĂ€ĂŸig auf Tour, spielte große Hallen in Europa und trat bei renommierten Festivals auf.

Auch wenn sich die VeröffentlichungsabstĂ€nde spĂ€ter verlĂ€ngerten, blieben Jamiroquai im Studio aktiv. 2005 erschien Dynamite, 2010 folgte Rock Dust Light Star, und 2017 schließlich Automaton. Letzteres markierte eine deutliche AnnĂ€herung an elektronischere Produktionen, ohne den organischen Kern ganz aufzugeben, wie Kritiken in Rolling Stone und NME betonten.

Signature-Sound, Stil und SchlĂŒsselwerke von Jamiroquai

Der Sound von Jamiroquai basiert auf mehreren zentralen SĂ€ulen. ZunĂ€chst ist da der charakteristische Groove: Bass und Schlagzeug arbeiten eng miteinander, oft in ternĂ€ren oder synkopierten Mustern, die an klassische Funk-Produktionen erinnern. DarĂŒber legen Keyboards, E-Piano und Synthesizer dichte Harmonien, die sich zwischen Jazz, Soul und Pop bewegen.

Jay Kays Gesang verbindet Falsett-Passagen mit einer warmen mittleren Lage, die an Soul-Ikonen der 70er erinnert. Gleichzeitig hat er eine Pop-AffinitĂ€t fĂŒr eingĂ€ngige Refrains, was den Songs einen hohen Wiedererkennungswert verleiht. Die Band arrangiert ihre StĂŒcke hĂ€ufig nach klassischen Songstrukturen aus Strophen, Bridge und Refrain, erweitert diese aber mit Instrumentalpassagen, in denen Bass, Rhodes-Piano oder BlĂ€ser improvisatorisch glĂ€nzen.

Textlich greifen Jamiroquai von Beginn an gesellschaftliche und ökologische Themen auf. Bereits auf Emergency on Planet Earth finden sich deutliche Verweise auf Umweltzerstörung, Konsumkritik und soziale Ungleichheit. Auf spÀteren Alben treten vermehrt persönliche Themen, Beziehungen und hedonistische Nachtleben-Szenarien hinzu, etwa in Canned Heat oder Little L. Diese Mischung aus politischem Bewusstsein und Dancefloor-Appeal gehört zu den Markenzeichen der Gruppe.

Unter den SchlĂŒsselfiguren in der Produktion ist neben Jay Kay selbst besonders der Produzent und Keyboarder Toby Smith fĂŒr die frĂŒhen Jahre zu nennen. SpĂ€ter prĂ€gten Produzenten wie Mike Spencer und Matt Johnson den Sound. Labels wie Sony Music beziehungsweise deren Imprints sowie Virgin EMI waren in verschiedenen Phasen fĂŒr die Veröffentlichungen verantwortlich, was dem Act Zugang zu globalen Marketingstrukturen verschaffte.

Zu den wichtigsten Alben von Jamiroquai zÀhlen:

Emergency on Planet Earth (1993)

Das DebĂŒt etabliert die Band als treibende Kraft im Acid-Jazz. Songs wie When You Gonna Learn und Too Young to Die verbinden aktivistische Inhalte mit klassischen Funk-Grooves. Kritiker von Medien wie der BBC lobten vor allem die MusikalitĂ€t der Rhythmusgruppe und die dichte Produktion, die trotz ihrer DetailfĂŒlle luftig wirkt.

Travelling Without Moving (1996)

Dieses Album gilt als kommerzieller Höhepunkt der Band. Neben Virtual Insanity finden sich hier Hits wie Cosmic Girl und Alright, die in Europa und insbesondere in Deutschland große Radio-PrĂ€senz erreichten. In mehreren LĂ€ndern wurde die Platte von BranchenverbĂ€nden wie der RIAA und der BPI ausgezeichnet; der genaue Status variiert je nach Markt, spiegelt aber den internationalen Erfolg deutlich wider.

A Funk Odyssey (2001)

Hier experimentiert die Gruppe stĂ€rker mit elektronischen Elementen, House-Beats und Club-Ästhetik. Singles wie Little L und You Give Me Something liefen in deutschen Clubs und Radios gleichermaßen. Kritikern wie dem Musikexpress zufolge gelang Jamiroquai ein Spagat zwischen traditionellem Band-Sound und zeitgemĂ€ĂŸer Dance-Produktion.

Automaton (2017)

Nach lĂ€ngerer Veröffentlichungspause kehrte die Band mit einem futuristischeren, synth-lastigen Sound zurĂŒck. TitelstĂŒcke wie Automaton und Songs wie Cloud 9 reflektieren Themen wie Technologisierung, Entfremdung und digitale Kultur, eingebettet in stets tanzbare Grooves. Rolling Stone und andere Magazine betonten, dass das Album keinen reinen Retro-Trip bietet, sondern die Handschrift von Jamiroquai in die Gegenwart ĂŒbertrĂ€gt.

Auch live gelten Jamiroquai als verlĂ€ssliche GrĂ¶ĂŸe. Ihre Shows sind bekannt fĂŒr lange Jam-Passagen, in denen einzelne Instrumentalisten Raum zur Entfaltung bekommen. Die Rhythmussektion treibt die Songs, wĂ€hrend Jay Kay als Frontmann mit tĂ€nzerischer Energie, call-and-response-Momenten und spontanen Adlibs agiert. Aufnahmen und Berichte, unter anderem von BBC Radio 2, beschreiben ein Live-Erlebnis, das die Studiofassungen oft deutlich ausdehnt.

In Deutschland spielte die Band im Laufe ihrer Karriere in großen Hallen und auf Festivals. Berichtet wurde ĂŒber Auftritte auf Events wie dem Hurricane oder großen Open-Air-Formaten, bei denen Jamiroquai hĂ€ufig am spĂ€ten Abend als einer der Hauptacts angesetzt wurden. Diese PrĂ€senz im europĂ€ischen Livesegment trug maßgeblich dazu bei, die Fangemeinde auch nach den stĂ€rksten Chartjahren stabil zu halten.

Kulturelle Wirkung und VermÀchtnis von Jamiroquai

Die kulturelle Wirkung von Jamiroquai lĂ€sst sich aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Einerseits verkörpert die Gruppe den globalen Erfolg britischer Funk- und Soul-Musik in den Neunzigern. Gemeinsam mit Acts wie Brand New Heavies und Incognito trug sie dazu bei, Acid-Jazz ĂŒber London hinaus bekannt zu machen. Andererseits fungierte die Band als Wegbereiter fĂŒr den spĂ€teren Neo-Funk und Nu-Disco, der ab den 2000ern in Clubs und auf Festivals zu hören war.

Kritiker von Medien wie NME und The Guardian betonen immer wieder, dass Jamiroquai es geschafft haben, ihre musikalischen Vorbilder nie einfach zu kopieren. Stattdessen transformierte die Band EinflĂŒsse von Funk, Soul, Jazz und Disco in einen eigenen, wiedererkennbaren Stil. Gerade der Einsatz von Keyboards und Synthesizern in Verbindung mit traditionellen Band-Instrumenten wird hĂ€ufig als markant hervorgehoben.

In Deutschland hinterließ die Formation Spuren in verschiedenen Szenen. DJs und Produzenten der House- und Nu-Disco-Szene verweisen auf ihre Tracks als Inspirationsquelle. Der markante Bass-Sound, wie er etwa auf Virtual Insanity oder Cosmic Girl zu hören ist, diente als Referenzpunkt fĂŒr zahllose Produktionen. Gleichzeitig tauchen Jamiroquai immer wieder in Popkultur-RĂŒckblicken ĂŒber die Neunziger auf, seien es TV-Formate, Podcasts oder Magazinserien.

Aus industriebezogener Perspektive ist die Band ein Beispiel fĂŒr langfristig erfolgreiche Katalogpflege. WĂ€hrend manche Acts nach einigen Jahren in Vergessenheit geraten, bleiben Jamiroquai prĂ€sent – durch Remaster, Best-of-Zusammenstellungen, Soundtrack-Platzierungen und gezielte Social-Media-PrĂ€senz. Gerade Streaming-Dienste tragen dazu bei, dass Klassiker wie Virtual Insanity oder Canned Heat in Playlists neben ganz neuen Produktionen auftauchen.

Chart- und Auszeichnungsdaten unterstreichen diese Relevanz. Die Offiziellen Deutschen Charts listen mehrere Alben der Gruppe mit Top-Region-Platzierungen in den spĂ€ten Neunzigern und frĂŒhen 2000ern; in Großbritannien stiegen die meisten Studioalben von Jamiroquai in die oberen RĂ€nge der Official Albums Chart ein. BranchenverbĂ€nde wie RIAA, BPI und weitere zeichneten einzelne Alben und Singles mit Gold- und Platin-Status aus, auch wenn die genauen Zahlen je nach Land variieren.

Besonders bemerkenswert ist, wie sich die Band ĂŒber Moden hinweg behauptet. WĂ€hrend Britpop, Grunge, Electroclash oder EDM jeweils eigene Wellen bildeten und wieder abebbten, blieb der Funk-Pop von Jamiroquai relativ konstant. Der Sound wurde zwar behutsam aktualisiert, doch die zentralen Zutaten – Groove, warme Harmonien, charismatischer Gesang – blieben unverĂ€ndert. FĂŒr viele Hörerinnen und Hörer bietet die Gruppe damit eine Art klanglichen Anker.

In einer Zeit, in der Fragen nach Nachhaltigkeit, Überkonsum und sozialer Gerechtigkeit wieder stĂ€rker diskutiert werden, wirken die frĂŒhen Texte von Jamiroquai fast prophetisch. Songs wie When You Gonna Learn oder Emergency on Planet Earth thematisieren Umweltzerstörung und politische TrĂ€gheit. Auch wenn Jamiroquai nie als explizit politische Band inszeniert wurden, prĂ€gen solche Inhalte die Wahrnehmung bis heute.

Die visuelle Ästhetik des Acts, von Jay Kays HĂŒten bis zu den Videos, hat ebenfalls Spuren hinterlassen. Das bewegte Boden-Set aus dem Video zu Virtual Insanity etwa gilt laut Rolling Stone als eines der einflussreichsten Pop-Video-Designs der Neunziger. Es taucht in Listen der besten Musikvideos aller Zeiten auf und wird in Meme-Kulturen sowie in neuen Video-Produktionen zitiert.

Auch im Live-Bereich hat die Gruppe Standards gesetzt. Lange bevor Jam-Bands und Funk-Ensembles in Europa wieder en vogue wurden, tourten Jamiroquai mit Shows, die stĂ€rker an amerikanische Funk- und Soul-Traditionen anknĂŒpften als an britische Indie-Rock-Ästhetik. Diese Haltung wirkte inspirierend auf eine gesamte Generation europĂ€ischer Musikerinnen und Musiker.

FĂŒr deutsche Fans, die heute vielleicht zum ersten Mal bewusst auf Jamiroquai stoßen, bietet das Werk einen Zugang zu einer Musiktradition, die hierzulande in dieser Form nur punktuell prĂ€sent war. FĂŒr langjĂ€hrige Hörer dient es als Soundtrack zu prĂ€genden Lebensphasen, von ClubnĂ€chten bis zu Roadtrips. In beiden FĂ€llen lĂ€sst sich das VermĂ€chtnis der Band als lebendig beschreiben, nicht als statisches Kapitel der Musikgeschichte.

HĂ€ufige Fragen zu Jamiroquai

Wer sind Jamiroquai und welche Musik spielen sie?

Jamiroquai ist eine britische Band um Frontmann Jay Kay, die Anfang der Neunziger in London gegrĂŒndet wurde. Musikalisch bewegt sich die Gruppe zwischen Funk, Soul, Disco, Jazz und Pop. Ihr Stil wird oft als Future Funk oder Acid-Jazz-inspirierter Pop beschrieben, geprĂ€gt von dichten Grooves, warmen Keyboards und eingĂ€ngigen Hooks.

Welche Alben von Jamiroquai gelten als besonders wichtig?

Als zentrale Alben gelten das DebĂŒt Emergency on Planet Earth, das Durchbruchswerk Travelling Without Moving und das experimentierfreudige A Funk Odyssey. Auch das spĂ€tere Album Automaton ist fĂŒr viele Fans und Kritiker wichtig, weil es den klassischen Jamiroquai-Sound mit moderner Elektronik verbindet. Insgesamt erstreckt sich die Diskografie ĂŒber mehrere Jahrzehnte und zeigt eine kontinuierliche Entwicklung.

Wie erfolgreich waren Jamiroquai in Deutschland?

In Deutschland erreichten mehrere Alben der Band hohe Platzierungen in den Offiziellen Deutschen Charts, vor allem in den spĂ€ten Neunzigern und frĂŒhen 2000ern. Singles wie Virtual Insanity, Canned Heat oder Cosmic Girl liefen intensiv im Radio und auf Musiksendern. Genaue Verkaufszahlen und Auszeichnungen variieren, insgesamt zĂ€hlen Jamiroquai jedoch zu den bekanntesten internationalen Funk-Pop-Acts im deutschen Markt.

Gibt es aktuelle TourplÀne oder Deutschland-Konzerte von Jamiroquai?

Die Band ist weiterhin live aktiv und spielt ausgewĂ€hlte Shows und Festivals. Konkrete Termine wechseln regelmĂ€ĂŸig, weshalb fĂŒr verlĂ€ssliche Informationen in jedem Fall die offizielle Webseite und seriöse Ticketanbieter konsultiert werden sollten. Zum Zeitpunkt der letzten PrĂŒfung lagen keine doppelt verifizierten neuen Deutschland-Daten vor (Stand: 16.05.2026).

Wo kann man die Musik von Jamiroquai heute am besten hören?

Die Musik der Band ist auf allen großen Streaming-Plattformen verfĂŒgbar, darunter Spotify, Apple Music, YouTube und Deezer. Viele Alben sind zudem weiterhin auf CD und Vinyl erhĂ€ltlich, inklusive Repressings klassischer Werke. FĂŒr einen ersten Überblick empfehlen sich Best-of-Playlists sowie die chronologische Erkundung der Studioalben, um die Entwicklung des Sounds nachzuvollziehen.

Jamiroquai in den sozialen Netzwerken und im Streaming

Wer tiefer in das Universum von Jamiroquai eintauchen möchte, findet in sozialen Netzwerken und auf Streaming-Plattformen eine FĂŒlle von Live-Mitschnitten, Interviews, Fan-Edits und offiziellen Clips. So lĂ€sst sich die Geschichte der Band nicht nur hören, sondern auch sehen – vom frĂŒhen Clubgig bis zur großen FestivalbĂŒhne.

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