Roxy Music, Rockmusik

Roxy Music und ihr zeitloser Wendepunkt im Art-Rock

17.05.2026 - 20:36:15 | ad-hoc-news.de

Wie Roxy Music Glam, Avantgarde und Pop verbanden, die Charts prÀgten und bis heute Indie- und Pop-Bands inspirieren.

Roxy Music, Rockmusik, Musik-News
Roxy Music, Rockmusik, Musik-News

Als Roxy Music Anfang der 1970er auf die BĂŒhne trat, traf britischer Glam-Exzess auf Kunsthochschule und futuristische Synthesizer-KlĂ€nge. Die Band um Bryan Ferry und Brian Eno verĂ€nderte mit wenigen, aber prĂ€genden Alben die DNA von Pop und Rock – und wirkt bis heute in Playlists, Indie-Bands und ModeĂ€sthetik nach.

Aktuelle Entwicklung rund um Roxy Music

Eine konkrete, durch mehrere seriöse Quellen bestĂ€tigte 72-Stunden-News zu Roxy Music liegt derzeit nicht vor. Stattdessen steht die Band aktuell vor allem im Fokus, weil Streaming-Plattformen und Feuilletons sie als Referenz fĂŒr eine ganze Generation von Art-Rock- und Indie-Acts neu rahmen. Besonders rund um Reissues von Klassikern wie For Your Pleasure und Avalon werden Katalog und Einfluss der Gruppe immer wieder neu bewertet.

Wie der britische Rolling Stone und die BBC in RĂŒckblicken betonen, gelten die Studioalben von Roxy Music als Blaupause dafĂŒr, wie Kunstanspruch und Pop-Appeal zusammenfinden können. Auch deutsche Medien wie Musikexpress und laut.de verweisen auf die anhaltende Relevanz, wenn aktuelle Acts aus dem Indie- und Synthpop-Spektrum ihre EinflĂŒsse benennen. Die Nachfrage nach hochwertig remasterten Ausgaben und Vinylpressungen der Band ist entsprechend konstant hoch, wĂ€hrend Playlists bei Spotify und Apple Music Roxy Music regelmĂ€ĂŸig in Kontext mit neueren GrĂ¶ĂŸen wie Arctic Monkeys, The Killers oder Tame Impala setzen.

FĂŒr Fans im deutschsprachigen Raum spielt auch die Live-Historie der Gruppe eine Rolle. Immer wieder kursieren GesprĂ€che ĂŒber mögliche weitere Reunion-Auftritte einzelner Mitglieder, doch offiziell bestĂ€tigt sind derzeit keine neuen Tourdaten. Damit rĂŒckt der Blick auf das bereits vorhandene Werk und sein Echo in der aktuellen Popkultur umso stĂ€rker in den Vordergrund (Stand: 17.05.2026).

Um die Bedeutung von Roxy Music im Überblick zu halten, lassen sich ein paar Eckpunkte der Karriere zusammenfassen:

  • GrĂŒndung in London Anfang der 1970er Jahre rund um Bryan Ferry
  • FrĂŒhe Besetzung unter anderem mit Brian Eno an den Synthesizern
  • StilprĂ€gende Alben wie Roxy Music, For Your Pleasure, Stranded, Country Life und Avalon
  • Markante Singles wie Virginia Plain, Love Is The Drug und More Than This
  • Großer Einfluss auf New Wave, Synthpop, Indie-Rock und moderne Pop-Produktionen

Wer Roxy Music ist und warum die Band gerade jetzt zÀhlt

Roxy Music ist eine britische Band, die Anfang der 1970er aus der Londoner Kunst- und Musikszene hervorging und Glamrock mit experimentellen, oft avantgardistischen AnsĂ€tzen verband. Frontmann Bryan Ferry brachte eine croonerhafte, zugleich ironische Stimme ein, wĂ€hrend Brian Eno zu Beginn als KlangtĂŒftler und Synthesizer-Pionier fungierte. Die Mischung aus Retro-Glamour, Dandy-Image und futuristischem Sound war im Mainstream-Rock damals nahezu ohne Vorbild.

Heute ist die Formation vor allem deshalb relevant, weil sie als verbindendes Glied zwischen klassischem Rock und moderner Pop- und Clubproduktion verstanden wird. Produzenten und Songwriter verweisen auf die Art, wie Roxy Music Studioeffekte, Tape-Manipulation und frĂŒhe Synthesizer einsetzten, lange bevor solche Klangfarben in den 1980ern im Radio allgegenwĂ€rtig wurden. Gleichzeitig sind die Songs eingĂ€ngig genug, dass sie auch Jahrzehnte spĂ€ter noch im Radio laufen oder in Filmen, Serien und Werbespots eingesetzt werden.

FĂŒr ein Publikum in Deutschland erschließt sich die Bedeutung der Band auch ĂŒber ihren Einfluss auf hierzulande populĂ€re Acts. Die Hamburger Schule, bestimmte Zweige des Berliner Indie-Pop und auch elektronische Produzenten aus der Technoszene verweisen indirekt auf Roxy Music, wenn sie Artrock, Glam-Referenzen und experimentelle Studiotechniken kombinieren. Damit wird klar: Es geht bei dieser Gruppe lĂ€ngst nicht nur um nostalgische 70er-Jahre-Romantik, sondern um ein Ă€sthetisches Koordinatensystem, das bis heute genutzt wird.

Hinzu kommt, dass Bryan Ferry ĂŒber die Band hinaus eine vielbeachtete Solokarriere gestartet hat. Seine Soloalben, etwa These Foolish Things oder Boys and Girls, stehen in einem Dialog mit dem Bandkatalog und halten den Namen Roxy Music in Interviews und PortrĂ€ts weiter prĂ€sent. Medien wie der Guardian und die New York Times ziehen bei PortrĂ€ts ĂŒber Ferry regelmĂ€ĂŸig direkte Linien zurĂŒck zur Band und ihren innovativen Studioalben.

In einer Zeit, in der algorithmische Empfehlungen, kuratierte Playlists und Social-Media-Trends die Wahrnehmung von Musik bestimmen, fungiert Roxy Music als eine Art QualitĂ€tsmarker. Wer sich auf diese Band beruft, signalisiert oft bewusst einen Anspruch an Sounddesign, Stil und Popintelligenz. FĂŒr jĂŒngere Hörerinnen und Hörer wird der Name hĂ€ufig ĂŒber Coverversionen, Film-Soundtracks oder kuratierte Playlists wichtig, in denen neben Roxy Music auch Acts wie David Bowie, Talking Heads oder Depeche Mode auftauchen.

Herkunft und Aufstieg der Band

Die Geschichte von Roxy Music beginnt Anfang der 1970er in London, einer Stadt, die sich damals zwischen der Nachwirkung der Beatles-Ära und dem aufkommenden Glamrock befand. Bryan Ferry, der Kunst studiert hatte, suchte nach einer Möglichkeit, seine Faszination fĂŒr Popkultur, Film-Noir-Ästhetik und moderne Kunst in einem musikalischen Projekt zu bĂŒndeln. Zusammen mit Musikerfreunden entstand eine erste Besetzung, aus der sich schrittweise die klassische Kernformation herauskristallisierte.

Zu den frĂŒhen Mitgliedern gehörten neben Ferry auch Brian Eno, der als Nicht-Musiker im klassischen Sinne mit seinem VerstĂ€ndnis fĂŒr Klang, Tape-Schleifen und Synthesizer-Texturen eine SchlĂŒsselrolle spielte, sowie Gitarrist Phil Manzanera und Saxofonist Andy Mackay. Die Gruppe kombinierte traditionelle Rockinstrumente mit ungewohnten Klangquellen, die damals eher in experimentellen Studios zu finden waren. Laut Berichten des NME und von Mojo galt die Band schon vor Veröffentlichung ihres DebĂŒtalbums als Geheimtipp innerhalb der Londoner Szene.

1972 erschien das erste Studioalbum Roxy Music, produziert unter anderem von Peter Sinfield, der zuvor mit King Crimson gearbeitet hatte. Das Album verband schroffe Rocknummern mit opulenten Arrangements und artifiziell wirkender Romantik. Songs wie Re-Make/Re-Model zeigten, wie die Gruppe Rockstrukturen zerlegte und neu zusammensetzte, wĂ€hrend Virginia Plain – zunĂ€chst als Single veröffentlicht – zu einem frĂŒhen Markenzeichen wurde. Die britische Musikpresse reagierte begeistert, und das Album stieg in die UK Albums Chart ein, wie die Official Charts Company dokumentiert.

Der Nachfolger For Your Pleasure, 1973 veröffentlicht, verschob den Schwerpunkt noch stĂ€rker in Richtung dĂŒsterer, atmosphĂ€rischer Klanglandschaften. Lange StĂŒcke, ausgedehnte Instrumentalpassagen und eine konsequent durchgestylte CoverĂ€sthetik machten die Platte zu einem SchlĂŒsselwerk der FrĂŒhphase. Kurz nach diesem Album verließ Brian Eno die Band, um eine eigene Karriere als Produzent und Solo-KĂŒnstler zu verfolgen; sein Einfluss auf die frĂŒhen Roxy-Music-Jahre blieb jedoch prĂ€gend und wird etwa in Analysen von Pitchfork und The Quietus ausfĂŒhrlich diskutiert.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Gruppe schrittweise in Richtung eines eleganteren, stĂ€rker auf Groove und Melodie setzenden Sounds. Alben wie Stranded (1973), Country Life (1974) und Siren (1975) kombinierten weiterhin kunstvolle Arrangements mit zunehmend radiotauglichen Songs. Die Single Love Is The Drug, aus Siren, wurde zu einem internationalen Hit und schaffte es unter anderem in die oberen Regionen der US-Billboard-Charts, wie Billboard und die RIAA fĂŒr den nordamerikanischen Markt dokumentieren.

Nach einer Pause und SoloaktivitĂ€ten der Mitglieder kehrten Roxy Music Ende der 1970er zurĂŒck. Das in den frĂŒhen 1980ern erschienene Album Avalon markierte einen weiteren Wendepunkt: Die Band prĂ€sentierte einen deutlich weicheren, atmosphĂ€risch dichten Sound, der mit luxuriöser Produktion und sorgfĂ€ltig geschichteten Synthesizer-FlĂ€chen arbeitete. Besonders in Europa und Australien entwickelte sich das Album zu einem großen Erfolg; in Großbritannien erreichte es laut Official Charts Company Platz 1 der UK Albums Chart. Die Single More Than This wurde zu einem Evergreen, der bis heute im Radio prĂ€sent ist.

Deutschland spielte im Aufstieg von Roxy Music zwar nicht die gleiche ĂŒberragende Rolle wie Großbritannien, die USA oder Australien, doch auch hier etablierte sich eine treue Fanbasis. In den Offiziellen Deutschen Charts tauchten Singles und Alben der Gruppe mehrfach auf, wenn auch meist nicht auf SpitzenplĂ€tzen. Wichtig fĂŒr die Wahrnehmung im deutschsprachigen Raum waren darĂŒber hinaus Konzertauftritte in StĂ€dten wie Köln, Hamburg und Berlin, bei denen das stilisierte Image und die sorgfĂ€ltig gestalteten BĂŒhnenbilder Eindruck hinterließen.

Auch Besetzungswechsel prÀgten die Entwicklung der Gruppe. WÀhrend Ferry, Manzanera und Mackay als zentrale Achse bestehen blieben, gab es an Bass und Schlagzeug immer wieder VerÀnderungen. Produzenten wie Rhett Davies arbeiteten mehrfach mit der Band zusammen und trugen dazu bei, einen spezifischen, warmen Studiosound zu etablieren, der besonders auf den spÀten Alben deutlich zu hören ist.

Signature-Sound, Stil und SchlĂŒsselwerke von Roxy Music

Der Sound von Roxy Music lÀsst sich am besten als Schnittstelle verschiedener Traditionen beschreiben. Einerseits greift die Band Elemente des Glamrock auf: flamboyante Outfits, ironisches Spiel mit Geschlechterrollen, dramatische Gestik. Andererseits findet sich eine deutliche NÀhe zu Kunstmusik und Avantgarde in Form komplexer Arrangements, unkonventioneller Songstrukturen und mutiger Studioexperimente. Diese Verbindung machte Roxy Music zu einem der archetypischen Art-Rock-Acts.

Zentral fĂŒr den Sound ist Bryan Ferrys Gesang. Sein Stil verbindet Crooner-AnklĂ€nge, die an klassische SĂ€nger der 1950er erinnern, mit einer distanziert-ironischen AttitĂŒde. Dadurch entstehen Lieder, die emotional wirken, aber zugleich reflektiert und mit einem gewissen Augenzwinkern performt werden. In StĂŒcken wie More Than This oder Dance Away schafft er eine Melange aus Sehnsucht, Glamour und Melancholie, die sich deutlich von vielen Rock-SĂ€ngern der damaligen Zeit unterscheidet.

Gitarrist Phil Manzanera bringt eine eigenstĂ€ndige, oft texturorientierte Spielweise ein. Statt klassischer Rocksoli arbeitet er hĂ€ufig mit FlĂ€chen, ungewöhnlichen Akkorden und Effekten, die in Kombination mit Andy Mackays Saxofon und Oboe einen charakteristischen Klangteppich bilden. Auf den frĂŒhen Alben, vor allem Roxy Music und For Your Pleasure, kommt hinzu, dass Brian Eno mit Synthesizer, Bandmaschinen und Treatments GerĂ€usch- und Klangfragmente beisteuert, die den Songs eine futuristische Note verleihen.

Zu den SchlĂŒsselwerken im Katalog gehören mehrere Studioalben, die jeweils eine eigene Phase markieren. Das DebĂŒt Roxy Music steht fĂŒr die rohe, experimentelle FrĂŒhphase, in der Rock-Energie und Kunstanspruch mit sichtbaren Kanten aufeinanderprallen. For Your Pleasure verfeinert dieses Konzept und gilt vielen Kritikerinnen und Kritikern als kĂŒnstlerischer Höhepunkt der frĂŒhen Jahre. Stranded und Country Life markieren den Übergang zu einem etwas zugĂ€nglicheren, aber nicht weniger raffinierten Sound.

Das SpĂ€twerk Avalon wiederum reprĂ€sentiert eine luxuriöse, fast schon loungeartige KlangĂ€sthetik. Die Produktion setzt auf weite HallrĂ€ume, weiche Synth-FlĂ€chen und subtil eingesetzte Gitarrenfiguren. Songs wie Avalon, While My Heart Is Still Beating und Take A Chance With Me zeigen, wie die Gruppe einen Sound entwickelt, der sowohl in High-End-HiFi-Umgebungen als auch im Radio funktioniert. FĂŒr viele Hörerinnen und Hörer in Deutschland wurde genau dieses Album zum Einstieg in den Kosmos von Roxy Music, da es in den frĂŒhen 1980er Jahren verstĂ€rkt im hiesigen Rundfunk prĂ€sent war.

Wichtige Singles, die den Stil der Band auf den Punkt bringen, sind neben Virginia Plain und Love Is The Drug auch Do The Strand, Street Life, Same Old Scene und More Than This. Jede dieser Veröffentlichungen nimmt ein anderes Element der Band-DNA in den Fokus – mal den treibenden Groove, mal die dekadente Glam-Aura, mal die kontemplative Eleganz des SpĂ€twerks. In Summe entsteht ein Repertoire, das sich nur schwer in eine einzelne Genre-Schublade pressen lĂ€sst.

Die Produktionsweise von Roxy Music war fĂŒr ihre Zeit fortschrittlich. Studios wurden als eigene Instrumente begriffen, in denen Schichten von Gitarren, Keyboards, BlĂ€sern und Gesang sorgfĂ€ltig arrangiert wurden. Produzenten wie Rhett Davies und Engineers wie Bob Clearmountain arbeiteten mit der Band zusammen, um diesen detailreichen Sound zu realisieren. Medienanalysen, etwa in Sound on Sound, heben hervor, wie diese Herangehensweise spĂ€tere Pop- und Rockproduktionen beeinflusste, bei denen der Studioaufenthalt nicht mehr nur Dokumentation einer Live-Performance, sondern kreativer Prozess ist.

FĂŒr die deutsche Musikszene war besonders die Kombination aus Bildsprache und Sound ein Bezugspunkt. Albumcover wie das von Country Life mit seinem provokanten, fotografisch inszenierten Motiv oder die ikonische Ästhetik von Avalon beeinflussten auch deutsche Designer und Musiker, die sich mit Themen wie Glamour, KĂŒnstlichkeit und Pop als Gesamtkunstwerk beschĂ€ftigten. Magazine wie Musikexpress verweisen in RĂŒckblicken regelmĂ€ĂŸig auf diese visuelle Kraft.

Kulturelle Wirkung und VermÀchtnis von Roxy Music

Die kulturelle Wirkung von Roxy Music reicht weit ĂŒber ihren unmittelbaren kommerziellen Erfolg hinaus. Zahlreiche Bands und KĂŒnstlerinnen haben sich explizit auf sie berufen, darunter Talking Heads, Duran Duran, Tears for Fears, Japan, Pulp und sogar einige Vertreter der Britpop-Welle der 1990er. Viele dieser Acts ĂŒbernahmen das Prinzip, Popmusik nicht nur als Unterhaltung, sondern als stilbewusstes, kunstaffines Statement zu begreifen.

Auch in elektronischen Genres hinterließ die Gruppe Spuren. Brian Enos Arbeit mit Roxy Music bildete eine wichtige Grundlage fĂŒr seine spĂ€teren Ambient-Experimente und seine ProduktionstĂ€tigkeit fĂŒr KĂŒnstler wie David Bowie, U2 und Talking Heads. Die klangliche Offenheit und das Interesse an Studioexperimenten, die schon in den frĂŒhen 1970ern bei Roxy Music sichtbar waren, fanden so ihren Weg in ganz unterschiedliche Musikszenen – von Post-Punk ĂŒber New Wave bis hin zu elektronischer Clubkultur.

In der Popkritik gelten mehrere Alben der Band inzwischen als kanonische Werke. Bestenlisten von Magazinen wie Rolling Stone, NME oder The Guardian fĂŒhren For Your Pleasure und Avalon regelmĂ€ĂŸig unter den wichtigsten Alben der 1970er beziehungsweise 1980er. Deutsche Medien schließen sich dieser EinschĂ€tzung an: Musikexpress und Rolling Stone Deutschland verorten die Band im erweiterten Kreis der einflussreichsten Rock- und Popformationen ĂŒberhaupt.

Auch institutionelle Anerkennung blieb nicht aus. In die Rock and Roll Hall of Fame wurden Roxy Music fĂŒr ihren Einfluss auf die Rockgeschichte aufgenommen, wobei in der Laudatio insbesondere die konzeptionelle StĂ€rke und die Innovationskraft hervorgehoben wurden. Diese Form der Auszeichnung bestĂ€tigt, was Fans und Kritikerinnen ĂŒber Jahrzehnte festgestellt hatten: Die Band hat die Spielregeln fĂŒr das Zusammenspiel von Image, Sound und Produktion nachhaltig verĂ€ndert.

Im deutschsprachigen Raum wird das VermĂ€chtnis von Roxy Music oft auch in Abgrenzung zu anderen prĂ€genden britischen Acts diskutiert. WĂ€hrend etwa Pink Floyd stĂ€rker als psychedelische Prog-Band und Led Zeppelin als Hardrock-Vorreiter wahrgenommen werden, steht Roxy Music fĂŒr eine urbane, artifizielle, fast cinematische Art von Rockmusik. Diese Perspektive findet sich regelmĂ€ĂŸig in Essays und RĂŒckblicken in Feuilletons von Die Zeit, SĂŒddeutsche Zeitung oder Der Spiegel, wenn dort ĂŒber die Evolution des Pop seit den 1970ern geschrieben wird.

Wirtschaftlich waren nicht alle Veröffentlichungen Blockbuster, doch einzelne Alben erreichten bedeutende Verkaufszahlen. So wird Avalon in mehreren MĂ€rkten mit hohen Verkaufszertifizierungen gefĂŒhrt, etwa durch die britische BPI. In Deutschland verweisen Daten des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) darauf, dass die Band vor allem im Albumsegment mit KatalogverkĂ€ufen und Reissues prĂ€sent bleibt, wĂ€hrend einzelne Hits in Streaming-Statistiken immer wieder Peaks erreichen, etwa wenn Songs in Filmen, Serien oder viralen Clips auftauchen.

Live genießt die Gruppe beziehungsweise ihre Mitglieder einen Ruf als detailverliebte, aber unaufdringliche Performer. Bei Reunion-Shows und Festivalauftritten setzten Roxy-Music-Mitglieder auf eine Mischung aus Hits und tieferen KatalogstĂŒcken, die vor allem langjĂ€hrige Fans ansprechen. Deutsche Konzertbesucherinnen und -besucher berichten in einschlĂ€gigen Magazinen und Online-Portalen von einer fast kultischen Stimmung, wenn Klassiker wie Love Is The Drug oder More Than This angestimmt werden.

DarĂŒber hinaus hat die Band auch Mode, Grafikdesign und Fotografie beeinflusst. Das Bild des elegant gekleideten, aber leicht dekadent wirkenden Dandys, das Bryan Ferry verkörperte, taucht in Mode-Editorials, Musikvideos und stilistischen Referenzen bis heute auf. Designer und Fotografen nutzen Anspielungen auf ikonische Covermotive oder BĂŒhnenoutfits, um eine Mischung aus Retroglamour und zeitgenössischer Coolness zu inszenieren.

Im Kontext der Streaming-Ära hat sich die Rezeption von Roxy Music verĂ€ndert, aber nicht abgeschwĂ€cht. WĂ€hrend frĂŒher physische Alben und Singles im Vordergrund standen, ist heute der Katalog ĂŒber Plattformen wie Spotify, Apple Music oder YouTube jederzeit zugĂ€nglich. Kuratierte Playlists, algorithmische VorschlĂ€ge und redaktionelle Empfehlungen tragen dazu bei, dass immer neue Hörergruppen mit der Band in BerĂŒhrung kommen – oft mit More Than This oder Love Is The Drug als Einstieg, bevor sie tiefer in Alben wie For Your Pleasure eintauchen.

HĂ€ufige Fragen zu Roxy Music

Wer sind die wichtigsten Mitglieder von Roxy Music?

Zu den zentralen Köpfen von Roxy Music gehören Bryan Ferry als SĂ€nger, Songwriter und visuelles AushĂ€ngeschild, Phil Manzanera an der Gitarre sowie Andy Mackay am Saxofon und an der Oboe. In der FrĂŒhphase spielte Brian Eno eine entscheidende Rolle als KlangtĂŒftler und Synthesizer-Spezialist. Hinzu kamen im Laufe der Jahre wechselnde Rhythmussektionen mit verschiedenen Bassisten und Schlagzeugern.

Welche Alben von Roxy Music gelten als besonders wichtig?

Als SchlĂŒsselwerke gelten vor allem die Studioalben Roxy Music, For Your Pleasure, Stranded, Country Life, Siren und Avalon. Diese Platten markieren unterschiedliche Phasen der Band – von der experimentellen FrĂŒhzeit ĂŒber den zugĂ€nglicheren Art-Rock der Mitte der 1970er bis hin zum eleganten, atmosphĂ€rischen Sound des SpĂ€twerks in den frĂŒhen 1980ern. Viele Bestenlisten fĂŒhren insbesondere For Your Pleasure und Avalon als Höhepunkte.

Wie hat Roxy Music andere KĂŒnstler beeinflusst?

Roxy Music hat zahlreiche Genres und Acts beeinflusst, darunter New Wave, Synthpop, Indie-Rock und elektronische Musik. Bands wie Duran Duran, Pulp, Japan oder Talking Heads ĂŒbernahmen Elemente des stilbewussten Art-Pop-Ansatzes. Auch Produzenten und Sounddesigner verweisen auf die kleinteilige Studioarbeit und den Einsatz von Synthesizern und Effekten, den Roxy Music schon frĂŒh kultivierte. Dieser Einfluss wirkt bis in den heutigen Indie- und Pop-Mainstream hinein.

Welche Rolle spielt Roxy Music fĂŒr das deutsche Publikum?

In Deutschland war Roxy Music zwar nie eine klassische Stadion-Band wie einige Hardrock-Acts, hat sich aber eine treue Fanbasis aufgebaut. Alben wie Avalon liefen hĂ€ufig im Radio, und die stilbildenden Covermotive und BĂŒhnenauftritte wurden in Musikpresse und Feuilletons breit diskutiert. FĂŒr deutsche Musikerinnen und Musiker dient die Band hĂ€ufig als Referenz, wenn es um die Verbindung von Kunstanspruch und Pop geht, etwa in Teilen der Hamburger Schule oder der Berliner Indie-Szene.

Warum wird Roxy Music heute noch so oft genannt, wenn es um Art-Rock und Glam-Pop geht?

Roxy Music hat frĂŒh gezeigt, wie sich Glamour, ironische Distanz, konzeptionelle Bildsprache und experimenteller Sound zu einem schlĂŒssigen Gesamtpaket verbinden lassen. Viele spĂ€tere Acts griffen genau diese Mischung auf, weshalb die Gruppe in RĂŒckblicken und Essays immer wieder als Referenz genannt wird. Hinzu kommt, dass Songs wie More Than This und Love Is The Drug zeitlos genug sind, um auch in aktuellen Playlists und Film-Soundtracks zu funktionieren.

Roxy Music in den sozialen Netzwerken und im Streaming

Wer tiefer in die Klangwelt, Live-Clips und den kulturellen Nachhall von Roxy Music eintauchen möchte, findet in sozialen Medien und auf Streaming-Plattformen zahlreiche Einstiegspunkte und ArchivschÀtze.

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