Al-Haram-Moschee Mekka, Al-Masjid al-Haram

Al-Haram-Moschee Mekka: Heiligster Ort des Islams im Wandel

01.06.2026 - 12:45:26 | ad-hoc-news.de

Die Al-Haram-Moschee Mekka (Al-Masjid al-Haram) in Mekka, Saudi-Arabien, ist spirituelles Zentrum und gigantisches Bauwerk zugleich – und verändert sich ständig.

Al-Haram-Moschee Mekka, Al-Masjid al-Haram, Mekka
Al-Haram-Moschee Mekka, Al-Masjid al-Haram, Mekka

Wer die Al-Haram-Moschee Mekka betritt, erlebt ein Meer aus weißem Marmor, das Licht der Scheinwerfer auf den zarten Bögen der Kolonnaden und Millionen Gläubige, die sich in konzentrischen Kreisen um die Kaaba bewegen. Die Al-Masjid al-Haram (auf Deutsch sinngemäß „die unverletzliche/geschützte Moschee“) ist nicht nur das Herz von Mekka, sondern der spirituelle Mittelpunkt des Islams – und ein gigantischer Sakralbau, der längst zu den eindrucksvollsten Bauwerken der Welt zählt.

Al-Haram-Moschee Mekka: Das ikonische Wahrzeichen von Mekka

Die Al-Haram-Moschee Mekka liegt im historischen Zentrum von Mekka im Westen von Saudi-Arabien, knapp 80 km östlich der Hafenstadt Dschidda am Roten Meer. Sie umfasst die Kaaba, auf die sich alle Muslime weltweit im Gebet ausrichten, sowie weite Marmorterrassen, Torbauten und Minarette. Nach Angaben der saudischen Behörden und internationaler Medien gilt sie als die größte Moschee der Welt, deren Kapazität durch fortlaufende Erweiterungen auf mehrere Millionen Menschen während der Hauptpilgersaison der Hadsch ausgelegt ist.

Für muslimische Gläubige markiert die Al-Masjid al-Haram den heiligsten Ort des Islams: Hier verrichten sie die rituelle Umschreitung der Kaaba (Tawaf), laufen zwischen den Hügeln Safa und Marwa und trinken Wasser aus der Zamzam-Quelle. Religionshistorisch entspricht die Moschee damit dem, was der Petersdom für den Katholizismus oder der Tempelberg in Jerusalem für das Judentum und den Islam bedeutet – ein zentraler, identitätsstiftender Ort, der Glauben, Geschichte und Gegenwart verbindet.

Für Reisende aus Deutschland ist die Al-Haram-Moschee Mekka vor allem im Kontext der Pilgerreisen Hadsch und Umrah relevant. Während die Hadsch ein klar definierter Pflichtpilgerweg für Muslime ist, der zu festen Terminen im islamischen Mondkalender stattfindet, kann die kleinere Umrah-Pilgerfahrt über das Jahr hinweg unternommen werden, sofern Visa- und Einreisebestimmungen erfüllt sind. Ein regulärer touristischer Besuch ohne religiösen Bezug ist nach geltenden saudi-arabischen Regeln für Nicht-Muslime nicht möglich; der Zugang zur Stadt Mekka ist ausschließlich Muslimen vorbehalten, worauf auch das Auswärtige Amt hinweist.

Geschichte und Bedeutung von Al-Masjid al-Haram

Die Geschichte von Al-Masjid al-Haram ist eng mit den Anfängen des Islams verknüpft. Islamische Überlieferungen führen die Kaaba auf den Propheten Ibrahim (Abraham) und seinen Sohn Ismail zurück; historisch gesicherte schriftliche Quellen setzen im 7. Jahrhundert ein, als der Prophet Mohammed in Mekka wirkte. Islamwissenschaftliche Standardwerke und internationale Nachschlagewerke betonen, dass die Kaaba schon vor dem Islam als zentrales Heiligtum in Mekka verehrt wurde und der Ort mit dem Aufkommen des Islams zu dessen Hauptheiligtum wurde.

Nachdem Mekka im Jahr 630 n. Chr. von Mohammed eingenommen wurde, wurde die Kaaba von ihren vorislamischen Kultbildern befreit und als monotheistisches Heiligtum etabliert. Früh entstand um sie herum ein erster Gebetsbereich, aus dem sich über die Jahrhunderte die heutige Moscheeanlage entwickelte. Die Grundidee – ein Hof mit der Kaaba in der Mitte – blieb erhalten, auch wenn sich Architektur und Dimensionen massiv veränderten.

Unter den Umayyaden und Abbasiden, zwei frühen Kalifendynastien des 7. und 8. Jahrhunderts, wurde die Moschee erweitert, überdacht und mit Arkaden versehen. Später prägten die Mamluken und insbesondere das Osmanische Reich das Erscheinungsbild. Die Osmanen fügten unter anderem charakteristische Säulen und Bögen hinzu und sorgten für eine einheitliche Gestaltung, ähnlich wie sie auch die Blaue Moschee in Istanbul formten. Viele dieser osmanischen Elemente sind in Teilen der Moschee bis heute erkennbar, wenn auch in die moderne Großstruktur integriert.

Mit der Gründung des Königreichs Saudi-Arabien im 20. Jahrhundert und dem stark wachsenden Pilgeraufkommen wurden sukzessive groß angelegte Erweiterungen notwendig. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts folgen mehrere Ausbauphasen in nahezu jeder Generation, um den stetig steigenden Zahlen der Hadsch- und Umrah-Pilger gerecht zu werden. Saudi-arabische Behörden sprechen seit Jahren von Investitionen im Milliardenbereich, um die Kapazität der Moschee und der umliegenden Infrastruktur – von Hotels über Straßen bis hin zur Sicherheit – zu steigern.

Heute symbolisiert Al-Masjid al-Haram nicht nur das religiöse Zentrum des Islams, sondern auch ein nationales Prestigeprojekt Saudi-Arabiens. Der König trägt den Titel „Hüter der beiden heiligen Moscheen“, womit neben der Al-Haram-Moschee Mekka auch die Prophetenmoschee in Medina gemeint ist. Dieser Titel unterstreicht die herausragende politische und religiöse Bedeutung der Anlage innerhalb der islamischen Welt.

Im Vergleich zu europäischen Sakralbauten wie dem Kölner Dom (13. Jahrhundert) oder der Frauenkirche in Dresden ist die Al-Haram-Moschee ein sich permanent wandelnder Organismus. Während viele Kirchen in Europa über Jahrhunderte relativ unverändert bleiben, wird die Moschee in Mekka regelmäßig an neue Anforderungen angepasst. Für deutsche Leser bedeutet das: Wer in einem Abstand von einigen Jahren mehrfach zur Umrah oder Hadsch reist, wird die Umgebung der Kaaba jedes Mal in leicht veränderter Form erleben.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die Al-Haram-Moschee Mekka ein Ensemble aus historischen und hochmodernen Elementen. Charakteristisch sind die weitläufigen Marmorterrassen, die bei großer Hitze dank moderner Materialien und teilweise Kühlsystemen erstaunlich gut begehbar bleiben sollen, sowie die mehrstöckigen Gebetshallen, die sich ringförmig um die Kaaba legen. Fachmedien und Beobachter sprechen von einer Symbiose aus traditioneller islamischer Formenwelt und zeitgenössischer Großarchitektur.

Die Kaaba selbst ist ein schlichter, mit schwarzem Tuch (Kiswah) bespannter kubischer Bau, dessen Ecksteine und Proportionen seit Jahrhunderten im Kern erhalten blieben. Ein besonderes religiöses Objekt ist der Schwarze Stein (al-Hadschar al-Aswad) in einer Ecke der Kaaba. Pilger versuchen traditionell, ihn zu berühren oder zu küssen, was angesichts des dichten Menschenandrangs in der Regel nur wenigen gelingt. Für muslimische Gläubige hat der Stein hohe symbolische Bedeutung; kunsthistorisch ist er vor allem in seiner Einbindung in das Ritual interessant.

Die inneren Hallen der Al-Masjid al-Haram sind von Reihen schlanker Säulen, Spitzbögen und dekorativen Elementen geprägt, die an klassische islamische Baukunst erinnern. Geometrische Muster, kalligrafische Inschriften mit Koranversen und zurückhaltende florale Ornamente dominieren. Farben und Formen sind bewusst dezent gehalten, damit der Fokus der Pilger auf der Kaaba und den rituellen Handlungen liegt.

Besonders eindrucksvoll sind die zahlreichen Minarette, die in ihrer schlanken Silhouette an osmanische Vorbilder erinnern. Sie dienen nicht nur optisch als Erkennungsmerkmal, sondern markieren auch aus der Ferne den heiligen Bezirk. In der Nacht sind Moschee und Minarette festlich erleuchtet und bilden einen markanten Lichtpunkt im Stadtbild von Mekka.

Ein zentrales architektonisches Thema der letzten Jahrzehnte ist die vertikale Ausdehnung. Mehrstöckige Galerien, bewegliche Dächer und moderne Zugangssysteme sollen es ermöglichen, Millionen Menschen in vergleichsweise begrenzter Fläche aufzunehmen. Ingenieurleistungen wie groß dimensionierte Belüftungsanlagen, Sicherheitstechnik und Crowd-Management-Systeme sind dabei ebenso wichtig wie die sakrale Architektur selbst. Internationale Medien heben immer wieder hervor, dass die Moschee eine Art Labor für Großprojekte im Bereich des religiösen Massentourismus ist.

Von den erhöhten Terrassen und einzelnen Bereichen des Moscheeareals bietet sich der Blick auf die umliegenden Hochhäuser und Hotelkomplexe, darunter der Makkah Clock Royal Tower mit seiner weithin sichtbaren Uhr. Diese dichte Bebauung rund um das Heiligtum ist in Fachkreisen nicht unumstritten, da sie das historische Stadtbild verändert. Für viele Pilger ist sie jedoch schlicht Ausdruck der Notwendigkeit, Unterkunft und Infrastruktur für Millionen Besucher zu schaffen.

Al-Haram-Moschee Mekka besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Leserinnen und Leser aus Deutschland ist wichtig zu wissen: Die Stadt Mekka und damit die Al-Haram-Moschee Mekka sind ausschließlich Muslimen zugänglich. Dies wird auf Straßenschildern und in offiziellen Hinweisen deutlich gemacht; Nicht-Muslime müssen eine Umfahrung wählen oder andere Ziele in Saudi-Arabien ansteuern, etwa Dschidda oder die Hauptstadt Riad. Wer als muslimischer Gläubiger eine Pilgerreise plant, sollte sich neben religiösen Fragen auch frühzeitig mit den organisatorischen Rahmenbedingungen beschäftigen.

  • Lage und Anreise
    Die Al-Masjid al-Haram liegt im Stadtzentrum von Mekka in der westlichen Provinz Saudi-Arabiens. Der nächstgelegene größere Flughafen ist King Abdulaziz International Airport bei Dschidda, rund 80 km entfernt. Von Deutschland aus bestehen je nach Saison und Flugplan in der Regel Umsteigeverbindungen mit einer Umstiegzeit über große Drehkreuze wie Istanbul, Dubai, Doha oder Riad. Nonstop-Verbindungen können sich je nach Saison ändern; eine typische Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Dschidda liegt – inklusive Umstieg – meist im Bereich von 7 bis 10 Stunden, abhängig von Route und Wartezeiten. Von Dschidda aus führen Autobahnen und eine moderne Schnellzugverbindung (Haramain-Hochgeschwindigkeitsbahn) nach Mekka; Fahrzeiten liegen je nach Verkehr und Verkehrsmittel etwa zwischen 1 und 1,5 Stunden. Für detaillierte Fahrpläne sollten Reisende aktuelle Angaben der Anbieter und des saudi-arabischen Verkehrsministeriums prüfen.
  • Öffnungszeiten
    Die Al-Haram-Moschee ist als zentrales Heiligtum des Islams grundsätzlich rund um die Uhr geöffnet, da Gebete, Tawaf und andere religiöse Handlungen zu allen Tages- und Nachtzeiten stattfinden. In Zeiten sehr hoher Auslastung – etwa während der Hadsch – können einzelne Eingänge oder Bereiche temporär reguliert werden, um Sicherheitsabstände einzuhalten. Öffnungszeiten und Zugangsregelungen können sich ändern; Pilger sollten daher vorab und vor Ort die Hinweise der offiziellen Verwaltung von Al-Masjid al-Haram beachten. Hinweis: Öffnungszeiten und Zugänge können variieren – sie sollten direkt bei der Verwaltung von Al-Haram-Moschee Mekka oder über offizielle saudische Stellen geprüft werden.
  • Eintritt
    Für das Gebet in der Al-Haram-Moschee und den Zugang zum Hof mit der Kaaba wird nach übereinstimmender Darstellung offizieller Stellen kein Eintrittsgeld erhoben. Allerdings sind Visa, Anreise, Unterkünfte und organisierte Pilgerpakete mit erheblichen Kosten verbunden, die je nach Anbieter, Komfort und Saison stark variieren können. Da sich die Preisstruktur regelmäßig ändert, empfiehlt sich die Abstimmung mit anerkannten Reiseveranstaltern für Pilgerreisen sowie der Blick in die jeweils aktuellen Informationen der saudi-arabischen Behörden.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima in Mekka ist durch heiße, trockene Bedingungen geprägt. Die Temperaturen erreichen im Sommer häufig deutlich über 40 °C, im Winter liegen sie tagsüber oft zwischen 25 und 30 °C. Viele Pilger bevorzugen daher mildere Monate; bei der Hadsch ist der Zeitpunkt jedoch durch den islamischen Mondkalender festgelegt und wandert jedes Jahr um rund 10 bis 11 Tage durch das Sonnenjahr. Wer eine Umrah außerhalb der Hauptsaison plant, findet in der Regel weniger Gedränge als während der Hadsch-Woche, sollte aber dennoch mit großen Menschenmengen rechnen, insbesondere in den islamischen Hochzeiten wie Ramadan und den Tagen um das Opferfest. Für die Planung ist wichtig: Die Hadsch ist an festgelegte Tage gebunden, Umrah-Pilgerfahrten können über das Jahr verteilt stattfinden, sofern Visa und organisatorische Bedingungen erfüllt sind.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Kleiderordnung, Fotografieren
    In Mekka und speziell in der Al-Haram-Moschee ist Arabisch die dominierende Sprache. In Hotels, Pilgerbüros, bei Fluggesellschaften und oft auch bei Sicherheitspersonal sind Englischkenntnisse verbreitet. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen. Viele Pilgergruppen aus dem deutschsprachigen Raum sind daher mit eigenen Begleitern und Dolmetschern unterwegs. Bei der Bezahlung spielen Kreditkarten (Visa, Mastercard) und zunehmend auch kontaktlose und mobile Zahlungen eine große Rolle; Bargeld wird dennoch weitgehend akzeptiert. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt es sich, sowohl eine international einsetzbare Kreditkarte als auch eine Reserve an Bargeld in der Landeswährung mitzunehmen. Trinkgeld ist in Saudi-Arabien üblich, etwa für Hotelpersonal, Fahrer oder Gepäckservice; Beträge orientieren sich oft an einigen Rial oder wenigen Euro. In der Moschee selbst steht das religiöse Ritual im Vordergrund, Trinkgeld spielt dort eher eine untergeordnete Rolle.

Besonders strikt ist die Kleiderordnung. Männer tragen während der Hadsch und oftmals auch bei der Umrah den Ihram, zwei weiße, ungenähte Tücher. Frauen kleiden sich in weiten, bodenlangen Gewändern und bedecken in der Regel Haare und Arme; das Gesicht bleibt je nach Rechtsauffassung bedeckt oder unverdeckt. Unabhängig von der Pilgersaison gilt im gesamten Bereich der Heiligen Moschee ein konservativer Dresscode: Schultern, Arme und Beine sollten stets bedeckt sein. Für Nicht-Muslime gilt zusätzlich: Der Zugang zu Mekka ist nicht gestattet; dies ist durch Straßenschilder und Kontrollen abgesichert.

Fotografieren ist mittlerweile technisch durch Smartphones allgegenwärtig, wird aber in religiösen Kontexten sensibel gehandhabt. Offizielle Stellen betonen, dass die Privatsphäre anderer Pilger respektiert werden muss. Es kann Bereiche geben, in denen Fotografieren eingeschränkt oder unerwünscht ist. Pilger sollten daher Beschilderungen beachten und im Zweifel auf sichtbare Fotos mit Personen verzichten.

Einreisebestimmungen: Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Saudi-Arabien in der Regel ein Visum. Für Pilgerreisen zur Hadsch und Umrah existieren spezielle Visa-Regelungen, die sich im Lauf der Zeit ändern können. Zudem können Gesundheitsauflagen oder zusätzliche Nachweise verlangt werden, etwa im Zusammenhang mit Impfungen. Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise, Visa- und Sicherheitsbestimmungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei der Botschaft Saudi-Arabiens prüfen. Innerhalb der Region kann es spezielle Vorschriften für den Zugang zu Mekka geben, die von den allgemeinen touristischen Bestimmungen abweichen.

Die Zeitverschiebung zwischen Mekka und Mitteleuropa beträgt gewöhnlich +2 Stunden gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) und +1 Stunde gegenüber der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ), da Saudi-Arabien keine Zeitumstellung kennt. Dies erleichtert die Umstellung für Reisende aus Deutschland im Vergleich zu Fernzielen in Asien oder Amerika; gleichzeitig bedeutet es, dass wichtige Gebetszeiten wie das Morgengebet im Sommer in Deutschland sehr früh liegen, in Mekka aber zeitlich etwas versetzt.

Für die gesundheitliche Absicherung empfiehlt sich für Reisen außerhalb der EU eine separate Auslandskrankenversicherung, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Kosten in Saudi-Arabien in der Regel nicht direkt übernimmt. Pilger sollten zudem auf ausreichenden Hitzeschutz achten: Kopfbedeckung, Sonnenschutzmittel, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und regelmäßige Pausen sind insbesondere bei sehr hohen Temperaturen essentiell.

Warum Al-Masjid al-Haram auf jede Mekka-Reise gehört

Für muslimische Reisende aus Deutschland ist die Al-Haram-Moschee Mekka der eigentliche Grund für eine Reise nach Mekka. Viele Gläubige beschreiben den Moment, in dem sich der Blick erstmals auf die Kaaba öffnet, als tief berührend. Der gleichförmige Kreis der Pilger um das Heiligtum, die rhythmischen Rezitationen von Koranversen und das Bewusstsein, mit Millionen anderer Menschen aus aller Welt verbunden zu sein, erzeugen eine Atmosphäre, die sich mit keiner anderen Sehenswürdigkeit vergleichen lässt.

Während europäische Kathedralen wie der Kölner Dom oder der Stephansdom in Wien vor allem durch ihre gotische Architektur beeindrucken, liegt die Faszination von Al-Masjid al-Haram weniger im Einzelkunstwerk als im Gesamtzusammenhang: Ein einziges Monument, das zugleich Gebetsraum, Ritualort, Treffpunkt und Symbol einer Weltreligion ist. Kunsthistoriker betonen, dass sich in Mekka nicht nur Baugeschichte, sondern auch Technikgeschichte und moderne Stadtplanung spiegeln, weil hier unzählige Menschenströme gelenkt werden müssen.

Wer eine Hadsch oder Umrah unternimmt, erlebt die Moschee zu sehr unterschiedlichen Tageszeiten: zur Morgendämmerung, wenn das Licht langsam über die umliegenden Berge streift; in der Mittagssonne, wenn der Marmor gleißt; in der tiefen Nacht, wenn der Hof weiterhin voller Pilger ist, aber die Temperaturen sinken. Viele Pilger nutzen die Gelegenheit, mehrmals täglich die Kaaba zu umrunden und an unterschiedlichen Stellen des Moscheeareals zu beten, sei es in den unteren Bereichen nahe am Hof, sei es in höheren Galerien mit Blick über das Gesamtgeschehen.

Zum Gesamterlebnis gehört auch die Lage von Mekka zwischen kargen Felsformationen. Wer aus der Ebene der Küste bei Dschidda anreist, spürt allmählich den Anstieg in die Berge. Für deutsche Reisende, die eher grünes, gemäßigtes Klima gewohnt sind, kann die Kombination aus steiniger Landschaft, Hitze und dicht bebautem Stadtzentrum beeindruckend und fordernd zugleich sein. Umso wichtiger sind eine gute Vorbereitung und realistische Erwartungen an körperliche Belastung und organisatorische Abläufe.

Nahe der Moschee liegen weitere religiöse Stationen, die im Rahmen von Hadsch und Umrah aufgesucht werden, etwa Mina und Arafat. Sie sind für das Verständnis der Pilgerrituale zentral. Auch hier verbinden sich religiöse Symbolik und moderne Infrastruktur: Zeltstädte, Tunnel, Straßen und Sicherheitsanlagen werden für kurze Zeit im Jahr zu hoch frequentierten Knotenpunkten.

Für Nicht-Muslime bleibt die Al-Haram-Moschee eine oft nur aus Medien bekannte Ikone. Hochwertige Dokumentationen, Bildbände und Reportagen – unter anderem von internationalen Fernsehsendern und renommierten Magazinen – ermöglichen dennoch einen Einblick in die spirituelle und architektonische Bedeutung des Ortes. Wer auf einer Saudi-Arabien-Reise andere Ziele besucht, etwa die UNESCO-Welterbestätten Diriyah bei Riad oder die Felsengräber-Stadt Al-?Ula, begegnet dem Symbol der Kaaba in zahlreichen Darstellungen, etwa auf Plakaten, in Museen oder in der religiösen Kunst.

Al-Haram-Moschee Mekka in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist die Al-Masjid al-Haram eines der meistgezeigten religiösen Motive weltweit. Videos vom Tawaf, Nachtaufnahmen des erleuchteten Hofs und persönliche Erfahrungsberichte von Pilgern aus allen Kontinenten prägen den Eindruck, den viele Menschen von Mekka gewinnen, bevor sie die Stadt möglicherweise selbst besuchen. Für deutschsprachige Gläubige bieten Social-Media-Plattformen zudem praktische Einblicke: Wie läuft die Anreise ab, wie dicht ist das Gedränge, wie gestalten andere Pilger ihre Tage vor Ort?

Häufige Fragen zu Al-Haram-Moschee Mekka

Wo liegt die Al-Haram-Moschee Mekka genau?

Die Al-Haram-Moschee Mekka liegt im Zentrum der Stadt Mekka im Westen von Saudi-Arabien, rund 80 km von der Hafenstadt Dschidda am Roten Meer entfernt. Sie bildet den Kern eines dicht bebauten Stadtviertels, das von Hotels, Pilgerunterkünften und Infrastruktur für die Hadsch und Umrah umgeben ist.

Dürfen Nicht-Muslime die Al-Masjid al-Haram besuchen?

Nach saudi-arabischem Recht ist der Zugang zur Stadt Mekka und damit zur Al-Masjid al-Haram ausschließlich Muslimen vorbehalten. Straßen und Zufahrten sind entsprechend ausgeschildert, und es finden Kontrollen statt. Nicht-Muslime können daher die Moschee nicht besuchen und müssen andere Reiseziele in Saudi-Arabien wählen.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Al-Haram-Moschee?

Für die Hadsch ist die Zeit durch den islamischen Mondkalender festgelegt und verschiebt sich jedes Jahr um einige Tage. Wer eine Umrah plant, wählt häufig klimatisch mildere Monate, um extreme Hitze zu vermeiden. Grundsätzlich ist die Moschee ganzjährig stark besucht; außerhalb der Haupt-Hadsch-Zeit ist der Andrang jedoch meist etwas geringer, auch wenn Hochzeiten wie Ramadan sehr belebt sind.

Wie erreichen Reisende aus Deutschland Mekka?

Aus Deutschland führen Flugverbindungen mit in der Regel einem Umstieg zu internationalen Drehkreuzen wie Istanbul, Dubai, Doha oder Riad. Von dort bestehen Anschlussflüge nach Dschidda oder, je nach Saison und Regelung, direkt in die Nähe von Mekka. Von Dschidda aus geht es per Schnellzug oder Straße weiter nach Mekka. Pilger sollten frühzeitig mit spezialisierten Reiseveranstaltern und offiziellen Stellen planen.

Welche Rolle spielt die Al-Haram-Moschee im Islam?

Die Al-Haram-Moschee Mekka ist der heiligste Ort des Islams. In ihrer Mitte steht die Kaaba, auf die sich Muslime weltweit im Gebet ausrichten. Sie ist Ziel der jährlichen Hadsch-Pilgerreise und zentraler Ort für die Umrah. Damit verbindet sie religiöse Praxis, Identität und Gemeinschaftsgefühl von mehr als einer Milliarde Gläubigen.

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