Altstadt Bern: Warum die Berner Altstadt Reisende aus Deutschland magisch anzieht
20.05.2026 - 03:05:12 | ad-hoc-news.deWer über das Kopfsteinpflaster der Altstadt Bern (berndeutsch oft schlicht „d’Altstadt“) läuft, hört das leise Rauschen der Aare, sieht grünen Sandstein in der Abendsonne leuchten und steht doch mitten in der politischen Hauptstadt der Schweiz. Die Berner Altstadt vereint mittelalterliche Gassen, UNESCO-Welterbestatus und entspannten Alltag – ein Stadtensemble, das sich für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland sofort vertraut und zugleich überraschend anders anfühlt.
Altstadt Bern: Das ikonische Wahrzeichen von Bern
Die Altstadt Bern ist das historische Herz der Bundesstadt Bern und eine der markantesten Stadtlandschaften Europas. Charakteristisch sind die durchgehenden Lauben – rund 6 Kilometer Arkadengänge – die nach Angaben der Stadt Bern und der Schweizer Tourismuswerbung zu den längsten gedeckten Einkaufspromenaden Europas zählen. Unter den Sandsteinbögen reihen sich Boutiquen, Cafés, Antiquariate und traditionelle Geschäfte, während oben Wohnhäuser, Büros und kleine Ateliers liegen.
Die UNESCO hat die Berner Altstadt 1983 in die Liste des Welterbes aufgenommen. Begründet wird dies laut UNESCO-Dossiers und Erläuterungen des Bundesamts für Kultur damit, dass die Stadt in außergewöhnlich geschlossener Form den Wandel einer mitteleuropäischen Stadt vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert dokumentiert. Anders als viele deutsche Altstädte wurde Bern im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört. Der Eindruck eines durchgehenden, historischen Stadtgefüges ist daher besonders intensiv – ein Grund, warum sich gerade deutsche Gäste häufig an Städte wie Bamberg oder Regensburg erinnert fühlen, aber zugleich das Gefühl haben, durch ein „komplettes“ Ensemble zu flanieren.
Typisch ist auch die Lage der Altstadt Bern auf einer Aareschlaufe: Die historische Stadt liegt auf einer langgestreckten Halbinsel, fast vollständig vom Fluss umgeben. Von höher gelegenen Punkten wie der Münsterterrasse oder der Kleinen Schanze blickt man auf rote Ziegeldächer, die sich wie ein Band zwischen den grünen Hängen und dem türkisfarbenen Fluss hindurchziehen – an klaren Tagen mit der Kulisse der Alpen im Hintergrund.
Geschichte und Bedeutung von Altstadt Bern
Die Ursprünge von Bern reichen ins 12. Jahrhundert zurück. Historikerinnen und Historiker sowie das Historische Museum Bern verweisen auf das Jahr 1191 als Gründungsdatum, als der Zähringerherzog Berchtold V. hier eine Stadtanlage auf dem Aarefelsen errichten ließ. Die Zähringer gründeten mehrere Städte im heutigen Südwestdeutschland und in der Schweiz, darunter Freiburg im Breisgau und Bern – in diesem Kontext wird Bern oft als „Zähringerstadt“ bezeichnet, erkennbar an der klaren Straßenordnung mit einer zentralen Marktgasse.
Im 15. Jahrhundert entwickelte sich Bern zu einer mächtigen Stadtrepublik innerhalb des Alten Bundes der Eidgenossen. Der Sieg der Eidgenossen in der Schlacht bei Murten 1476, an der Bern maßgeblich beteiligt war, stärkte die politische Stellung. Die städtische Oberschicht bereicherte sich und ließ repräsentative Bauten, Brunnen und Bürgerhäuser errichten. Die spätgotische Kirche, das heutige Berner Münster, wurde zum Symbol dieses Selbstbewusstseins – die Bauarbeiten begannen 1421; der heutige Turm wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert vollendet, wie das Münsterkapitel und das Bundesamt für Kultur übereinstimmend darlegen.
Ein einschneidendes Ereignis in der Geschichte der Altstadt Bern war der große Stadtbrand von 1405. Zeitgenössische Chroniken und die Stadtgeschichtsforschung berichten, dass ein beträchtlicher Teil der bis dahin überwiegend aus Holz errichteten Bausubstanz in Flammen aufging. In der Folge wurde der Wiederaufbau systematisch mit Sandstein vorangetrieben. Die einheitlichen Fassaden aus hellgrünem bis grauem Sandstein, die heute das Bild der Berner Altstadt prägen, sind eine direkte Folge dieser Katastrophe und des darauffolgenden städtebaulichen Programms.
Im 19. Jahrhundert, nach Gründung des modernen Schweizer Bundesstaats 1848, wurde Bern zur Bundesstadt – der de facto Hauptstadt der Schweiz. Viele nationale Institutionen siedelten sich in oder nahe der Altstadt Bern an: das Bundeshaus (Parlaments- und Regierungssitz), das Bundesgericht zeitweise, Botschaften und Bundesämter. Laut der Schweizer Bundeskanzlei und dem Berner Stadtarchiv wurde die Altstadt dadurch nicht zum musealen Viertel, sondern blieb politisches Machtzentrum und Wohnort zugleich.
Im 20. Jahrhundert begann eine systematische Denkmalpflege. Schweizer Fachbehörden wie das Bundesamt für Kultur und die Denkmalpflege des Kantons Bern betonen, dass der Welterbestatus nicht nur als Ehrung, sondern auch als Verpflichtung verstanden wird: Die Altstadt Bern muss sich weiterentwickeln, ohne ihre historische Substanz zu Verlusten preiszugeben. Deshalb unterliegen Veränderungen an Fassaden, Dächern und Werbeschildern strengen Auflagen. Zugleich wurde der Verkehr in vielen Teilen der Altstadt reduziert oder beruhigt, was den Aufenthalt für Fußgängerinnen und Fußgänger deutlich angenehmer macht.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch zeichnet sich die Altstadt Bern durch eine Mischung aus spätmittelalterlichem Grundriss und barocken bis klassizistischen Fassaden aus. Laut UNESCO und der Schweizerischen Gesellschaft für Kunstgeschichte ist das Stadtbild von den langen, geschlossenen Häuserzeilen mit ihren Lauben geprägt. Die tragenden Säulen der Arkaden sind oft in rustizierendem Sandstein ausgeführt, die Fassaden darüber vergleichsweise schlicht, was der Stadt ein zurückhaltend-elegantes Flair verleiht.
Zentrale Achse ist die Kramgasse, die Marktgasse und die Gerechtigkeitsgasse. Hier reihen sich historische Brunnen, sogenannte Figurenbrunnen, aneinander. Kunsthistorische Publikationen und die Stadt Bern verweisen darauf, dass viele der Brunnenskulpturen im 16. Jahrhundert von Hans Gieng geschaffen wurden, einem Bildhauer, der im süddeutschen und schweizerischen Raum wirkte. Bekannte Brunnenfiguren sind der Zähringerbrunnen, der Simsonbrunnen und der Gerechtigkeitsbrunnen mit der Darstellung der Justitia.
Ein weiteres Wahrzeichen der Altstadt Bern ist der Zytglogge, der mittelalterliche Zeitglockenturm mit astronomischer Uhr. Die heutige Uhrmechanik stammt aus dem frühen 16. Jahrhundert; die kunstvolle astronomische Anzeige mit Figurenspiel zieht bis heute zu jeder vollen Stunde Besucherinnen und Besucher an, wie der offizielle „Zytglogge“-Führungsanbieter und die Tourismusorganisation Bern Welcome hervorheben. Die Figurengruppe mit Bären, Narren und Chronos, die sich bei jedem Stundenschlag bewegen, macht den Turm zu einer Art mittelalterlicher Freiluftbühne.
Das Berner Münster bestimmt die Silhouette der Altstadt Bern. Mit einer Turmhöhe von rund 100 Metern – konkrete Angaben schwanken leicht je nach Messpunkt und werden von der Münsterbauhütte und Fachpublikationen um diese Größenordnung beziffert – ist es die höchste Kirche der Schweiz. Der spätgotische Bau beeindruckt mit filigranem Maßwerk, einem reich gestalteten Westportal mit Darstellungen des Jüngsten Gerichts und einer großzügigen Terrasse, von der man auf die Aareschlaufe und die Dächerlandschaft blickt. Der Aufstieg auf den Turm erfolgt über eine enge Wendeltreppe; oben öffnet sich ein 360-Grad-Panorama über Bern bis hin zur Alpenkette.
Besonders atmosphärisch ist die Kombination aus historischen Fassaden und zeitgenössischem Leben. In vielen Kellergewölben, die ursprünglich als Lager- und Vorratsräume dienten, befinden sich heute Bars, Jazzkeller, kleine Theater und Szenelokale. Kulturinstitutionen wie das Stadttheater Bern, das Kornhausforum oder die zahlreichen Galerien nutzen die Altstadt als Bühne. Die Stadt Bern und der Kanton fördern kulturelle Formate wie „Museumsnacht Bern“ oder offene Ateliers, bei denen die Altstadt bis spät in die Nacht belebt ist.
Auch die Bären sind ein wiederkehrendes Motiv. Der Name „Bern“ wird in der Tradition oft auf das Wort „Bär“ zurückgeführt, und das Tier ist allgegenwärtig: vom Stadtwappen über die Bärenfigur am Zähringerbrunnen bis zum Bärenpark am Rand der Altstadt. Der moderne Bärenpark, der laut Tierpark Bern und Medienberichten den früheren, umstrittenen Bärengraben ablöste, zeigt, wie sich Tradition und zeitgemäße Tierhaltung verbinden lassen.
Altstadt Bern besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise:
Die Altstadt Bern liegt im Zentrum von Bern im Kanton Bern, im westlichen Mittelland der Schweiz. Vom Bahnhof Bern sind es nur wenige Gehminuten in die historische Altstadt. Für Reisende aus Deutschland ist Bern gut per Bahn erreichbar: Laut Angaben der Deutschen Bahn und der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) gibt es direkte oder umsteigearme Verbindungen etwa ab Frankfurt am Main, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg im Breisgau und Basel mit Reisezeiten ab etwa 3,5 bis 4,5 Stunden. Von München aus führen Verbindungen meist über Zürich oder Basel mit vergleichbaren Gesamtfahrzeiten; von Berlin aus ist in der Regel ein Umstieg, etwa in Frankfurt oder Basel, erforderlich, die Fahrzeit liegt je nach Verbindung deutlich über 7 Stunden.
Mit dem Auto erreicht man Bern von Süddeutschland aus über Basel und die Autobahn A2/A1 oder über den Bodenseeraum und Zürich. In der Schweiz gilt auf Autobahnen Vignettenpflicht; eine Jahresvignette ist obligatorisch und kostet einen festgelegten Betrag in Schweizer Franken. Deutsche Automobilclubs wie der ADAC und der Touring Club Schweiz (TCS) weisen darauf hin, dass in der Berner Innenstadt Parkplätze begrenzt und kostenpflichtig sind; es empfiehlt sich, Parkhäuser am Rand der Altstadt zu nutzen.
Per Flugzeug ist Bern über größere Schweizer Flughäfen wie Zürich oder Genf angebunden; von dort bestehen Bahnverbindungen nach Bern. Direkte Linienflüge aus Deutschland nach Bern spielen derzeit eine untergeordnete Rolle, sodass ein Umstieg in der Regel nötig ist.
- Öffnungszeiten:
Die Altstadt Bern als Stadtviertel ist rund um die Uhr zugänglich. Einzelne Sehenswürdigkeiten wie das Berner Münster, der Zytglogge-Turm, Museen oder Führungsangebote haben jedoch eigene Öffnungszeiten, die je nach Saison, Wochentag und Veranstaltung variieren können. Die Stadt Bern, Bern Welcome und die jeweiligen Institutionen empfehlen, tagesaktuelle Informationen auf den offiziellen Websites zu prüfen. Für das Münster etwa gelten unterschiedliche Zeiten für Besichtigungen und Turmaufstieg; bei Gottesdiensten ist das Kirchenschiff nicht immer touristisch zugänglich.
- Eintritt:
Das Betreten der Altstadt Bern ist selbstverständlich kostenlos. Für bestimmte Attraktionen können Eintrittsgebühren anfallen, zum Beispiel für den Aufstieg auf den Münsterturm oder geführte Rundgänge im Zytglogge. Die genauen Preise variieren je nach Angebot, Altersgruppe und möglicher Ermäßigung und werden von den Betreibern immer wieder angepasst. Als grobe Orientierung bewegen sich viele Eintritte im niedrigen zweistelligen Bereich in Schweizer Franken; Wechselkurse schwanken, sodass sich die entsprechenden Euro-Beträge regelmäßig ändern. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch die aktuellen Preise direkt bei den jeweiligen Anbietern zu prüfen.
- Beste Reisezeit:
Die Altstadt Bern lässt sich ganzjährig besuchen – jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Viele Reiseführer und die Schweizer Tourismusorganisationen empfehlen das späte Frühjahr bis frühen Herbst, also etwa von Mai bis Oktober, wenn Straßencafés geöffnet sind und sich das Leben ins Freie verlagert. Im Sommer locken außerdem die Aarebäder und das legendäre Aareschwimmen, das jedoch Erfahrung und Vorsicht erfordert.
Im Herbst und Winter wirkt die Altstadt Bern besonders stimmungsvoll: Herbstnebel in der Aareschlaufe, weihnachtlich illuminierte Lauben, kleine Märkte und gemütliche Lokale machen den Aufenthalt dann besonders atmosphärisch. Für Besucherinnen und Besucher, die Menschenmassen vermeiden möchten, bieten sich Wochentage außerhalb der Ferienzeiten an; an Samstagvormittagen und bei Veranstaltungen kann es in den zentralen Gassen deutlich voller werden.
- Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
In Bern ist die Amtssprache Deutsch, gesprochen wird überwiegend Berndeutsch – ein alemannischer Dialekt. Im Kontakt mit Gästen wechseln die meisten Einheimischen problemlos ins Hochdeutsche; Englisch ist in Gastronomie und Tourismus ebenfalls weit verbreitet. Deutsche Reisende haben dadurch selten Sprachbarrieren, auch wenn einzelne Dialektwörter ungewohnt klingen mögen.
Die Währung ist der Schweizer Franken (CHF). In vielen Geschäften, Hotels und Restaurants werden gängige Kreditkarten sowie teilweise auch Debitkarten akzeptiert. Kartenzahlung ist verbreitet, allerdings sollte etwas Bargeld für kleinere Ausgaben bereitgehalten werden. Deutsche Geldinstitute und Verbraucherzentralen weisen auf mögliche Fremdwährungsgebühren hin; es lohnt sich, vor der Reise die Konditionen der eigenen Bank zu prüfen.
Trinkgeld ist in der Schweiz nicht verpflichtend, aber üblich: In Restaurants rundet man den Rechnungsbetrag häufig auf oder gibt etwa 5 bis 10 Prozent, wenn man zufrieden ist. Auch bei Taxifahrten oder im Café ist ein kleines Trinkgeld geschätzt. Die Preise in der Schweiz liegen generell deutlich über dem deutschen Niveau; dies gilt besonders für Gastronomie und Unterkunft.
Was Kleidung und Verhalten betrifft, gibt es keine besonderen Vorschriften für die Altstadt Bern. Beim Besuch sakraler Orte wie des Berner Münsters wird eine respektvolle Kleidung empfohlen (Schultern und Knie bedeckt, insbesondere bei Gottesdiensten). Fotografieren ist in den Gassen generell erlaubt, in Kirchen oder Museen können Einschränkungen gelten; Hinweise vor Ort und auf den Websites sollten beachtet werden.
- Einreisebestimmungen:
Die Schweiz gehört zum Schengen-Raum, ist aber kein EU-Mitglied. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit gültigem Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Einreisebestimmungen und Regulierungen ändern können, sollten Reisende rechtzeitig vor dem Trip die aktuellen Hinweise und Details beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für medizinische Fragen und Versicherungen ist zu bedenken, dass die Schweiz zwar mit der EU beim Thema Krankenversicherung kooperiert (Europäische Krankenversicherungskarte), dennoch empfehlen deutsche Verbraucherschützer und Reiseversicherer häufig eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung, da Behandlungskosten in der Schweiz sehr hoch sein können.
- Zeitzone:
Bern liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beziehungsweise Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Es gibt daher keine Zeitverschiebung zwischen der Schweiz und Deutschland, was die Reiseplanung erleichtert.
Warum Altstadt Bern auf jede Bern-Reise gehört
Für eine Reise nach Bern ist die Altstadt Bern der natürliche Ausgangspunkt. Hier konzentrieren sich nicht nur die berühmten Postkartenmotive, sondern auch viele Alltagsszenen, die ein authentisches Bild der Schweiz vermitteln. Wer früh morgens durch die kochenden Kaffeeröstereien schlendert, sieht die Stadt langsam erwachen: Markthändler, die ihre Stände unter den Lauben aufbauen, Studierende auf dem Weg zur Universität, Angestellte, die über die Nydeggbrücke laufen.
Die Kombination aus politischem Zentrum und historischer Kulisse ist besonders. Das Bundeshaus mit seiner Kuppel und den beiden Kammern des Schweizer Parlaments liegt nur wenige Schritte von den Altstadthäusern entfernt. Der Bundesplatz ist ein öffentlicher Raum, in dem Kinder im Sommer in den Fontänen spielen, während im Hintergrund die politischen Geschäfte der Eidgenossenschaft laufen. Die Schweizer Bundeskanzlei und Tourismusorganisationen betonen, dass Transparenz und Bürgernähe hier bewusst gelebt werden; Besucherinnen und Besucher können sich über Führungen in die Funktionsweise der direkten Demokratie einführen lassen.
Für Kulturinteressierte bietet die Altstadt Bern einen idealen Einstieg in die Museumslandschaft. In fußläufiger Entfernung liegen das Bernische Historische Museum mit der Einstein-Dauerausstellung, das Kunstmuseum Bern mit Werken von Paul Klee bis in die Gegenwart sowie das Zentrum Paul Klee etwas außerhalb des Altstadtkerns. Albert Einstein lebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Bern und arbeitete im Patentamt; in dieser Phase entwickelte er die Spezielle Relativitätstheorie. Sein ehemaliges Wohnhaus an der Kramgasse wird heute als Einstein-Haus geführt und lässt sich besichtigen – ein Punkt, den sowohl das Historische Museum Bern als auch die offizielle Tourismusstelle hervorheben.
Auch kulinarisch spiegelt die Altstadt Bern die Vielschichtigkeit der Schweiz wider. Von traditionellen Gerichten wie Berner Platte oder Rösti über Käsefondue und Raclette bis hin zu zeitgenössischer, internationaler Küche findet sich in den Gassen eine große Auswahl. Schweizer Medien und Gastronomieführer empfehlen, lokale Spezialitäten in kleinen, inhabergeführten Lokalen unter den Lauben zu probieren, statt nur auf zentrale Plätze auszuweichen. Wer Süßes mag, entdeckt Confiserien, in denen Schokolade, Pralinés und Gebäck eine zentrale Rolle spielen – ein perfektes Mitbringsel für die Rückreise nach Deutschland.
Für Reisende aus Deutschland ist zudem der Kontrast interessant: Die Altstadt Bern wirkt beschaulich und ruhig, obwohl sie den Kern einer Hauptstadt bildet. Es gibt keine Hochhaus-Skyline, sondern eine horizontale Linie aus Dächern, Türmen und Baumkronen. Das urbane Tempo ist spürbar langsamer als in Metropolen wie Berlin, München oder Frankfurt. Viele deutsche Reisemagazine und der ADAC heben hervor, dass Bern daher ideal für ein verlängertes Wochenende ist – mit ausreichend Kultur, aber ohne Überforderung.
In der Umgebung der Altstadt bieten sich Ausflüge an, die sich problemlos in einen Kurztrip integrieren lassen. Die nahen Berner Alpen, der Thuner- und Brienzersee, das Emmental oder das Drei-Seen-Land sind per Bahn oder Auto gut erreichbar. So lässt sich eine Städtereise in die Altstadt Bern mit Wanderungen, Schifffahrten oder kulinarischen Touren kombinieren, was besonders für Reisende aus Deutschland attraktiv ist, die meist für einige Tage oder ein Wochenende anreisen.
Altstadt Bern in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Netzwerken taucht die Altstadt Bern häufig als Kulisse für stimmungsvolle City-Trips, Architekturaufnahmen und Food-Fotografie auf. Viele Nutzerinnen und Nutzer halten Momente fest, die typisch für Bern geworden sind: der Sonnenuntergang über den Sandsteindächern, das Baden in der Aare mit Blick auf die Altstadt oder die weihnachtlich beleuchteten Lauben. Tourismusorganisationen wie Schweiz Tourismus und Bern Welcome nutzen diese Bilder aktiv, um die Stadt als authentisches, entspanntes Reiseziel zu positionieren.
Altstadt Bern — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Altstadt Bern
Wo liegt die Altstadt Bern genau?
Die Altstadt Bern liegt im Zentrum der Bundesstadt Bern im Kanton Bern in der Schweiz. Sie erstreckt sich auf einer von der Aare umflossenen Halbinsel und umfasst unter anderem die Bereiche rund um Kramgasse, Marktgasse, Gerechtigkeitsgasse, das Berner Münster und den Zytglogge. Vom Hauptbahnhof Bern ist die Altstadt in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.
Warum gehört die Altstadt Bern zum UNESCO-Welterbe?
Die UNESCO führt die Altstadt Bern seit 1983 als Welterbestätte, weil sie in außergewöhnlichem Maße die kontinuierliche Entwicklung einer europäischen Stadt vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert widerspiegelt. Trotz Modernisierung blieb der mittelalterliche Grundriss weitgehend erhalten; die nach dem Stadtbrand von 1405 einheitlich in Sandstein errichteten Häuserzeilen mit ihren Arkaden gelten als herausragendes Beispiel für eine städtebaulich geschlossene Altstadt. Fachinstitutionen wie das Bundesamt für Kultur und die Schweizerische Gesellschaft für Kunstgeschichte unterstreichen, dass Bern im Vergleich zu vielen anderen Städten relativ unversehrt in die Moderne übergegangen ist.
Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch der Altstadt Bern einplanen?
Für einen ersten Eindruck genügt ein halber Tag, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten wie Zytglogge, Berner Münster, Bundeshaus und einige Brunnen zu sehen. Wer Museen besuchen, eine Turmbesteigung einplanen, gemütlich unter den Lauben bummeln und vielleicht noch in der Aare baden oder den Bärenpark sehen möchte, sollte mindestens einen vollen Tag, besser ein ganzes Wochenende einplanen. Viele deutsche Reiseführer empfehlen Bern als ideales Ziel für einen 2- bis 3-tägigen Städtetrip.
Ist die Altstadt Bern autofrei und gut zu Fuß begehbar?
Die Altstadt Bern ist sehr fußgängerfreundlich. Zahlreiche Straßen sind verkehrsberuhigt oder für den Durchgangsverkehr gesperrt; Straßenbahn und Busse erschließen den Bereich gut. Besucherinnen und Besucher können die meisten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen. Für die Anreise mit dem Auto empfiehlt es sich, ein Parkhaus in der Nähe zu wählen und dann in die Altstadt zu laufen. Das Kopfsteinpflaster kann für Rollkoffer oder Kinderwagen etwas holprig sein, insgesamt ist das Viertel aber gut zugänglich.
Wann ist die beste Jahreszeit für einen Besuch der Altstadt Bern aus deutscher Sicht?
Für Reisende aus Deutschland bieten sich besonders die Monate Mai bis Oktober an, wenn die Temperaturen angenehm sind und sich das Leben in Bern weitgehend im Freien abspielt. Dann lassen sich Spaziergänge durch die Altstadt, Kaffeepausen unter den Lauben und Ausflüge in die Umgebung ideal kombinieren. Wer eine romantischere, ruhigere Stimmung bevorzugt und mit kühlerem Wetter kein Problem hat, findet die Altstadt im Herbst und Winter mit Nebel, Vorweihnachtsbeleuchtung und weniger Andrang sehr stimmungsvoll. Da es keine Zeitverschiebung gibt, eignet sich Bern das ganze Jahr über gut für einen spontanen Wochenendtrip aus Deutschland.
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