Am Great Barrier Reef startet am 5. November die Restaurierung
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 16:19 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSRestaurierung startet im November
- AIMS begann am 5. November 2026 ein großes Restaurierungsprojekt am Great Barrier Reef.
- Bis zu 120.000 Saatvorrichtungen sollen 2026 und 2027 auch vor Cairns eingesetzt werden.
- Die ReefSeed-Technik nutzt Korallenlarven aus der natürlichen Fortpflanzung oder aus Aquakulturanlagen.
- Der nördliche Versuch läuft an Riffen vor Cairns und Port Douglas zwischen November 2026 und Februar 2027.
Am Great Barrier Reef hat das Australian Institute of Marine Science (AIMS) am 5. November 2026 mit einem großen Restaurierungsversuch begonnen. Das Pilot Deployments Program arbeitet auch vor Cairns in Australien und verbindet Korallenforschung mit der Erprobung neuer Verfahren für geschädigte Riffe.
Restaurierungsversuch startet nach der Korallenlaiche
Der aktuelle Versuch fällt in die jährliche Fortpflanzungsphase der Korallen. AIMS meldete am 5. November, dass die Massenkorallenlaiche am Great Barrier Reef bereits eingesetzt hatte. Forschende und Partner trainierten deshalb in Townsville den Umgang mit ReefSeed-Anlagen, bevor junge Korallen nach dem November-Vollmond auf Riffen ausgebracht werden.
Das Programm wird von AIMS geleitet und über den australischen Reef Trust finanziert. Beteiligt sind unter anderem Korallenzuchtbetriebe in Queensland, Gruppen der Traditional Owner sowie Partner aus der Tourismusbranche. Die Meldung zum Restaurierungsversuch nennt Cairns und Port Douglas als Einsatzgebiete im Norden des Riffs.
Für den Jahrgang 2026 und 2027 ist der Einsatz von bis zu 120.000 speziell entwickelten Saatvorrichtungen vorgesehen. Auf jeder Vorrichtung sollen sich mehrere junge Korallen ansiedeln. Der Versuch ist damit keine einzelne Besucheraktion, sondern ein laufendes Forschungs- und Naturschutzprojekt im Meer.
Great Barrier Reef verbindet Forschung und Schutz
ReefSeed ist eine transportable, containerartige Anlage zur Korallenzucht. Sie kann nach Angaben von AIMS Millionen Korallenlarven und Hunderttausende junge Korallen hervorbringen. Bei der sogenannten Konservierungs-Aquakultur werden erwachsene Korallen an Land zum Ablaichen gebracht. Die Jungkorallen wachsen zunächst in kontrollierten Anlagen und werden später auf Riffen ausgesetzt.
Ein zweiter Ansatz sammelt den Laich wild lebender Korallen direkt am Riff. Beide Methoden greifen den natürlichen Fortpflanzungszyklus auf, der die aktuelle Arbeit vor Cairns zeitlich bestimmt. Die Reef-Gesundheitsbericht für November 2026 bestätigt, dass die Korallenlaiche in einigen küstennahen Bereichen bereits läuft und die jährliche Massenlaiche für Ende November erwartet wird.
Die nördlichen Versuche finden an Riffen vor Cairns und Port Douglas zwischen November 2026 und Februar 2027 statt. Im Süden sind zusätzlich Riffe bei den Keppel Islands vorgesehen. Das Projekt verbindet dadurch den Raum Cairns mit weiteren Abschnitten des Great Barrier Reef und erprobt die Verfahren unter unterschiedlichen Bedingungen.
Restaurierung soll auf grössere Riffbereiche übertragbar werden
AIMS arbeitet nach eigenen Angaben seit mehr als zehn Jahren an Verfahren für klimaempfindliche Korallenriffe. Das Pilot Deployments Program soll zeigen, wie sich solche Eingriffe in grösserem Umfang praktisch umsetzen lassen. Für Reisende ergibt sich daraus vor allem ein aktueller Einblick in die Arbeit hinter dem Schutzgebiet, während Tauch- und Schnorchelziele vor Cairns weiterhin Teil der üblichen Riffnutzung sind.
Die ReefSeed-Systeme werden an Partnerbetriebe in Queensland weitergegeben. Eine Anlage soll bei AusFishCoral in Innisfail eingesetzt werden, eine weitere bei Cairns Marine in Cairns. Dort sollen Korallen gesammelt, aufgezogen und für spätere Aussetzungen vorbereitet werden.
Great Barrier Reef besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Der aktuelle Restaurierungsversuch begann am 5. November 2026. Die nördlichen Einsätze laufen an Riffen vor Cairns und Port Douglas zwischen November 2026 und Februar 2027.
- Das Projekt betrifft die Riffrestaurierung und ist keine angekündigte öffentliche Führung. Die Arbeiten erfolgen an Riffen sowie in beteiligten Zuchtanlagen.
- Cairns ist der regionale Bezugspunkt für die nördlichen Einsatzgebiete; im Projekt werden außerdem Port Douglas, Innisfail und die Keppel Islands genannt.
- Das Great Barrier Reef ist ein weitläufiges Meeresgebiet. Der Zugang zu einzelnen Riffen erfolgt über Boote und unterliegt den Bedingungen des jeweiligen Ausflugs.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Great Barrier Reef auf Social-Media-Plattformen
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Great Barrier Reef: häufige Fragen
Was hat sich am Great Barrier Reef geändert?
AIMS begann am 5. November 2026 einen neuen gross angelegten Restaurierungsversuch. Vor Cairns sollen dabei bis zu 120.000 Saatvorrichtungen mit jungen Korallen eingesetzt werden.
Wo liegt das Great Barrier Reef und wie kommt man hin?
Der nördliche Projektbereich liegt vor Cairns und Port Douglas an der Küste von Queensland. Die Riffe werden über Bootsausfahrten erreicht.
Was ist das Great Barrier Reef?
Das Great Barrier Reef ist ein ausgedehntes Korallenriffgebiet vor der Küste Australiens. Das aktuelle Projekt untersucht Verfahren, mit denen junge Korallen in Zuchtanlagen oder direkt aus natürlichem Laich gewonnen und auf Riffen angesiedelt werden.
