Ananda Pahto, Bagan

Ananda Pahto in Bagan – kreuzförmiger Tempel der vier Buddhas

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 08:10 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Ananda Pahto in Bagan zĂ€hlt zu den markantesten Tempeln der paganesischen Ebene und verbindet frĂŒhe Bagan-Architektur mit Mon- und nordindischen Formen in besonderer Klarheit.

Isometrisches Diorama von Ananda-Tempel Bagan in Bagan, Myanmar in Pastell
Isometrisches Diorama von Ananda-Tempel Bagan und Umgebung in Bagan Myanmar, verspielte Low-Poly-Kulisse in Pastellfarben, Illustration mit AI erstellt.

Ananda Pahto in Bagan gehört zu den bekanntesten Tempeln der Ebene am Irrawaddy und zeigt in seltener Klarheit, wie die Architektur des frĂŒhen 12. Jahrhunderts in Myanmar buddhistische Lehre, Geometrie und Bildprogramm in einem einzigen Bauwerk bĂŒndelt. Der Tempel wurde im Jahr 1105 wĂ€hrend der Regierungszeit von König Kyansittha aus der Pagan-Dynastie errichtet und verbindet EinflĂŒsse der Mon-Kultur mit Formen, die aus dem indischen Raum ĂŒbernommen wurden.

Ananda Pahto: Königstempel der Pagan-Dynastie

Der Ananda-Tempel steht im Gebiet von Alt-Bagan, sĂŒdöstlich des Tharabar-Tores, in der Kernzone der historischen Hauptstadt des Pagan-Reiches. Der Bau wird König Kyansittha zugeschrieben, der von den 1080er Jahren bis ins frĂŒhe 12. Jahrhundert herrschte und unter dessen Regierung die Bagan-Ebene eine besonders dichte Tempellandschaft erhielt.Der Tempel wurde 1105 vollendet und markiert in der kunsthistorischen Einordnung den Übergang von der frĂŒhen zur mittleren Bagan-Periode.Die Datierung in die frĂŒhe Mitte des 12. Jahrhunderts wird durch Inschriften und stilistische Merkmale gestĂŒtzt.

Bagan selbst ist als archĂ€ologische Zone seit 2019 in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen, und Ananda Pahto zĂ€hlt innerhalb dieser Landschaft zu den am besten erhaltenen Großtempeln der Paganezeit.Der Tempel wird als besonders frĂŒhes Beispiel der Bagan-Architektur beschrieben, in dem sich die Bauformen eines buddhistischen Tempels mit einem hohen Turmaufbau bereits vollstĂ€ndig entwickelt zeigen. Die weiße Verkleidung mit Stuck, der auf dem Ziegelmauerwerk sitzt, hebt den Baukörper deutlich von den rötlichen Ziegelpagoden der Umgebung ab.

Kreuzförmiger Grundriss und zentraler Turm

Das Leitmotiv von Ananda Pahto ist sein kreuzförmiger Grundriss, der von einem zentralen, nahezu quadratischen Kernbau ausgeht. Dieser Kern misst gut 50 Meter je Seite, wĂ€hrend der Turmaufbau darĂŒber stufenweise ansteigt und mit einem hti, einer turmartigen Abschlussform, eine Höhe von etwas mehr als 50 Metern erreicht.Der quadratische Kern und die Höhe des Turms verleihen dem Tempel eine kompakte, zugleich deutlich vertikale Erscheinung im ebenen GelĂ€nde der Bagan-Ebene.

Von diesem inneren Quadrat gehen vier breite Vorbauten ab, die jeweils in Richtung der Himmelsrichtungen aus dem Baukörper hervortreten und den Grundriss zu einer kreuzförmigen Anlage erweitern.Die GiebelhĂ€user der Vorhallen sind mit Stufenaufbauten und kleinen Stupen bekrönt, sodass sich der Eindruck eines geschichteten Terrassentempels ergibt. Über den Vorhallen verbindet ein System aus Terrassen und umlaufenden Wegen den Turm mit kleineren Aufbauten, die einst als Orte des Studiums und der Meditation genutzt wurden.

Vier stehende Buddhas und erzÀhlende Terrakotta-Tafeln

Im Inneren des Tempels steht ein weiteres Merkmal im Zentrum: in jeder der vier Haupthallen befindet sich eine große stehende Buddhafigur, die jeweils nach Norden, Osten, SĂŒden und Westen ausgerichtet ist.Die Figuren reprĂ€sentieren vier Buddhas des gegenwĂ€rtigen Weltzeitalters und bilden gemeinsam das Herz von Ananda Pahto. Zwei der Monumentalfiguren gelten als ursprĂŒngliche Arbeiten aus der Zeit Kyansitthas, wĂ€hrend zwei andere in einer spĂ€teren Epoche nach dem Vorbild der Mandalay-Schule erneuert wurden.

Um die Haupthallen herum verlĂ€uft ein System von GĂ€ngen und Ambulatorien, in denen sich Nischen mit weiteren Buddha- und Bodhisattva-Darstellungen sowie Reliefszenen befinden. Auf den oberen Terrassen sind zahlreiche glasierte Terrakotta-Tafeln angebracht, die Episoden aus den Jataka-ErzĂ€hlungen, den Geschichten aus frĂŒheren Leben des Buddha, in Bildern festhalten.Die Tafeln zeigen insbesondere die letzten zehn Jataka und verbinden so den Weg des Besuchers ĂŒber die Ebenen des Tempels mit einem bildlich erzĂ€hlten Lehrpfad.

Ananda Pahto besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Ananda Pahto liegt im Gebiet von Alt-Bagan in Myanmar sĂŒdöstlich des Tharabar-Tores, in der archĂ€ologischen Zone von Bagan, die als UNESCO-WelterbestĂ€tte ausgewiesen ist. Der Tempel ist ĂŒber Straßenverbindungen erreichbar, die Alt-Bagan mit den umliegenden Stadtteilen und dem regionalen Flughafen verbinden.
  • Das TempelgelĂ€nde umfasst mehrere Ebenen mit Treppen und schmalen GĂ€ngen; im Inneren fĂŒhren die RundgĂ€nge auf teilweise unebenem Steinboden um den zentralen Kern und die vier Hauptschreine.
  • Die Anlage liegt in der trockenen Ebene am Irrawaddy, wodurch der Weg zwischen benachbarten Tempeln ĂŒber offene, sonnenexponierte FlĂ€chen fĂŒhrt, in denen sich Staubwege mit vereinzelten BĂ€umen abwechseln.
  • Amtssprache ist Burmesisch, gezahlt wird in Kyat.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Ananda Pahto: hÀufige Fragen

Wo liegt Ananda Pahto?

Der Tempel liegt in Alt-Bagan in Myanmar, sĂŒdöstlich des Tharabar-Tores, innerhalb der archĂ€ologischen Zone von Bagan am Irrawaddy.

Was erwartet Besucher im Inneren von Ananda Pahto?

Im Inneren fĂŒhren GĂ€nge um einen quadratischen Kern mit vier großen stehenden Buddhafiguren, ergĂ€nzt durch zahlreiche Nischenfiguren und Terrakotta-Tafeln mit Szenen aus den Jataka-ErzĂ€hlungen.

Was kennzeichnet Ananda Pahto im Vergleich zu anderen Tempeln in Bagan?

Der kreuzförmige Grundriss mit einem zentralen Turm, die vier monumentalen Buddhas und die klare Verbindung von Mon- und indisch geprĂ€gten Formen machen den Tempel zu einem der charakteristischen Großbauten der Bagan-Ebene.

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