Arches-Nationalpark, Reise

Arches-Nationalpark bei Moab: Rote Felsbögen und stille Wüste

14.06.2026 - 09:03:30 | ad-hoc-news.de

Der Arches-Nationalpark bei Moab in den USA fasziniert mit über 2.000 natürlichen Steinbögen. Was Reisende aus Deutschland über Arches National Park jetzt wissen sollten.

Arches-Nationalpark, Reise, USA
Arches-Nationalpark, Reise, USA

Wenn im Arches-Nationalpark die ersten Sonnenstrahlen über die Tafelberge steigen, leuchten die Felsbögen des Arches National Park (sinngemäß „Nationalpark der Steinbögen“) bei Moab in tiefem Orange und Rot. Plötzlich wirken die filigranen Bögen, Felstürme und Sandsteinwände, als wären sie aus glühendem Metall und nicht aus uraltem Gestein geformt. Für viele Reisende aus Deutschland ist dieser Nationalpark im US-Bundesstaat Utah der Inbegriff der Felswüste des amerikanischen Westens.

Arches-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Moab

Der Arches-Nationalpark liegt im Osten des US-Bundesstaats Utah, nur wenige Kilometer nördlich der Kleinstadt Moab. Er ist vor allem für seine außergewöhnliche Dichte an natürlichen Felsbögen bekannt: Mehr als 2.000 Steinbögen verschiedenster Größe wurden im Park nachgewiesen. Viele dieser Bögen sind zu Symbolen des amerikanischen Südwestens geworden, allen voran der freistehende Delicate Arch, der häufig auf Reisebroschüren, Nummernschildern des Bundesstaats Utah und in Bildbänden über die USA zu sehen ist.

Charakteristisch für den Park ist die Kombination aus rötlichem Sandstein, tiefblauem Himmel und einer sehr klaren, trockenen Luft. Dadurch wirkt die Landschaft besonders kontrastreich und fotogen. Die Felsen bestehen überwiegend aus sogenannten „Entrada Sandstone“ und „Navajo Sandstone“, Sedimentgesteinen, die sich vor vielen Millionen Jahren in einem Küsten- und Wüstenmilieu abgelagert haben. Die intensive rote Färbung geht auf Eisenverbindungen im Gestein zurück, die durch Oxidation rosten und den Felsen die typische Farbe der „Red Rocks“ verleihen.

Für Reisende aus Deutschland ist der Arches-Nationalpark auch deshalb so eindrucksvoll, weil es in Mitteleuropa kaum vergleichbare Landschaften gibt. Während der Elbsandstein in der Sächsischen Schweiz mit seinen Felsnadeln ansatzweise an die bizarren Formen erinnert, setzt der Arches-Nationalpark diesen Eindruck in einer ganz anderen Größenordnung und Farbintensität fort. Die Bögen und Felswände ragen aus einer offenen Wüstenlandschaft empor, in der Vegetation nur punktuell vorkommt: Wacholder, Yuccas, Wacholderbüsche und vereinzelte Kiefern bilden grüne Tupfer zwischen Sand und Fels.

Die touristische Infrastruktur ist im Vergleich zu europäischen Ballungsräumen überschaubar, aber gut organisiert. Eine einzige Parkstraße erschließt die wichtigsten Aussichtspunkte und Wanderparkplätze. Bereits wenige Schritte abseits der asphaltierten Wege wird es still; mit etwas Glück sind nur Wind, eigene Schritte im Sand und gelegentliche Rufe von Vögeln zu hören. Viele Besucherinnen und Besucher erleben den Arches-Nationalpark daher als Gegenpol zu dicht besiedelten Regionen wie dem Rheinland oder der Metropolregion Berlin – ein Ort, an dem Weite, Himmel und Fels dominieren.

Geschichte und Bedeutung von Arches National Park

Die Geschichte des Arches National Park ist eng mit der Erschließung des amerikanischen Südwestens verbunden. Lange bevor europäische Siedler das Gebiet erreichten, lebten hier indigene Gemeinschaften, unter anderem Angehörige der Ancestral Puebloans (Anasazi) und später der Ute. Sie hinterließen Felszeichnungen und Petroglyphen, die teilweise noch in der weiteren Umgebung von Moab zu sehen sind. Für diese Kulturen war die Wüste kein leeres Land, sondern ein von Mythen, Wasserquellen und Jagdgebieten geprägter Lebensraum. Viele Felsformationen wurden als heilige Orte oder Orientierungspunkte wahrgenommen.

Mit der Expansion der Vereinigten Staaten Richtung Westen und dem Bau von Eisenbahnen und später Highways nahm das Interesse an den spektakulären Landschaften zu. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begannen Geologen, Fotografen und lokale Unternehmer, auf die besondere Felslandschaft nördlich von Moab aufmerksam zu machen. Ziel war es, den Schutz des Gebiets und gleichzeitig eine touristische Nutzung zu erreichen.

In den 1920er-Jahren wurde das Areal zunächst als National Monument unter Schutz gestellt, eine in den USA übliche Vorstufe zum Nationalpark-Status. Entscheidend für diesen Schritt war unter anderem die Erkenntnis, dass die Vielzahl und Schönheit der natürlichen Steinbögen weltweit einzigartig ist. Später wurde das Schutzgebiet schrittweise erweitert; schließlich erhielt es die heutige Bezeichnung Arches National Park. Damit unterliegt der Park dem relativ strengen Schutzregime der US-Nationalparks, das unter anderem Bauaktivitäten, Rohstoffabbau und unkontrollierte Nutzung stark einschränkt.

Die Bedeutung des Parks geht heute über seinen landschaftlichen Reiz hinaus. Arches National Park ist ein wichtiges geologisches Referenzgebiet, in dem sich Prozesse der Erosion und Gesteinsverwitterung besonders gut studieren lassen. Forschungseinrichtungen und Universitäten nutzen die Region, um die Entwicklung von Wüstenlandschaften, die Rolle von Wasser in ariden Gebieten und den Einfluss von Temperaturunterschieden auf Sedimentgestein zu untersuchen. Im Vergleich zu vielen Denkmälern in Europa, die von Menschenhand gestaltet wurden – etwa Schlösser oder Kathedralen – ist der Arches-Nationalpark ein Beispiel für „Naturarchitektur“, bei der Wind, Wasser und Zeit über Jahrmillionen das Erscheinungsbild geformt haben.

Touristisch ist der Park auch ein zentraler Baustein im Netzwerk der Nationalparks im Westen der USA. Viele Rundreisen verbinden Arches mit Monument Valley, Canyonlands National Park, Bryce Canyon, Zion National Park und dem Grand Canyon. Reiseveranstalter und Reiseführer wie der ADAC, Marco Polo oder National Geographic Deutschland stellen Arches regelmäßig als Höhepunkt einer Südwest-Route vor. Für den Tourismus im Bundesstaat Utah ist der Park daher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der Übernachtungen in Moab, Ausgaben für Gastronomie, Aktivitäten und Infrastruktur generiert.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn der Arches-Nationalpark kein Bauwerk im klassischen Sinn ist, spricht man angesichts der spektakulären Bögen und Felsformationen oft von „Felsarchitektur“. Einige Formen wirken so geometrisch klar oder filigran, dass sie an menschliche Konstruktionen erinnern. Die wohl berühmteste Felsformation des Parks ist der bereits erwähnte Delicate Arch. Er steht allein am Rand einer natürlichen Felswanne und bildet einen etwa 20 Meter hohen freistehenden Bogen aus rotem Sandstein. Fotografisch ist er besonders reizvoll bei Sonnenuntergang, wenn der Fels glüht und sich der Himmel dahinter violett verfärbt.

Ein weiterer markanter Bereich ist der Windows Section-Bereich mit North Window, South Window und Turret Arch. Hier liegen mehrere große Bögen relativ nah beieinander, was Spaziergänge mit vielen Varianten von Perspektiven und Bildkompositionen ermöglicht. Die Bögen erinnern teils an gigantische Fensteröffnungen in einer Felsfassade. Anders als bei gotischen Kathedralen, wo Fenster von Architekten geplant wurden, entstanden diese „Fenster“ ausschließlich durch erodierenden Sand, Wind und gelegentliche Niederschläge.

Geologisch interessant sind auch die sogenannten Balanced Rocks, Felsblöcke, die scheinbar waghalsig auf schmalen Sockeln balancieren. Diese Formationen entstehen, wenn härtere Gesteinsschichten langsamer verwittern als das darunterliegende weichere Gestein. Durch die Erosion wird der Sockel immer schmaler, bis der obere Block irgendwann ins Gleichgewicht kommt oder – nach weiterem Verfall – in der Zukunft einstürzt. Ein ähnliches Prinzip lässt sich in Teilen der Sächsischen Schweiz beobachten, aber im Arches-Nationalpark sind die Dimensionen deutlich größer.

Die National Park Service-Verwaltung präsentiert in ihrem Visitor Center eine Ausstellung, die geologische Prozesse, Flora und Fauna sowie die Kulturgeschichte des Gebietes beschreibt. Für viele Besucherinnen und Besucher bietet diese Ausstellung einen Zugang zur „Lesbarkeit“ der Landschaft: Nach dem Besuch verstehen sie besser, warum manche Schichten steiler stehen, andere wieder flach und warum gerade in dieser Region so viele Bögen entstanden sind. Ergänzt wird dies durch interpretative Hinweistafeln entlang der Hauptwege, in denen Ranger auch Themen wie Naturschutz, Wasserknappheit und respektvolles Verhalten in sensiblen Ökosystemen ansprechen.

Künstlerisch wirkt der Arches-Nationalpark wie ein Freiluftatelier. Seit Jahrzehnten inspiriert er Malerinnen, Fotografen, Schriftstellerinnen und Filmemacher. Zahlreiche Fotobände widmen sich dem Wechsel von Licht und Schatten in den Bögen. Filmproduktionen nutzen die Region als Kulisse für Western, Science-Fiction-Filme oder Werbespots. Die visuelle Klarheit und die Abwesenheit moderner Gebäude tragen dazu bei, dass sich die Landschaft wie eine Bühne anfühlt, auf der Licht, Wetter und die Besucher selbst zu Akteuren werden.

Auch aus kulturhistorischer Perspektive ist Arches Teil eines größeren Narrativs: der Faszination Europas für den „Wilden Westen“. Schon im 19. Jahrhundert berichteten Reisende und Maler in Europa von den beeindruckenden Canyons, Plateaus und Felsformationen der Rocky-Mountain-Region. Heute reisen viele Deutsche in die USA, um diese Bilder aus Filmen und Büchern selbst zu erleben. Der Arches-Nationalpark ist dabei einer der Orte, an denen dieses imaginierte Bild vom amerikanischen Westen mit der Realität zusammentrifft.

Arches-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Der Arches-Nationalpark liegt etwa 8 km nördlich von Moab im Osten des Bundesstaats Utah, im Südwesten der USA. Aus Deutschland ist der Park typischerweise über große internationale Drehkreuze erreichbar, etwa über Flugverbindungen von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf nach US-Großstädte wie Denver, Salt Lake City, Las Vegas oder Los Angeles. Von dort aus geht es meist mit einem Inlandsflug weiter nach Grand Junction oder Salt Lake City und anschließend per Mietwagen nach Moab. Je nach Route sollten Reisende mit einer Gesamt-Reisedauer von deutlich über 12 Stunden inklusive Umsteigezeiten rechnen. Eine Anreise per Bahn ist in dieser Region nur sehr eingeschränkt möglich; die meisten Besucher nutzen den Mietwagen oder gelegentliche Busrundreisen. Wer mehrere Nationalparks verbinden möchte, plant Arches häufig auf einer Rundtour, die auch Canyonlands, Bryce Canyon, Zion und den Grand Canyon einschließt.
  • Öffnungszeiten: Der Arches-Nationalpark ist im Regelfall ganzjährig und rund um die Uhr zugänglich, da es eine Durchgangsstraße und zahlreiche Parkplätze gibt. Besucherzentrum, Serviceeinrichtungen und eventuell zeitweise gesperrte Bereiche können allerdings saisonabhängige Öffnungszeiten haben. Öffnungszeiten, temporäre Straßensperrungen, Baustellen oder eventuelle Reservierungs- oder Kapazitätsregelungen können sich ändern – aktuelle Informationen sollten Reisende direkt bei der Verwaltung des Arches-Nationalparks oder auf den offiziellen Seiten des National Park Service prüfen.
  • Eintritt: Für den Besuch des Arches-Nationalparks wird eine Eintrittsgebühr erhoben, die üblicherweise pro Fahrzeug und nicht pro Person berechnet wird. Der Betrag wird in US-Dollar vor Ort oder online entrichtet; eine ungefähre Umrechnung in Euro hängt vom tagesaktuellen Wechselkurs ab. Viele Reisende nutzen den sogenannten „America the Beautiful“-Pass, einen Jahrespass für zahlreiche Nationalparks der USA, der sich bei mehreren Parkbesuchen auf einer Reise finanziell lohnen kann. Da sich Preise verändern können, sollten tagesaktuelle Eintrittskosten vor der Reise auf den offiziellen Seiten des National Park Service geprüft werden.
  • Beste Reisezeit: Besonders beliebt sind Frühling (April bis Mai) und Herbst (September bis Oktober), wenn die Temperaturen tagsüber meist angenehm und die Nächte nicht zu kalt sind. Im Hochsommer können die Temperaturen deutlich über 30 °C steigen; Wanderungen in der Mittagshitze sind dann anstrengend und erfordern ausreichend Wasser und Sonnenschutz. Im Winter kann es durchaus schneien, was den Park in ein eindrucksvolles, aber oft ungewohntes Bild aus rotem Fels und weißem Schnee taucht. Viele Reisende aus Deutschland schätzen die frühen Morgenstunden und den späten Nachmittag, wenn das Licht weicher und die Felsfarben besonders intensiv sind. Außerdem ist der Andrang zu diesen Zeiten häufig etwas geringer als zur Mittagszeit.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten: Die Verkehrssprache vor Ort ist Englisch; Deutsch wird nur gelegentlich von einzelnen Mitarbeitenden oder Mitreisenden gesprochen. Für die Verständigung im Visitor Center, bei Unterkünften und im Restaurantbetrieb reichen solide Englischkenntnisse gut aus. In den USA sind Kreditkarten (z. B. Visa, Mastercard) weit verbreitet und werden in Hotels, Restaurants, an Tankstellen und im Nationalpark üblicherweise akzeptiert. Bargeld in US-Dollar ist für kleinere Ausgaben oder Trinkgelder dennoch sinnvoll. Trinkgeld („Tip“) ist ein fester Bestandteil der Kultur, vor allem in Restaurants (oft 15–20 % der Rechnungssumme), bei Taxis, geführten Touren oder Gepäckservice. Im Park selbst sollten Besucher unbedingt auf den markierten Wegen bleiben, keine Pflanzen oder Steine mitnehmen und Felsmalereien oder empfindliche Untergründe nicht berühren. Das Klettern auf Felsbögen ist in vielen Bereichen untersagt, um Erosion zu vermeiden und die Sicherheit zu gewährleisten. Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt; bei Drohnenflügen gelten strenge Einschränkungen, die vorab geprüft werden sollten.
  • Gesundheit und Sicherheit: Die trockene Wüstenluft führt dazu, dass Durst und Sonnenbelastung oft unterschätzt werden. Reisende sollten ausreichend Wasser mitnehmen (mindestens mehrere Liter pro Person und Tag bei längeren Wanderungen), Sonnenschutzkleidung, Hut und Sonnencreme verwenden. Festes Schuhwerk mit Profil ist auch für kürzere Wanderungen empfehlenswert, da die Felsen rutschig sein können. In der Region leben Tiere wie Klapperschlangen oder Skorpione; Begegnungen sind selten, aber möglich. Vorsicht und ein respektvoller Abstand sind wichtig. Wer in den USA wandert, sollte sich außerdem mit den Hinweisen zur Vermeidung von Dehydrierung und Hitzschlag vertraut machen, wie sie im Visitor Center und auf Schildern erklärt werden.
  • Einreisebestimmungen: Arches-Nationalpark liegt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Deutsche Staatsbürger benötigen typischerweise einen gültigen Reisepass und müssen je nach Aufenthaltszweck und -dauer die aktuellen Einreiseformalitäten beachten. Für touristische Kurzaufenthalte kommt häufig das visumfreie Programm mit elektronischer Reisegenehmigung (ESTA) in Betracht, das vorab online beantragt werden muss. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den zuständigen US-Behörden prüfen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung: Der Arches-Nationalpark liegt im Gebiet der Mountain Time Zone. Im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt die Zeitverschiebung in der Regel mehrere Stunden; während der US-Sommerzeit und der mitteleuropäischen Sommerzeit ist der Unterschied meist 8 Stunden, außerhalb der Sommerzeit weicht die Differenz ab. Vor Reiseantritt sollten die jeweils aktuellen Zeitangaben geprüft werden, insbesondere bei der Planung von Flügen und Weiterreisen.

Warum Arches National Park auf jede Moab-Reise gehört

Moab hat sich in den vergangenen Jahrzehnten von einer Bergbau- und Rancher-Stadt zu einem Outdoor-Mekka entwickelt. Mountainbiker, Wandernde, Kletterer und Roadtrip-Fans nutzen den Ort als Basis, um die spektakuläre Umgebung zu erkunden. Arches National Park ist dabei das Wahrzeichen unmittelbar vor den Toren der Stadt: Die Parkeinfahrt liegt nur wenige Fahrminuten vom Stadtzentrum entfernt. Wer in Moab übernachtet, kann daher entspannt früh morgens in den Park fahren, um die ersten Sonnenstrahlen oder einen ruhigen Spaziergang zu erleben, und am Abend wieder in Restaurants, Cafés und Unterkünfte zurückkehren.

Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bietet der Park eine Kombination aus „Bucket-List“-Moment und entspanntem Naturerlebnis. Die berühmtesten Aussichtspunkte – etwa am Balanced Rock, an den Windows oder am Aussichtspunkt zur La Sal Mountain Range – sind über kurze, gut ausgebaute Wege erreichbar, sodass auch weniger geübte Wandernde beeindruckende Eindrücke sammeln können. Gleichzeitig gibt es zahlreiche längere Trails über Felsplatten und durch sandige Washes, die erfahrene Wanderer ansprechen. Dadurch kann eine Reisegruppe mit unterschiedlichen Fitnessniveaus den Park gemeinsam erleben, ohne dass der Besuch zu extrem oder zu oberflächlich wirkt.

Ein besonderer Reiz entsteht auch nachts. Abseits der Lichter von Moab ist der Himmel sehr dunkel, sodass bei klarem Wetter unzählige Sterne und die Milchstraße sichtbar sind. Viele Fotografen reisen gezielt an, um Bögen wie Delicate Arch oder Turret Arch vor einem Sternenhimmel zu fotografieren. Für Besucherinnen und Besucher aus Mitteleuropa, die häufig an Lichtverschmutzung in Ballungsräumen gewöhnt sind, ist die Intensität des Sternenhimmels in der Wüste ein eindrucksvolles Naturerlebnis. Nationalparks im Westen der USA engagieren sich zunehmend für den Schutz der „Dark Skies“, also dunkler Nachtlandschaften, was auch im Arches-Nationalpark diskutiert und gefördert wird.

Eine Reise nach Moab und in den Arches-Nationalpark lässt sich zudem gut mit kulturhistorischen und städtetouristischen Zielen in den USA kombinieren. Wer etwa von Deutschland nach Denver oder Salt Lake City fliegt, kann vor oder nach dem Naturteil der Reise einen Stadtaufenthalt einplanen, Museen besuchen oder die amerikanische Alltagskultur kennenlernen. Viele Reiseberichte deutschsprachiger Medien betonen, dass der Kontrast zwischen Großstadt-Erlebnis und stiller Felswüste einen besonderen Reiz ausmacht: Tagsüber auf einsamen Trails unterwegs, abends in einer amerikanischen Dinerszene – dieser Wechsel ist für viele Reisende Teil des Erlebnisses.

Im Vergleich zu europäischen Nationalparks ist Arches darüber hinaus ein gutes Beispiel dafür, wie die Vereinigten Staaten großflächige Naturräume mit Besuchermanagement verbinden. Informationstafeln, Ranger-Programme und klare Wegführungen sollen einerseits die Natur schützen, andererseits Besucher lenken. Für Reisende, die etwa den Nationalpark Berchtesgaden, den Schweizerischen Nationalpark oder den Nationalpark Hohe Tauern kennen, ist es spannend zu sehen, wie unterschiedlich Naturschutzkonzepte in Nordamerika umgesetzt werden – bei ähnlichen Fragestellungen, etwa dem Schutz seltener Pflanzen, der Regulierung des Autoverkehrs oder der Balance zwischen Erreichbarkeit und Wildnis.

Arches-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist der Arches-Nationalpark einer der meistfotografierten Nationalparks des amerikanischen Südwestens. Bilder von Delicate Arch bei Sonnenuntergang, der Windows Section im Morgenlicht oder Sternenhimmel-Aufnahmen verbreiten sich auf Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube millionenfach. Für viele jüngere Reisende ist der erste Kontakt mit Arches tatsächlich ein Foto oder Video im Feed – nicht selten der Auslöser, eine Reise in die USA zu planen. Gleichzeitig diskutieren Nutzer in Foren und Kommentarspalten zunehmend auch über Themen wie Overtourism, Schutz sensibler Naturflächen und die Verantwortung, geotaggte Orte nicht unbedacht zu teilen, um besonders fragile Spots nicht zu überlasten.

Häufige Fragen zu Arches-Nationalpark

Wo liegt der Arches-Nationalpark genau?

Der Arches-Nationalpark liegt im Osten des US-Bundesstaats Utah im Südwesten der USA, etwa 8 km nördlich der Stadt Moab. Er ist über eine Stichstraße von der US-Route 191 aus erreichbar und wird meist im Rahmen einer Rundreise durch die Nationalparks des amerikanischen Südwestens besucht.

Wie ist der Arches National Park entstanden?

Die Landschaft des Arches National Park ist durch Sedimentation, Hebung und Erosion entstanden. Über Millionen Jahre lagerten sich Sand und andere Sedimente ab, die zu Sandstein verfestigt wurden. Später führten tektonische Prozesse zu Hebungen und Spannungen, sodass Risse und Bruchzonen entstanden. Wind, Wasser und Temperaturschwankungen weiteten diese Risse und formten zunächst Felswände, dann Fenster und schließlich freistehende Steinbögen.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch des Arches-Nationalparks einplanen?

Für einen ersten Eindruck mit mehreren Aussichtspunkten und kurzen Spaziergängen reicht in der Regel ein ganzer Tag. Wer längere Wanderungen unternehmen, Sonnenauf- oder -untergang in Ruhe erleben oder auch Nachtaufnahmen machen möchte, sollte zwei bis drei Tage einplanen. Da der Park relativ kompakt ist, lässt er sich gut in eine mehrwöchige Rundreise durch den amerikanischen Südwesten integrieren.

Was ist die beste Reisezeit für Reisende aus Deutschland?

Besonders angenehm sind Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen meist zwischen mild und warm liegen und die Sonne nicht ganz so stark brennt wie im Hochsommer. Die Sommermonate bieten lange Tage, können aber sehr heiß werden, was Wanderungen zur Herausforderung macht. Der Winter ist deutlich ruhiger, kann aber Schneefall und kalte Nächte bringen. Für viele Reisende ist eine Reisezeit zwischen April und Mai oder zwischen September und Oktober ideal.

Welche Besonderheiten sollten deutsche Reisende beachten?

Reisende aus Deutschland sollten die großen Entfernungen im Westen der USA, die Trockenheit der Wüstenluft und die starke Sonneneinstrahlung berücksichtigen. Wichtig sind ein gültiger Reisepass, gegebenenfalls eine ESTA-Genehmigung oder ein Visum (je nach Einreisebestimmungen), eine Auslandsreisekrankenversicherung, ausreichend Wasser auf Wanderungen, Sonnenschutz und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Trinkgeldkultur und Kreditkartenzahlungen. Zudem ist es ratsam, die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts und die Informationen des National Park Service vor Reiseantritt zu prüfen.

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