Arco de Santa Catalina, Antigua Guatemala

Arco de Santa Catalina: Das gelbe Tor zum Herzen von Antigua

20.05.2026 - 05:39:32 | ad-hoc-news.de

Der Arco de Santa Catalina in Antigua Guatemala ist mehr als ein Fotomotiv: Unter dem gelben Bogen verdichten sich Kolonialgeschichte, Vulkanpanorama und Alltagsleben in Guatemala – was steckt hinter diesem Wahrzeichen?

Arco de Santa Catalina, Antigua Guatemala, Reise
Arco de Santa Catalina, Antigua Guatemala, Reise

Am frühen Morgen, wenn das Kopfsteinpflaster von Antigua Guatemala noch feucht vom nächtlichen Regen glänzt, zeichnet sich der Arco de Santa Catalina wie ein gelber Rahmen vor dem Vulkan Agua ab. Der Arco de Santa Catalina (spanisch sinngemäß „Bogen der heiligen Katharina“) ist heute das bekannteste Wahrzeichen der Stadt – und einer der meistfotografierten Orte in Guatemala.

Arco de Santa Catalina: Das ikonische Wahrzeichen von Antigua Guatemala

Der Arco de Santa Catalina spannt sich über die Calle del Arco, eine der charmantesten Straßen im historischen Zentrum von Antigua Guatemala. Die ehemalige Hauptstadt der spanischen Kolonie Guatemala liegt rund 40 km südwestlich von Guatemala-Stadt und gehört seit 1979 zum UNESCO-Welterbe. Der leuchtend gelbe Bogen ist dabei so etwas wie das „Gesicht“ der Stadt: Er taucht in nahezu jeder Berichterstattung über Antigua auf, von Reisemagazinen bis zu Bildstrecken renommierter Medien.

Die UNESCO beschreibt Antigua Guatemala als „außergewöhnliches Beispiel einer geplanten Kolonialstadt im hispanoamerikanischen Raum“, geprägt von Barockarchitektur und wiederkehrenden Erdbeben. Der Arco de Santa Catalina fügt sich in diese Kulisse ein und ist zugleich ein Symbol für den Widerstand der Stadt gegen Naturkatastrophen und politische Umbrüche. Unter ihm kreuzen sich bis heute Touristen mit Schulkindern, Straßenhändlerinnen mit Fotografen, Kaffeetrinker mit Prozessionen – ein lebendiger Schnittpunkt des Alltags.

Für Reisende aus Deutschland ist der Arco de Santa Catalina häufig der erste intensive Kontakt mit der kolonialen Vergangenheit Zentralamerikas. Während uns in Europa Tore wie das Brandenburger Tor oder mittelalterliche Stadttore an politische Zäsuren erinnern, erzählt dieser Bogen von Klostermauern, Nonnen und Erdbeben – und von einer Stadt, die sich trotz Verlagerung der Hauptstadt ihren Charakter bewahrt hat.

Geschichte und Bedeutung von Arco de Santa Catalina

Die Entstehungsgeschichte des Arco de Santa Catalina ist eng mit dem gleichnamigen Kloster verbunden. Das Convento de Santa Catalina Virgen y Mártir war ein Kloster für Nonnen, die nach den strengen Regeln der Zeit abgeschieden von der Außenwelt leben sollten. Nach übereinstimmenden Angaben der Stadtverwaltung von Antigua und verschiedener Kulturinstitutionen in Guatemala wurde der Bogen gebaut, um die Gebäude des Klosters auf beiden Seiten der Straße miteinander zu verbinden, ohne dass die Nonnen das öffentliche Straßenleben betreten mussten.

Ein genaues Baujahr ist in den Quellen nicht immer einheitlich angegeben, doch Kunsthistoriker und lokale Museen ordnen den Arco de Santa Catalina in die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts ein – also etwa ein Jahrhundert nach Gründung der Stadt im Jahr 1543 und lange vor der Reichsgründung in Deutschland 1871. Die Konstruktion ist damit deutlich älter als viele bekannte Bauwerke im deutschsprachigen Raum, etwa das 19.?jährige Brandenburger Tor.

Antigua, damals unter dem Namen Santiago de los Caballeros de Guatemala, war bis ins späte 18. Jahrhundert die Hauptstadt der spanischen Kolonie „Reino de Guatemala“, die weite Teile Mittelamerikas umfasste. Mehrere schwere Erdbeben – besonders jene von 1717 und 1773 – beschädigten zahlreiche Gebäude schwer. Die Kolonialverwaltung beschloss in der Folge, die Hauptstadt in das heutige Guatemala-Stadt zu verlegen. Viele Klöster und Kirchen in Antigua wurden teilweise aufgegeben oder blieben als Ruinen erhalten. Der Arco de Santa Catalina überstand diese Umbruchsphase und wurde im Laufe der Zeit zu einem Symbol für die Ausdauer der Stadt.

Laut Informationen des guatemaltekischen Instituts für Tourismus (INGUAT) und der UNESCO entwickelte sich Antigua im 19. und 20. Jahrhundert von einer halbverlassenen ehemaligen Hauptstadt zu einem Zentrum von Kultur, Bildung und Tourismus. Der Arco de Santa Catalina rückte dabei immer stärker ins Zentrum fotografischer und künstlerischer Darstellungen. Mit dem Ausbau des Straßennetzes und später des internationalen Flugverkehrs wurde der Bogen zu einem ikonischen Motiv für Reisewerbung, Bildbände und Reportagen im Stil von GEO oder National Geographic.

Die religiöse Bedeutung des Bauwerks wird heute meist im Kontext des ehemaligen Klosters erläutert. Das Kloster Santa Catalina selbst wurde durch Erdbeben stark beschädigt und ist heute teilweise als Ruine erhalten, teilweise in andere Nutzungen überführt. Der Bogen erinnert an die strenge Trennung von klösterlichem Leben und städtischer Öffentlichkeit, wie sie in der Kolonialzeit typisch war. In diesem Sinn ist der Arco de Santa Catalina nicht nur ein architektonisches Objekt, sondern ein steinernes Zeugnis sozialer und religiöser Normen jener Epoche.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch gehört der Arco de Santa Catalina zum kolonialen Barockstil, wie er in vielen Städten Lateinamerikas zu finden ist. Im Unterschied zu monumentalen Triumphbögen in Europa ist der Bogen in Antigua jedoch vergleichsweise schmal und direkt in die Häuserzeilen der Calle del Arco integriert. Die Fassade ist schlicht, aber wirkungsvoll gegliedert: horizontale Gesimse, leicht zurückspringende Flächen und dezente Rahmungen betonen die Rundung des Durchgangs.

Charakteristisch ist die gelbe Farbgebung, die mit weißen Putzfassungen und Gesimsen kontrastiert. Diese Farbpalette findet sich an zahlreichen Gebäuden in Antigua und prägt das Stadtbild. Sie steht in deutlichem Gegensatz zu den oft dunklen Natursteintönen europäischer Barockbauten. Zusammen mit den tiefblauen Himmeln der Trockenzeit entsteht so die intensive Farbwirkung, die auf Fotos und in sozialen Medien sofort ins Auge fällt.

Über dem Bogen befindet sich ein kleiner Turm mit Uhr. Verschiedene Quellen – darunter lokale Museen und die Stadtinformation – weisen darauf hin, dass diese Uhr im 19. Jahrhundert ergänzt oder erneuert wurde, also deutlich jünger ist als der Bogen selbst. Eine exakte Datierung variiert in der Literatur, weshalb hier bewusst auf konkrete Jahreszahlen verzichtet wird. Klar ist: Die Uhr machte den Arco de Santa Catalina noch stärker zu einem Orientierungspunkt im städtischen Raum.

Die Calle del Arco, die unter dem Bogen hindurchführt, ist gepflastert und von ein- bis zweigeschossigen Kolonialhäusern gesäumt. Diese Häuser verfügen häufig über Innenhöfe mit Arkaden und Gärten. Viele sind heute zu Cafés, Boutiquen, Galerien oder kleinen Hotels umfunktioniert worden. Der Blick durch den Bogen in Richtung Süden wird von einem Motiv dominiert, das auf zahllosen Postkarten zu sehen ist: der Vulkankegel des Volcán de Agua, der sich scheinbar genau im Rahmen des Bogens erhebt.

Dieses Zusammenspiel von Architektur und Landschaft betonen auch Reiseführer wie Marco Polo oder das ADAC Reisemagazin: Die Mischung aus kolonialem Straßenzug, farbigen Fassaden, vulkanischer Kulisse und dem markanten Bogen verleiht dem Ort eine dramatische Bildtiefe. Kunsthistoriker heben hervor, dass der Arco de Santa Catalina zu jenen Bauwerken gehört, deren Wirkung stark von ihrer städtebaulichen Einbindung lebt – ähnlich wie Tore und Triumphbögen in europäischen Altstädten, jedoch mit einem deutlich kleineren Maßstab und einer intimeren Atmosphäre.

Heute wird der Bogen regelmäßig gewartet und restauriert, um den Putz und die leuchtende Farbe zu erhalten. Offizielle Stellen in Antigua und das guatemaltekische Kulturministerium betonen, dass Erhaltungsmaßnahmen stets im Einklang mit den Vorgaben der UNESCO für das Welterbe stehen. Ziel ist es, den historischen Charakter zu bewahren, ohne den alltäglichen Gebrauch als Durchgang und Stadtraum zu verhindern.

Arco de Santa Catalina besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Arco de Santa Catalina befindet sich im Zentrum von Antigua Guatemala, an der Calle del Arco, nur wenige Gehminuten vom zentralen Parque Central entfernt. Antigua liegt rund 40 km von Guatemala-Stadt entfernt; je nach Verkehr bedeutet dies etwa 1 bis 1,5 Stunden Fahrt mit dem Auto oder Shuttle.
  • Anreise aus Deutschland
    Direktflüge aus Deutschland nach Guatemala sind nicht dauerhaft etabliert. Üblich sind Verbindungen mit Umstieg, beispielsweise über Madrid, Amsterdam oder die USA. Von Frankfurt (FRA), München (MUC) oder Berlin (BER) ist man bei einer typischen Kombination inklusive Umstieg insgesamt meist 14–18 Stunden unterwegs, je nach Verbindung. Vom internationalen Flughafen La Aurora in Guatemala-Stadt aus fahren Hotelshuttles, organisierte Transfers oder Taxis nach Antigua. Für Reisende aus der DACH-Region empfiehlt es sich, die aktuelle Lage zu Verbindungen und Sicherheitslage über das Auswärtige Amt (auswaertiges-amt.de) und seriöse Flugportale zu prüfen.
  • Öffnungszeiten
    Der Arco de Santa Catalina ist Teil des öffentlichen Straßenraums und daher grundsätzlich jederzeit begehbar. Es handelt sich nicht um ein abgeschlossenes Museum, sondern um einen Durchgang und eine Straßenüberbauung. Geschäfte und Cafés in der Umgebung haben jeweils eigene Öffnungszeiten, die je nach Wochentag variieren können. Öffnungszeiten von angrenzenden Gebäuden oder eventuellen Ausstellungen sollten direkt bei lokalen Stellen oder Tourismusinformationen in Antigua geprüft werden, da sie sich ändern können.
  • Eintritt
    Für das Durchschreiten des Bogens selbst wird in der Regel kein Eintritt verlangt, da es sich um eine öffentliche Straße handelt. Sollte ein Besuch angrenzender Einrichtungen – etwa eines Museums oder einer Ausstellung – geplant sein, können separate Eintrittsgebühren anfallen. Konkrete Beträge variieren; zur Orientierung bewegen sich Eintrittspreise für kleinere Museen in Antigua meist im niedrigen einstelligen Eurobereich, umgerechnet in die lokale Währung Quetzal. Da Wechselkurse schwanken, empfiehlt sich ein aktueller Blick in eine seriöse Wechselkurs-App.
  • Beste Reisezeit
    Für Antigua und damit auch für den Besuch des Arco de Santa Catalina gilt allgemein die Trockenzeit von etwa November bis April als besonders angenehm. In diesen Monaten ist die Wahrscheinlichkeit klarer Sicht auf den Vulkan Agua höher, was für Fotos unter dem Bogen ideal ist. Die Temperaturen liegen tagsüber häufig im angenehmen Bereich zwischen rund 20 und 27 °C, nachts kann es etwas kühler werden. In der Regenzeit (ungefähr Mai bis Oktober) sind Vormittage oft noch trocken, nachmittags treten kräftige Schauer auf; dafür ist das Umland besonders grün. Wer größere Menschenmengen meiden möchte, sollte früh am Morgen oder am späten Nachmittag kommen, wenn Tagesausflügler aus Guatemala-Stadt weniger präsent sind.
  • Tageszeit und Andrang
    Für ruhige Fotos ohne viele Menschen empfiehlt sich ein Besuch kurz nach Sonnenaufgang. Dann ist das Licht weich, das Pflaster noch leerer und der Vulkan – bei klaren Bedingungen – besonders beeindruckend. Am späten Nachmittag, wenn das Licht warm wird und die Cafés gefüllt sind, herrscht eine lebhafte Stimmung. Abends ist die Straße oft belebt; Straßenmusik und Veranstaltungen können hinzukommen, vor allem an Wochenenden und während religiöser Feste.
  • Sprache vor Ort
    Offizielle Sprache in Guatemala ist Spanisch. In Antigua, als touristischem Zentrum, wird in vielen Hotels, Restaurants, Sprachschulen und Reisebüros Englisch gesprochen. Deutschkenntnisse sind hingegen selten. Grundkenntnisse in Spanisch erleichtern den Alltag deutlich. Für komplexere Fragen, etwa zu Touren oder Sicherheitslagen, kann Englisch meist gut verwendet werden.
  • Zahlung und Währung
    Die Landeswährung ist der Guatemaltekische Quetzal (GTQ). In Antigua können in vielen Restaurants, Hotels und besseren Geschäften internationale Kreditkarten verwendet werden. Kleine Läden, Straßenstände oder lokale Märkte bevorzugen häufig Bargeld. Euro (€) werden vor Ort nicht als Zahlungsmittel akzeptiert, können aber in Banken oder Wechselstuben in Quetzal getauscht werden. Geldautomaten sind in Antigua vorhanden; es empfiehlt sich jedoch, aus Sicherheitsgründen nur an belebten, seriösen Standorten – etwa in Banken oder Einkaufszentren – Geld abzuheben. Girocards/EC-Karten funktionieren nicht immer zuverlässig, eine Kreditkarte (Visa/Mastercard) ist erfahrungsgemäß sinnvoll.
  • Trinkgeldkultur
    In Restaurants sind 10 % Trinkgeld üblich, sofern der Service nicht bereits in der Rechnung enthalten ist. Kleinere Beträge für Gepäckträger, Zimmerpersonal oder Guides sind verbreitet und werden geschätzt. Straßenhändler und einfache Imbissstände erwarten meist kein Trinkgeld, freuen sich aber über aufgerundete Beträge.
  • Sicherheit
    Antigua gilt im Vergleich zu anderen Städten in Guatemala als relativ sicherer Ort mit starker touristischer Infrastruktur. Dennoch empfehlen sowohl das Auswärtige Amt als auch internationale Organisationen, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: keine auffälligen Wertgegenstände zur Schau stellen, Wertsachen möglichst im Hotelsafe deponieren und nachts belebte Straßen bevorzugen. Für aktuelle Hinweise zur Sicherheitslage sollten Reisende stets die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts konsultieren.
  • Kleidung und Klimaanpassung
    Angesichts der Höhenlage (Antigua liegt etwa 1.500 m über dem Meeresspiegel) sind die Temperaturen tagsüber angenehm, können aber morgens und abends kühl sein. Leichte Kleidung mit einer zusätzlichen Schicht, bequeme Schuhe für Kopfsteinpflaster und Sonnenschutz (Hut, Sonnencreme) sind empfehlenswert. Eine spezifische Kleiderordnung für den Besuch des Arco de Santa Catalina gibt es nicht; bei Besuchen von Kirchen oder Ruinen religiöser Einrichtungen ist jedoch respektvolle Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) angebracht.
  • Fotografieren
    Das Fotografieren des Bogens und der Umgebung ist im öffentlichen Straßenraum unproblematisch. Besonders beliebt sind Perspektiven, bei denen der Vulkan Agua im Hintergrund zu sehen ist. Bei Porträts von Einheimischen, Straßenhändlern oder insbesondere Kindern sollte vorher um Erlaubnis gefragt werden, was als Akt des Respekts gilt. Drohneneinsätze können rechtlichen Beschränkungen unterliegen; hierzu sollten aktuelle lokale Regelungen geprüft werden.
  • Einreisebestimmungen
    Deutsche Staatsbürger benötigen für touristische Aufenthalte in Guatemala in der Regel kein Visum für Kurzaufenthalte, müssen jedoch mit einem gültigen Reisepass einreisen. Die tatsächlichen Bestimmungen können sich ändern. Reisende sollten daher die jeweils aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Österreich und die Schweiz gelten eigene Regelungen der jeweiligen Außenministerien.
  • Gesundheit und Versicherung
    Für Reisen nach Guatemala wird generell empfohlen, vorab den Hausarzt oder eine tropenmedizinische Beratungsstelle aufzusuchen, um sich über Impfungen und gesundheitliche Risiken zu informieren. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption ist ratsam, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Behandlungen in Guatemala normalerweise nicht abdeckt. Offizielle Stellen wie das Auswärtige Amt und Gesundheitsinstitutionen geben hierzu regelmäßige Hinweise.
  • Zeitverschiebung
    Guatemala liegt in der Zeitzone Central Standard Time (CST). In der Regel beträgt der Zeitunterschied zu Mitteleuropa 7 Stunden (während unserer Winterzeit) beziehungsweise 8 Stunden (während unserer Sommerzeit), da Guatemala üblicherweise keine Sommerzeitumstellung hat. Wer also zu Hause um 20:00 Uhr die Nachrichten sieht, erlebt in Antigua meist frühen Nachmittag.

Warum Arco de Santa Catalina auf jede Antigua Guatemala-Reise gehört

Der Arco de Santa Catalina ist nicht einfach nur ein Fotospot, sondern ein Verdichtungsort der Stadtgeschichte. Wer unter dem Bogen hindurchgeht, spürt das Nebeneinander von kolonialer Vergangenheit und lebendiger Gegenwart. Während die Fassade an Klöster, Nonnen und die spanische Kolonialmacht erinnert, beleben heute Sprachschüler auf dem Weg zur Spanischschule, lokale Kunsthandwerker, Café-Gäste und Straßenkünstler die Umgebung.

Antigua ist für viele Reisende aus Deutschland der Einstieg in Guatemala – oft in Kombination mit einem Besuch der Maya-Ruinen von Tikal, des Atitlán-Sees oder weiterer Ziele in Zentralamerika. Der Arco de Santa Catalina ist dabei ein niedrigschwelliger, gut zugänglicher Ort, um sich mit der kolonialen Geschichte zu beschäftigen: Wer möchte, kann eine geführte Stadtführung buchen, bei der der Bogen häufig als Ausgangspunkt dient, um das Raster der Straßen, die Rolle der Klöster und die Auswirkungen der Erdbeben zu erklären.

In der näheren Umgebung des Bogens liegen zahlreiche weitere Highlights, die einen Spaziergang besonders abwechslungsreich machen. In wenigen Minuten erreicht man den zentralen Platz mit Kathedrale, Rathaus und kolonialen Arkaden, mehrere Kirchenruinen sowie kleine Museen. Viele Reiseführer empfehlen, den Besuch des Arco de Santa Catalina in einen Rundgang einzubetten, der auch zu Aussichtspunkten wie dem Cerro de la Cruz führt, von dem man den Bogen und das Stadtbild aus erhöhter Perspektive betrachten kann.

Für kulturinteressierte Reisende aus der DACH-Region ist besonders reizvoll, wie sich im Arco de Santa Catalina europäische und indigene Einflüsse mischen. Während die Architektur klar vom spanischen Barock geprägt ist, spiegeln die Menschen, die hier unterwegs sind, die multikulturelle Realität des heutigen Guatemala: indigene Gemeinschaften in traditioneller Kleidung, Ladinos (Mestizen), internationale Besucher und eine wachsende Community von Digitalnomaden. Diese Durchmischung macht den Ort zu einem spannenden Beobachtungsposten für gesellschaftliche Entwicklungen.

Auch wer Fotografie liebt, findet am Arco de Santa Catalina fast endlose Perspektiven. Die Kombination aus Linien des Kopfsteinpflasters, den farbigen Fassaden, der Kurve des Bogens und dem Vulkan im Hintergrund bietet klassische Postkartenmotive ebenso wie experimentelle Bildkompositionen. Frühmorgens entstehen stimmungsvolle, fast menschenleere Aufnahmen; am Abend dominieren Street-Fotografie und lebendige Szenen.

Nicht zuletzt spielt der Bogen eine Rolle in religiösen und kulturellen Festen. Während der Karwoche (Semana Santa) ziehen Prozessionen mit aufwendig geschmückten Tragegestellen durch die Stadt, häufig auch unter dem Arco de Santa Catalina hindurch. Teppiche aus farbigem Sägemehl und Blumen bedecken dann das Pflaster. Diese Ereignisse werden von internationalen Medien wie BBC und Deutsche Welle regelmäßig aufgegriffen und zeigen, wie der Bogen zu einem Rahmen für spirituelle und kulturelle Inszenierungen wird.

Arco de Santa Catalina in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Der Arco de Santa Catalina ist in den sozialen Medien längst zu einem ikonischen Hashtag geworden. Reisende nutzen ihn als Kürzel für ihre Zeit in Antigua, Influencer rücken ihn ins Zentrum ihrer Bildstrecken, und Reiseveranstalter nutzen den Bogen als visuelle Kurzformel für „koloniales Zentralamerika mit Vulkanblick“. Wer eine Reise plant, kann sich vorab mit wenigen Klicks einen sehr plastischen Eindruck vom Licht, den Farben und der Atmosphäre vor Ort verschaffen.

Häufige Fragen zu Arco de Santa Catalina

Wo liegt der Arco de Santa Catalina genau?

Der Arco de Santa Catalina befindet sich im historischen Zentrum von Antigua Guatemala, an der Calle del Arco, wenige Gehminuten nördlich des zentralen Parque Central. Antigua liegt etwa 40 km südwestlich von Guatemala-Stadt im Hochland von Guatemala.

Warum wurde der Arco de Santa Catalina ursprünglich gebaut?

Der Bogen entstand, um die Gebäude des Klosters Santa Catalina auf beiden Seiten der Straße miteinander zu verbinden. So konnten die Nonnen die Straße überqueren, ohne mit dem damaligen öffentlichen Straßenleben in Berührung zu kommen. Der Arco de Santa Catalina ist damit ein architektonisches Zeugnis der strengen klösterlichen Regeln der Kolonialzeit.

Kostet der Besuch des Arco de Santa Catalina Eintritt?

Nein, für den Durchgang unter dem Arco de Santa Catalina wird in der Regel kein Eintritt erhoben, da der Bogen Teil des öffentlichen Straßenraums ist. Lediglich für angrenzende Einrichtungen wie Museen oder Ausstellungen können separate Eintrittsgebühren anfallen.

Welche Tageszeit eignet sich am besten für Fotos?

Besonders beliebt sind die frühen Morgenstunden kurz nach Sonnenaufgang, wenn die Straße noch ruhig ist und das Licht weich auf den Bogen fällt. Auch der späte Nachmittag bietet stimmungsvolles Licht, oft mit goldenem Schein und lebendiger Atmosphäre. Bei klarer Sicht ist der Vulkan Agua im Hintergrund gut zu sehen, was die Bilder besonders eindrucksvoll macht.

Wie lässt sich ein Besuch des Arco de Santa Catalina in eine Guatemala-Reise einbinden?

Antigua wird häufig als erster oder letzter Stopp einer Guatemala-Reise genutzt, da die Stadt relativ nah am internationalen Flughafen in Guatemala-Stadt liegt. Der Arco de Santa Catalina lässt sich ideal mit einem Stadtspaziergang, dem Besuch von Kirchenruinen und Aussichtspunkten sowie weiteren Zielen im Hochland kombinieren – etwa dem Atitlán-See oder dem Markt von Chichicastenango. Reisende können so koloniale Geschichte, Naturerlebnisse und indigene Kultur verbinden.

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