Atomium Brüssel, Reise

Atomium Brüssel: Warum das futuristische Wahrzeichen heute noch fasziniert

20.05.2026 - 07:55:13 | ad-hoc-news.de

Das Atomium in Brüssel ist viel mehr als ein Fotomotiv: Wie das Wahrzeichen Belgiens zwischen Retro-Futurismus, Design-Ikone und Aussichtserlebnis deutsche Besucherinnen und Besucher in den Bann zieht.

Atomium Brüssel, Reise, Wahrzeichen
Atomium Brüssel, Reise, Wahrzeichen

Wenn sich in Brüssel die Wolken spiegeln und glänzende Stahlkugeln scheinbar über der Stadt schweben, steht man vor einem der eigenwilligsten Wahrzeichen Europas: dem Atomium Brüssel. Das „Atomium“ (sinngemäß: ein aus Atomen zusammengesetztes Objekt) wirkt wie eine Skulptur aus der Zukunft – und erzählt doch sehr konkret von der Euphorie der 1950er-Jahre, der Atomära und dem Traum vom technischen Fortschritt.

Atomium Brüssel: Das ikonische Wahrzeichen von Brüssel

Heute ist das Atomium eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Brüssel und in ganz Belgien. Die Konstruktion aus neun riesigen Kugeln, verbunden durch Röhren, ragt 102 m in den Himmel und überblickt das nördlich der Innenstadt gelegene Heysel-Plateau. In Reiseführern wie dem „ADAC Reisemagazin“ und Marco Polo wird das Bauwerk als das Symbol Brüssels neben dem Grand-Place hervorgehoben.

Ursprünglich als temporäres Monument für die Weltausstellung Expo 58 errichtet, wurde das Atomium schnell zum emotionalen Ankerpunkt für die Belgierinnen und Belgier. Die Deutsche Welle beschreibt es als „Architektur zwischen Science-Fiction und Skulptur“, die bis heute Neugier und Nostalgie vereint. Für Besucher aus Deutschland ist es zugleich Aussichtsturm, Designmuseum und Zeitmaschine in die optimistische Nachkriegszeit.

In den Kugeln befinden sich heute Ausstellungen, Installationen und Panoramabereiche. Die oberste Sphäre bietet einen weiten Blick über Brüssel, bei klarer Sicht bis nach Antwerpen und in die flämische Ebene. Wer die Stadt zum ersten Mal besucht, erlebt hier ein besonders eindrückliches räumliches Gefühl für die Dimensionen der belgischen Hauptstadt – ähnlich prägend wie der Blick vom Berliner Fernsehturm oder von der Aussichtsplattform des Eiffelturms, wenn auch mit deutlich futuristischerem Rahmen.

Geschichte und Bedeutung von Atomium

Das Atomium wurde für die Weltausstellung Expo 58 in Brüssel geschaffen, die am 17. April 1958 eröffnet wurde. Laut Unterlagen der Expo-Organisation und Berichten der belgischen Nachrichtenagentur Belga war das Ziel, ein Symbol für eine optimistische, technologiegetriebene Zukunft zu schaffen. Das Motiv der Atome stand damals als Chiffre für Fortschritt, Kernenergie und wissenschaftliche Durchbrüche – in einer Zeit, in der auch in Deutschland intensiv über die „friedliche Nutzung der Kernenergie“ diskutiert wurde.

Entworfen wurde das Monument vom Ingenieur André Waterkeyn in Zusammenarbeit mit den Architekten André und Jean Polak. Es stellt eine 165-milliardenfache Vergrößerung der Elementarzelle von Eisen dar: ein kubisch raumzentriertes Gitter mit neun Atomen, die durch Stäbe verbunden sind. Medien wie „Le Soir“ und GEO Frankreich haben diese Interpretation mehrfach bestätigt und betonen die symbolische Verbindung von Stahlindustrie, Forschung und Architektur.

Als die Expo 58 endete, war das Atomium eigentlich nur als temporäre Installation gedacht. Doch schnell wurde klar, dass es sich zu einem nationalen Identitätssymbol entwickelt hatte. Die offizielle Betreiberorganisation, die ASBL Atomium, verweist darauf, dass die belgische Regierung und Stadt Brüssel entschieden, das Monument zu erhalten. Ähnlich wie beim Pariser Eiffelturm – ursprünglich auch nur als temporärer Bau für die Weltausstellung 1889 konzipiert – setzte sich das Publikum durch seine Begeisterung darüber hinweg.

Im Laufe der Jahrzehnte war das Atomium nicht nur touristisches Highlight, sondern auch Projektionsfläche gesellschaftlicher Debatten. In der Zeit der Atomkritik und Umweltbewegung der 1970er- und 1980er-Jahre wurde der Name „Atomium“ mit gemischten Gefühlen gesehen, blieb aber als Design-Ikone geschätzt. Die UNESCO führt das Gebäude zwar nicht als Welterbestätte, doch in Fachartikeln des International Council on Monuments and Sites (ICOMOS) wird es regelmäßig als prägnantes Beispiel der Nachkriegsmoderne und Expo-Architektur erwähnt.

Zwischen 2004 und 2006 wurde das Monument umfassend saniert. Die alten Aluminiumplatten wurden durch Edelstahlverkleidungen ersetzt, die Kugeln modernisiert und die Ausstellungsbereiche neu gestaltet. Laut Berichten von „Le Soir“ und „De Standaard“ beliefen sich die Kosten auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag; genaue Zahlen variieren je nach Quelle und werden daher hier zeitlos gehalten. Wichtig für Besucher aus Deutschland ist vor allem: Das Atomium erstrahlt heute deutlich glänzender als in den Jahrzehnten davor, die Technik ist auf heutigem Stand, und die Sicherheitsstandards entsprechen den aktuellen europäischen Normen.

Der Kulturhistoriker und Expo-Experte Serge Jaumain von der Université libre de Bruxelles beschreibt das Atomium in Interviews mit RTBF und der Deutschen Welle als „Materialisierung des Fortschrittsglaubens der 1950er-Jahre“. Für deutsche Reisende ermöglicht ein Besuch damit auch einen Blick auf ein Kapitel europäischer Nachkriegsgeschichte, das sich deutlich von der Perspektive in Deutschland unterscheidet, aber dennoch eng mit dem allgemeinen Wohlstandsschub in Westeuropa verknüpft ist.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist das Atomium ein Unikat. Neun Kugeln mit einem Durchmesser von jeweils rund 18 m sind über Rohre miteinander verbunden, in denen sich zum Teil Rolltreppen und Treppen befinden. Gemeinsame Angaben des Atomiums und des Brüsseler Tourismusamts bestätigen, dass sich im längsten Rohr eine der längsten Rolltreppen Europas aus den 1950er-Jahren befindet. Die kugelige Form und die schräg verlaufenden Röhren erzeugen im Inneren ein ungewöhnliches Raumgefühl – man bewegt sich scheinbar durch ein überdimensionales Molekül.

Die Struktur besteht aus einem Stahlgerüst, das mit Edelstahlplatten verkleidet ist. In Anlehnung an das kubisch raumzentrierte Eisenkristallgitter erscheinen acht Kugeln an den Ecken eines Würfels, eine weitere in der Mitte. Dieses Prinzip wird in wissenschaftlichen Publikationen zur Materialkunde immer wieder als anschauliches Beispiel genutzt und hat dem Atomium eine Sonderstellung in der Schnittmenge von Wissenschaftskommunikation und Architektur beschert.

In mehreren Kugeln befinden sich Ausstellungen: Das Atomium zeigt eine Dauerschau zur Geschichte der Expo 58 und zur eigenen Entstehung, ergänzt durch wechselnde Kunst- und Designinstallationen. Medien wie National Geographic Deutschland und das Reisemagazin „Merian“ heben hervor, dass die Inszenierung bewusst mit Licht, Projektionen und Sound arbeitet, um die Atmosphäre der Weltausstellung und den damaligen Zukunftsglauben erlebbar zu machen. Für interessierte Besucherinnen und Besucher aus Deutschland lohnt es sich, etwas Zeit einzuplanen, um neben der Aussicht auch die Ausstellungstexte (auf Französisch, Niederländisch und Englisch, teilweise auch auf Deutsch) in Ruhe zu lesen.

Ein besonderer architektonischer Reiz liegt in der Kombination aus engen, leicht geneigten Röhren und den kugeligen Räumen. Im Gegensatz zu klassischen Aussichtstürmen wie dem Berliner Fernsehturm oder dem Kölner Dom erlebt man im Atomium eine Abfolge wechselnder Perspektiven: mal flach liegende Gänge mit futuristischer Beleuchtung, mal offene Sphären mit Panoramafenstern. Diese Sequenz wirkt beinahe wie ein Parcours durch einen Science-Fiction-Film der 1960er-Jahre.

Die oberste Kugel beherbergt ein Panorama-Restaurant mit Blick über die Stadt. Berichte in der belgischen Presse und Reiseführern betonen, dass hier der Fokus auf Erlebnis und Aussicht liegt; kulinarisch orientiert sich die Karte an einer modernen belgischen Küche mit Klassikern wie Rindfleisch, Fisch und regionalen Zutaten. Reservierungen werden vor allem am Abend empfohlen, wenn die Stadt unter einem leuchtenden Netz von Straßen und Plätzen liegt.

Nach Einbruch der Dunkelheit verwandelt eine Lichtinstallation das Atomium in eine schimmernde Skulptur. Tausende LED-Lämpchen lassen die Kugeln rhythmisch aufleuchten. Laut Informationen der Betreiber und Berichten von RTBF wurden die alten Lampensysteme bei der Renovierung durch energiesparendere Technologien ersetzt. Für Fotografen ist die blaue Stunde – kurz nach Sonnenuntergang – besonders attraktiv, wenn das Stahlgefüge vor dem noch leicht hellen Himmel deutlich konturiert ist.

Atomium Brüssel besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Das Atomium liegt im Norden Brüssels auf dem Heysel-Plateau, nahe dem Brüsseler Messegelände und dem Freizeitpark Mini-Europe. Die Metro-Linie 6 (Station „Heysel/Heizel“) bringt Besucher direkt in die Nähe des Eingangs; von der Station sind es wenige Minuten zu Fuß. Die offizielle Tourismusorganisation „Visit Brussels“ und die ASBL Atomium empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da Parkplätze in Spitzenzeiten stark ausgelastet sein können.
  • Anreise aus Deutschland per Bahn
    Von Deutschland ist Brüssel gut per Hochgeschwindigkeitszug erreichbar. Der ICE sowie der Thalys/EUROSTAR (je nach aktueller Markenführung) verbinden etwa Köln und Frankfurt mit Brüssel-Midi. Von Frankfurt (Main) Hbf dauert die Fahrt – mit Umstieg in Köln oder direkter Verbindung – typischerweise rund 3 bis 3,5 Stunden. Von Köln sind es teils unter 2 Stunden. Aus Berlin, Hamburg oder München ist meist ein Umstieg in Köln oder Frankfurt nötig. Vom Bahnhof Brüssel-Midi gelangt man mit der Metro (Linien 2/6 Richtung „Elisabeth“) und Umstieg auf Linie 6 zur Station Heysel.
  • Anreise aus Deutschland per Flugzeug
    Brüssel ist von deutschen Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER) und Düsseldorf (DUS) mit Direktflügen oft in etwa 1 bis 1,5 Stunden Flugzeit erreichbar. Vom Flughafen Brüssel-Zaventem fährt ein Zug in rund 20 Minuten zum Bahnhof Brüssel-Midi. Von dort geht es mit der Metro weiter zum Atomium. Da Flugpläne sich regelmäßig ändern, sollten Reisende aktuelle Verbindungen bei den Airlines oder der Deutschen Bahn prüfen.
  • Anreise mit dem Auto
    Brüssel ist über das Autobahnnetz aus Deutschland vergleichsweise gut angebunden. Aus dem Raum Köln/Düsseldorf führt die Route meist über Aachen und Lüttich (Liège) nach Brüssel, aus dem Ruhrgebiet über die A40/A3. In Belgien sind die Autobahnen im Allgemeinen mautfrei. In Brüssel selbst kann der Verkehr dicht sein; Parkmöglichkeiten in der Nähe des Atomiums sind vorhanden, aber zu Stoßzeiten begrenzt. Die Stadt arbeitet zudem mit Umwelt- und Verkehrsregeln, die sich ändern können, weshalb ein Blick auf die offiziellen Brüssel-Seiten vor Anreise sinnvoll ist.
  • Öffnungszeiten
    Das Atomium ist in der Regel ganzjährig geöffnet, mit Ausnahme weniger Schließtage (etwa um Neujahr oder für Wartungsarbeiten). Die offiziellen Angaben sprechen häufig von Tagesöffnungszeiten, die am späten Nachmittag oder frühen Abend enden. Da Öffnungszeiten variieren können – etwa je nach Saison oder Veranstaltung – sollten Reisende sie unmittelbar vor dem Besuch direkt auf der Website von Atomium Brüssel prüfen.
  • Eintritt
    Die Eintrittspreise werden in Euro angegeben und unterscheiden in der Regel zwischen Erwachsenen, Kindern, Jugendlichen, Studierenden und Senioren. Kombitickets mit anderen Attraktionen wie Mini-Europe werden zeitweise angeboten. Da sich die Tarife gelegentlich ändern und Sonderaktionen möglich sind, empfiehlt es sich, die aktuell gültigen Preise auf der offiziellen Website des Atomiums oder beim Tourismusbüro Brüssel einzusehen.
  • Beste Reisezeit
    Brüssel liegt in einem gemäßigten maritimen Klima. Die Sommer sind meist mild bis warm, die Winter vergleichsweise kühl und feucht. Für den Besuch des Atomiums empfehlen viele Reiseführer das Frühjahr (April bis Juni) und den Frühherbst (September/Oktober), wenn die Stadt nicht zu heiß und das Besuchsaufkommen moderat ist. Wer lange Warteschlangen vermeiden möchte, sollte möglichst unter der Woche und früh am Vormittag oder am späten Nachmittag kommen. Bei klarer Luft ist der Blick von der obersten Kugel besonders weit; nach Regenwetter kann die Luft überraschend klar sein.
  • Sprache vor Ort
    Brüssel ist offiziell zweisprachig: Französisch und Niederländisch (Flämisch) sind Amtssprachen. In touristischen Einrichtungen wie dem Atomium wird zudem häufig sehr gut Englisch gesprochen. Deutschkenntnisse sind weniger verbreitet, aber in der Tourismusbranche und bei jüngeren Belgiern häufig zumindest passiv vorhanden. Beschilderungen im Atomium selbst sind in der Regel mindestens auf Französisch, Niederländisch und Englisch. In vielen Fällen ist auch deutschsprachiges Material verfügbar oder per QR-Code abrufbar; dies kann jedoch variieren.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Belgien gehört zur Eurozone; die Währung ist der Euro (€). Im Atomium und in den meisten Restaurants, Cafés und Geschäften in Brüssel sind Kartenzahlungen sehr verbreitet, meist mit Kreditkarte oder gängigen Debitkarten. Kontaktloses Bezahlen (NFC, Apple Pay, Google Pay) ist weit verbreitet. Kleinere Beträge und Marktstände werden jedoch teilweise lieber in bar beglichen. Trinkgeld ist in Belgien nicht so stark ritualisiert wie etwa in den USA; in Restaurants ist ein Aufrunden oder ein Trinkgeld von etwa 5 bis 10 % bei gutem Service üblich, auch wenn in vielen Preisen bereits Service enthalten ist. Im Café oder an der Bar werden oft nur ein paar Münzen extra dagelassen.
  • Fotografieren, Kleiderordnung, Barrierefreiheit
    Das Fotografieren für private Zwecke ist im Atomium in der Regel erlaubt, allerdings können Blitzlicht und Stative in bestimmten Bereichen eingeschränkt sein, insbesondere in Ausstellungen. Eine spezielle Kleiderordnung gibt es nicht; empfohlen werden bequeme Schuhe, da man viele Treppen und Rampen nutzt. Das Atomium wurde im Rahmen der Renovierung in Teilen barrierearm gestaltet; Aufzüge ermöglichen den Zugang zur obersten Kugel, aber nicht alle Bereiche sind für Rollstuhlfahrer zugänglich. Aktuelle Hinweise zur Barrierefreiheit sollten direkt beim Atomium Brüssel eingeholt werden.
  • Zeitzone und Einreise
    Belgien liegt wie Deutschland in der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) bzw. in der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Es gibt daher keine Zeitverschiebung, was die Reiseplanung erleichtert. Als EU-Mitglied gehört Belgien zum Schengen-Raum. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Einreisebestimmungen ändern können, sollten deutsche Staatsbürger aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
  • Gesundheit und Versicherung
    Für EU-Bürger gilt, dass die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), die in der Regel auf der Rückseite der deutschen Krankenkassenkarte aufgedruckt ist, medizinische Basisleistungen in Belgien abdecken kann. Trotzdem empfehlen Verbraucherzentralen und Automobilclubs wie der ADAC häufig den zusätzlichen Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, insbesondere für Rücktransporte oder Wahlleistungen.

Warum Atomium auf jede Brüssel-Reise gehört

Für viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist das Atomium die erste große Sehenswürdigkeit, die sie in Brüssel ansteuern. Das liegt zum einen an seiner markanten Silhouette, die die Stadt von Weitem überragt, zum anderen an der Mischung aus Ausblick, Geschichte und Erlebnis. Anders als in rein musealen Bauten wird im Atomium ständig zwischen Bewegung und Verweilen gewechselt: Rolltreppen, schmale Gänge, überraschende Blickachsen und dann wieder große Panoramafenster.

Wer die oberste Kugel erreicht, sieht, wie sich Brüssel nach allen Seiten ausbreitet: Im Südosten die historische Altstadt mit dem Grand-Place, im Osten das Europaviertel mit den Gebäuden von EU-Kommission und Europaparlament, im Norden und Westen weitläufige Wohnviertel und grüne Flächen. Dieser Blick ermöglicht eine geografische Einordnung der Stadt, die Reisenden hilft, ihre weitere Erkundung zu planen – ähnlich wie ein erster Überblick vom „Uetliberg“ in Zürich oder vom „Kahlenberg“ in Wien.

In unmittelbarer Nähe des Atomiums befindet sich „Mini-Europe“, ein Themenpark mit Miniaturmodellen der berühmtesten Gebäude und Monumente der EU-Länder – darunter auch deutsche Ikonen wie das Brandenburger Tor, der Kölner Dom oder das Schloss Neuschwanstein. Wer mit Kindern unterwegs ist oder ein spielerisches Europa-Panorama erleben möchte, kann den Besuch der beiden Attraktionen gut kombinieren.

Die Atmosphäre am Heysel-Plateau ist je nach Besuchszeit sehr unterschiedlich. Tagsüber dominieren Schulklassen, Reisegruppen und Familien; am späten Nachmittag und frühen Abend wird es etwas ruhiger und die Lichtstimmung im Inneren des Atomiums besonders eindrucksvoll. Bei Nacht strahlt das Monument wie eine schwebende Installation. Viele Reiseführer empfehlen daher, den Besuch so zu planen, dass man das Bauwerk sowohl bei Tageslicht als auch illuminiert sehen kann – etwa mit einem Besuch am späten Nachmittag und anschließendem Abendessen im Panorama-Restaurant oder in einem der Restaurants im nahegelegenen Stadtteil Laeken.

Für kulturhistorisch Interessierte bietet das Atomium zudem die Möglichkeit, das Thema Weltausstellungen und Nachkriegsmoderne im europäischen Kontext zu begreifen. Während Deutschland auf seinem Gebiet nach 1945 zunächst vor allem mit Wiederaufbau und Vergangenheitsbewältigung beschäftigt war, konnten kleinere Länder wie Belgien mit Großereignissen wie der Expo 58 bewusst neue Bilder von sich zeichnen. Das Atomium ist ein Manifest dieser Selbstdarstellung – modern, technikaffin, nach vorn gerichtet.

Reisende, die sich für Architektur und Design interessieren, schätzen am Atomium auch die bildstarke Geometrie. Die Kugeln und Rohre bieten nahezu unendlich viele Fotoperspektiven: Spiegelungen, diagonale Linien, Kontraste zwischen glänzendem Metall und Wolkenhimmel. In Fotomagazinen wird das Bauwerk deshalb gern als Übungsobjekt für Linienführung und Symmetrie empfohlen. Besonders spannend ist die Kombination mit Langzeitbelichtungen in der Dämmerung, wenn die Lichtpunkte des Atomiums zu Lichtspuren verschwimmen.

Schließlich hat das Atomium für viele Belgierinnen und Belgier eine emotionale Bedeutung, die über seine touristische Funktion hinausgeht. Es ist Erinnerungsort an die Expo 58, Zeichen der Modernität und identitätsstiftendes Symbol. Für Besucher aus Deutschland eröffnet ein Besuch einen auch emotionalen Zugang zu Belgien, der über die gängigen Klischees von Schokolade, Waffeln und Comics hinausgeht.

Atomium Brüssel in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien gehört das Atomium zu den meistgeposteten Motiven Brüssels. Auf Instagram, TikTok oder YouTube tauchen unzählige Variationen auf: vom klassischen Selfie vor der Spiegelkugel über Drohnenaufnahmen (wo erlaubt) bis hin zu kreativen Reels, die den Wechsel zwischen Innenraum und Außenansicht inszenieren. Influencer und Reiseblogger – darunter auch zahlreiche deutschsprachige Accounts – nutzen das Monument gerne als visuellen Höhepunkt ihrer Brüssel-Stories.

Reisetrends zeigen, dass vor allem jüngere Besucher das Atomium nicht nur als Sehenswürdigkeit, sondern als „Instagram-Spots“ wahrnehmen. Bei vielen Kurztrips aus Deutschland steht der Hashtag #atomium ganz oben auf der To-do-Liste. Gleichzeitig berichten Kommentare in sozialen Netzwerken häufig davon, dass das Innere überraschend viel historisch-informative Inhalte bietet – mehr, als man nach der futuristischen Außenansicht vielleicht erwarten würde.

Häufige Fragen zu Atomium Brüssel

Wo liegt das Atomium in Brüssel genau?

Das Atomium befindet sich im Norden von Brüssel auf dem Heysel-Plateau im Stadtteil Laeken, in unmittelbarer Nähe zum Messegelände und dem Freizeitpark Mini-Europe. Es ist mit der Metro-Linie 6 (Station „Heysel/Heizel“) gut an das Stadtzentrum angebunden.

Wann wurde das Atomium gebaut und zu welchem Anlass?

Das Atomium wurde für die Weltausstellung Expo 58 errichtet, die 1958 in Brüssel stattfand. Es sollte den Glauben an wissenschaftlichen und technischen Fortschritt symbolisieren und eine vergrößerte Elementarzelle des Metalls Eisen darstellen.

Lohnt es sich, das Innere des Atomiums zu besichtigen oder reicht ein Blick von außen?

Viele Reisende kombinieren Außenansicht und Innenbesuch. Von außen ist das Atomium ein spektakuläres Fotomotiv, doch erst im Inneren erschließen sich die historischen Ausstellungen, die futuristisch beleuchteten Gänge und der Panoramablick aus der obersten Kugel. Wer ausreichend Zeit hat, sollte den Innenbesuch einplanen.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch im Atomium einplanen?

Je nach Andrang und Interesse an den Ausstellungen variieren die Empfehlungen. In der Praxis sind etwa 1,5 bis 2 Stunden ein guter Richtwert, um Wartezeiten, Auf- und Abstieg, Rundgang durch die Kugeln und den Ausblick entspannt zu erleben.

Welche Jahreszeit eignet sich besonders gut für einen Besuch des Atomiums?

Das Atomium kann ganzjährig besucht werden. Besonders angenehm sind Frühling und Herbst, wenn das Wetter mild und der Besucherandrang moderat ist. Für klare Fernsicht lohnt sich ein Besuch an Tagen mit guter Sicht; die Lichtstimmung am späten Nachmittag und in der Dämmerung gilt als besonders eindrucksvoll.

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