Batu Caves, Reise

Batu Caves bei Kuala Lumpur: Heilige Höhlen, goldene Statue, bunte Stufen

31.05.2026 - 16:01:33 | ad-hoc-news.de

Die Batu Caves bei Gombak in Malaysia verbinden spektakuläre Kalksteinhöhlen mit einem der wichtigsten hinduistischen Heiligtümer des Landes – und sind von Kuala Lumpur aus erstaunlich leicht erreichbar.

Batu Caves, Reise, Wahrzeichen
Batu Caves, Reise, Wahrzeichen

Wer die Batu Caves (sinngemäß „Felsenhöhlen“) bei Gombak zum ersten Mal sieht, vergisst den Moment nicht: Vor einer steilen Kalksteinwand erhebt sich eine goldglänzende Statue des Gottes Murugan, davor führen 272 knallbunt bemalte Stufen hinauf in eine tropisch feuchte Höhlenwelt, in der Gebete, Affenrufe und das Echo von Trommeln ineinander übergehen.

Batu Caves: Das ikonische Wahrzeichen von Gombak

Die Batu Caves liegen im Verwaltungsbezirk Gombak, nur wenige Kilometer nördlich des Zentrums von Kuala Lumpur und gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Malaysias. Sie sind gleichzeitig Naturwunder, Wallfahrtsort und Fotomotiv – eine seltene Mischung, die sowohl religiöse Pilger als auch Touristinnen und Touristen anzieht.

Geologisch handelt es sich um ein massives Kalksteinmassiv, das sich weit über den dichten Großstadtraum erhebt und dessen Höhlenräume zu den größten des Landes zählen. In der größten Höhle, der sogenannten Temple Cave oder Cathedral Cave, befindet sich ein hinduistischer Tempelkomplex, dessen Schreine und Statuen in einem dramatisch von Tageslicht durchbrochenen Kessel angeordnet sind.

Für die hinduistische Gemeinschaft Malaysias, vor allem tamilischstämmige Gläubige, sind die Batu Caves eines der wichtigsten Heiligtümer Südostasiens. Einmal im Jahr werden sie während des Thaipusam-Festes zum Zentrum einer der eindrucksvollsten Prozessionen des Landes, die Hunderttausende Besucher anziehen kann. Für Reisende aus Deutschland bieten die Höhlen eine seltene Gelegenheit, die religiöse Vielfalt Malaysias auf engstem Raum zu erleben – und das in Kombination mit einer spektakulären Landschaftsszenerie.

Geschichte und Bedeutung von Batu Caves

Der Kalksteinfelsen der Batu Caves ist geologisch alt: Schätzungen zufolge ist das Gestein mehrere Millionen Jahre alt. In der heutigen Form wurden die Höhlen über lange Zeiträume durch Wasser und Erosion geformt. Lange bevor die Tempel entstanden, nutzten indigene Gruppen und frühe Siedler die Höhlen wohl als Unterschlupf und für einfache wirtschaftliche Zwecke, etwa zur Guano-Gewinnung. Konkrete schriftliche Quellen dazu sind spärlich, doch geologische Untersuchungen und Berichte von Kolonialbeamten aus dem 19. Jahrhundert verweisen auf eine lange Nutzungsgeschichte.

Als touristisch und religiös bedeutsamer Ort traten die Batu Caves im 19. Jahrhundert in Erscheinung. Europäische Entdecker und britische Kolonialbeamte beschrieben die Höhlen in Reiseberichten und kartografischen Aufnahmen, die das Interesse an den gewaltigen Hohlräumen weckten. In dieser Zeit begannen auch indische Händler und Migranten, insbesondere Tamilen aus Südindien, sich stärker in der Region von Kuala Lumpur anzusiedeln.

Entscheidend für die religiöse Bedeutung war die Idee, die Höhlen einem hinduistischen Gott zu weihen. Tamilische Gemeindevertreter erkannten in dem Hauptraum der Höhle – mit seiner kathedralenartigen Höhe und dem natürlichen Oberlicht – einen idealen Ort für einen Murugan-Tempel. Murugan, auch Kartikeya genannt, ist in der südindischen Tradition ein besonders verehrter Kriegsgott und Gott der Jugend, dessen Feste zu den wichtigsten Feierlichkeiten tamilischer Hindus gehören.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden im Inneren der Haupthöhle erste Schreine errichtet. Dies fiel in eine Zeit, in der Kuala Lumpur als Zinn-Bergbaustadt aufstieg und zahlreiche tamilische Arbeiter in die Region kamen. Die Batu Caves entwickelten sich in der Folge zu einem spirituellen Mittelpunkt dieser Gemeinschaft. Im Vergleich zur deutschen Geschichte lässt sich sagen: Die ersten Tempelbauten entstanden grob in der Epoche des späten Kaiserreichs, also einige Jahrzehnte nach der Gründung des Deutschen Reichs 1871.

Ein einschneidender Schritt war die Einführung des Thaipusam-Festes an den Batu Caves. Thaipusam, ein tamilisch-hinduistisches Fest zu Ehren Murugans, wird an Vollmond im tamilischen Monat Thai (meist im Januar oder Februar) begangen. Pilger bringen dabei oftmals Opfergaben, sogenannte „Kavadi“, dar, tragen Milchkruge oder lassen sich mit Haken und Spießen schmücken. In Malaysia entwickelte sich Thaipusam an den Batu Caves zu einem der größten religiösen Ereignisse des Landes. Medienberichte und Einschätzungen etwa von „National Geographic“ und lokalen Tourismusbehörden beschreiben die Prozessionen als einzigartig in Südostasien, mit Besucherzahlen im hohen Hunderttausenderbereich bei besonders großen Festen.

Über die Jahrzehnte wuchs die Bedeutung der Batu Caves national wie international. Heute werden sie regelmäßig von internationalen Medien, Reiseführern und Tourismusorganisationen als eines der wichtigsten Wahrzeichen Kuala Lumpurs genannt. In Reisepublikationen – etwa den deutschsprachigen Ausgaben großer Verlage oder im ADAC-Reisemagazin – erscheinen die Höhlen fast immer in den Top-Sehenswürdigkeiten rund um Kuala Lumpur, häufig zusammen mit den Petronas Twin Towers und dem historischen Stadtzentrum.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die besondere Wirkung der Batu Caves entsteht aus dem Zusammenspiel von Natur und Religion. Der Zugang zur wichtigsten Höhle erfolgt über eine monumentale Freitreppe mit 272 Stufen, die 2018 in kräftigen Farben neu gestrichen wurde. Fotos dieser Treppe – mit leuchtenden Blau-, Rot-, Gelb- und Grüntönen – haben das Wahrzeichen international in sozialen Medien bekannt gemacht. Viele Reiseführer und Bildbände nutzen genau dieses Motiv als Leitbild für Gombak und Kuala Lumpur.

Direkt neben der Treppe steht die monumentale Statue des Gottes Murugan. Sie ist rund 42–43 Meter hoch und gilt als eine der höchsten Murugan-Statuen weltweit. Für deutsche Leser zur Einordnung: Sie ist damit niedriger als die Freiheitsstatue in New York (ohne Sockel), aber deutlich höher als viele bekannte Kirchenportale, etwa am Kölner Dom. Die Statue besteht aus einem Stahlbeton- und Stahlgerüst, das mit einer goldfarbenen Beschichtung versehen wurde. Sie dominiert den Vorplatz und ist bereits aus größerer Entfernung sichtbar.

Der Vorplatz selbst ist von weiteren kleineren Schreinen, Statuen und Verkaufsständen gesäumt. Besucher erleben dort eine dichte Mischung aus religiösen Motiven, Souvenirshops, vegetarischen Restaurants und Imbissen, in denen südindische Küche, aber auch lokale malaiische Gerichte angeboten werden. Affen – vor allem Makaken – bewegen sich frei über Treppen und Dachkanten, was zwar fotogen wirkt, aber für Reisende auch Vorsicht beim Umgang mit Essen und Taschen erfordert.

In der Temple Cave angekommen, zeigt sich die architektonische Besonderheit der Höhle: Ein hoher Hauptsaal mit steil aufragenden Felswänden und einer Öffnung nach oben, durch die Tageslicht in breiten Strahlen einfällt. Am Boden befinden sich mehrere Schreine und kleine Tempel in der typischen südindischen Dravidischen Architektur: reich verzierte Gopurams (Tempeltürme) und Skulpturen, meist bunt bemalt, mit Darstellungen hinduistischer Gottheiten und mythologischer Szenen.

Ein weiterer Bereich ist die Dark Cave, ein Höhlensystem mit empfindlichem Ökosystem, das zeitweise für geführte Touren geöffnet war. In der Vergangenheit boten Betreiber geführte Touren an, bei denen Besuchende mehr über die Geologie, Fledermäuse, Insekten und seltene Höhlenfauna erfuhren. Da Zugangsbedingungen und Öffnungszeiten sich ändern können, empfehlen offizielle Stellen und seriöse Reiseführer, aktuelle Informationen direkt bei der Verwaltung der Batu Caves oder beim örtlichen Tourismusbüro einzuholen.

Im unteren Bereich nahe des Eingangs wurde zudem eine farbenprächtige Ramayana Cave gestaltet, in der Szenen aus dem indischen Epos Ramayana mithilfe von Figuren und Lichtinstallationen dargestellt werden. Dieser Bereich ist stärker inszeniert und richtet sich auch an Besucher, die die mythologischen Geschichten auf anschauliche Weise nachvollziehen möchten. Lokale Medien und Reiseführer weisen darauf hin, dass einige dieser Nebenhöhlen einen gesonderten Eintritt kosten können, während der Zugang zur Haupthöhle – Stand der meisten Berichte – häufig kostenlos ist. Da sich die Praxis ändern kann, empfiehlt sich vor Ort ein Blick auf aktuelle Aushänge.

Kunsthistoriker und Religionswissenschaftler betonen, dass die Batu Caves ein seltenes Beispiel für die Verbindung eines hinduistischen Höhlentempels mit einem urbanen, multireligiösen Umfeld sind. Die staatlichen Tourismusorganisationen Malaysias heben hervor, dass an einem einzigen Ort hinduistische, muslimische, buddhistische und chinesische Einflüsse in der unmittelbaren Umgebung sichtbar sind – ein Spiegel der multiethnischen Gesellschaft des Landes.

Batu Caves besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Batu Caves liegen rund 10–15 km nördlich des Zentrums von Kuala Lumpur im Bezirk Gombak. Für Reisende aus Deutschland ist Kuala Lumpur über große internationale Drehkreuze erreichbar, etwa mit Umstieg in Abu Dhabi, Doha, Dubai, Singapur oder Istanbul. Die Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Kuala Lumpur liegt je nach Verbindung in der Regel bei rund 14–16 Stunden inklusive Umstieg. Vom internationalen Flughafen Kuala Lumpur (KUL) führen Expresszüge und Busse ins Stadtzentrum; von dort aus fahren S-Bahn-ähnliche Züge (KTM Komuter) bis zur Station „Batu Caves“, die wenige Gehminuten vom Tempel entfernt liegt. Alternativ sind Taxis und Ride-Hailing-Dienste wie Grab in Kuala Lumpur und Umgebung verbreitet.
  • Öffnungszeiten
    Die Haupthöhle mit dem Tempel ist im Regelfall tagsüber geöffnet, viele Quellen berichten von Öffnungszeiten etwa von frühmorgens bis in den Abend. Da sich Öffnungszeiten kurzfristig ändern können – etwa an religiösen Feiertagen oder aufgrund von Wartungsarbeiten – empfehlen offizielle Stellen und seriöse Reiseführer, die jeweils aktuellen Angaben direkt bei der Verwaltung der Batu Caves oder über die lokalen Tourismusinformationen zu prüfen. Ein Hinweis wie „Öffnungszeiten können variieren – direkt bei Batu Caves prüfen“ ist für eine verlässliche Reiseplanung wichtig.
  • Eintritt
    Mehrere aktuelle Reiseführer und Medienberichte betonen, dass der Zugang zur Haupthöhle und zum zentralen Tempelbereich in der Regel kostenlos ist, während einige Nebenhöhlen wie die Ramayana Cave oder bestimmte Ausstellungsteile einen moderaten Eintritt verlangen können. Die Preise werden oft in malaysischen Ringgit angegeben und können sich ändern. Für Reisende aus dem Euro-Raum gilt: 10 malaysische Ringgit entsprechen nach groben langfristigen Durchschnittskursen meist nur wenigen Euro. Um die reale Belastung zu kennen, sollte der tagesaktuelle Wechselkurs vor Reiseantritt überprüft werden.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Malaysia liegt in den Tropen, das Klima ist ganzjährig warm und feucht. In Kuala Lumpur und Gombak herrschen Temperaturen oft zwischen 25 und 32 °C, begleitet von hoher Luftfeuchtigkeit. Die Batu Caves können grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Viele Reiseführer empfehlen den frühen Morgen oder den späten Nachmittag, um Hitze und die größten Besucherströme zu vermeiden. Wer Thaipusam erleben möchte, muss den genauen Festtermin im Januar oder Februar beachten; in dieser Zeit sind die Höhlen extrem stark frequentiert, was eine sehr besondere Atmosphäre, aber auch hohe Dichte an Pilgern und Besuchern bedeutet. Für ruhigere Eindrücke bieten sich die übrigen Monate an.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Kleiderordnung, Fotografieren
    In Malaysia sind Bahasa Malaysia (Malaiisch) und Englisch weit verbreitet, besonders im Großraum Kuala Lumpur. Viele Mitarbeitende im Tourismus, in Hotels, Restaurants und im öffentlichen Verkehr sprechen gutes Englisch. Deutschkenntnisse sind selten, aber mit Englisch kommen die meisten Reisenden aus Deutschland gut zurecht. Die Währung ist der malaysische Ringgit (MYR). Kreditkarten werden in vielen Hotels und größeren Restaurants akzeptiert, an Straßenständen, kleineren Geschäften sowie für kleinere Beträge ist Bargeld jedoch häufig notwendig. Geldautomaten sind in Kuala Lumpur und in größeren Einkaufszentren verfügbar. Mobile Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay sind im Kommen, aber noch nicht überall Standard.
    Als Tempel- und Wallfahrtsort erfordern die Batu Caves eine respektvolle Kleidung: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, besonders beim Betreten der Tempelbereiche. Einige Quellen berichten, dass bei unpassender Kleidung vor Ort Tücher oder Sarongs ausgeliehen werden können. Es ist üblich, beim Betreten bestimmter Tempelbereiche die Schuhe auszuziehen. Fotografieren ist auf den Treppen und in vielen Bereichen der Höhlen generell erlaubt, allerdings sollte auf Hinweisschilder geachtet werden; in einzelnen Tempelräumen oder während religiöser Handlungen kann Fotografieren unerwünscht sein. Wichtig ist zurückhaltendes, respektvolles Verhalten – insbesondere während Gebeten oder Prozessionen.
  • Affen und Sicherheit
    Die auf dem Gelände lebenden Makaken sind an Menschen gewöhnt, können aber fordernd werden. Reiseführer und offizielle Hinweise raten dazu, keine offenen Lebensmittel in der Hand zu tragen, Taschen gut zu verschließen und die Tiere nicht zu füttern. Das reduziert das Risiko, dass Affen aggressiv nach Essen greifen. Wertsachen sollten körpernah getragen werden. Feste Schuhe helfen auf den teils steilen Treppen, insbesondere bei Nässe.
  • Gesundheit und Zeitzone
    Malaysia liegt in der Zeitzone UTC+8. Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa beträgt somit in der Regel +7 Stunden während der mitteleuropäischen Winterzeit (MEZ) und +6 Stunden während der Sommerzeit (MESZ). Für Reisende aus Deutschland lohnt sich eine allmähliche Anpassung des Schlafrhythmus vor und nach der Reise, um Jetlag zu mildern. Innerhalb der EU genügt in der Regel die europäische Krankenversicherungskarte; für Malaysia als Nicht-EU-Staat ist eine private Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportempfehlung ratsam. Konkrete medizinische Fragen sollten vor der Reise mit einer reisemedizinischen Beratung geklärt werden.
  • Einreisebestimmungen
    Malaysia ist kein EU-Mitglied. Deutsche Staatsbürger sollten die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. In der Vergangenheit konnten deutsche Staatsangehörige für touristische Kurzaufenthalte oft ohne Visum einreisen, mussten aber einen mindestens für die Dauer des Aufenthalts gültigen Reisepass vorlegen. Da sich Vorschriften ändern können, sind die offiziellen Hinweise des Auswärtigen Amts und der malaysischen Behörden maßgeblich.
  • Trinkgeld-Kultur
    In Malaysia ist Trinkgeld weniger stark institutionalisiert als in vielen europäischen Ländern. In einfachen Restaurants erwartet niemand zwingend ein Trinkgeld, in touristisch geprägten Betrieben wird aber ein kleiner Aufschlag geschätzt. In gehobenen Hotels und Restaurants kann eine Servicegebühr bereits auf der Rechnung stehen. Für Reisende aus Deutschland bietet sich eine pragmatische Orientierung an: Kleine Beträge als Anerkennung für guten Service sind willkommen, aber nicht unbedingt Pflicht. In Taxis ist Aufrunden üblich.

Warum Batu Caves auf jede Gombak-Reise gehört

Die Batu Caves sind mehr als nur ein Fotospot – sie sind eine verdichtete Erfahrung von Religion, Natur und städtischem Leben in Malaysia. Wer aus dem geschäftigen, von Hochhäusern geprägten Kuala Lumpur anreist, steht innerhalb kurzer Zeit vor einem steil aufragenden Felsmassiv mit tropischer Vegetation, Affen, Räucherstäbchen-Duft und Gebetsgesängen. Der Kontrast zwischen Großstadt und Heiligtum ist ein wesentlicher Teil des Reizes.

Für Reisende aus Deutschland ist besonders spannend, wie sich in den Batu Caves die multiethnische Struktur Malaysias zeigt. Malaysische, chinesische und indische Bevölkerungsteile prägen gemeinsam das Land. Die Batu Caves sind eines der sichtbarsten Symbole der tamilisch-hinduistischen Tradition vor Ort. Medien wie die deutschsprachige „Deutsche Welle“ oder internationale Titel wie „BBC“ und „The Guardian“ stellen in Berichten immer wieder heraus, dass hier eine religiöse Minderheit einen weithin sichtbaren, geschützten Ort ihrer Kultur geschaffen hat.

Auch die sinnliche Erfahrung spielt eine Rolle: das Aufsteigen der 272 Stufen unter tropischer Sonne, das leise Plätschern von Wasser aus dem Fels, das Echo von Trommeln, der Duft von Jasmin und Sandelholz, die bunten Saris der Pilgerinnen, die goldene Murugan-Statue im Gegenlicht. In den Höhlen selbst ist das Licht gedämpft, nur durch das Deckenloch fällt ein dramatischer Strahl Tageslicht auf Schrein und Felsen – eine Inszenierung, die fast an ein natürliches Bühnenbild erinnert.

Viele Reisende verbinden einen Besuch der Batu Caves mit weiteren Zielen in der Umgebung, etwa dem modernen Stadtzentrum von Kuala Lumpur, den Petronas Twin Towers, dem historischen Kolonialviertel oder einem Ausflug in kühlere Höhenlagen wie die Genting Highlands. Die Höhlen lassen sich in einem halben Tag gut besuchen und sind damit ideal als Baustein einer individueller Malaysia-Rundreise oder eines Stopover-Aufenthalts auf dem Weg nach Australien oder in andere Teile Südostasiens.

Durch die gute Erreichbarkeit, die geringen oder moderaten Kosten und die beeindruckende Atmosphäre gelten die Batu Caves in vielen renommierten Reiseführern als „Must-see“, wenn man den Großraum Kuala Lumpur besucht. Wer sich für Religion, Kultur, Fotografie oder Geologie interessiert, findet hier einen besonders ergiebigen Ort. Aber auch Familien mit Kindern, die Affen, bunte Stufen und eine kleine Portion Abenteuer erleben möchten, kommen auf ihre Kosten – sofern sie auf Sicherheit und Respekt vor dem heiligen Charakter des Ortes achten.

Batu Caves in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien gehören die Batu Caves zu den meistgeteilten Motiven Malaysias. Die farbigen Treppen, die riesige Murugan-Statue und die Lichtstimmung in der Höhle erzeugen Bilder, die sich ideal für Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube eignen. Reiseblogger, Fotografen und Videofilmer nutzen den Ort regelmäßig, um Themen wie Spiritualität, Farbenpracht und Kontraste zwischen Tradition und Moderne zu illustrieren.

Häufige Fragen zu Batu Caves

Wo liegen die Batu Caves genau?

Die Batu Caves befinden sich im Bezirk Gombak, nördlich des Stadtzentrums von Kuala Lumpur in Malaysia. Sie liegen in einem Kalksteinmassiv, das sich gut sichtbar über die umliegende urbane Landschaft erhebt, und sind mit Zügen, Bussen oder Taxi in etwa 30–45 Minuten vom Zentrum Kuala Lumpurs erreichbar – je nach Verkehrslage.

Seit wann sind die Batu Caves ein hinduistischer Wallfahrtsort?

Die Kalksteinhöhlen existieren geologisch seit Millionen von Jahren, wurden aber erst im späten 19. Jahrhundert systematisch als hinduistischer Wallfahrtsort entwickelt. Tamilische Gemeindevertreter erkannten das Potenzial der kathedralenartigen Haupthöhle und errichteten dort einen Murugan-Tempel. Seither haben sich die Batu Caves zu einem der wichtigsten hinduistischen Heiligtümer Malaysias entwickelt.

Wie erreiche ich die Batu Caves von Deutschland aus?

Von Deutschland erfolgen Flüge nach Kuala Lumpur in der Regel mit Umstieg über internationale Drehkreuze wie Dubai, Doha, Abu Dhabi, Singapur oder Istanbul. Die gesamte Reisezeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Kuala Lumpur umfasst meist 14–16 Stunden inklusive Umstieg. Vom Flughafen gelangt man mit Expresszug oder Bus in die Stadt; von dort fährt der KTM-Komuter-Zug bis zur Station Batu Caves, die in fußläufiger Entfernung zum Tempel liegt. Alternativ bieten sich Taxi und Ride-Hailing-Dienste an.

Was ist an den Batu Caves besonders im Vergleich zu anderen Tempeln?

Die Besonderheit der Batu Caves liegt in der Kombination aus einem monumentalen Kalksteinmassiv, einer riesigen goldenen Murugan-Statue, einer bunten Freitreppe mit 272 Stufen und einem aktiven hinduistischen Tempel im Inneren einer natürlichen Höhle. Zusätzlich macht die Lage am Rand einer Millionenmetropole, die starke Rolle beim Thaipusam-Fest und die Präsenz zahlreicher Affen den Ort zu einem außergewöhnlichen Erlebnis, das sich deutlich von klassischen Tempelanlagen oder Stadtkirchen in Europa unterscheidet.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Batu Caves?

Die Batu Caves können grundsätzlich ganzjährig besucht werden. Angenehme Besuchszeiten sind in der Regel der frühe Morgen und der späte Nachmittag, wenn die Temperaturen etwas milder und die Treppen weniger überlaufen sind. Wer die intensivste religiöse Atmosphäre erleben möchte, kann einen Besuch rund um das Thaipusam-Fest planen, sollte dann aber mit sehr großen Menschenmengen rechnen. Für einen ruhigeren Eindruck empfiehlt sich ein Besuch außerhalb dieses Feiertags und nicht unbedingt an Wochenenden.

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