Bhaktapur Durbar Square, Reise

Bhaktapur Durbar Square: Nepals Königshof der tausend Schnitzereien

10.06.2026 - 09:02:37 | ad-hoc-news.de

Bhaktapur Durbar Square in Bhaktapur, Nepal: Holzpagoden, goldene Tore und stille Innenhöfe erzĂ€hlen von der Newar-Kultur – warum dieser Platz Reisende aus Deutschland so tief beeindruckt.

Bhaktapur Durbar Square, Reise, Kultur
Bhaktapur Durbar Square, Reise, Kultur

Zwischen den roten Backsteinfassaden, den dunklen Holzpagoden und dem Duft von RĂ€ucherwerk wirkt der Bhaktapur Durbar Square wie eine BĂŒhne, auf der sich Jahrhunderte nepalesischer Geschichte gleichzeitig abspielen. Der historische Königshof von Bhaktapur Durbar Square in Bhaktapur, im Kathmandu-Tal von Nepal, gehört zu den eindrucksvollsten PlĂ€tzen des Himalaya-Raums – und zu den Orten, an denen sich die Seele des alten Königreichs besonders unmittelbar erleben lĂ€sst.

Bhaktapur Durbar Square: Das ikonische Wahrzeichen von Bhaktapur

Der Bhaktapur Durbar Square (sinngemĂ€ĂŸ „Königlicher Platz von Bhaktapur“) ist das historische Herz der alten Königsstadt Bhaktapur im Osten des Kathmandu-Tals. Rund um den Platz gruppieren sich ehemalige PalĂ€ste, Tempel und Innenhöfe, die einst der Herrscherfamilie der Malla-Dynastie und der Priesterschaft als politische, religiöse und kulturelle BĂŒhne dienten.

Gemeinsam mit den AltstĂ€dten von Kathmandu und Patan bildet Bhaktapur eines der wichtigsten historischen Zentren Nepals. Die drei Königshöfe wurden in den 1970er Jahren als Teil der „Historic Cities of the Kathmandu Valley“ in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Ihre dicht gedrĂ€ngten Holz- und Backsteinbauten, Pagodentempel und offenen PlĂ€tze sind ein SchlĂŒssel zum VerstĂ€ndnis der Newar-Kultur, der alteingesessenen stĂ€dtischen Bevölkerung des Kathmandu-Tals.

FĂŒr Besucherinnen und Besucher aus Deutschland wirkt der Bhaktapur Durbar Square wie eine Mischung aus Freilichtmuseum, lebendigem Stadtraum und spirituellem Zentrum: Mönche, SchĂŒlerinnen, HĂ€ndler und Pilger teilen sich die verwinkelten Gassen; kleine Schreine stehen zwischen WohnhĂ€usern, und immer wieder eröffnet sich der Blick auf kunstvoll geschnitzte Fassaden, wie man sie in Europa nur selten findet.

Geschichte und Bedeutung von Bhaktapur Durbar Square

Bhaktapur, auf Nepali hĂ€ufig „Bhadgaon“ („Stadt der Frömmigkeit“) genannt, war eines der drei rivalisierenden KönigtĂŒmer im Kathmandu-Tal. Seine BlĂŒtezeit erlebte die Stadt unter den Malla-Königen, die etwa zwischen dem 12. und 18. Jahrhundert herrschten. In dieser Periode entstanden die meisten PalĂ€ste und Tempel, die heute den Bhaktapur Durbar Square sĂ€umen.

Historikerinnen und Historiker weisen darauf hin, dass Bhaktapur wĂ€hrend des 14. bis 17. Jahrhunderts ein bedeutendes Handels- und Kulturzentrum auf der Route zwischen Indien und Tibet war. Reisende brachten Waren, Ideen und religiöse Impulse, die sich in der Architektur des Durbar Square widerspiegeln: hinduistische und buddhistische Elemente stehen dicht nebeneinander, wĂ€hrend Handelsgilden und HandwerkerzĂŒnfte die aufwĂ€ndigen Holz- und Steinmetzarbeiten finanzierten.

Ein markanter Einschnitt in der Geschichte des Platzes war die Eroberung Bhaktapurs durch den Gorkha-König Prithvi Narayan Shah im 18. Jahrhundert. Mit der Vereinigung der Königreiche des Kathmandu-Tals entstand das moderne Nepal; die Königshöfe verloren schrittweise ihre politische Funktion, blieben aber religiös-kulturelle Zentren. Viele der heute sichtbaren GebÀude stammen aus der SpÀtphase der Malla-Herrschaft und den Jahrzehnten danach; sie wurden immer wieder erweitert, restauriert oder umgebaut.

Im 20. Jahrhundert setzte ein langsamer Wandel ein: Der historische Kern wurde dichter besiedelt, moderne Bautechniken hielten Einzug, und zugleich erwachte das Bewusstsein fĂŒr Denkmalpflege. In den 1970er Jahren erfolgte die Anerkennung als UNESCO-Welterbe, verbunden mit verstĂ€rkten Erhaltungsmaßnahmen. Fachleute der UNESCO und des International Council on Monuments and Sites (ICOMOS) betonen immer wieder, dass Bhaktapur Durbar Square ein herausragendes Beispiel fĂŒr die kulturelle Tradition der Newar und die stĂ€dtische Entwicklung im Himalaya-Raum ist.

Ein dramatisches Kapitel der jĂŒngeren Geschichte waren die schweren Erdbeben im April und Mai 2015. Viele historische Bauten im Kathmandu-Tal, darunter auch am Bhaktapur Durbar Square, erlitten SchĂ€den oder stĂŒrzten ein. Seitdem laufen umfangreiche Restaurierungs- und Sicherungsarbeiten, bei denen lokale Handwerksmeister mit internationalen Expertenteams zusammenarbeiten. Zahlreiche Tempel, Pagoden und PalastflĂŒgel sind bereits wiederaufgebaut oder gesichert, andere befinden sich in laufender Restaurierung. Reisende sehen heute also einen Platz, der traditionelles Erbe und sichtbare Spuren moderner Denkmalpflege vereint.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Der Bhaktapur Durbar Square ist weniger ein einzelnes Bauwerk als ein dichtes Geflecht aus PalĂ€sten, Tempeln, Innenhöfen und Toren. Gemeinsam zeichnen sie ein eindrucksvolles Bild der Newar-Architektur, die fĂŒr ihre roten Ziegelmauern, reich geschnitzten Holzfenster und PagodendĂ€cher bekannt ist.

Zu den markantesten Elementen des Platzes gehört der ehemalige Königspalast, der sich mit mehreren FlĂŒgeln und Höfen entlang der Platzkante erstreckt. Besonders bekannt ist der sogenannte „55-Fenster-Palast“, dessen Fassade sich ĂŒber eine ganze Straßenseite zieht. Die Zahl der kunstvoll geschnitzten Holzbalkone, Fensterrahmen und Gitter symbolisiert königlichen Reichtum und förderte den Ruf der Stadt als Zentrum der Holzschnitzkunst.

Vor dem Palast steht das berĂŒhmte „Goldene Tor“, ein mit vergoldetem Metall verkleidetes Eingangstor, das als einer der feinsten Metallkunstwerke des nepalesischen Barock gilt. Es fĂŒhrt in einen inneren Palasthof mit RitualbĂ€dern und kleineren Schreinen, die fĂŒr Zeremonien der königlichen Familie und Priesterschaft genutzt wurden. Die Reliefs des Tores zeigen hinduistische Gottheiten, Schutzwesen und florale Motive – ein faszinierendes Beispiel dafĂŒr, wie religiöse Symbolik, Machtanspruch und Handwerkskunst zusammenfinden.

Rund um den Platz erheben sich mehrere Tempel unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe und Form. Pagoden mit mehreren Dachstufen stehen neben kleinen, turmartigen Schreinen. Viele sind Vishnu, Shiva, Krishna oder lokalen Schutzgottheiten gewidmet. Typisch fĂŒr die Newar-Architektur sind die weit auskragenden HolzdĂ€cher, die von reich dekorierten TrĂ€gerfiguren gehalten werden. An den Dachkanten hĂ€ngen oft kleine Glocken, die im Wind leise klingen und der PlatzatmosphĂ€re eine stille musikalische Note verleihen.

Fachpublikationen und ReisefĂŒhrer wie jene des DuMont- oder Marco-Polo-Verlags heben hervor, dass der Bhaktapur Durbar Square zu den am geschlossensten erhaltenen historischen Ensembles im Kathmandu-Tal gehört. WĂ€hrend die PlĂ€tze in Kathmandu und Patan stĂ€rker von modernem Verkehr umflossen sind, wirkt Bhaktapur ruhiger. Motorisierter Verkehr ist in weiten Teilen der Altstadt nur eingeschrĂ€nkt möglich, wodurch sich die Wirkung der historischen Bauten besser entfaltet.

Auch jenseits der großen SehenswĂŒrdigkeiten lohnt es sich, auf Details zu achten: Feine Holzreliefs an Fensterrahmen zeigen mythische Wesen, Liebespaare, Tiere und Pflanzen. Steinfiguren an TreppenaufgĂ€ngen stellen WĂ€chter, Elefanten oder Löwen dar, die symbolisch böse KrĂ€fte abwehren sollen. Viele dieser Ornamente sind nicht nur Dekoration, sondern verweisen auf religiöse Geschichten, soziale Rollen und alte Stadtlegenden.

In unmittelbarer NĂ€he des Bhaktapur Durbar Square liegen weitere PlĂ€tze wie der Taumadhi Square mit dem markanten Nyatapola-Tempel, einer der höchsten Pagoden des Kathmandu-Tals. Diese rĂ€umliche NĂ€he macht es möglich, an einem halben oder ganzen Tag einen dichten Eindruck von der religiösen und stĂ€dtischen Struktur Bhaktapurs zu gewinnen – ein großer Vorteil fĂŒr Reisende mit begrenzter Zeit.

Bhaktapur Durbar Square besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Bhaktapur liegt im Kathmandu-Tal, etwa 13 km östlich des Stadtzentrums von Kathmandu. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist der internationale Flughafen Tribhuvan in Kathmandu der wichtigste Ankunftspunkt. Je nach Verbindung dauert ein Flug von Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin oder anderen großen deutschen FlughĂ€fen mit Zwischenstopp in einem internationalen Drehkreuz – etwa in Doha, Istanbul oder Neu-Delhi – meist zwischen rund 11 und 15 Stunden, abhĂ€ngig von Route und Umsteigezeiten. Vom Flughafen in Kathmandu aus erreicht man Bhaktapur in der Regel in 30 bis 60 Minuten mit Taxi oder privatem Transfer, je nach Verkehrslage. Öffentliche Busse und Kleinbusse („Microbuses“) sind eine gĂŒnstigere, aber deutlich weniger komfortable Option.
  • Öffnungszeiten
    Der Bhaktapur Durbar Square ist als historischer Stadtraum grundsĂ€tzlich jederzeit zugĂ€nglich. FĂŒr viele Besucherbereiche wird jedoch ein Eintrittssystem angewendet, das an Kontrollpunkten rund um die Altstadt umgesetzt wird. Üblicherweise sind die Ticketkontrollen tagsĂŒber aktiv, typischerweise vom frĂŒhen Morgen bis in den spĂ€ten Nachmittag oder frĂŒhen Abend. Da sich Regelungen und Zeiten Ă€ndern können, sollten aktuelle Öffnungszeiten und Zugangsbedingungen direkt vor Ort oder ĂŒber offizielle touristische Informationsstellen von Bhaktapur oder der Stadtverwaltung Kathmandu-Tal geprĂŒft werden. Ein Hinweis vorweg: In den frĂŒhen Morgenstunden ist der Platz meist deutlich ruhiger als am spĂ€ten Vormittag oder Nachmittag.
  • Eintritt
    FĂŒr den Besuch der historischen Altstadt von Bhaktapur, einschließlich des Bhaktapur Durbar Square, wird in der Regel eine Eintritts- beziehungsweise BesuchergebĂŒhr erhoben. Diese dient der Denkmalpflege und der Finanzierung von Restaurierungen. Die genaue Höhe kann variieren und wird von den zustĂ€ndigen Behörden festgelegt; hĂ€ufig wird der Betrag in der LandeswĂ€hrung Nepalesische Rupie (NPR) erhoben. Reisende aus Deutschland sollten damit rechnen, dass sich der Eintritt im Bereich eines mittleren zweistelligen Eurobetrages bewegen kann, umgerechnet etwa einige Dutzend Euro (in NPR). Da Wechselkurse schwanken und GebĂŒhren gelegentlich angepasst werden, empfiehlt es sich, vor Reiseantritt oder direkt am Eingang nach dem jeweils aktuellen Preis zu fragen.
  • Beste Reisezeit
    FĂŒr einen Besuch des Bhaktapur Durbar Square bieten sich vor allem die trockenen, klaren Jahreszeiten an. Besonders geschĂ€tzt wird das Kathmandu-Tal im Zeitraum von etwa Oktober bis November sowie im spĂ€ten Februar bis April. In diesen Monaten ist die Luft meist relativ klar, die Temperaturen liegen tagsĂŒber oft im angenehmen Bereich von rund 15 bis 25 Â°C, und die Sicht auf die umliegenden HĂŒgel ist hĂ€ufiger frei. WĂ€hrend des Monsuns von etwa Juni bis September muss mit intensiven RegenfĂ€llen, schwĂŒler Hitze und gelegentlichen BeeintrĂ€chtigungen der Infrastruktur gerechnet werden. Innerhalb eines Tages eignen sich die frĂŒhen Morgenstunden sowie der spĂ€te Nachmittag: Das Licht ist weicher, der Platz oft weniger ĂŒberlaufen, und Fotografierende schĂ€tzen die Stimmung zwischen den warmen Backsteinfassaden. Wer möglichst wenig GedrĂ€nge erleben möchte, meidet idealerweise die spĂ€ten Vormittagsstunden, wenn sich viele Reisegruppen auf dem Platz sammeln.
  • Sprache, Kommunikation und Kultur
    Die wichtigsten Alltagssprachen in Bhaktapur sind Nepali und die Newar-Sprache (Newari). Im touristischen Umfeld – an Ticketkontrollen, in einfachen Hotels, GĂ€stehĂ€usern und Restaurants – wird meist grundlegendes Englisch gesprochen. Deutschkenntnisse sind selten, lassen sich aber in einzelnen Agenturen oder bei lokalen Reiseleitern mit entsprechendem Hintergrund finden. FĂŒr Reisende aus Deutschland lohnt es sich, einige einfache englische Wendungen bereitzuhalten und idealerweise ein paar nepalesische Höflichkeitsfloskeln zu lernen; dies wird von vielen Einheimischen geschĂ€tzt. Die Bevölkerung Bhaktapurs ist ĂŒberwiegend hinduistisch und buddhistisch geprĂ€gt. Tempel und Schreine werden auch heute aktiv genutzt; Besucher sollten sich respektvoll verhalten, auf dezente Kleidung achten und religiöse Handlungen nicht störend fotografieren.
  • Zahlung, Bargeld und Trinkgeld
    Obwohl in Kathmandu immer mehr Hotels, Restaurants und grĂ¶ĂŸere GeschĂ€fte Kartenzahlung akzeptieren, spielt Bargeld in Bhaktapur weiterhin eine zentrale Rolle, besonders bei kleineren LĂ€den, StraßenstĂ€nden und lokalen EssensstĂ€nden. EuropĂ€ische Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden eher in touristisch ausgerichteten Betrieben angenommen; klassische deutsche Girokarten sind dagegen oft nicht nutzbar. Es empfiehlt sich, ausreichend Bargeld in Nepalesischen Rupien bei sich zu haben und an Bankautomaten in Kathmandu oder Bhaktapur zu verfĂŒgen. Kontaktlose Zahlungsmethoden wie Apple Pay oder Google Pay sind in Nepal zwar vereinzelt im Kommen, aber lĂ€ngst nicht flĂ€chendeckend verbreitet. Trinkgeld ist bei Dienstleistungen wie Restaurantbesuchen, FĂŒhrungen oder Fahrten mit privaten Fahrern ĂŒblich, wenn auch meist in moderater Höhe. In einfachen Lokalen wird ein kleiner Betrag, etwa einige Prozent des Rechnungsbetrages in NPR, geschĂ€tzt; bei gefĂŒhrten Touren geben viele Besucher auslĂ€ndischer Herkunft am Ende einen Betrag, der die Zufriedenheit mit der Leistung widerspiegelt.
  • Kleiderordnung und Fotografie
    Es gibt keine strenge Kleiderordnung im westlichen Sinne, doch sollten Schultern und Knie in der NÀhe von Tempeln und Schreinen möglichst bedeckt sein. Sehr knappe Kleidung wirkt im religiösen Umfeld deplatziert und kann als respektlos empfunden werden. Schuhe sind in vielen Tempeln auszuziehen, was meist deutlich ausgeschildert oder von lokalen Besuchern leicht abzulesen ist. Fotografieren ist auf dem Platz in der Regel erlaubt und ein wichtiger Teil des Besuchserlebnisses; in InnenrÀumen von Tempeln oder PalÀsten kann es jedoch EinschrÀnkungen geben, insbesondere bei Blitzlicht oder kommerzieller Nutzung. Wer Menschen fotografiert, sollte nach Möglichkeit vorher um Erlaubnis fragen, insbesondere bei religiösen Handlungen.
  • Gesundheit, Sicherheit und Einreise
    Bhaktapur selbst gilt im regionalen Kontext als vergleichsweise sichere Stadt, doch sollte man wie ĂŒberall auf WertgegenstĂ€nde achten und sie nicht offen zur Schau stellen. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist eine Auslandskrankenversicherung dringend zu empfehlen, da die europĂ€ische Krankenversicherungskarte (EHIC) in Nepal keine GĂŒltigkeit hat. Vor einer Reise sollte man sich bei der HausĂ€rztin oder einem Reisemediziner ĂŒber empfohlene Impfungen, Höhenanpassung im Himalaya-Raum und Basisvorsorge beraten lassen. Da Einreisebedingungen, Visaregeln und SicherheitseinschĂ€tzungen regelmĂ€ĂŸig angepasst werden können, sollten deutsche StaatsbĂŒrger die jeweils aktuellen Hinweise des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. In der Regel benötigen Reisende aus Deutschland ein Visum fĂŒr Nepal, das entweder vorab oder bei Ankunft („Visa on Arrival“, je nach aktueller Regelung) beantragt werden kann. Das Kathmandu-Tal liegt in einer Zeitzone, die der MitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ) in der Regel 4 Stunden und 45 Minuten voraus ist; wĂ€hrend der mitteleuropĂ€ischen Sommerzeit betrĂ€gt der Unterschied meist 3 Stunden und 45 Minuten.

Warum Bhaktapur Durbar Square auf jede Bhaktapur-Reise gehört

Der Reiz des Bhaktapur Durbar Square liegt in der Kombination aus großer Geschichte und alltĂ€glichem Leben. Anders als in vielen europĂ€ischen Museumskomplexen ist der Platz nicht nur ein Ort der Vergangenheit, sondern fester Bestandteil des heutigen Stadtgeschehens. Kinder spielen zwischen Tempeln, HĂ€ndler verkaufen Obst, Blumen und RĂ€ucherstĂ€bchen, und Pilger umrunden schweigend die Schreine. Wer sich Zeit nimmt und vielleicht auf den Stufen eines Tempels verweilt, spĂŒrt einen Rhythmus, der sich deutlich von mitteleuropĂ€ischen InnenstĂ€dten unterscheidet.

FĂŒr Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Bhaktapur außerdem ein Ort, um das VerhĂ€ltnis zwischen Mensch und gebautem Erbe neu zu erleben. Die ErdbebenschĂ€den von 2015 und die laufenden Restaurierungsarbeiten machen deutlich, dass diese Kulturlandschaft fragil ist – und zugleich, wie stark die lokale Gemeinschaft an ihr festhĂ€lt. Zimmerleute, Steinmetze und Maler arbeiten an der Wiederherstellung der historischen Bauten, nutzen aber zugleich traditionelle Techniken. Wer ĂŒber die GerĂŒste blickt, sieht damit auch ein StĂŒck ZukunftsfĂ€higkeit des Welterbes, nicht nur dessen Vergangenheit.

Zugleich bietet Bhaktapur Durbar Square im Vergleich zu bekannteren Touristenzielen wie dem Durbar Square in Kathmandu eine oft ruhigere, konzentriertere AtmosphĂ€re. Viele Reisende verbinden den Besuch mit einer Übernachtung in einem GĂ€stehaus der Altstadt, um frĂŒhmorgens oder am spĂ€ten Abend, wenn die meisten Tagesbesucher lĂ€ngst wieder in Kathmandu sind, den Platz fast allein mit den Einheimischen zu erleben. In diesen Momenten zeigt sich das Wechselspiel von Licht, Schatten und Backstein besonders eindrucksvoll.

Inhaltlich fĂŒgt sich ein Besuch in Bhaktapur ideal in eine Reise durch das Kathmandu-Tal ein, die auch die Durbar Squares von Kathmandu und Patan sowie bedeutende StĂ€tten wie Swayambhunath (Affentempel) oder Boudhanath einschließen kann. Wer darĂŒber hinaus Trekkingtouren im Himalaya plant, erlebt in Bhaktapur eine wichtige kulturelle ErgĂ€nzung zur Bergwelt: Hier wird deutlich, wie eng Religion, Handel und Kunst seit Jahrhunderten verbunden sind und wie sich diese Tradition bis heute in alltĂ€glichen Ritualen und Festen fortsetzt.

Bhaktapur Durbar Square in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In sozialen Medien taucht der Bhaktapur Durbar Square regelmĂ€ĂŸig in Reiseberichten, Fotostrecken und Kurzvideos auf. Typische Motive sind SonnenaufgĂ€nge ĂŒber den PagodendĂ€chern, die warm leuchtenden Ziegelmauern am spĂ€ten Nachmittag und die detailreichen Holzschnitzereien im Nahbereich. Viele Reisende aus Europa teilen auch EindrĂŒcke von Festen und religiösen Prozessionen, bei denen der Platz mit Blumen, Fahnen und Lichterketten geschmĂŒckt ist. FĂŒr die Reiseplanung können solche BeitrĂ€ge inspirierend sein, ersetzen aber nicht die sorgfĂ€ltige Information ĂŒber Einreise, Sicherheit und kulturelle Gepflogenheiten vor Ort.

HĂ€ufige Fragen zu Bhaktapur Durbar Square

Wo liegt der Bhaktapur Durbar Square genau?

Der Bhaktapur Durbar Square liegt im historischen Zentrum der Stadt Bhaktapur im Osten des Kathmandu-Tals in Nepal. Er befindet sich etwa 13 km östlich des Stadtzentrums von Kathmandu und ist damit von dort aus in gut einer halben Stunde bis zu einer Stunde Fahrt erreichbar, je nach Verkehr.

Warum ist der Bhaktapur Durbar Square so bedeutend?

Der Platz war ĂŒber Jahrhunderte politischer und religiöser Mittelpunkt des ehemaligen Königreichs Bhaktapur. Heute ist er Teil des UNESCO-Welterbes „Historische StĂ€dte im Kathmandu-Tal“ und gilt als eines der geschlossensten Ensembles der Newar-Architektur mit PalĂ€sten, Tempeln, Innenhöfen und kunstvollen Holzschnitzereien.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr den Besuch einplanen?

FĂŒr einen ersten Eindruck des Bhaktapur Durbar Square und der unmittelbaren Umgebung sollten mindestens zwei bis drei Stunden eingeplant werden. Wer zusĂ€tzlich benachbarte PlĂ€tze wie den Taumadhi Square und kleinere Seitenstraßen erkunden und die AtmosphĂ€re auf sich wirken lassen möchte, profitiert von einem halben oder ganzen Tag in Bhaktapur. Eine Übernachtung in der Altstadt ermöglicht EindrĂŒcke in den frĂŒhen Morgen- und Abendstunden.

Kann man den Bhaktapur Durbar Square auf eigene Faust besichtigen?

Ja, der Platz lĂ€sst sich gut eigenstĂ€ndig erkunden. Ein Stadtplan oder eine Offline-Karte helfen bei der Orientierung, da die Altstadt aus einem Netz enger Gassen und kleiner PlĂ€tze besteht. Viele Reisende entscheiden sich zusĂ€tzlich fĂŒr eine lokale FĂŒhrung, um mehr ĂŒber die symbolische Bedeutung einzelner Tempel, die Geschichte der Malla-Dynastie und die Restaurierungsprojekte zu erfahren. FĂŒhrungen sind hĂ€ufig in Englisch, vereinzelt auch in Deutsch verfĂŒgbar.

Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr Besucher aus Deutschland?

Aus klimatischer Sicht eignen sich insbesondere die Monate Oktober und November sowie der Zeitraum von etwa Februar bis April. In diesen Zeiten herrschen meist milde Temperaturen, vergleichsweise geringe NiederschlĂ€ge und hĂ€ufig klare Sicht. Wer den Platz möglichst ruhig erleben möchte, wĂ€hlt zudem die frĂŒhen Morgenstunden oder den spĂ€ten Nachmittag und meidet möglichst die Mittagszeit, wenn viele TagesgĂ€ste aus Kathmandu eintreffen.

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