Bibi-Xonim masjidi, Samarkand

Bibi-Xonim masjidi: Timuridische Freitagmoschee mit gewaltigen Kuppeln

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 12:15 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Bibi-Xonim masjidi in Samarkand ist eine monumentale Freitagmoschee der Timuridenzeit, deren Hof und Kuppeln die Silhouette der alten Seidenstraßenstadt prägen.

Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Bibi-Chanum-Moschee, Samarkand Usbekistan
Extreme Makroaufnahme eines Materialdetails am Wahrzeichen Bibi-Chanum-Moschee in Samarkand Usbekistan, taktile Struktur und weiches Seitenlicht, Illustration mit AI erstellt.

Bibi-Xonim masjidi in Samarkand gehört zu den eindrucksvollsten Bauwerken der Timuridenzeit und prägte früh das Bild der Seidenstraßenmetropole mit ihren gewaltigen Kuppeln und Portalen. Die monumentale Freitagmoschee geht auf den mittelasiatischen Herrscher Amir Timur, in Europa häufig als Tamerlan bezeichnet, zurück und wurde zwischen 1399 und den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts errichtet, als Samarkand Zentrum seines Reiches war.

Bibi-Xonim masjidi im Timuridischen Samarkand

Die Bibi-Xonim masjidi steht im historischen Zentrum von Samarkand im Osten von Usbekistan und bildet zusammen mit Anlagen wie dem Registan und dem Nekropolenensemble Shah-i-Zinda ein Kernstück der Altstadt. Das Moscheegelände liegt nordöstlich des Registan-Platzes, nahe der Straße, die aus der Richtung des Siyob-Basars kommt, und gehört zu den wichtigsten Monumenten der Stadt Samarkand.Die Lage im Stadtzentrum ist ein wesentlicher Teil ihres Charakters als große Gemeindemoschee.

Der Baukomplex geht auf Amir Timur zurück, der gegen Ende des 14. Jahrhunderts eine Moschee von bisher unbekannter Größe errichten ließ und dafür Baumeister und Handwerker aus verschiedenen Teilen seines Herrschaftsgebiets nach Samarkand holte.Die Errichtung zwischen 1399 und etwa 1404 fällt in die Hochphase timuridischer Architektur, in der Samarkand als Hauptstadt besonders reich mit monumentalen Bauten versehen wurde.

Architektur: Hof, Portale und Kuppeln

Die Bibi-Xonim masjidi ist als große Hofmoschee mit einem weitläufigen rechteckigen Innenhof und einer umschließenden Bebauung angelegt. Die Hauptmoschee erhebt sich an der Westseite des Hofes, während gegenüber ein monumentales Eingangsportal, ein Pishtak, mit seitlichen Türmen den Zugang markiert.Die Struktur aus Portal, Hof und Gebetssaal folgt dabei einer Ordnung, die bei den großen Freitagmoscheen der Region häufig ist, hier jedoch in besonders großem Maßstab umgesetzt.

Über der Hauptmoschee spannt sich eine gewaltige Kuppel, deren blaue Verkleidung mit glasierten Ziegeln und Ornamenten weithin sichtbar ist. Die Portale und Mauern sind mit komplexen Fayence-Mosaiken, Ziegelornamenten und Inschriften in kufischer und naskhischer Schrift bedeckt, die den Bau in das Farbspektrum aus Blau, Türkis und Weiß tauchen, das für Samarkand charakteristisch ist.Die riesige Kuppel der Hauptmoschee und der hohe Pishtak markieren den Bau als eine der größten historischen Moscheen der islamischen Welt.

Zwischen Ruine und Rekonstruktion

Schon wenige Jahrzehnte nach der Fertigstellung zeigte sich, dass die enorme Größe der Bibi-Xonim masjidi und die Belastung durch Erdbeben und Witterung die Bausubstanz stark beanspruchten. In späteren Jahrhunderten stürzten Teile der Kuppelbereiche und der Hofbebauung ein, und bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war der Bau über weite Strecken eine Ruinenlandschaft mit stehengebliebenen Fragmenten.Nur massive Teile wie Portale und Pfeiler blieben in dieser Phase vollständig erhalten.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden große Teile der Moschee rekonstruiert, darunter die Hauptkuppel und Teile der Hofarchitektur, wobei historische Quellen und erhaltene Fragmente als Grundlage dienten.Die heutige Erscheinung mit wiederhergestellten Kuppeln und Portalen vermittelt wieder den Eindruck der ursprünglichen monumentalen Raumwirkung, zugleich bleiben Bereiche als Ruine sichtbar und lassen die Geschichte des Bauwerks erkennen.

Bibi-Xonim masjidi besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Bibi-Xonim masjidi liegt im nordöstlichen Teil des historischen Zentrums von Samarkand, unweit des Registan-Platzes und in der Nähe des Siyob-Basars; der Bereich ist über die innerstädtischen Straßenverbindungen erreichbar.
  • Der Zugang zur Moschee führt über einen großen Vorplatz und durch ein hohes Portal in den Innenhof; auf dem Gelände sind teils Stufen und unebene Wege aus Stein zu erwarten.
  • Samarkand ist mit der Bahn und über den Flughafen der Stadt erreichbar, von dort führen Straßenverbindungen und lokale Verkehrsmittel zum Moscheegelände.
  • Bibi-Xonim masjidi liegt in einem Gebiet mit kontinentalem Klima, in dem Sommer sehr warm und Winter kalt sein können; im Freien um den Hof herum ist man den jeweiligen Temperaturen ausgesetzt.
  • Amtssprache ist Usbekisch, häufig wird auch Russisch genutzt, gezahlt wird in Usbekischen Som; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Bibi-Xonim masjidi: häufige Fragen

Wo liegt Bibi-Xonim masjidi in Samarkand?

Die Moschee liegt im historischen Zentrum von Samarkand im Osten von Usbekistan, nordöstlich des Registan-Platzes und nahe dem Siyob-Basar.

Was bietet ein Besuch der Bibi-Xonim masjidi?

Ein Besuch führt durch ein monumentales Portal in einen großen Hof, in dem die rekonstruierten Kuppeln, die reiche Fliesenornamentik und erhaltene Ruinenstücke die Architektur der Timuridenzeit anschaulich machen.

Was kennzeichnet Bibi-Xonim masjidi besonders?

Besonders kennzeichnend sind der außergewöhnlich große Hof, die hohen Portale und die blaue Hauptkuppel, die zusammen eine der größten historischen Freitagmoscheen der islamischen Welt bilden.

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