Big Ben London: Wie das Wahrzeichen Geschichte und Gegenwart verbindet
Veröffentlicht: 07.07.2026 um 14:30 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)Wenn sich die mächtigen Glockenschläge von Big Ben London über die Themse legen, wirkt der Moment fast filmisch: Der Turm des britischen Parlaments, die Abendsonne über Westminster, der dichte Verkehr auf der Westminster Bridge – und mittendrin das wohl bekannteste Uhrengesicht der Welt. Big Ben (sinngemäß: „der große Ben“) ist für London das, was der Eiffelturm für Paris oder das Brandenburger Tor für Berlin ist: ein Symbol, das eine ganze Stadt in einem einzigen Bild einfängt.
Big Ben London: Das ikonische Wahrzeichen von London
Big Ben London steht im Herzen der britischen Hauptstadt direkt am Nordufer der Themse. Der Turm gehört zum Palace of Westminster, in dem das Parlament des Vereinigten Königreichs tagt. Für deutsche Reisende ist er oft der erste visuelle Kontakt mit London – sei es auf Postkarten, in Filmklassikern oder in Nachrichtenbildern, wenn die britische Politik im Fokus steht.
Wichtig zu wissen: Streng genommen bezeichnet „Big Ben“ ursprünglich die große Glocke im Turm, nicht den Turm selbst. Heute wird der Name jedoch umgangssprachlich für den gesamten Glockenturm mit seinen vier Uhrengesichtern verwendet. Der Turm selbst trägt seit 2012 offiziell den Namen „Elizabeth Tower“, zu Ehren von Königin Elizabeth II., während das Gebäudekomplex-Parlament weiterhin unter „Palace of Westminster“ firmiert.
Der Anblick von Big Ben London wirkt vertraut und doch immer wieder überraschend. Die filigranen Details im neugotischen Stil, die goldenen Verzierungen rund um die Zifferblätter und der Kontrast zu den modernen Glasfassaden ringsum machen den Turm zu einem perfekten Foto-Motiv. Gleichzeitig ist er ein hochpräzises technisches Instrument: Die Uhr galt lange als eine der zuverlässigsten Großuhren der Welt, was sie zu einem Symbol für britische Pünktlichkeit und Kontinuität gemacht hat.
Für Reisende aus Deutschland ist Big Ben London damit nicht nur Fotostopp, sondern auch Zugangspunkt zur politischen Geschichte des Vereinigten Königreichs. Wer hier steht, befindet sich zugleich an einem der wichtigsten Orte der britischen Demokratie, nur wenige Schritte vom House of Commons und House of Lords entfernt. Die Kombination aus ikonischem Aussehen, historischer Tiefe und leichter Erreichbarkeit macht Big Ben zu einer Sehenswürdigkeit, die auf fast jeder London-Liste ganz oben steht.
Geschichte und Bedeutung von Big Ben
Die Geschichte von Big Ben beginnt im 19. Jahrhundert: Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1834 musste der Palace of Westminster weitgehend neu aufgebaut werden. Der britische Staat schrieb einen Wettbewerb für den Neubau aus – gewonnen hat das Team um den Architekten Charles Barry, der einen neugotischen Entwurf vorlegte. Für die detaillierte Gestaltung des Turms und vieler dekorativer Elemente holte Barry den Architekten und Designer Augustus Welby Northmore Pugin hinzu, der als prägende Persönlichkeit der neugotischen Architektur gilt.
Der Glockenturm, der heute als Elizabeth Tower bekannt ist, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fertiggestellt. Die Uhr nahm ihren Betrieb im Jahr 1859 auf; damit ist Big Ben älter als viele zentrale deutsche Wahrzeichen, etwa älter als das Berliner Reichstagsgebäude und deutlich älter als das Brandenburger Tor als Symbol der deutschen Einheit. Mit der Inbetriebnahme der Uhr wurde eine neue Ära der Zeitmessung im öffentlichen Raum in London eingeleitet: Die vier Zifferblätter hoch über der Stadt gaben allen, die sich entlang der Themse bewegten, einen verlässlichen Zeitanker.
Die Namensgeschichte von Big Ben ist nicht abschließend geklärt. Eine verbreitete Erklärung bezieht sich auf Sir Benjamin Hall, einen britischen Politiker des 19. Jahrhunderts, der als Baukommissar maßgeblich am Projekt beteiligt war und den Spitznamen „Big Ben“ trug. Eine andere Version erzählt von einem damals bekannten Schwergewichts-Boxer namens Benjamin Caunt, ebenfalls „Big Ben“ genannt. Beide Versionen verdeutlichen, wie sehr der Spitzname von Anfang an in der Alltagskultur verankert war.
Im Lauf seiner Geschichte ist Big Ben mehrfach zum Symbol in Krisenzeiten geworden. Während des Zweiten Weltkriegs blieb der Turm trotz Bombenschäden am Palace of Westminster stehen, und die Uhr schlug weiter, was in der britischen Öffentlichkeit als Zeichen des Durchhaltewillens und der Kontinuität interpretiert wurde. In späteren Jahrzehnten, etwa während politischer Umbrüche oder bedeutender Abstimmungen im Unterhaus, diente das Bild von Big Ben als visuelles Signal für „die Stimme des britischen Parlaments“ in internationalen Medien.
Seine Bedeutung reicht heute weit über Großbritannien hinaus. Big Ben London ist zu einem globalen Symbol für London geworden, ähnlich prägend wie Tower Bridge oder die Londoner Doppeldeckerbusse. Der Turm ist außerdem Teil der UNESCO-Welterbestätte „Palace of Westminster und Westminster Abbey“, womit seine historische und architektonische Bedeutung offiziell international anerkannt ist. Die Zuordnung zum Welterbe unterstreicht, dass es sich nicht nur um ein Fotomotiv, sondern um ein Kulturdenkmal von Weltgeltung handelt.
Auch in der Popkultur taucht Big Ben regelmäßig auf: in Filmen und Serien, von britischen Krimis bis zu Hollywood-Produktionen, in Musikvideos, Zeichentrickfilmen und Reise-Werbespots. Für deutsche Zuschauer ist er häufig das Bild, das im Fernsehen eingeblendet wird, wenn von London oder vom britischen Parlament die Rede ist. So entsteht eine enge Verbindung von Architektur, politischer symbolischer Kraft und medialer Präsenz.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch steht Big Ben London exemplarisch für den neugotischen Stil des 19. Jahrhunderts. Die Fassade des Elizabeth Tower ist reich verziert mit Spitzbögen, Maßwerk, kleinen Türmchen und feinen Steinmetzarbeiten. Dieser Stil greift mittelalterliche Formen auf, interpretiert sie aber mit der technischen Präzision und dem Selbstbewusstsein der industriellen Revolution. Damit passt der Turm perfekt zur Gesamtgestaltung des Palace of Westminster, der als ein Hauptwerk der neugotischen Architektur gilt.
Der Turm ist mit seinen knapp über 96 m Höhe deutlich niedriger als moderne Hochhäuser, aber seine schlanke Form und exponierte Lage machen ihn dennoch zu einem dominanten Punkt in der Skyline rund um Westminster. Die vier Uhrengesichter sitzen in rund 55 m Höhe, jedes mit einem Durchmesser von über 7 m. Für das deutsche Publikum lässt sich das mit bekannten Bauwerken vergleichen: Big Ben ist niedriger als der Kölner Dom, aber durch seine Position am Flussufer und die offene Umgebung wirkt er sehr präsent.
Besonders auffällig sind die Zifferblätter: Sie bestehen aus Glas und sind von einem filigranen Metallrahmen gefasst. Rundherum finden sich goldfarbene Verzierungen, die im Sonnenlicht glänzen und bei Nacht von innen beleuchtet werden. Die Uhrzeiger sind groß und klar strukturiert, sodass die Zeit auch aus einiger Entfernung gut ablesbar ist. Die Kombination aus filigraner Gestaltung und funktionaler Klarheit ist einer der Gründe, weshalb die Uhr als Meisterwerk des Uhrmacherhandwerks gilt.
Die Uhrmechanik im Inneren des Turms war zur Zeit ihrer Entstehung ein technisches Wunderwerk. Ein spezielles Pendelsystem mit Anpassungsgewichten sorgt dafür, dass die Zeit möglichst präzise gehalten wird. Die Uhr ist so konstruiert, dass sie auch bei Witterungseinflüssen wie Wind und Temperaturwechsel stabil läuft. Im Laufe der Jahrzehnte wurden verschiedene Modernisierungen vorgenommen, etwa die Umstellung auf elektrische Komponenten für den Schlagmechanismus, ohne die historische Konstruktion grundlegend zu verändern.
Die berühmte Glocke Big Ben selbst ist über 13 t schwer. Sie hängt neben weiteren Glocken im Glockenraum des Turms. Ihre charakteristische Tonfolge, die sogenannten „Westminster Chimes“, ist weltweit bekannt. Sie besteht aus einer Abfolge von vier Motiven, die über die Viertelstunden verteilt gespielt werden. Zu jeder vollen Stunde ertönt der tiefe Schlagton von Big Ben selbst, der den Zeitablauf für die Umgebung hörbar markiert.
Kunsthistoriker*innen betonen, dass Big Ben London ein ideales Beispiel dafür ist, wie Architektur und Klangkunst zusammenwirken. Die Gestaltung des Turms ist nicht nur optisch, sondern auch akustisch gedacht: Die Position der Glocken und die Öffnungen im Mauerwerk sorgen dafür, dass die Klänge über die Themse hinweg getragen werden. So entsteht ein regelmäßiger akustischer Rhythmus für den Stadtteil Westminster, der bis heute den Alltag vor Ort strukturiert.
In jüngerer Zeit haben umfangreiche Restaurierungsarbeiten am Elizabeth Tower stattgefunden, bei denen Fassade, Uhrwerke und Glockenraum sorgfältig restauriert und modernisiert wurden. Solche Maßnahmen dienen dazu, den historischen Charakter zu bewahren und zugleich das Bauwerk an heutige Sicherheits- und Technikstandards anzupassen. Restaurierungen dieser Größenordnung werden häufig von Denkmalbehörden begleitet und international in Fachkreisen diskutiert, was die Bedeutung des Turms als Kulturdenkmal unterstreicht.
Ein weiteres besonderes Merkmal ist die Rolle des Turms in der britischen Identität. Der Glockenschlag von Big Ben markiert bis heute wichtige Momente, etwa den Jahreswechsel. Wenn im britischen Fernsehen auf die letzten Sekunden des Jahres gezählt wird, ist es oft das Bild von Big Ben, das die Countdown-Szene bestimmt. Auch in Radioübertragungen oder internationalen Live-Schalten dient die Uhr als Symbol für „London spricht jetzt“.
Big Ben London besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Big Ben London befindet sich im Stadtteil Westminster, direkt am Nordufer der Themse neben dem Palace of Westminster. Von den zentralen Londoner Bahnhöfen ist der Turm leicht erreichbar. Der nächstgelegene U-Bahnhof ist „Westminster“ (District, Circle und Jubilee Line), von dort sind es nur wenige Schritte zum Flussufer und zum Blick auf den Turm. - Anreise ab Deutschland
Für Reisende aus Deutschland bieten sich vor allem Flüge nach London an. Große deutsche Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER), Düsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) sind über Direktverbindungen mit London Heathrow (LHR), London Gatwick (LGW), London Stansted (STN) oder London City Airport (LCY) verbunden. Die reine Flugzeit liegt typischerweise bei etwa 1,5 bis 2 Stunden, abhängig von Start- und Zielflughafen.
Von Heathrow und anderen Flughäfen führt die Weiterreise meist per Bahn (z. B. Heathrow Express, Elizabeth Line) oder mit U-Bahn und Bus in Richtung Westminster. Für Bahnreisende ist London auch über den Eurostar ab Frankreich und Belgien erreichbar; von Deutschland aus erfolgt die Verbindung meist mit ICE oder TGV nach Paris oder Brüssel und weiter mit dem Eurostar nach London St Pancras International, von dort mit der U-Bahn zu Big Ben. - Öffnungszeiten
Big Ben London als Turm und Uhr ist von außen durchgehend sichtbar; es handelt sich um ein öffentliches Bauwerk im Stadtbild. Führungen durch den Elizabeth Tower stehen derzeit in der Regel nur britischen Staatsbürgern offen und müssen im Voraus über offizielle Stellen des britischen Parlaments gebucht werden. Informationen zu möglichen Besichtigungen und etwaigen Änderungen sollten direkt auf den offiziellen Seiten des britischen Parlaments geprüft werden, da Öffnungszeiten und Zugangsregeln variieren können. - Eintritt
Für den Blick auf Big Ben von außen fällt kein Eintritt an. Wer das benachbarte Parlamentsgebäude oder andere Einrichtungen in Westminster besichtigen möchte, muss mit separaten Eintrittspreisen rechnen. Konkrete Preise hängen von der jeweiligen Führung und Institution ab und ändern sich regelmäßig, daher sollten sie direkt bei den zuständigen Stellen geprüft werden. Preisangaben werden üblicherweise in Pfund Sterling (GBP) ausgewiesen; zur Orientierung können Reisende die ungefähren Kosten in Euro umrechnen, etwa über aktuelle Wechselkursangaben. Generell empfiehlt es sich, bei größeren Ausgaben in London mit einem Umrechnungskurs zu kalkulieren, der Schwankungen berücksichtigt. - Beste Reisezeit
Big Ben London ist ganzjährig ein Besuchsziel. Das britische Klima ist gemäßigt, mit relativ milden Wintern und eher kühlen Sommern im Vergleich zu Teilen Deutschlands. Viele Reisende empfinden Frühling und Frühherbst – etwa April bis Juni sowie September und Oktober – als besonders angenehm, weil die Temperaturen moderat sind und die Stadt weniger überhitzt wirkt. In den Sommermonaten ist London oft sehr belebt, was mehr Trubel, aber auch lebendige Atmosphäre bedeutet.
Für den Blick auf Big Ben lohnt sich ein Besuch tagsüber und bei Einbruch der Dämmerung, wenn die Uhr beleuchtet wird und sich im Wasser der Themse spiegelt. Morgens früh ist der Bereich rund um Westminster häufig etwas weniger überlaufen; zum Abend hin kann es auf der Westminster Bridge dichter werden, besonders, wenn viele Besuchende den Sonnenuntergang über der Themse erleben möchten. - Praxis-Tipps: Sprache vor Ort
Die Hauptsprache in London ist Englisch. Viele Menschen in der Stadt, besonders in touristischen Bereichen, sprechen fließend Englisch, und in einigen Dienstleistungsbranchen gibt es auch Mitarbeitende, die weitere Sprachen beherrschen. Deutsch wird im Alltag deutlich seltener gesprochen als Englisch, ist aber in manchen Hotels oder bei Touranbieter*innen präsent. Wer aus Deutschland nach London reist, ist mit guten Englischkenntnissen klar im Vorteil, kann sich aber auch mit grundlegender Alltagssprache und etwas Gestik meist gut verständigen. - Praxis-Tipps: Zahlung und Trinkgeld
Im Vereinigten Königreich ist Pfund Sterling (GBP) die Landeswährung. Kartenzahlung ist weit verbreitet; Kreditkarten und Debitkarten werden in den meisten Geschäften, Restaurants und Hotels akzeptiert. Mobile Payment über Dienste wie Apple Pay oder Google Pay ist ebenfalls üblich. Kleinere Beträge können weiterhin bar bezahlt werden, aber viele Londoner Einrichtungen bevorzugen bargeldlose Zahlungen, besonders seit der Verbreitung kontaktloser Systeme.
Trinkgeld („tip“) ist in Restaurants und Bars üblich, oft im Bereich von etwa 10 bis 15 Prozent, sofern nicht bereits eine Servicepauschale („service charge“) auf der Rechnung ausgewiesen ist. In Cafés mit Selbstbedienung ist Trinkgeld weniger zwingend, aber eine kleine Anerkennung kann gegeben werden. Für Taxifahrten wird häufig aufgerundet oder ein kleiner Betrag zusätzlich gezahlt. - Kleiderordnung und Fotografieren
Für den Besuch von Big Ben London von außen gibt es keine spezielle Kleiderordnung; empfehlenswert sind wetterfeste, bequeme Kleidung und gutes Schuhwerk, da der Bereich rund um die Themse und Westminster zum Spazieren einlädt. Beim Betreten offizieller Gebäude in der Nähe, etwa des Parlaments, kann eine etwas gepflegtere Kleidung angemessen wirken.
Fotografieren von außen ist ausdrücklich erlaubt und gehört zum üblichen Erlebnis. Beim Fotografieren in Gebäuden der Umgebung sind jedoch die jeweiligen Hausregeln zu beachten; manche Bereiche, insbesondere sicherheitsrelevante Zonen, können Einschränkungen bei Foto- und Videoaufnahmen haben. - Zeitzone und Zeitverschiebung
London liegt in der Zeitzone Greenwich Mean Time (GMT). Während der Sommerzeit (British Summer Time, BST) entspricht dies GMT+1. Im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) gilt in der Regel: In den Wintermonaten ist die Zeit in London eine Stunde hinter Deutschland (also eine Stunde früher), in den Sommermonaten bleibt der Zeitunterschied meist bei einer Stunde, abhängig vom Datum der Zeitumstellungen. Reisende sollten bei Fahrplänen, Flugzeiten und Terminabsprachen die Zeitverschiebung mitberücksichtigen. - Gesundheit und Versicherung
Reisende aus Deutschland sollten vor einem Aufenthalt in London prüfen, ob ihre Krankenversicherung auch im Ausland ausreichend Schutz bietet. Für Aufenthalte in europäischen Ländern wird häufig eine europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) oder entsprechende Nachweise empfohlen, kombiniert mit einer zusätzlichen Auslandsreiseversicherung für umfassendere Absicherung. Detaillierte Hinweise findet man in offiziellen Empfehlungen deutscher Behörden und der eigenen Versicherung. - Einreisebestimmungen
Da London im Vereinigten Königreich liegt, gelten für Einreisende aus Deutschland eigenständige Grenz- und Visabestimmungen. Diese können sich ändern, insbesondere im Zusammenhang mit politischen Entwicklungen und Abkommen. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, bevor sie ihre Reise antreten. Dort finden sich Informationen zu benötigten Reisedokumenten, möglichen Aufenthaltsdauern und weiteren Bestimmungen.
Warum Big Ben auf jede London-Reise gehört
Für viele Reisende aus Deutschland ist der erste Blick auf Big Ben London ein „Jetzt bin ich wirklich hier“-Moment. Der Turm ist nicht einfach nur eine Sehenswürdigkeit, sondern ein emotionaler Ankerpunkt: Wer auf der Westminster Bridge steht, spürt, wie Geschichte, Politik und Alltagsleben zusammenfließen. Busse, Fahrräder und Fußgänger*innen bewegen sich über die Brücke, Tourist*innen halten inne, um Fotos zu machen, und im Hintergrund erhebt sich der Elizabeth Tower mit seiner ikonischen Uhr über der Szene.
Big Ben eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für eine Erkundung von Westminster. In unmittelbarer Nähe liegen die Westminster Abbey, eine der wichtigsten Kirchen des Landes, und der Whitehall-Bereich mit zahlreichen Ministerien und Regierungsgebäuden. In wenigen Gehminuten erreicht man die Downing Street, Sitz des Premierministers, und den St James’s Park, der eine grüne Verbindung zum Buckingham Palace bildet. Wer seine London-Tour klug plant, kann Big Ben damit in eine Route einbauen, die zentrale politische und historische Orte der Stadt verbindet.
Auch atmosphärisch bietet der Ort viel. Tagsüber lädt der Bereich rund um Big Ben zum Flanieren entlang der Themse ein, mit Blick auf die London Eye auf der gegenüberliegenden Flussseite. Abends, wenn die Uhr beleuchtet ist und sich im Wasser spiegelt, sorgt die Lichtstimmung für besonders eindrucksvolle Fotos. Bei Nebel, Regen oder typisch britischem Grau entfaltet der Turm einen ganz anderen Charme – dann wirkt die Szenerie fast wie aus einem klassischen Roman oder Film, in dem London mystisch und geheimnisvoll erscheint.
Für Reisende aus Deutschland ist der Besuch von Big Ben London zudem eine Gelegenheit, britische Geschichte und Gegenwart besser zu verstehen. Das Bauwerk steht direkt am politischen Herz des Landes; Entscheidungen, die in den Sälen des Parlaments getroffen werden, haben regelmäßig Auswirkungen auf Europa und die Welt. Gleichzeitig ist der Turm selbst ein Produkt seiner Zeit: Er entstand in einer Phase, in der Großbritannien als führende Industrie- und Kolonialmacht die Weltpolitik maßgeblich prägte. Ein Spaziergang rund um Big Ben kann daher leicht in eine politische und historische Reflexion über Macht, Verantwortung und demokratische Prozesse übergehen.
Nicht zuletzt ist Big Ben ein Bindeglied zwischen deutscher und britischer Erinnerungskultur. Bilder von Big Ben im Zweiten Weltkrieg, von Politikverhandlungen und EU-Debatten oder vom Brexit-Referendum sind in deutschen Medien regelmäßig gezeigt worden. Wer heute am Fuße des Turms steht, hat diese Bilder im Kopf – und erlebt die Kulisse, aus der sie stammen, unmittelbar. Für viele entsteht so ein Gefühl, an einem Ort zu sein, der über Jahrzehnte hinweg Teil der eigenen Nachrichtenerfahrung war.
In der Praxis plant unsere Redaktion den Besuch von Big Ben London für deutsche Reisende als festen Punkt in Betracht: Ob als Start einer Stadttour, als Zwischenstopp zwischen Museumsbesuchen oder als Abschluss eines Tages an der Themse – der Turm ist flexibel integrierbar, leicht erreichbar und per Fußweg mit vielen weiteren Sehenswürdigkeiten verbunden. Diese Kombination aus Symbolkraft, Zugänglichkeit und urbaner Atmosphäre macht ihn zu einem nahezu unverzichtbaren Bestandteil jeder London-Reise.
Big Ben London in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Medien ist Big Ben London omnipräsent. Auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube taucht der Turm in Reisevlogs, Fotostrecken und Zeitraffer-Videos auf. Viele Nutzer*innen teilen ihre persönlichen Blickwinkel: Sonnenuntergänge über der Westminster Bridge, Nebelschwaden über der Themse oder Kontraste zwischen alten Steinfassaden und modernen Verkehrsflüssen. Für Reisende aus Deutschland bieten diese Inhalte Inspiration für eigene Bildkompositionen und Perspektiven.
Big Ben London — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Big Ben London
Wo genau liegt Big Ben London in der Stadt?
Big Ben London befindet sich im Stadtteil Westminster, direkt am Nordufer der Themse. Der Turm ist Teil des Palace of Westminster, in dem das britische Parlament tagt. Der nächste U-Bahnhof ist „Westminster“, von dem aus Besucher*innen den Turm in wenigen Gehminuten erreichen.
Ist Big Ben der Name des Turms oder der Glocke?
Ursprünglich bezeichnet „Big Ben“ die große Glocke im Glockenraum des Turms. Umgänglich wird der Name heute jedoch für den gesamten Glockenturm verwendet. Der Turm heißt offiziell „Elizabeth Tower“, der Gebäudekomplex „Palace of Westminster“.
Kann man Big Ben London von innen besichtigen?
Der Blick auf Big Ben London von außen ist für alle frei möglich. Führungen durch den Elizabeth Tower selbst waren lange Zeit nur britischen Staatsbürgern zugänglich und müssen über offizielle Stellen des Parlaments organisiert werden. Da sich Regelungen ändern können, sollten sich Interessierte vorab direkt bei der offiziellen Verwaltung des Parlaments informieren.
Was macht Big Ben London so besonders im Vergleich zu anderen Wahrzeichen?
Big Ben London ist zugleich ein prägendes Wahrzeichen der Stadt, ein Teil der UNESCO-Welterbestätte und ein funktionales Instrument zur Zeitmessung. Seine Kombination aus neugotischer Architektur, präziser Uhrentechnik und politischer Symbolkraft für das Vereinigte Königreich ist im internationalen Vergleich einzigartig.
Wann ist die beste Zeit, um Big Ben zu fotografieren?
Viele Reisende schätzen besonders die Abendstunden, wenn die Uhr beleuchtet ist und sich im Wasser der Themse spiegelt. Frühmorgens kann der Bereich zudem etwas weniger überlaufen sein, sodass sich ruhige Fotos mit weniger Menschen im Vordergrund anbieten. Bei wechselhaftem Wetter entstehen oft atmosphärische Bilder, die das typische Londoner Licht einfangen.
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