Blauer Tempel Chiang Rai: Magisches Blau in Thailands Norden
20.05.2026 - 19:00:00 | ad-hoc-news.deWenn sich in Chiang Rai die tropische Sonne senkt, beginnt der Blauer Tempel Chiang Rai zu glühen: Wat Rong Suea Ten („Tempel des tanzenden Tigers“) badet dann in einem satten Königsblau, in dem Goldornamente wie Feuer aufflammen. Wer aus Deutschland anreist, steht hier vor einem der jüngsten, aber visuell eindrucksvollsten Tempelensembles Nordthailands – spiritueller Ort und zeitgenössisches Kunstwerk zugleich.
Blauer Tempel Chiang Rai: Das ikonische Wahrzeichen von Chiang Rai
Chiang Rai im äußersten Norden Thailands ist für viele Reisende der Ausgangspunkt in das sagenumwobene Goldene Dreieck. Während der Weiße Tempel Wat Rong Khun international seit Jahren Schlagzeilen macht, hat sich der Blauer Tempel Chiang Rai – Wat Rong Suea Ten – zu einem zweiten, farbgewaltigen Wahrzeichen der Stadt entwickelt. Thailändische und internationale Medien wie die Tourismusbehörde „Tourism Authority of Thailand“ (TAT) und renommierte Reiseführer wie „Lonely Planet“ und „Marco Polo“ heben ihn als eines der markantesten neuen Heiligtümer des Landes hervor.
Was den Tempel so besonders macht: Er kombiniert buddhistische Symbolik mit einer fast surrealen, modernen Ästhetik. Die tiefblaue Farbgebung – in Thailand eng mit Reinheit, Weisheit und dem Himmel assoziiert – zieht sich über Wände, Dächer und Säulen, während goldene Reliefs und Skulpturen einen dramatischen Kontrast setzen. Im Inneren sitzt ein strahlend weißer Buddha vor blauen Wandmalereien, die traditionelle Motive mit zeitgenössischen Elementen verbinden.
Für Besucher aus Deutschland fühlt sich Wat Rong Suea Ten gleichzeitig vertraut und fremd an: Hinter der eindrucksvollen Bilderflut stehen klar strukturierte buddhistische Motive und Regeln, die sich mit etwas Hintergrundwissen gut erschließen lassen – ähnlich, wie sich gotische Kathedralen erst mit Kenntnis ihrer Symbolik ganz erschließen.
Geschichte und Bedeutung von Wat Rong Suea Ten
Wat Rong Suea Ten liegt im Stadtgebiet von Chiang Rai, etwa 3 km nördlich des Zentrums, unweit des Kok-Flusses. Der Name bedeutet sinngemäß „Tempel des tanzenden Tigers“. Lokalen Überlieferungen zufolge soll sich an dieser Stelle früher ein älterer Tempel befunden haben, dessen Gelände von Tigern durchstreift wurde; der Name erinnert an diese Vergangenheit. Konkrete historische Belege sind spärlich, daher betonen thailändische Tourismusinformationen vor allem die jüngere Geschichte des Neubaus.
Der moderne Blaue Tempel wurde im 21. Jahrhundert errichtet. Nach übereinstimmenden Angaben der Tourismusbehörde TAT und verschiedener thailändischer Medien wurde der Bau in den 2000er?Jahren begonnen und Mitte der 2010er?Jahre für Besucher weitgehend geöffnet. Ein exaktes, international einheitlich bestätigtes Eröffnungsjahr lässt sich aus konservativen Quellen nicht zweifelsfrei ableiten; seriöse Reiseführer sprechen jedoch von einem der „neuesten Tempelprojekte“ der Region. Im Vergleich: Er ist deutlich jünger als der Weiße Tempel Wat Rong Khun, dessen Bau Ende der 1990er?Jahre startete.
Initiator und leitender Künstler von Wat Rong Suea Ten ist – nach übereinstimmenden Angaben der offiziellen Tempelinformationen und thailändischer Kulturbehörden – der Künstler und Architekt Phuttha Kabkaew (häufig auch Saiyawongse oder Sailom Phunthawan in verschiedenen Umschriften erwähnt), ein Schüler des bekannten Künstlers Chalermchai Kositpipat, der den Weißen Tempel entworfen hat. Dadurch steht der Blaue Tempel in einer klaren Tradition von Tempelprojekten, die Kunst und Religiosität bewusst neu interpretieren.
Religiös gehört Wat Rong Suea Ten zum Theravada-Buddhismus, der in Thailand dominiert. Wie viele neuere Tempel in Südostasien erfüllt er eine doppelte Funktion: Er ist einerseits lebendiger Ort der Andacht für Gläubige aus der Region – mit Mönchen, Gebetsritualen und Feiertagen –, andererseits ein bewusst gestaltetes Reiseziel, das auch ästhetisch beeindruckt. Thailändische Kulturbehörden betonen in Medienberichten, dass diese Verbindung von Spiritualität und Tourismus für den Unterhalt vieler Tempel zunehmend wichtig wird.
Im thailändischen Kontext ist es ungewöhnlich, dass ein neuer Tempel so schnell zu nationaler Bekanntheit gelangt. Reisemagazine wie „National Geographic Traveller“ und „GEO Saison“ verorten den Blauen Tempel inzwischen regelmäßig unter den markantesten Sehenswürdigkeiten Nordthailands. Für nordthailändische Buddhisten bietet er eine moderne Projektionsfläche, in der sich traditionelle Glaubensvorstellungen in zeitgenössischer Form wiederfinden.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch folgt Wat Rong Suea Ten der Grundstruktur klassischer thailändischer Tempel, interpretiert diese jedoch sehr frei. Der zentrale Ubosot (Ordinationshalle) bildet den Kern; davor liegt ein Vorhof mit spektakulären Naga-Schlangenskulpturen, die Besucher gewissermaßen in den Tempel hineinführen. Der Kunststil wird von thailändischen Kulturwissenschaftlern häufig als „zeitgenössische Lanna-Interpretation“ beschrieben – eine moderne Weiterentwicklung der kunstvollen Tradition des früheren Königreichs Lanna, das große Teile Nordthailands umfasste.
Das charakteristische Blau dominiert Fassade und Innenraum. Laut der thailändischen Tourismusbehörde symbolisiert es den Himmel, das Dharma (die Lehre Buddhas) und Reinheit. Für europäische Augen erinnert die Farbwirkung eher an sakrale Räume mit farbigen Glasfenstern – nur dass hier die Wände selbst wie ein farbiges Leuchten wirken. Goldene Ornamente, Dämonenfiguren und Floralmotive heben sich reliefartig aus der blauen Grundfläche und erzeugen eine fast dreidimensionale Textur.
Auf dem Weg zum Haupteingang passieren Besucher zwei monumentale Naga-Figuren: Schlangenähnliche mythische Wesen, die im Buddhismus als Wächter und Symbol für Wasser und Fruchtbarkeit stehen. Ihre Körper winden sich mehrfarbig und detailliert verziert die Treppe entlang, die Köpfe mit dramatisch geöffneten Mäulern strahlen in einem Mix aus Blau, Grün und Gold. Kunsthistorische Publikationen aus Thailand betonen den ungewöhnlich dynamischen Stil dieser Skulpturen, der an Fantasy-Kunst erinnert und dennoch in der klassischen Ikonographie verwurzelt bleibt.
Im Inneren des Ubosot überrascht zunächst die Helligkeit: Dominanter Blickfang ist eine große weiße Buddha-Statue in Meditationshaltung, umgeben von blauen Wand- und Deckenmalereien. Diese zeigen Szenen aus Buddhas Leben, kosmische Landschaften, Lotusblüten und abstrakte Muster. Die Farbpalette reicht von tiefem Indigo bis zu türkisen und violetten Tönen, immer wieder durchbrochen von goldenen Elementen. Reisereportagen von „Deutsche Welle“ und „ARD alpha“ (in Dokumentationen zu Nordthailand) heben hervor, wie stark dieser Raum auf Besucher wirkt – selbst auf Menschen ohne buddhistischen Hintergrund.
Besonders auffällig sind einige moderne Elemente in den Malereien, die etwa stilisierte Planeten und Galaxien andeuten. Kunsthistoriker aus Chiang Rai interpretieren diese als Bild für die Grenzenlosigkeit des buddhistischen Kosmos, aber auch als Hinweis darauf, dass Spiritualität im 21. Jahrhundert globale Dimensionen annimmt. Ähnlich wie beim Weißen Tempel gibt es auch hier subtile Anspielungen auf zeitgenössische Bildwelten, allerdings deutlich zurückhaltender.
Im Außenbereich finden sich weitere Buddha-Statuen, darunter eine große, stehende Figur in Weiß sowie kleinere Schreine und Gebetsorte. Der Gesamtkomplex ist überschaubarer als viele altehrwürdige Klosteranlagen, dafür extrem dicht gestaltet. Für Fotograf:innen bietet nahezu jeder Blickwinkel ein Motiv: vom Reflex blau-goldener Details in den Augen eines Naga bis zur Gesamtansicht des Ubosot vor tiefblauem Himmel.
Besonders stimmungsvoll erleben viele Besucher den Tempel in den späten Nachmittagsstunden und zur Dämmerung, wenn das Blau im weichen Licht noch intensiver wirkt und erste künstliche Beleuchtung hinzukommt. Reiseberichte deutschsprachiger Magazine verweisen darauf, dass der Blaue Tempel zu dieser Zeit weniger überlaufen ist als am späten Vormittag, wenn viele Gruppen aus Chiang Mai ankommen.
Blauer Tempel Chiang Rai besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise innerhalb Thailands
Wat Rong Suea Ten befindet sich im Norden von Chiang Rai, rund 3 km vom Stadtzentrum und etwa 8–10 km vom internationalen Flughafen Chiang Rai (Mae Fah Luang – CEI) entfernt. Von vielen Hotels in der Innenstadt erreicht man den Tempel in etwa 10–15 Minuten mit dem Taxi, Tuk-Tuk oder per App-basiertem Ride-Hailing-Service. Die Straßen sind asphaltiert, die Anfahrt ist unkompliziert. - Anreise aus Deutschland nach Chiang Rai
Direktflüge aus Deutschland nach Chiang Rai gibt es in der Regel nicht. Übliche Routings führen über große Drehkreuze wie Bangkok, Singapur, Doha, Dubai oder Hongkong. Von Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER), Düsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) fliegen verschiedene internationale Airlines in etwa 10–12 Stunden nach Bangkok (BKK). Von dort geht es mit Inlandsflügen lokaler Airlines weiter nach Chiang Rai (Flugdauer rund 1–1,5 Stunden). Alternativ fahren Fernbusse und Züge von Bangkok nach Chiang Mai, von dort weiter per Bus nach Chiang Rai; diese Kombination dauert jedoch deutlich länger und ist eher für langsame Reisen geeignet. - Öffnungszeiten
Seriöse Reiseinformationen und die thailändische Tourismusbehörde geben für den Blauen Tempel übereinstimmend tägliche Öffnungszeiten von morgens bis in die frühen Abendstunden an. Da exakte Zeiten variieren und sich ändern können, sollten Besucher vorab die aktuell angegebenen Zeiten bei der Tourismusbehörde TAT, lokalen Informationsstellen oder direkt vor Ort prüfen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, den Tempel bei Tageslicht zu besuchen, da die intensive Farbigkeit dann besonders gut zur Geltung kommt. Hinweis: Öffnungszeiten können variieren – am besten kurz vor dem Besuch über offizielle Kanäle oder das Hotel in Chiang Rai verifizieren. - Eintritt
Zum Zeitpunkt aktueller deutschsprachiger Reiseinformationen wird für Wat Rong Suea Ten in der Regel kein verpflichtender Eintrittspreis genannt; Spenden sind jedoch ausdrücklich erwünscht und tragen zum Unterhalt der Anlage bei. Da sich Modalitäten ändern können – etwa Einführung kleiner Eintrittsgelder oder Gebühren für bestimmte Bereiche –, sollten Reisende im Vorfeld oder direkt am Eingang auf aktuelle Hinweise achten. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, etwas Bargeld für Spenden bereitzuhalten, etwa 20–50 Baht (entspricht je nach Wechselkurs rund 0,50–1,50 €). - Beste Reisezeit und Tageszeit
Chiang Rai hat ein tropisches Klima mit einer relativ kühlen und trockenen Saison von etwa November bis Februar, einer heißen Saison bis etwa April und einer Regenzeit von etwa Mai bis Oktober. Viele Reiseexperten empfehlen den Besuch in den kühleren und trockeneren Monaten, wenn die Temperaturen tagsüber angenehmer sind und der Himmel oft klar ist – ideal, um das intensive Blau zu erleben. Unabhängig von der Jahreszeit sind die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag besonders angenehm, da es weniger heiß ist und der Andrang etwas niedriger sein kann. Mittags und in den frühen Nachmittagsstunden kommen häufig Reisegruppen aus Chiang Mai und anderen Regionen. - Kleiderordnung und Verhalten
Als buddhistischer Tempel gilt Wat Rong Suea Ten als heiliger Ort. Besuchende sollten ihre Schultern und Knie bedecken; ärmellose Oberteile, kurze Shorts oder sehr kurze Röcke gelten als unangemessen. Leichte, luftige Kleidung mit einem Tuch oder Schal zum Überwerfen ist ideal. Vor dem Betreten des Ubosot und anderer Innenräume werden die Schuhe ausgezogen. Im Inneren ist leises Verhalten angebracht; Sitzen mit den Füßen in Richtung Buddha-Statue sollte vermieden werden, da Füße als unrein gelten. Das Fotografieren ist in vielen Bereichen erlaubt, jedoch sollten Hinweisschilder beachtet und betende Menschen nicht aufdringlich aufgenommen werden. - Fotografieren
Der Blauer Tempel Chiang Rai ist stark instagrammable – entsprechend viele Besucher fotografieren. Offizielle Hinweise vor Ort regeln, wo fotografiert werden darf und ob Blitzlicht erlaubt ist. In der Regel sind Fotos im Außenbereich und im Hauptsaal gestattet, solange andere Gäste nicht gestört werden und religiöse Zeremonien respektiert werden. Für kommerzielle Foto-Shootings können gesonderte Regeln gelten; wer professionelle Shootings plant, sollte sich vorab mit der Tempelverwaltung oder über lokale Agenturen abstimmen. - Sprache vor Ort
Die Hauptsprache ist Thai; im religiösen Kontext sind oft auch Pali-Begriffe in Gebrauch. In Chiang Rai selbst und an stark frequentierten Sehenswürdigkeiten wie dem Blauen Tempel sprechen viele Menschen im Tourismusbereich zumindest grundlegendes Englisch. Deutsch wird selten gesprochen, daher erleichtert ein paar grundlegende englische oder thailändische Wörter den Kontakt. Beschilderungen sind oft zweisprachig in Thai und Englisch. - Zahlung und Währung
In Thailand wird mit Baht (THB) bezahlt. Kleinere Beträge für Spenden, Snacks oder Souvenirs am Tempel werden meist in bar beglichen. In Chiang Rai sind international gängige Kreditkarten in Hotels, größeren Restaurants und manchen Geschäften verbreitet; EC-/Girocards aus Deutschland werden hingegen nicht überall akzeptiert. Mobile Payment per Apple Pay oder Google Pay funktioniert teilweise, meist über hinterlegte Kreditkarten. Wer den Blauen Tempel besucht, sollte auf jeden Fall Bargeld in kleiner Stückelung dabeihaben. Preisangaben können aufgrund von Wechselkursschwankungen variieren; als grobe Orientierung entspricht 1 € meist etwa mehreren Dutzend Baht. - Trinkgeld
Trinkgeld ist in Thailand nicht verpflichtend, wird aber in touristischen Zusammenhängen geschätzt. In einfachen Restaurants rundet man kleine Beträge auf, in touristisch orientierten Lokalen sind 5–10 % bei gutem Service üblich. Für Taxifahrten oder Tuk-Tuk-Fahrten zum Tempel sind ein paar Baht Trinkgeld üblich, wenn der Service freundlich und fair war. Spenden im Tempel selbst gelten eher als religiöse Geste und werden getrennt behandelt. - Einreisebestimmungen und Gesundheitsvorsorge
Thailand ist für viele Deutsche ein visafreies Kurzreiseziel, die Regelungen können sich jedoch ändern. Deutsche Staatsbürger sollten daher vor der Reise die aktuellen Einreisebestimmungen, Visaregeln und gesundheitlichen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Reisen nach Thailand ist generell eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport sinnvoll. Für Nordthailand sind Standardimpfungen empfehlenswert; je nach Reiseprofil können zusätzliche Impfungen in Betracht kommen. Die Beratung durch ein Tropeninstitut oder einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt wird empfohlen. - Zeitzone und Zeitverschiebung
Chiang Rai liegt in der Zeitzone Indochina Time (ICT), also in Thailand Standard Time. Der Zeitunterschied zu Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) beträgt in der Regel +6 Stunden, während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) meist +5 Stunden. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Chiang Rai je nach Jahreszeit etwa 17:00 oder 18:00 Uhr.
Warum Wat Rong Suea Ten auf jede Chiang Rai-Reise gehört
Für viele Thailand-Kennerinnen und -Kenner ist Chiang Rai längst mehr als nur ein Abstecher von Chiang Mai aus. Die Stadt bietet eine entspannte Atmosphäre, vergleichsweise wenig Hochhäuser und eine lebendige Szene aus Cafés, Märkten und kleinen Galerien. Der Blauer Tempel Chiang Rai fügt dieser Mischung eine sehr eigene Facette hinzu: Er ist ein kompaktes, dennoch eindrückliches Gesamtkunstwerk, das sich ohne lange Wege erkunden lässt.
Die intensive Farbigkeit und die moderne Ausführung machen Wat Rong Suea Ten auch für Reisende interessant, die bereits viele klassische Wats gesehen haben. Während ältere Tempel oft mit dunklen Holzinterieurs und vergoldeten Details arbeiten, wirkt der Blaue Tempel fast futuristisch. Wer bereits den Weißen Tempel besucht hat, erkennt vielleicht Bezüge: Beide Projekte stammen aus dem Umfeld von Künstlern aus Chiang Rai, die traditionelle Formen radikal neu interpretieren. Gleichzeitig ist die Stimmung unterschiedlich: Der Weiße Tempel ist häufig sehr voll und wirkt fast wie ein Freilichtmuseum, der Blaue Tempel vermittelt eher das Gefühl eines funktionierenden, wenn auch populären Andachtsortes.
Ein reizvoller Tagesablauf für Besucher aus Deutschland kann etwa so aussehen: Vormittags Besuch des Weißen Tempels am Stadtrand von Chiang Rai, danach Mittagessen in der Stadt, am späten Nachmittag dann Wat Rong Suea Ten, gefolgt von einem Bummel über den Nachtmarkt von Chiang Rai. Viele Reiseanbieter und lokale Guides kombinieren die Tempel mit weiteren Stationen wie dem Schwarzen Haus (Baan Dam Museum) und Aussichtspunkten im Umland. Damit entsteht ein vielseitiges Bild der nordthailändischen Kultur – von tief religiös bis experimentell.
Kulturell gesehen bietet der Blaue Tempel einen niederschwelligen Einstieg in den Buddhismus: Durch die klare, fast grafische Bildsprache lassen sich zentrale Konzepte wie der Weg zur Erleuchtung, der Kreislauf von Wiedergeburt und Karma visuell nachvollziehen. Informationstafeln in Englisch und die Erklärungen lokaler Guides helfen dabei, Bilder und Symbole zu deuten. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann sich auf eine der Bänke im Hauptsaal setzen und die Ruhe auf sich wirken lassen – ein Kontrast zur oft sehr dynamischen Außenästhetik.
Für Fotograf:innen, Influencer und alle, die ihre Reise in sozialen Medien teilen möchten, ist Wat Rong Suea Ten ein Höhepunkt. Dabei lohnt es sich, auch abseits der ikonischen Perspektiven – etwa dem frontal fotografierten Ubosot – nach Details zu suchen: kleine Reliefs, Spiegelmosaike, die Spiegelung des Tempels in Pfützen nach einem tropischen Regenschauer oder der Kontrast zwischen blauer Architektur und den orangefarbenen Roben vorbeigehender Mönche.
Aus deutscher Perspektive ist der Besuch zudem ein anschauliches Beispiel dafür, wie Religion sich im 21. Jahrhundert im öffentlichen Raum inszeniert: nicht als Museumsstück, sondern als lebendiger Ort, der bewusst mit moderner Ästhetik und touristischer Wahrnehmung spielt. Wer sich für Architektur, zeitgenössische Kunst oder Religionssoziologie interessiert, findet hier ein spannendes Fallbeispiel – weit entfernt, aber kulturell anschlussfähig an Debatten über Sakralarchitektur auch in Europa.
Blauer Tempel Chiang Rai in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Medien hat sich der Blauer Tempel Chiang Rai zu einem der meistgeteilten Motive Nordthailands entwickelt. Reisende posten spektakuläre Bilder und Videos vor den Naga-Treppen, im blau-weißen Innenraum oder bei stimmungsvollen Sonnenuntergängen. Unter Hashtags wie #WatRongSueaTen oder #BlueTempleChiangRai lassen sich Eindrücke aus unterschiedlichen Jahreszeiten und zu verschiedenen Tageszeiten vergleichen – hilfreich, um den eigenen Besuch zu planen und realistische Erwartungen zu bekommen.
Blauer Tempel Chiang Rai — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Blauer Tempel Chiang Rai
Wo liegt der Blauer Tempel Chiang Rai genau?
Wat Rong Suea Ten befindet sich im Norden der Stadt Chiang Rai in Nordthailand, etwa 3 km nördlich des Stadtzentrums und in der Nähe des Kok-Flusses. Vom Busbahnhof oder Nachtmarkt aus ist er in rund 10–15 Minuten per Taxi oder Tuk-Tuk zu erreichen.
Wie unterscheidet sich Wat Rong Suea Ten vom Weißen Tempel?
Der Blaue Tempel setzt auf eine tiefblaue und goldene Farbgestaltung und einen relativ kompakten Anlagenplan, während der Weiße Tempel Wat Rong Khun stark auf strahlendes Weiß, Spiegelmosaike und ein weitläufiges Gelände setzt. Beide verbinden traditionelle buddhistische Symbolik mit zeitgenössischer Kunst, haben jedoch unterschiedliche künstlerische Handschriften und Wirkungen. Viele Reisende besuchen beide Tempel, um diese Kontraste bewusst zu erleben.
Muss ich für den Blauen Tempel Eintritt bezahlen?
Zum Zeitpunkt aktueller seriöser Reiseinformationen wird für den Besuch von Wat Rong Suea Ten üblicherweise kein fester Eintrittspreis erhoben; Spenden sind willkommen und unterstützen den Unterhalt der Anlage. Da sich Regelungen ändern können, sollten Besucher jedoch vor Ort auf Hinweise achten oder sich im Hotel bzw. bei offiziellen Informationsstellen nach aktuellen Konditionen erkundigen.
Welche Kleidung ist für den Besuch angemessen?
Als buddhistischer Tempel erwartet Wat Rong Suea Ten eine respektvolle Kleidung: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, ärmellose Oberteile oder sehr kurze Shorts und Röcke sind unpassend. Vor dem Betreten des Hauptgebäudes werden die Schuhe ausgezogen. Leichte, lange Kleidung eignet sich gut für das tropische Klima und erfüllt gleichzeitig die Vorgaben.
Wann ist die beste Reisezeit für den Blauen Tempel?
Besonders beliebt ist ein Besuch in den trockenen und relativ kühlen Monaten von etwa November bis Februar, wenn die Temperaturen angenehmer sind und die Sicht oft klar ist. Unabhängig von der Jahreszeit gelten die frühen Morgenstunden und der späte Nachmittag als ideal, um Hitze und starke Besuchermengen zu vermeiden und die besondere Lichtstimmung zu erleben.
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