Boudhanath Kathmandu, Reise

Boudhanath Kathmandu: Warum diese Stupa Nepal berĂĽhrt

20.05.2026 - 05:55:46 | ad-hoc-news.de

Boudhanath Kathmandu, die riesige Stupa Boudhanath in Kathmandu, Nepal, ist spirituelles Herz und Sinnesrausch zugleich – was macht diesen Ort so einzigartig für Reisende aus Deutschland?

Boudhanath Kathmandu, Reise, Kultur
Boudhanath Kathmandu, Reise, Kultur

Der erste Blick auf Boudhanath Kathmandu ist überwältigend: Über den Dächern von Kathmandu erhebt sich die schneeweiße Kuppel der Stupa Boudhanath, gekrönt von den allsehenden Buddha-Augen, während Tausende Gebetsfahnen im Wind flattern und Pilger leise Mantras murmeln. Für viele Besucher fühlt sich dieser Platz wie ein eigenes kleines Universum an – ein spirituelles Zentrum, das mitten im hektischen Kathmandu eine geradezu magische Ruhe ausstrahlt.

Boudhanath Kathmandu: Das ikonische Wahrzeichen von Kathmandu

Boudhanath, im Tibetischen oft „Jarung Khashor" genannt und sinngemäß als „Stupa der Erfüllung der Wünsche" übersetzt, ist eine der größten buddhistischen Stupas der Welt und seit 1979 Teil des UNESCO-Welterbes. Die UNESCO bezeichnet Boudhanath Kathmandu zusammen mit weiteren Monumenten des Kathmandu-Tals als „herausragendes Beispiel für religiöse Architektur und lebendiges Kulturerbe". Damit ist die Stupa nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen, sondern auch ein Symbol für die enge Verbindung zwischen Architektur, Religion und Alltagsleben in Nepal.

Die Stupa liegt im Nordosten der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu, etwas außerhalb des historischen Zentrums. Während die Gassen von Thamel vom Lärm des Verkehrs, Musik und Streetfood geprägt sind, herrscht rund um Boudhanath eine andere Energie: Gebetsmühlen klacken, Mönche in bordeauxroten Roben ziehen im Uhrzeigersinn um die Stupa, Händler bieten Butterlampen, Gebetsketten und Thangka-Malereien an. Deutsche Reisende erleben hier oft erstmals die starke Präsenz des tibetischen Buddhismus in Nepal.

Für die vielen tibetischen Exilanten, die sich nach der chinesischen Besetzung Tibets in Nepal niedergelassen haben, ist Boudhanath einer der wichtigsten spirituellen Bezugspunkte außerhalb Tibets. Laut der Deutschen Welle und dem Auslandsdienst der BBC wird Boudhanath häufig als „kleines Tibet in Kathmandu" beschrieben – ein Ausdruck, der die Dichte an Klöstern, Mönchen und tibetischer Kultur im Viertel rund um die Stupa einfängt.

Geschichte und Bedeutung von Boudhanath

Die Geschichte von Boudhanath ist von Legenden umwoben. Gesicherte historische Quellen deuten darauf hin, dass an diesem Ort bereits im frühen 1. Jahrtausend n. Chr. eine Stupa existierte. Fachbeiträge der UNESCO und des International Council on Monuments and Sites (ICOMOS) verorten die frühe Phase des Heiligtums in die Zeit der Licchavi-Dynastie, die im Kathmandu-Tal etwa vom 4. bis zum 9. Jahrhundert herrschte. Damit ist Boudhanath deutlich älter als bekannte nepalische Wahrzeichen wie viele Paläste der späteren Malla-Dynastie – und erheblich älter als etwa das Brandenburger Tor in Berlin (fertiggestellt 1791).

In der mündlichen Überlieferung erzählt man sich, eine fromme Frau namens Jadzim oder Jyazima habe die erste Stupa errichten lassen. Diese Legende wird in verschiedenen Varianten in tibetischen Quellen erwähnt und von Kulturmagazinen wie GEO und Merian in deutscher Sprache aufgegriffen. Historiker betonen allerdings, dass diese Figur eher als symbolische Person zu verstehen ist, die den Glauben und die Großzügigkeit der religiösen Gemeinschaft verkörpert.

Die Stupa von Boudhanath liegt an einer alten Handelsroute, die das Kathmandu-Tal mit Tibet verband. Kaufleute, Pilger und Karawanen, die über die hohen Himalaya-Pässe zogen, hielten hier an, um Schutz und gutes Gelingen ihrer Reise zu erbitten. Laut Berichten des Deutsch-Nepalischen Freundschaftsvereins war Boudhanath über Jahrhunderte ein zentraler Knotenpunkt zwischen der Kultur des Hochlands Tibet und der hinduistisch geprägten Welt des indischen Subkontinents. Bis heute ist dieser Austausch spürbar: In den Straßen rund um die Stupa hört man Nepali, Tibetisch, Englisch – und gelegentlich auch Deutsch.

Die religiöse Bedeutung von Boudhanath ist enorm. Für tibetische Buddhisten steht die Stupa in Verbindung mit dem Bodhisattva Avalokiteshvara, dem Verkörperer des Mitgefühls. Die allsehenden Augen, die auf alle vier Himmelsrichtungen blicken, sollen symbolisieren, dass das erwachte Bewusstsein alles wahrnimmt und nichts vergessen wird. Die UNESCO und religiöse Studienwerke beschreiben Boudhanath als eine der wichtigsten Pilgerstätten des tibetischen Buddhismus außerhalb Tibets, vergleichbar mit Lumbini (dem Geburtsort Buddhas) innerhalb Nepals oder dem Jokhang-Tempel in Lhasa.

Im 20. Jahrhundert gewann Boudhanath nochmals an Bedeutung, als nach dem Tibetaufstand 1959 und den folgenden politischen Entwicklungen viele Tibeter nach Nepal flohen und im Umfeld der Stupa neue Klöster gründeten. Die deutschsprachige Ausgabe von National Geographic und Berichte der Deutschen Welle weisen darauf hin, dass der Stadtteil Boudha heute eine der größten tibetischen Exilgemeinden in Nepal beherbergt. Damit ist Boudhanath nicht nur ein historisches Monument, sondern auch ein lebendiges Symbol für Flucht, Neuanfang und kulturelle Kontinuität.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Schon aus einiger Entfernung prägt die Silhouette von Boudhanath Kathmandu den Himmel über dem Nordosten der Stadt. Die Stupa folgt einem strengen Symbolismus, der im tibetischen Buddhismus tief verankert ist. Fachtexte von ICOMOS, der UNESCO und Kunsthistorikern erklären, dass die verschiedenen Ebenen der Stupa einzelne Aspekte des buddhistischen Weges zur Erleuchtung darstellen. Für deutsche Reisende, die meist eher Kirchenarchitektur gewohnt sind, ist dieser Symbolbau besonders faszinierend.

Die gewaltige weiße Halbkugel – die eigentliche Kuppel – symbolisiert nach buddhistischer Interpretation das Element Wasser und zugleich die Fülle des Seins. Auf ihr ruht ein quadratischer Turm, der sogenannte Harmika, auf dessen vier Seiten die berühmten Buddha-Augen und ein stilisiertes „Fragezeichen" zu sehen sind. Dieses Zeichen stellt die nepalesische Ziffer für „1" dar und steht für die Einheit allen Seins – ein Detail, das häufig in Reiseführern wie denen von Marco Polo und Lonely Planet hervorgehoben wird.

Über der Harmika erhebt sich ein konischer Turm aus 13 gestuften Ringen, die die dreizehn Stufen auf dem Weg zur Erleuchtung symbolisieren. Den Abschluss bildet ein goldfarbenes Schirmdach, das an königliche Sonnenschirme erinnert, wie sie in vielen asiatischen Kulturen als Zeichen spiritueller und weltlicher Würde gelten. In ihrer Gesamtheit soll die Stupa den Kosmos darstellen: vom quadratischen Fundament (Erde) über die runde Kuppel (Wasser), den konischen Turm (Feuer), das Schirmdach (Luft) bis hin zur Spitze (Raum oder Äther).

Die gesamte Anlage ist von einem kreisförmigen, erhöhten Umgang umgeben. Pilgerinnen und Pilger umrunden die Stupa im Uhrzeigersinn – eine Praxis, die auf Tibetisch „Kora" genannt wird. Dabei drehen sie unzählige Gebetsmühlen, die in Reihen entlang der weißen Mauern eingelassen sind. Jede Drehung entspricht einem gesprochenen Mantra, typischerweise „Om mani padme hum". Reiseführer wie der ADAC-Reiseführer Nepal betonen, dass Besucher respektvoll in dieselbe Richtung gehen sollten, wenn sie sich auf dem Stupa-Ring bewegen.

Rund um die Stupa liegen zahlreiche Klöster (Gompas), Schreine und Dachterrassen. Viele dieser Klöster wurden im 20. Jahrhundert von tibetischen Exilgemeinschaften nach traditionellen Vorbildern errichtet. In ihren Innenräumen finden sich reich verzierte Wandmalereien, kunstvolle Mandalas und große Buddha-Statuen. Kunsthistorische Studien aus dem deutschsprachigen Raum – etwa in Zeitschriften wie „Kunst und Kultur Asiens" – heben hervor, dass Boudhanath ein lebendiges Museum tibetischer Kunst im Exil darstellt, in dem sich traditionelle Maltechniken und moderne Restaurierungsarbeit begegnen.

Der Platz rund um Boudhanath hat sich in den letzten Jahrzehnten sichtbar verändert. Nach dem schweren Erdbeben in Nepal im April 2015 wurde die Stupa beschädigt, insbesondere die Spitze. Internationale Medien wie BBC, Deutsche Welle und ZDF berichteten ausführlich über die Restaurierungsarbeiten, die von der nepalesischen Denkmalpflegebehörde in Zusammenarbeit mit buddhistischen Gemeinschaften und Experten für Kulturerbe koordiniert wurden. Die Wiedereröffnung der vollständig restaurierten Stupa im Jahr 2016 wurde mit großen Ritualen und Festlichkeiten begangen. Seither erstrahlt Boudhanath wieder in frischem Weiß und Gold – für viele ein Symbol des Wiederaufbaus in Nepal.

Auch heute ist die Stupa kein eingefrorenes Museum, sondern wird kontinuierlich gepflegt. Tagsüber sieht man Arbeiterinnen und Arbeiter, die die Kuppel reinigen, frische Farbschichten auftragen oder Gebetsfahnen erneuern. Bei Sonnenuntergang entzünden Pilger und lokale Bewohner Hunderte von Butterlampen, die ein warmes, flackerndes Licht um die Stupa legen. Kulturmagazine wie Merian beschreiben diese Stunden zwischen Dämmerung und Nacht als den atmosphärisch dichtesten Moment: die Geräusche der Stadt treten zurück, während Gebete, Gesänge und Glocken den Platz erfüllen.

Boudhanath Kathmandu besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Stupa Boudhanath liegt im Stadtteil Boudha im Nordosten von Kathmandu, nur wenige Kilometer vom internationalen Flughafen Tribhuvan entfernt. Vom Stadtzentrum (Thamel, Durbar Square) ist Boudhanath mit Taxi oder Ride-Hailing-Diensten erreichbar. Für Reisende aus Deutschland führen in der Regel internationale Flüge mit Umstieg – etwa über Istanbul, Doha, Dubai oder Neu-Delhi – nach Kathmandu. Die Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin liegt je nach Verbindung meist zwischen 11 und 14 Stunden, inklusive Umstieg. Direktflüge gibt es derzeit nicht in stabiler Regelmäßigkeit; aktuelle Verbindungen sollten über Airlines oder Reiseportale geprüft werden.
  • Ă–ffnungszeiten
    Boudhanath ist als religiöse Stätte grundsätzlich von früh morgens bis in den späten Abend hinein zugänglich. Viele Klöster öffnen ihre Tore zum Morgengebet im ersten Tageslicht, und die Stupa selbst ist für die Kora im Prinzip den ganzen Tag über offen. Offizielle Quellen und Reisehandbücher weisen jedoch darauf hin, dass sich Öffnungszeiten einzelner Klöster, Dachterrassen-Cafés und Museumsteile ändern können. Deshalb gilt der Hinweis: Öffnungszeiten können variieren – aktuelle Informationen sollten direkt bei Boudhanath Kathmandu, etwa über lokale Ansprechpartner, Hotels oder die Tourismusbehörde, eingeholt werden.
  • Eintritt
    Für internationale Besucher wird für den Zugang zum inneren Bereich um die Stupa in der Regel eine Eintrittsgebühr erhoben, die dazu dient, die Anlage und das Umfeld zu erhalten. Reiseführer, darunter Marco Polo und verschiedene deutschsprachige Nepal-Guides, nennen Beträge im unteren einstelligen Euro-Bereich, umgerechnet in die lokale Währung Nepalesische Rupie (NPR). Da sich Gebühren und Wechselkurse ändern können, sollten Reisende vor Ort mit einem Betrag im Bereich weniger Euro rechnen und sich tagesaktuell informieren. Als grobe Orientierung liegt der Eintritt häufig bei rund 2–4 € (entsprechende Summe in NPR), ohne Gewähr für tagesgenaue Zahlen.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Nepal lässt sich grundsätzlich in die Trockenzeiten im Herbst und Frühjahr sowie die Regenzeit (Monsun) im Sommer einteilen. Reiseveranstalter, die Deutsche Zentrale für Tourismus (in ihren globalen Empfehlungen) und deutschsprachige Magazine empfehlen für Kathmandu insbesondere die Monate Oktober bis November sowie März bis April. In diesen Monaten sind die Temperaturen meist angenehm und die Luft klarer. Für Boudhanath selbst gelten die frühen Morgenstunden und die Zeit kurz vor Sonnenuntergang als besonders stimmungsvoll. Morgens sind Pilgerprozessionen und Mönchsgebete zu erleben, abends tauchen Butterlampen und warmes Licht die Stupa in eine nahezu meditative Atmosphäre. Wer Menschenmassen vermeiden möchte, sollte Hochfeiertage wie Losar (tibetisches Neujahr) oder große buddhistische Festtage zwar nicht meiden, aber sich auf sehr großen Andrang einstellen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleiderordnung, Fotografieren
    In Kathmandu wird offiziell Nepali gesprochen, rund um Boudhanath ist auch Tibetisch verbreitet. Englisch ist im Tourismusbereich weitgehend üblich; Deutsch wird nur vereinzelt verstanden. Mit einfachen englischen Sätzen kommen Reisende aus Deutschland in Hotels, Restaurants und bei Taxis in der Regel gut zurecht.

    Zahlen kann man in vielen Unterkünften und größeren Restaurants mit internationalen Kreditkarten, häufig Visa und Mastercard. Kleinere Läden, Straßenstände und manche Klöster bevorzugen jedoch Bargeld in Nepalesischen Rupien. Euro werden selten direkt akzeptiert; ein Umtausch in lokale Währung oder Abhebung am Geldautomaten ist üblich. Deutsche Girocards (frühere EC-Karten) funktionieren nicht immer zuverlässig, weshalb eine Kreditkarte empfohlen wird. Apple Pay und Google Pay sind zwar im Kommen, aber längst nicht überall Standard.

    Trinkgeld ist in Nepal nicht strikt vorgeschrieben, wird aber in touristischen Kontexten erwartet und geschätzt. In Restaurants sind 5–10 % üblich, sofern kein Servicezuschlag berechnet wird. Für Führungen, Tuk-Tuk- oder Taxifahrten sowie Gepäckträger an Hotels ist ein kleines Trinkgeld angemessen. Bei Klöstern und an der Stupa sind Spendenboxen aufgestellt; hier sollte jeder nach eigenem Ermessen geben, ohne sich gedrängt zu fühlen.

    Als heilige Stätte verlangt Boudhanath eine respektvolle Kleidung. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, sehr kurze Hosen oder Trägertops sind unpassend. Schuhe werden in Innenräumen von Klöstern und vor bestimmten Schreinen ausgezogen. Fotografieren ist im Außenbereich der Stupa grundsätzlich erlaubt und wird aufgrund der ikonischen Motive auch rege genutzt. In Klöstern und Innenräumen gelten oft Einschränkungen; Schilder oder Hinweise von Mönchen sind unbedingt zu respektieren. Eine freundliche Nachfrage, bevor Menschen direkt fotografiert werden – insbesondere Mönche oder ältere Pilger – ist selbstverständlich.
  • Gesundheit, Sicherheit und Einreise
    Für Reisen nach Nepal ist eine solide Reisevorbereitung wichtig. Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Nepal in der Regel ein Visum, das häufig bei Ankunft am Flughafen (Visa on Arrival) oder vorab bei nepalesischen Auslandsvertretungen beantragt werden kann. Da sich Einreisebestimmungen ändern können, sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.

    Innerhalb von Kathmandu sind übliche Vorsichtsmaßnahmen angebracht: auf Verkehr achten, Wertgegenstände körpernah tragen und nachts abgelegene Gebiete meiden. Rund um Boudhanath gilt das Viertel im Allgemeinen als vergleichsweise ruhig und sicher. Gesundheitsbehörden und Reisemediziner empfehlen vor einer Nepal-Reise Standardimpfungen zu überprüfen und eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport abzuschließen. Leitungswasser sollte nicht direkt getrunken werden; abgefülltes oder filtriertes Wasser ist die sicherere Wahl.
  • Zeitzone und Klima
    Nepal liegt in der Zeitzone Nepal Time (NPT), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um 4 Stunden und 45 Minuten voraus ist. Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Zeitunterschied 3 Stunden und 45 Minuten. Das Klima in Kathmandu ist subtropisch mit ausgeprägten Jahreszeiten. Im Winter kann es nachts kühl werden, tagsüber sind die Temperaturen aber oft mild. Im Sommer bringt der Monsun kräftige Regenfälle, die Straßen in und um Kathmandu mitunter schwierig passierbar machen können. Für Besuche bei Boudhanath empfiehlt sich leichte, aber nicht zu freizügige Kleidung, ergänzt durch eine dünne Jacke für die Abendstunden.

Warum Boudhanath auf jede Kathmandu-Reise gehört

Wer aus Deutschland nach Nepal reist, verbindet damit oft den Traum vom Himalaya, von Trekkingrouten rund um den Annapurna oder den Mount Everest. Doch gerade Boudhanath Kathmandu zeigt, dass eine Reise nach Nepal weit mehr ist als ein Bergabenteuer. Die Stupa ist ein Ort, an dem sich Spiritualität, Alltag und Diaspora-Kultur auf einzigartige Weise verdichten. Deutsche Reisemagazine wie Merian und GEO beschreiben Boudhanath immer wieder als emotionalen Höhepunkt einer Kathmandu-Reise.

Die Atmosphäre des Ortes verändert sich im Lauf des Tages: Morgens wirkt die Stupa wie in Meditation versunken, wenn Mönche Mantras rezitieren und erste Sonnenstrahlen die Kuppel streifen. Mittags erfüllt der Duft von Butterlampen und Räucherstäbchen die Luft, während sich Touristinnen, Pilger und Händler mischen. Am Abend schließlich glimmt die Stupa im Licht Hunderter Lämpchen, die in kleinen Messingschalen brennen. Diese Wandlung macht den Besuch zu einem Erlebnis, das sich nur schwer in Fotos oder Videos einfangen lässt – und dennoch zu den am häufigsten geteilten Motiven in den sozialen Medien gehört.

Für Reisende aus der DACH-Region bietet Boudhanath die Gelegenheit, tibetischen Buddhismus in einer Intensität zu erleben, die in Europa kaum vorstellbar ist. Anders als in vielen europäischen Kirchen ist es hier ganz normal, dass Besucher sich mitten unter die Pilger mischen, mit ihnen die Stupa umrunden, eine Gebetsmühle drehen oder eine Butterlampe entzünden. Religionswissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass es wichtig ist, diesen Praktiken respektvoll zu begegnen und sie nicht als „Attraktion" zu betrachten. Boudhanath ist vor allem ein Ort lebendiger Frömmigkeit, kein Freizeitpark.

Im Viertel rund um die Stupa haben sich zahlreiche Cafés, Gästehäuser und kleine Hotels angesiedelt. Von den Dachterrassen vieler Häuser eröffnet sich ein beeindruckender Rundumblick auf die Stupa und die umgebenden Klöster – ein beliebter Ort, um bei nepalesischem Tee oder tibetischen Gerichten wie Momos den Sonnenuntergang zu genießen. Im Vergleich zu anderen Stadtvierteln wirkt Boudha vielerorts entspannter, was vor allem nach der langen Anreise aus Deutschland wohltuend sein kann.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Stupa liegt relativ nahe am Flughafen, was Boudhanath zu einem idealen ersten oder letzten Programmpunkt einer Nepal-Reise macht. Viele Reiseveranstalter und individuelle Traveller nutzen die Nähe, um auf dem Weg zum oder vom Flughafen einen Zwischenstopp einzulegen. Wer jedoch nur ein oder zwei Stunden einplant, unterschätzt oft, wie viel es rund um die Stupa zu entdecken gibt – von Buchläden über Kunsthandwerk bis hin zu Meditationszentren.

Boudhanath Kathmandu in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien ist Boudhanath längst ein „Star". Reisende teilen beeindruckende Panoramaaufnahmen, Nahaufnahmen der Buddha-Augen und stimmungsvolle Videos von Butterlampen bei Nacht. Hashtags wie #Boudhanath, #Boudha oder #Kathmandu sind mit tausenden Beiträgen auf Instagram, YouTube und TikTok verknüpft. Dabei zeigt sich ein Trend zu achtsamen und respektvollen Darstellungen: Viele Creator aus Deutschland berichten nicht nur über die fotogene Kulisse, sondern auch über persönliche Eindrücke von Ruhe, Spiritualität und interkulturellen Begegnungen.

Häufige Fragen zu Boudhanath Kathmandu

Wo liegt Boudhanath Kathmandu genau?

Boudhanath liegt im Stadtteil Boudha im Nordosten von Kathmandu, nur wenige Kilometer östlich des Stadtzentrums und in relativer Nähe zum internationalen Flughafen Tribhuvan. Der Stupa-Platz ist über Hauptstraßen, Taxis und lokale Verkehrsmittel leicht erreichbar.

Warum ist Boudhanath so wichtig fĂĽr den tibetischen Buddhismus?

Boudhanath gilt als eine der bedeutendsten Stupas des tibetischen Buddhismus außerhalb Tibets. Historisch lag der Ort an einer zentralen Handelsroute nach Tibet, und im 20. Jahrhundert entwickelte sich rund um die Stupa eine große tibetische Exilgemeinde. Die UNESCO und religiöse Studien beschreiben Boudhanath als Pilgerzentrum, das für viele tibetische Buddhisten vergleichbare emotionale Bedeutung hat wie wichtige Heiligtümer in ihrer Heimat.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr den Besuch von Boudhanath einplanen?

Viele Reiseführer empfehlen, mindestens zwei bis drei Stunden einzuplanen, um die Stupa zu umrunden, Klöster zu besuchen und den Platz auf sich wirken zu lassen. Wer das Viertel intensiver erleben, in Cafés einkehren oder an Zeremonien teilnehmen möchte, sollte einen halben Tag oder sogar einen ganzen Tag vorsehen.

Wann ist die beste Jahres- und Tageszeit fĂĽr einen Besuch?

Als beste Reisezeiten für Kathmandu gelten der Herbst (Oktober–November) und das Frühjahr (März–April), wenn das Wetter meist trocken und angenehm ist. Für Boudhanath sind besonders die frühen Morgenstunden und der frühe Abend stimmungsvoll, wenn Gebete stattfinden und die Stupa von Butterlampen beleuchtet wird.

Braucht man für Nepal ein Visum und besondere Formalitäten?

Für deutsche Staatsbürger ist für Nepal in der Regel ein Visum erforderlich, das häufig bei Einreise („Visa on Arrival") oder vorab bei nepalesischen Vertretungen beantragt werden kann. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende vor der Abreise die aktuellen Einreisebedingungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.

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