Catedral de Mallorca, Palma

Catedral de Mallorca: gotische Kathedrale über dem Meer

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 06:19 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Catedral de Mallorca in Palma erhebt sich als gotische Kathedrale über dem Meer und verbindet mediterrane Gotik mit späteren Umbauten.

Schwarzweiss-Reportage vom Wahrzeichen Kathedrale von Palma in Palma, Spanien
Schwarzweiss-Reportagebild vom Wahrzeichen Kathedrale von Palma in Palma Spanien, dokumentarische Reisefotografie mit starken Kontrasten, Illustration mit AI erstellt.

Die Catedral de Mallorca in Palma ist die große gotische Kathedrale der Insel und prägt mit ihrem hohen Steinbau und der Lage nahe dem Meer die Silhouette der Stadt. Ihre Wurzeln reichen in das 13. Jahrhundert und damit in die Zeit der Eroberung Mallorcas durch König Jaume I. von Aragón, wodurch sich Baugeschichte und Stadtgeschichte eng miteinander verbinden.

Catedral de Mallorca: mediterrane Gotik am Rand der Bucht

Die Catedral de Mallorca steht am Rand der Altstadt von Palma und fällt durch ihre Höhenentwicklung und den Bezug zur Bucht auf. Der Bau gehört zur mediterranen beziehungsweise katalanischen Gotik und wurde zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert errichtet, wobei sich verschiedene Bauphasen in der Struktur des Langhauses und der Fassaden ablesen lassen.Zwischen dem 13. und dem 17. Jahrhundert Der Grundstein des Bauwerks steht in Zusammenhang mit der christlichen Eroberung Mallorcas im Jahr 1229 durch Jaume I., nach der an prominenter Stelle der Stadt ein großer Kathedralbau vorbereitet wurde.Die christliche Eroberung durch Jaume I. 1229

Die Kathedrale ist ein langgestreckter Saalbau mit hohen Mauern und außen sichtbaren Strebepfeilern, die das Gewölbe des Innenraums tragen. In der äußeren Erscheinung überwiegt der gotische Charakter, doch an einzelnen Partien sind spätere Ergänzungen und Umbauten im neugotischen Stil erkennbar, insbesondere an der Westfassade, die im 19. Jahrhundert neu gefasst wurde.Die neugotische Westfassade aus dem 19. Jahrhundert Im Inneren spannt sich ein hoher Hallenraum mit mehreren Schiffen und seitlichen Kapellen, der das Verhältnis von massiver Außenform und weitem Innenraum besonders deutlich macht.Großer Innenraum im Verhältnis zur Masse

Geschichte zwischen Aragón, Bistum Mallorca und Erdbeben

Die Entstehung der Catedral de Mallorca ist eng mit der Herrschaft des Königreichs Aragón und der Einrichtung des Bistums Mallorca verbunden.Königreich Aragón und Bistum Mallorca Nach der Eroberung 1229 wurde der Standort der ehemaligen Hauptmoschee der Stadt dem Marienpatrozinium gewidmet und als Platz für den neuen Kathedralbau bestimmt. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden der Chorbereich und die königliche Kapelle, in der sich die Gräber der Herrscher des Königshauses von Mallorca befinden.Kapelle mit Gräbern des Königshauses von Mallorca

Die Weihe der Kathedrale fällt in das 14. Jahrhundert, während einzelne Bauteile wie der Glockenturm und das Hauptportal in den folgenden Jahrhunderten vollendet wurden.Weihe im 14. Jahrhundert und spätere Fertigstellungen Im Mai 1851 beschädigte ein Erdbeben die ursprüngliche Westfassade schwer, woraufhin der Architekt Juan Bautista Peyronnet im Auftrag des Bischofs Miquel Salvà eine neue neugotische Front entwarf und zwischen 1852 und 1888 ausführte. Damit erhielt die Kathedrale an dieser Seite eine jüngere Architektur, die sich von den älteren gotischen Partien unterscheidet.Juan Bautista Peyronnet und die neugotische Front

Licht, Rosette und Raum im Inneren der Kathedrale

Im Innenraum der Catedral de Mallorca prägen hohe Pfeiler, ein weit gespanntes Gewölbe und ein großer Chorbereich den Raumeindruck. Charakteristisch ist die große Rosette an der Ostseite, deren Durchmesser zu den markanten Maßen der Kathedrale zählt und die als eines der bekannten Elemente der mallorquinischen Gotik gilt.Berühmte Rosette der Catedral de Mallorca Farbige Glasfenster lassen Licht in unterschiedlichen Farbtönen in den Innenraum fallen, wobei sich die Wirkung je nach Tageslauf und Stand der Sonne verändert.

In den seitlichen Kapellen und am Hochaltar finden sich Kunstwerke verschiedener Epochen von der Gotik über die Renaissance bis zum Barock und zur Neuzeit. Einzelne Bereiche wurden im 20. Jahrhundert durch moderne Gestaltungen ergänzt, wodurch der mittelalterliche Bau Elemente zeitgenössischer Kunst integriert.Kunstwerke verschiedener Epochen im Innenraum Die Verbindung von langfristiger Baugeschichte, einem klar gegliederten Raum und der wechselnden Lichtwirkung gehört zu den Merkmalen, die einen Besuch der Kathedrale prägen.

Catedral de Mallorca besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Catedral de Mallorca liegt am Rand der Altstadt von Palma, wenige Schritte von der Uferlinie der Bucht entfernt und nahe wichtigen Straßenachsen der Stadt.
  • Der Zugang zur Kathedrale führt über gepflasterte Wege und Treppenanlagen mit mehreren Stufen, die das Gelände zwischen Altstadt und Meeresrand überwinden.
  • Vom Platz vor der Kathedrale bestehen Blickbeziehungen zur Uferpromenade und zur benachbarten ehemaligen Stadtmauer, sodass sich der Bau gut mit einem Rundgang durch die historische Innenstadt verbinden lässt.
  • Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Catedral de Mallorca: häufige Fragen

Wo liegt die Catedral de Mallorca?

Die Catedral de Mallorca steht in Palma auf der Insel Mallorca im Osten Spaniens, am Rand der Altstadt und nahe der Bucht von Palma.

Was bietet ein Besuch der Kathedrale?

Ein Besuch führt in einen hohen gotischen Innenraum mit Rosette, Glasfenstern und Kapellen, in denen sich Kunstwerke verschiedener Epochen von der Gotik bis zur Neuzeit befinden.

Was kennzeichnet die Architektur der Catedral de Mallorca?

Kennzeichnend sind die mediterrane Gotik mit langgestrecktem Kirchenschiff, außen sichtbaren Strebepfeilern, der großen Rosette und der erneuerten neugotischen Westfassade aus dem 19. Jahrhundert.

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