Catedral de Sevilla, Sevilla

Catedral de Sevilla und die erhaltene Giralda

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 11:27 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Catedral de Sevilla verbindet gotische Weite mit dem almohadischen Turm der Giralda und fĂŒhrt mitten in Sevillas Baugeschichte.

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Die Catedral de Sevilla verbindet die Weite einer gotischen Kathedrale mit der erhaltenen Giralda, dem ehemaligen Minarett der almohadischen Hauptmoschee. In Sevilla stehen dadurch zwei architektonische Zeiten sichtbar nebeneinander: die mittelalterliche islamische Turmanlage und der christliche Kirchenbau, dessen Errichtung im 15. Jahrhundert begann.

Catedral de Sevilla zwischen Moschee und Gotik

Die Catedral de Sevilla entstand auf dem Areal der frĂŒheren Hauptmoschee Sevillas. Die almohadische Moschee wurde im spĂ€ten 12. Jahrhundert errichtet; ihre Giralda blieb als Turm erhalten und wurde spĂ€ter zum Glockenturm der Kathedrale. Diese Verbindung prĂ€gt den Bau stĂ€rker als jede einzelne Fassade.

Der Neubau der Kathedrale begann nach der Überlieferung 1401, die Bauarbeiten sind in den Quellen ab 1402 beziehungsweise 1403 greifbar. Der gotische Hauptbau wurde 1506 vollendet. Im Jahr 1403 gegrĂŒndet entstand ein Sakralbau, dessen Formen ĂŒber die mittelalterliche Stadt hinausweisen.

Die Bauzeit fÀllt in eine Epoche, in der Sevilla als bedeutendes Zentrum des iberischen Königreichs wuchs. Stein, Strebewerk, hohe Gewölbe und weit gespannte Schiffe bestimmen den gotischen Charakter. Renaissanceelemente kamen in spÀteren Bauphasen hinzu und erweiterten das Ensemble um Kapellen, Sakristeien und weitere RÀume.

Die Giralda als Wandel aus Stein

Die Giralda steht an der SĂŒdostseite der Kathedrale und besitzt einen quadratischen Grundriss. Ihr unterer Teil gehört zum almohadischen Minarett der Moschee. Die AußenflĂ€chen zeigen ein regelmĂ€ĂŸiges geometrisches Dekor aus Ziegeln, Bögen und netzartigen Mustern.

Nach der christlichen Eroberung Sevillas im Jahr 1248 blieb der Turm bestehen. Im 16. Jahrhundert erhielt er einen Renaissanceaufsatz mit Glocken und die Figur des Giraldillo als Wetterfahne. Die Giralda war ein almohadisches Minarett und ist als solcher Teil der sichtbaren Baugeschichte des Ensembles.

Der Turm erreicht mit der Wetterfahne eine Höhe von 97,52 Metern. Der Aufstieg fĂŒhrt nicht ĂŒber eine schmale Wendeltreppe, sondern ĂŒber ansteigende Rampen im Inneren. Die Rampen gehören zur baulichen Eigenart der Giralda und machen ihre vertikale Struktur als begehbaren Raum erfahrbar.

Der Renaissanceaufsatz unterscheidet sich deutlich vom Ă€lteren Turmschaft. Unten dominiert die zurĂŒckhaltende, ornamentale Ziegelarchitektur der Almohaden. Oben erscheinen Glocken, Balustraden und die bewegte Silhouette des christlichen Aufbaus.

Gotische RĂ€ume, Kapellen und Welterbe

Der gotische Teil der Catedral de Sevilla misst 126 Meter in der LÀnge und 76 Meter in der Breite. Das Mittelschiff steigt bis zu 36 Meter auf. Hohe Pfeiler gliedern den Innenraum, wÀhrend Seitenkapellen, Chorumgang und NebenrÀume den Grundriss erweitern.

Die Kathedrale gehört seit 1987 zum UNESCO-Welterbe „Kathedrale, AlcĂĄzar und Archivo de Indias in Sevilla“. Die UNESCO-Aufnahme von 1987 umfasst das Bauwerk gemeinsam mit dem königlichen Palast und dem historischen Archiv.

Im Inneren liegen zahlreiche Kapellen mit AltÀren, GrabmÀlern, GemÀlden und Skulpturen. Die Königskapelle gehört zu den markanten Bereichen des Komplexes. Auch die Hauptsakristei und der Kapitelsaal tragen Renaissanceformen, die sich von der gotischen Weite des Hauptschiffs abheben.

Der Patio de los Naranjos erinnert an die frĂŒhere Moschee. OrangenbĂ€ume stehen in einem umgrenzten Hof, der zur Kathedrale gehört und die Verbindung zwischen islamischer Vorgeschichte und christlichem Gotteshaus rĂ€umlich sichtbar hĂ€lt.

Die Catedral de Sevilla ist damit kein Bauwerk aus nur einer abgeschlossenen Stilphase. Almohadische Ziegelornamente, gotische Gewölbe und Renaissancearchitektur bilden ein zusammenhÀngendes Ensemble. Die Geschichte lÀsst sich an Mauern, Turm, Hof und Kapellen ablesen.

Catedral de Sevilla besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Catedral de Sevilla liegt im historischen Zentrum von Sevilla nahe der Plaza de la Virgen de los Reyes. Der Bahnhof Santa Justa liegt im östlichen Stadtgebiet; die Altstadt ist ĂŒber das stĂ€dtische Verkehrsnetz erreichbar.
  • Der Aufstieg in der Giralda fĂŒhrt ĂŒber Rampen durch den Turmschaft. Der Weg endet im Glockenbereich und bietet dort Ausblicke ĂŒber die DĂ€cher der Altstadt.
  • Der Zugang zur Catedral de Sevilla verbindet mehrere Innenbereiche mit unterschiedlichen Raumhöhen. Zum Komplex gehören der Patio de los Naranjos, die Kapellen, der Hauptsaal und die Giralda.
  • Amtssprache ist Spanisch, gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Catedral de Sevilla auf Social-Media-Plattformen

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Catedral de Sevilla: hÀufige Fragen

Wo liegt die Catedral de Sevilla?

Die Catedral de Sevilla liegt im historischen Zentrum von Sevilla in Spanien. In ihrer Umgebung befinden sich der AlcĂĄzar, das Archivo de Indias und die Plaza de la Virgen de los Reyes.

Was bietet ein Besuch der Catedral de Sevilla?

Zu sehen sind der gotische Kirchenraum, Kapellen, Renaissancebereiche, der Patio de los Naranjos und die Giralda. Der Turm besitzt Rampen bis zum Glockenbereich.

Was kennzeichnet die Catedral de Sevilla?

Das Ensemble verbindet die gotische Kathedrale mit der almohadischen Giralda. Seit 1987 gehört es zum UNESCO-Welterbe von Sevilla.

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