Changdeokgung Seoul, Reise

Changdeokgung Seoul: Königspalast zwischen Kiefern und Glasfassaden

20.05.2026 - 21:03:51 | ad-hoc-news.de

Changdeokgung Seoul, der „Palast der erhabenen Tugend“, gehört zum UNESCO-Welterbe und zeigt inmitten von Seoul, Sudkorea, eine stille, grüne Welt – warum berührt dieser Ort viele Reisende stärker als jeder Wolkenkratzer?

Changdeokgung Seoul, Reise, Wahrzeichen
Changdeokgung Seoul, Reise, Wahrzeichen

Nur wenige Minuten vom dichten Verkehrsfluss der Innenstadt entfernt öffnet sich hinter einem schlichten Tor eine andere Welt: Changdeokgung Seoul, der historische Königspalast Changdeokgung, liegt wie eine stille Insel aus Holz, Stein und Gartenkunst inmitten der pulsierenden Metropole.

Zwischen Kiefern, Ahornbäumen und streng komponierten Hofanlagen entfaltet sich ein Ensemble, das von der UNESCO als Meisterwerk asiatischer Palastarchitektur gewürdigt wird und für viele Besucherinnen und Besucher zur emotionalsten Station einer Reise nach Seoul wird.

Changdeokgung Seoul: Das ikonische Wahrzeichen von Seoul

Changdeokgung Seoul ist einer der fünf großen Paläste der Joseon-Dynastie und gilt unter Kunsthistorikern als der harmonischste und atmosphärisch dichteste. Der koreanische Name „Changdeokgung“ bedeutet sinngemäß „Palast der erhabenen Tugend“ und verweist auf das Ideal eines Herrschaftssitzes, der sich in die Natur einfügt statt sie zu dominieren.

Die UNESCO beschrieb den Palast anlässlich seiner Aufnahme in die Welterbeliste als „außergewöhnlich gut erhaltenes Beispiel eines Palastes der Ostasien-Tradition in enger Wechselwirkung mit der Umgebung“. Die Gebäude schmiegen sich an bewaldete Hügel, statt – wie etwa im westlichen Barock – breite Sichtachsen zu erzwingen; Wege folgen sanften Steigungen, Teiche und Pavillons sind so gesetzt, dass sie je nach Jahreszeit andere Stimmungen hervorrufen.

Für Reisende aus Deutschland ist Changdeokgung Seoul oft der Moment, in dem sich das moderne Bild von Südkorea erweitert: weg von K?Pop, Hightech und Neonlichtern, hin zu stillen Innenhöfen, verzierten Holzbalken in jadegrünem „Dancheong“-Dekor und einem Garten, der im Herbst in intensiven Rot- und Goldtönen leuchtet. Während Gyeongbokgung, der „Hauptpalast“, häufig als repräsentativste Anlage gilt, erlebt Changdeokgung vielen Berichten zufolge als persönlicher, menschlicher und poetischer.

Geschichte und Bedeutung von Changdeokgung

Changdeokgung wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts unter König Taejong der Joseon-Dynastie errichtet. Die Joseon-Dynastie, die von 1392 bis 1910 regierte, prägte die koreanische Gesellschaft nachhaltig – vergleichbar mit der langen Habsburgerzeit in Mitteleuropa. Changdeokgung entstand als zweiter Hauptpalast nach Gyeongbokgung und wurde bewusst nicht streng axial, sondern stärker an die vorhandene Topografie des nördlichen Stadtgebietes von Seoul angepasst.

Im 16. Jahrhundert traf den Palast eine Zäsur: Während der Imjin-Kriege, der japanischen Invasionen von 1592 bis 1598, wurden große Teile der Palastanlagen in Seoul zerstört, darunter auch Changdeokgung. Im frühen 17. Jahrhundert nahm die Joseon-Herrschaft den Wiederaufbau in Angriff. Offizielle koreanische Denkmalschutzbehörden und die UNESCO betonen, dass Changdeokgung nach dieser Phase für etwa drei Jahrhunderte der bevorzugte Residenzpalast vieler Könige blieb – ein Hinweis darauf, wie sehr seine Lage und Gestaltung den Geschmack des Hofes trafen.

Mehrfach wurde Changdeokgung im Laufe der Geschichte beschädigt und restauriert, etwa durch Brände im 18. und 19. Jahrhundert. Die grundlegenden Strukturen und Sichtbeziehungen der Anlage blieben jedoch erhalten, was die UNESCO bei der Welterbeinschreibung hervorhob. Entscheidende Elemente gehen auf das 17. Jahrhundert zurück, andere wurden im 19. Jahrhundert erneuert, häufig in traditioneller Holzbauweise und mit klassischen Farbprogrammen.

Mit dem Ende der Monarchie und der japanischen Kolonialzeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlor Changdeokgung seine Funktion als Königssitz, blieb aber als bedeutender kultureller Ort erhalten. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts konzentrierten sich südkoreanische Behörden verstärkt auf die denkmalgerechte Pflege. Der Palast wurde 1997 als „Changdeokgung Palace Complex“ in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen – ein entscheidender Schritt für seinen Schutz und seine internationale Wahrnehmung.

Heute ist Changdeokgung nicht nur ein touristisches Highlight, sondern auch ein wichtiges Symbol koreansicher Identität. Die Anlage vermittelt die konfuzianische Hofkultur, in der Hierarchie, Ritual und Naturverbundenheit zentrale Rollen spielen. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland bietet sich damit ein Blick in ein staatliches und philosophisches System, das sich in vielen Punkten von europäischen Traditionen unterscheidet, etwa durch die strikte Trennung von repräsentativen und privaten Bereichen und die starke Orientierung an geomantischen Prinzipien.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch folgt Changdeokgung den Prinzipien der traditionellen koreanischen Holzbauweise. Die wichtigsten Hallen, wie Injeongjeon (die Hauptthronhalle) und Seonjeongjeon (die Verwaltungshalle), stehen auf steinernen Podien und tragen geschwungene Ziegeldächer mit elegant aufgebogenen Traufen. Die Dachkanten werden von dekorativen Ziegeln und kleinen Figuren bewacht, die nach Überlieferung böse Geister fernhalten sollen.

Innen und außen sind die Holzkonstruktionen mit „Dancheong“ verziert, einer aufwendigen Farbfassung in Grün-, Rot-, Blau- und Goldtönen. Nach Angaben des Korean Cultural Heritage Administration und koreanischer Museumsführer dient diese Bemalung sowohl ästhetischen als auch konservatorischen Zwecken: Sie schützt das Holz vor Witterung und Insektenbefall und symbolisiert gleichzeitig Ordnung, Harmonie und Rang. Ähnliche Farbprogramme lassen sich in chinesischen und japanischen Palästen finden, doch die koreanische Variante ist dezenter und stärker von geometrischen und floralen Mustern geprägt.

Ein zentraler Reiz von Changdeokgung liegt in der geschickten Staffelung von Höfen, Hallen und kleineren Wohnbereichen. Die Anordnung folgt konfuzianischen Hierarchien: Repräsentative Gebäude liegen vorne, private Wohnquartiere weiter hinten, Nebentrakte sind funktional gegliedert. Injeongjeon etwa war der Raum für Krönungen und wichtige Staatsempfänge, während andere Bereiche dem Alltagsleben der königlichen Familie vorbehalten waren.

Besonders hervorgehoben wird in nahezu allen seriösen Reiseführern und von der UNESCO der sogenannte Geheime Garten, auf Koreanisch „Huwon“ oder auch „Biwon“. Dieser Garten macht einen erheblichen Teil der Palastfläche aus und ist ein Paradebeispiel ostasiatischer Landschaftsgestaltung. Anders als symmetrische französische Gärten setzt Huwon auf scheinbare Natürlichkeit: unregelmäßig geformte Teiche, unbefestigte Wege, Pavillons, die wie zufällig zwischen Bambus und Ahorn auftauchen.

Der wohl berühmteste Teich ist Juhamnu-Pavillon mit angrenzendem Wasserbecken und einer kleinen Insel. Laut Beschreibungen der Korean Cultural Heritage Administration diente dieser Bereich neben der Erholung auch als Ort für Studien und kleinere Zeremonien. Bücherpavillons, Steinplatten mit kalligrafischen Inschriften und dezente Steinlaternen schaffen eine Atmosphäre, die an eine Freiluftbibliothek erinnert. In der Herbstsaison leuchten hier die Blätter so intensiv, dass viele südkoreanische Medien jährlich Bildergalerien mit Motiven aus Changdeokgung veröffentlichen.

Anders als viele europäische Schlösser wurde Changdeokgung nie als Ausstellungsraum im modernen Sinne konzipiert. Dennoch lassen sich in bestimmten Abschnitten rekonstruierte Innenräume, Möbel und Alltagsgegenstände der Joseon-Zeit sehen. Offizielle Informationen der Palastverwaltung und des südkoreanischen Kulturerbeamtes weisen darauf hin, dass bei Restaurierungen großer Wert auf authentische Materialien und traditionelle Handwerkstechniken gelegt wird – von den Dachziegeln über die Holznägel bis zu den Pigmenten der Dancheong-Malerei.

Im Vergleich zu anderen Palästen der Region – etwa der Verbotenen Stadt in Peking oder den Anlagen von Kyoto – wirkt Changdeokgung weniger monumental, dafür intimer. Kunsthistorische Publikationen, unter anderem von National Geographic und GEO, betonen, dass genau diese menschliche Maßstäblichkeit und die starke Einbindung der Natur den besonderen Charme des Palastes ausmachen. Für viele Besucher entsteht der Eindruck, weniger durch ein Machtzentrum als durch eine sehr kultivierte Wohnlandschaft zu gehen.

Changdeokgung Seoul besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise aus Deutschland
    Changdeokgung liegt im nördlichen Teil der Innenstadt von Seoul, im Stadtteil Jongno-gu. Von den beliebten Vierteln Myeongdong oder Insadong ist der Palast in wenigen Minuten mit der U-Bahn oder zu Fuß erreichbar. Die nächste U-Bahn-Station ist „Anguk Station“ (Linie 3); von dort sind es je nach Ausgang rund 5–10 Minuten Fußweg. Deutsche Reisende erreichen Seoul in der Regel über den Internationalen Flughafen Incheon. Direkte Langstreckenverbindungen gibt es, je nach Saison und Flugplan, von großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt (FRA) oder München (MUC); alternativ erfolgt die Anreise mit Umstieg über europäische oder asiatische Drehkreuze. Die reine Flugzeit ab Deutschland liegt meist bei etwa 10–12 Stunden. Vom Flughafen Incheon gelangt man mit dem Airport Railroad Express (AREX), Limousinenbus oder Taxi in 45–70 Minuten in die Innenstadt. Für Bahnreisende innerhalb Südkoreas ist Seoul ein zentraler Knoten mit Hochgeschwindigkeitszügen (KTX); innerhalb der Stadt bietet das dichte U?Bahn-Netz die bequemste Verbindung zum Palast.
  • Ă–ffnungszeiten
    Changdeokgung ist grundsätzlich ganzjährig geöffnet, mit saisonal leicht variierenden Zeiten. Häufig werden Öffnungszeiten im Bereich von Vormittag bis spätem Nachmittag bzw. frühen Abend angegeben. Es gibt Ruhetage, an denen der Palast geschlossen bleibt, zudem können einzelne Bereiche – insbesondere der Geheime Garten – bei schlechtem Wetter oder für Pflegearbeiten zeitweise nicht zugänglich sein. Öffnungszeiten können variieren — direkt bei Changdeokgung Seoul bzw. auf den offiziellen Seiten der Korean Cultural Heritage Administration oder des koreanischen Tourismusamtes prüfen.
  • Eintritt und FĂĽhrungen
    Für den Besuch von Changdeokgung wird ein Eintritt erhoben. Es existieren kombinierte Tickets, die neben dem Palast auch andere Königspaläste oder den Geheimen Garten einschließen. Die Preise liegen erfahrungsgemäß im moderaten Bereich, insbesondere im Vergleich zu westeuropäischen Sehenswürdigkeiten, und werden vor Ort in der Landeswährung Won abgerechnet; ergänzend informieren viele offizielle Seiten in ungefähren Eurobeträgen. Da sich Eintrittspreise ändern können, sollten Reisende aktuelle Angaben direkt bei der offiziellen Palastverwaltung oder dem Korea Tourism Organization prüfen. Für den Geheimen Garten Huwon ist häufig eine gesonderte, geführte Tour mit begrenzter Teilnehmerzahl erforderlich. Führungen werden in der Regel auf Koreanisch und Englisch angeboten, zeitweise auch in weiteren Sprachen.
  • Beste Reisezeit
    Seoul hat ausgeprägte Jahreszeiten. Viele Reiseführer und das koreanische Fremdenverkehrsamt empfehlen den Frühling (April bis Mai) und den Herbst (Ende September bis Anfang November) als besonders angenehme Zeiten für einen Besuch von Changdeokgung, da Temperaturen dann meist mild sind und die Parklandschaften in Blüte oder Herbstfärbung stehen. Im Sommer kann es sehr heiß und feucht werden, im Winter kalt und gelegentlich verschneit. Wer Fotomotive mit intensiv rotem Ahorn- und goldenem Ginkgolaub sucht, wird oft im Hochherbst fündig; entsprechend ist die Anlage dann gut besucht. Früh am Vormittag oder am späten Nachmittag ist der Andrang meist etwas geringer als zur Mittagszeit, wobei Wochenenden und Feiertage generell belebter sind.
  • Sprache, Beschilderung und FĂĽhrungen
    In Seoul ist Englisch im touristischen Kontext weit verbreitet, vor allem bei jungen Menschen und im Servicebereich. Informationen zu Changdeokgung sind in der Regel mindestens auf Koreanisch und Englisch verfügbar, häufig ergänzt um weitere Sprachen auf Infotafeln und Faltblättern. Reisende aus Deutschland kommen mit Englisch gut zurecht; Deutschsprachige Führungen sind selten. Wer tiefer in Geschichte und Symbolik einsteigen möchte, profitiert von einer geführten Tour oder einem hochwertigen Reiseführer. Smartphone-Apps mit Audioguides, teils vom koreanischen Tourismusamt empfohlen, können eine gute Ergänzung sein.
  • Zahlung, Tickets und Trinkgeld
    In Südkorea ist Kartenzahlung weit verbreitet, insbesondere Kreditkarten von internationalen Anbietern werden in den meisten Hotels, Restaurants, Shops und an Ticketkassen akzeptiert. Auch Mobile Payment (etwa über internationale Kreditkarten in Apple Pay oder Google Pay) gewinnt an Bedeutung; rein auf deutsche Girocards ausgelegte Karten können dagegen außerhalb Europas eingeschränkt funktionieren. Es empfiehlt sich, eine Kreditkarte mitzuführen und etwas Bargeld in Won für kleinere Ausgaben bereitzuhalten. Trinkgeld ist in Südkorea nicht in gleichem Maße üblich wie in Deutschland; in touristischen Bereichen ist ein kleines Trinkgeld möglich, aber nicht zwingend erwartet, Servicegebühren sind oft bereits in den Preisen einkalkuliert. Bei offiziellen Einrichtungen wie Changdeokgung wird kein Trinkgeld verlangt.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Changdeokgung ist ein historischer Palast, kein aktiver Tempel, dennoch ist respektvolles Verhalten angebracht. Eine strikte Kleiderordnung existiert nicht, doch sollten Schultern und Knie in einem kulturellen Umfeld aus Rücksicht eher bedeckt sein – insbesondere, wenn im Anschluss Tempel besucht werden. Viele junge Koreanerinnen und Koreaner leihen sich traditionelle Hanbok-Kleidung und lassen sich in den Palasthöfen fotografieren. Das ist akzeptiert und Teil des Erlebnisses, solange andere Besuchende nicht gestört werden. Laut den offiziellen Hinweisen der Palastverwaltung sind bestimmte Bereiche gesperrt oder nur auf markierten Wegen zu betreten, um die historische Substanz zu schützen.
  • Fotografieregeln
    Im Außenbereich des Palastes ist das Fotografieren für private Zwecke in der Regel gestattet. Stative, Drohnen oder professionelle Foto- und Videoausrüstung können jedoch genehmigungspflichtig sein oder sind teilweise grundsätzlich untersagt. In Innenräumen bzw. bei Sonderausstellungen kann das Fotografieren eingeschränkt oder verboten sein. Vor Ort sollte auf Piktogramme und Hinweise des Personals geachtet werden. Wer Bilder in sozialen Medien teilt, sollte andere Personen nur mit deren Einverständnis deutlich erkennbar zeigen, auch wenn das koreanische Recht in Details von der europäischen Datenschutzpraxis abweichen kann.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Für deutsche Staatsbürger gelten je nach Aufenthaltsdauer und Reisezweck unterschiedliche Einreisevorgaben nach Südkorea. Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Unabhängig davon ist eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung empfehlenswert, da medizinische Leistungen vor Ort in der Regel direkt bezahlt werden müssen. Korea liegt meist 7–8 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ), je nach Jahreszeit und Sommerzeitregelungen; das kann zu Jetlag führen. Es lohnt sich, an den ersten Tagen bewusst Pausen einzuplanen.

Warum Changdeokgung auf jede Seoul-Reise gehört

Wer nach Seoul reist, erlebt schnell die Kontraste: Gläserne Hochhäuser, Einkaufszentren, K?Pop?Stores – und dann, nur wenige Metrostationen entfernt, die ruhige Geometrie von Palasthöfen und das Rascheln von Bambusblättern. Changdeokgung Seoul bündelt diesen Gegensatz wie kaum ein anderer Ort. Während andere Sehenswürdigkeiten die moderne Kraft der Stadt zeigen, macht Changdeokgung die historische Tiefe sichtbar.

Für ein deutschsprachiges Publikum bietet der Palast dabei gleich mehrere Ebenen des Erlebnisses. Historisch lässt sich nachvollziehen, wie ein konfuzianisch geprägter Hof funktionierte, welche Rituale und räumlichen Ordnungen den Alltag bestimmten und wie sehr der Kosmos aus Natur, Ahnenkult und Staatswesen aufeinander verwiesen war. Architektonisch ist der Palast ein Gegenentwurf zu europäischen Schlössern: weniger Symmetrie und Monumentalität, dafür mehr Rückzug, Durchlässigkeit und Anpassung an die Landschaft.

Emotional wirkt vor allem der Geheime Garten. Viele Reisende berichten – etwa in Interviews, die koreanische Medien und internationale Magazine zitiert haben – von einem Gefühl der inneren Entschleunigung, sobald sie die engen Gassen der Stadt hinter sich lassen. Das flache Wasser der Teiche, das wechselnde Licht zwischen den Bäumen und die dezent dekorierten Pavillons erzeugen einen Raum, in dem die oft als rastlos wahrgenommene Metropole für einen Moment weit weg scheint.

Changdeokgung eignet sich zudem hervorragend als Ausgangspunkt, um das historische Seoul zu erkunden. In unmittelbarer Nähe liegen weitere Paläste wie Changgyeonggung, die Bukchon-Hanok-Dörfer mit traditionellen Holzhäusern, buddhistische Tempel und lebendige Märkte. Wer einen Tag für diesen Teil der Stadt reserviert, bekommt ein dichtes Bild von Geschichte, Gegenwart und Alltagskultur Südkoreas.

Auch für Familien mit Kindern oder Reisende ohne tiefes Vorwissen in asiatischer Geschichte ist Changdeokgung zugänglich: Die klar strukturierten Höfe, die Farbenpracht der Gebäude und die offenen Gartenräume sprechen unmittelbar an. Informationsangebote in Englisch und zunehmend digitale Guides erleichtern den Zugang. Für deutschsprachige Besucherinnen und Besucher empfiehlt es sich, vorab einen kurzen Überblick über die Joseon-Dynastie zu lesen – etwa in Artikeln der Deutschen Welle oder in Hintergrundbeiträgen renommierter Zeitungen –, um die politischen und kulturellen Kontexte besser einordnen zu können.

Changdeokgung Seoul in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

Changdeokgung Seoul ist längst ein Motiv der globalen Bildkultur geworden: Auf Social-Media-Plattformen tauchen der Palast und insbesondere der Geheime Garten immer wieder in Feeds von Reisenden aus aller Welt auf, nicht zuletzt aus Deutschland. Häufige Themen sind Fotostrecken in traditioneller Hanbok-Kleidung, Herbstfarben im Huwon, Schnee auf den Dachkanten sowie Kontraste zwischen historischen Holzbauten und dem modernen Skyline-Hintergrund. Viele Nutzerinnen und Nutzer teilen auch praktische Tipps – etwa den Hinweis, früh morgens zu kommen, um die ruhige Stimmung ohne große Menschenmengen zu erleben.

Häufige Fragen zu Changdeokgung Seoul

Wo liegt Changdeokgung Seoul genau?

Changdeokgung Seoul liegt im Stadtbezirk Jongno-gu nördlich des Han-Flusses, im historischen Zentrum von Seoul. Die U?Bahn-Station „Anguk“ (Linie 3) bietet einen praktischen Zugang; von dort ist der Palast in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. In der näheren Umgebung befinden sich weitere Paläste, traditionelle Hanok-Viertel und kulturelle Einrichtungen.

Was ist der Unterschied zwischen Changdeokgung und Gyeongbokgung?

Gyeongbokgung wurde als Haupt- und Zeremonialpalast der Joseon-Dynastie angelegt und wirkt in seiner Anlage monumentaler und strenger axial ausgerichtet. Changdeokgung hingegen ist stärker an die natürliche Topografie angepasst und wurde über lange Zeit als bevorzugte Residenz vieler Könige genutzt. Für Besucherinnen und Besucher wirkt Changdeokgung oft intimer und stärker mit Gärten und bewaldeten Hängen verwoben, insbesondere durch den Geheimen Garten Huwon.

Benötigt man für den Geheimen Garten Huwon ein separates Ticket?

Für den Geheimen Garten Huwon ist in der Regel ein gesondertes Ticket oder eine spezielle Führung erforderlich, häufig mit begrenzter Teilnehmerzahl. Viele offizielle Informationsquellen weisen darauf hin, dass eine Reservierung oder ein frühzeitiger Ticketkauf empfehlenswert ist, da die Nachfrage besonders in der Hauptsaison hoch sein kann. Aktuelle Regelungen sollten auf den offiziellen Webseiten der Palastverwaltung oder der Korean Cultural Heritage Administration geprüft werden.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr den Besuch von Changdeokgung einplanen?

Für einen ersten Eindruck des Palastes, inklusive der wichtigsten Höfe, Hallen und eines Spaziergangs im Gartenbereich, sind etwa zwei bis drei Stunden realistisch. Wer den Geheimen Garten Huwon in Ruhe erkunden und zusätzliche Informationen durch Führungen oder Audioguides aufnehmen möchte, sollte eher einen halben Tag einplanen. In Kombination mit benachbarten Sehenswürdigkeiten lässt sich problemlos ein ganzer Tag in dieser historischen Zone Seouls füllen.

Wann ist die beste Jahreszeit fĂĽr Changdeokgung fĂĽr Reisende aus Deutschland?

Viele Reisende aus Deutschland empfinden den Frühling (April bis Mai) mit milden Temperaturen und Blüten sowie den Herbst (Ende September bis Anfang November) mit eindrucksvoller Laubfärbung im Geheimen Garten als besonders attraktiv. Im Sommer kann es sehr warm und feucht sein, was längere Spaziergänge anstrengender macht; im Winter erwartet Besuchende eine eher karge, aber ruhige Atmosphäre, gelegentlich mit Schnee, der dem Palast einen eigenen Reiz verleiht.

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