Chatuchak-Markt, Bangkok Reise

Chatuchak-Markt in Bangkok: Thailands grĂ¶ĂŸtes Labyrinth aus Gassen und GerĂŒchen

07.06.2026 - 12:08:28 | ad-hoc-news.de

Der Chatuchak-Markt in Bangkok, lokal Chatuchak Weekend Market genannt, gilt als grĂ¶ĂŸter Markt Thailands. Was macht dieses Labyrinth aus 15.000 StĂ€nden fĂŒr Reisende aus Deutschland so einzigartig?

Chatuchak-Markt, Bangkok Reise, Thailand Kultur
Chatuchak-Markt, Bangkok Reise, Thailand Kultur

Schon beim ersten Schritt auf den Chatuchak-Markt, den legendĂ€ren Chatuchak Weekend Market („Wochenendmarkt von Chatuchak“), schlĂ€gt einem eine Welle aus DĂŒften, Stimmen und Farben entgegen: gegrillte Satay-Spieße, aromatischer Jasmin, gerösteter Kaffee, Stoffballen in allen Schattierungen, dazwischen HĂ€ndler, Straßenköche, Musik. Wer hier eintaucht, spĂŒrt sofort: Dieser Markt ist kein bloßer Einkaufsort, sondern ein eigenes Universum mitten in Bangkok.

Chatuchak-Markt: Das ikonische Wahrzeichen von Bangkok

Der Chatuchak-Markt ist heute eine der bekanntesten SehenswĂŒrdigkeiten Bangkoks und gilt als einer der grĂ¶ĂŸten MĂ€rkte Asiens. Er erstreckt sich ĂŒber eine FlĂ€che von deutlich mehr als 1 kmÂČ und umfasst, je nach ZĂ€hlweise, rund 10.000 bis 15.000 VerkaufsstĂ€nde, die in Dutzende nummerierte Sektions unterteilt sind. Diese GrĂ¶ĂŸenordnung wird regelmĂ€ĂŸig von internationalen Reiseverlagen und der thailĂ€ndischen Tourismusbehörde hervorgehoben, auch wenn die genaue Zahl der StĂ€nde naturgemĂ€ĂŸ schwankt.

FĂŒr Reisende aus Deutschland ist der Chatuchak Weekend Market lĂ€ngst zu einem Synonym fĂŒr das „andere Bangkok“ geworden: weniger die glitzernden Shopping Malls am Siam Square, mehr das unmittelbare, eng verwobene Alltagsleben mit Streetfood, lokaler Mode, Pflanzen, Tieren, Kunst und AntiquitĂ€ten. WĂ€hrend Einkaufszentren wie ICONSIAM oder CentralWorld klimatisierte Konsumtempel sind, wirkt Chatuchak wie ein organisch gewachsenes Stadtviertel, das sich jedes Wochenende neu erfindet.

Die Tourism Authority of Thailand beschreibt den Markt als „einen Mikrokosmos des Landes“, weil sich hier Waren aus fast allen Regionen Thailands finden, von Seide aus dem Nordosten bis zu MeeresfrĂŒchten aus dem SĂŒden. Damit ist der Markt nicht nur ein Shopping-Hotspot, sondern auch ein kompaktes Schaufenster in die kulturelle und geografische Vielfalt des Königreichs.

Geschichte und Bedeutung von Chatuchak Weekend Market

Die Wurzeln des Chatuchak Weekend Market reichen in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurĂŒck, als Bangkok begann, formelle PlĂ€tze fĂŒr sogenannte „WochenendmĂ€rkte“ zu schaffen. In den 1940er- und 1950er-Jahren experimentierte die Stadtverwaltung mit verschiedenen Orten fĂŒr einen zentralen Markt, bevor schließlich das GelĂ€nde im Norden Bangkoks in der NĂ€he des heutigen Chatuchak-Parks ausgewĂ€hlt wurde. In dieser Zeit wandelte sich Bangkok vom eher lockeren Flusshandelsplatz zu einer modernen Metropole mit organisiertem Marktgeschehen.

In den 1970er- und 1980er-Jahren setzte die Stadtverwaltung von Bangkok (Bangkok Metropolitan Administration, BMA) den Ausbau des Areals fort. Der Markt wurde schrittweise strukturiert, die StĂ€nde in nummerierte Sektoren eingeteilt und die FlĂ€chen nach Warengruppen sortiert – ein Prozess, der bis heute andauert. ReisefĂŒhrer wie „GEO Saison“ und „Marco Polo Thailand“ weisen darauf hin, dass sich die Einrichtung eines einheitlichen Wochenendmarktes in Chatuchak ĂŒber mehrere Jahrzehnte vollzog und eng mit der Entwicklung der umgebenden Parks und Verkehrsanbindungen verknĂŒpft war.

Die Bedeutung des Chatuchak-Marktes wuchs dabei weit ĂŒber den Handel hinaus. Zum einen wurde er zu einem wichtigen wirtschaftlichen Motor fĂŒr tausende KleinhĂ€ndler, Kunsthandwerker und Produzenten aus dem ganzen Land. Zum anderen entwickelte er sich zu einem kulturellen Treffpunkt, an dem sich Einheimische und Tourist:innen mischen. ThailĂ€ndische Medien und die nationale Tourismusbehörde betonen regelmĂ€ĂŸig, dass der Markt nicht nur ein Handelsplatz sei, sondern auch eine BĂŒhne fĂŒr zeitgenössische thailĂ€ndische KreativitĂ€t – von Designstudent:innen bis zu etablierten KĂŒnstler:innen.

Auch politisch und gesellschaftlich war die Gegend um Chatuchak immer wieder BĂŒhne fĂŒr Versammlungen und Kundgebungen, was die Rolle des Marktes als urbanen öffentlichen Raum unterstreicht. In seiner heutigen Form ist der Markt ein Symbol fĂŒr das Bangkok der Gegenwart: laut, dicht, kreativ, widersprĂŒchlich und voller Energie.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auf den ersten Blick wirkt der Chatuchak-Markt wie ein chaotisches Gewirr aus GĂ€ngen, WellblechdĂ€chern und improvisierten StĂ€nden. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch ein System: Die Standreihen sind in nummerierte „Soi“ (Gassen) und Sektoren gegliedert, die thematisch sortiert sind – etwa Kleidung, Kunst, Tiere, AntiquitĂ€ten, Pflanzen, Keramik oder Streetfood. Offizielle PlĂ€ne, die von der Marktverwaltung veröffentlicht werden, sowie Karten in gĂ€ngigen ReisefĂŒhrern bestĂ€tigen diese Struktur, auch wenn sich die genaue Aufteilung immer wieder leicht verĂ€ndert.

Architektonisch mischen sich halboffene Hallen mit ĂŒberdachten Gassen und FreiflĂ€chen. Viele DĂ€cher bestehen aus Wellblech oder Blechplatten, hĂ€ufig ergĂ€nzt durch provisorische Sonnensegel und Ventilatoren. Das Ergebnis ist eine labyrinthartige Struktur mit schmalen, oft nur wenige Meter breiten GĂ€ngen, die sich verzweigen und kreuzen. Im Unterschied zu klar gestalteten Markthallen wie etwa dem Mercado de San Miguel in Madrid ist Chatuchak bewusst funktional, pragmatisch und vom Bedarf der HĂ€ndler geprĂ€gt.

FĂŒr deutsche Besucher:innen erinnert die Enge und Dichte eher an orientalische Basare, etwa in Marrakesch oder Istanbul, als an europĂ€ische WochenmĂ€rkte. Dennoch ist vieles beschildert: Sektionsnummern, grobe Warengruppen und vereinzelte LageplĂ€ne helfen bei der Orientierung. Das macht den Markt trotz seiner GrĂ¶ĂŸe erschließbar – vorausgesetzt, man nimmt sich Zeit.

Einen besonderen Stellenwert nehmen Kunst und Design ein. Ein ganzer Bereich ist lokalen KĂŒnstler:innen und Designer:innen gewidmet: GemĂ€lde, Druckgrafiken, Skulpturen aus Metall oder Holz, Fotografie, Illustration, handgemachte Mode und Accessoires. Internationale Reisemagazine wie „National Geographic Traveller“ und „Lonely Planet Traveller“ verweisen darauf, dass die kreative Szene hier hĂ€ufig ihre ersten VerkaufsflĂ€chen findet, bevor Labels spĂ€ter in Boutiquen im Stadtzentrum oder im trendigen Viertel Ari auftauchen.

Ein weiterer Fokus liegt auf Pflanzen und Tieren. Der Pflanzenbereich bietet von Orchideen ĂŒber Bonsai bis zu tropischen RaritĂ€ten nahezu alles, was in Thailands Klima gedeiht. Der Tierbereich war in der Vergangenheit immer wieder Gegenstand von Kritik internationaler Tierschutzorganisationen, etwa wegen enger KĂ€fige oder des Handels mit exotischen Arten. Die thailĂ€ndischen Behörden haben wiederholt angekĂŒndigt, den illegalen Tierhandel zu bekĂ€mpfen, und kontollieren den Bereich stĂ€rker. FĂŒr Besucher:innen aus Deutschland ist wichtig: Der Export vieler Tierarten und Tierprodukte ist streng reguliert oder verboten; verlĂ€ssliche AuskĂŒnfte bietet das deutsche Zollamt und das AuswĂ€rtige Amt.

Auch kulinarisch ist der Markt ein Ereignis. Neben klassischen Gerichten wie Pad Thai, Som Tam (Papayasalat), Moo Ping (gegrillte Schweinespieße) oder Mango Sticky Rice haben sich moderne Streetfood-Kreationen etabliert, etwa Cold Brew Coffee, Matcha-GetrĂ€nke oder kreative Eisvarianten. Zahlreiche Reise- und Foodmagazine heben hervor, dass Chatuchak ein idealer Ort ist, um die Bandbreite der thailĂ€ndischen KĂŒche im Kleinen zu erleben – von scharf bis sĂŒĂŸ, von Streetfood bis zu SpezialitĂ€ten aus lĂ€ndlichen Regionen.

Chatuchak-Markt besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

FĂŒr Besucher:innen aus Deutschland ist der Chatuchak Weekend Market gut in eine Bangkok-Reise integrierbar, erfordert aber etwas Planung. Die folgenden Punkte geben eine praxisnahe Orientierung, basierend auf Angaben der thailĂ€ndischen Tourismusbehörde, der offiziellen Informationsseiten des Marktes sowie etablierten Reiseverlagen.

  • Lage und Anreise: Der Chatuchak-Markt befindet sich im nördlichen Teil von Bangkok, nahe dem Chatuchak Park und dem Queen Sirikit Park. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist Bangkok ĂŒber große internationale Drehkreuze erreichbar, hĂ€ufig mit DirektflĂŒgen von Frankfurt am Main oder MĂŒnchen, in der Regel mit einer Flugzeit von rund 10–11 Stunden. Von Berlin oder DĂŒsseldorf erfolgt der Flug meist mit Umstieg ĂŒber Hubs wie Doha, Singapur, Dubai oder Istanbul. Vom Stadtzentrum aus ist der Markt besonders bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen: Die BTS-Skytrain-Linie fĂŒhrt zur Station Mo Chit, die MRT-U-Bahn zur Station Chatuchak Park oder Kamphaeng Phet. Von dort sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zu den MarkteingĂ€ngen.
  • Öffnungszeiten: Der Chatuchak Weekend Market ist vor allem samstags und sonntags tagsĂŒber geöffnet, typischerweise grob zwischen 9:00 Uhr und 18:00 Uhr. Einige Bereiche, insbesondere der Pflanzenmarkt, öffnen bereits frĂŒher am Samstagmorgen, wĂ€hrend bestimmte StĂ€nde abends lĂ€nger offen bleiben. Es gibt außerdem einen kleineren, stĂ€rker auf Großhandel ausgerichteten Markt an Wochentagen, vor allem freitags. Da Öffnungszeiten sich Ă€ndern können und einzelne Sektoren eigene Zeiten haben, sollte man die jeweils aktuellen Angaben direkt bei der offiziellen Marktverwaltung, der Tourism Authority of Thailand oder auf aktuellen stĂ€dtischen Informationsseiten prĂŒfen. Formulierungen wie „Weekend Market“ beziehen sich in der Regel auf das Hauptgeschehen am Samstag und Sonntag.
  • Eintritt: Der Eintritt zum Chatuchak-Markt ist frei. Besucher:innen zahlen nur fĂŒr das, was sie konsumieren oder einkaufen. FĂŒr spezielle ParkplĂ€tze, SanitĂ€ranlagen oder LagerflĂ€chen können gesonderte GebĂŒhren anfallen, die jedoch vor Ort klar ausgewiesen werden. Bei hohen Preisen oder ungewöhnlichen Forderungen lohnt sich ein kurzer Blick auf Hinweisschilder oder ein Nachfragen, bevor man zustimmt.
  • Beste Reisezeit: Das Klima in Bangkok ist tropisch, mit hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die touristisch beliebteste Reisezeit liegt in der relativ trockenen und etwas kĂŒhleren Periode etwa von November bis Februar, wenn Temperaturen um 25–30 Â°C und geringere NiederschlĂ€ge ĂŒblich sind. In den heißeren Monaten MĂ€rz bis Mai kann der Besuch des Marktes sehr anstrengend sein; schattige GĂ€nge und Ventilatoren bieten etwas Linderung, doch Wasser und leichte Kleidung sind dann besonders wichtig. WĂ€hrend der Regenzeit von etwa Juni bis Oktober sind kurze, heftige Schauer möglich, die den Markt aber selten vollstĂ€ndig zum Erliegen bringen. UnabhĂ€ngig von der Jahreszeit empfehlen viele erfahrene Reisende einen Besuch am frĂŒhen Vormittag, etwa zwischen 9:00 Uhr und 11:00 Uhr, wenn die Temperaturen noch moderat sind und der Andrang geringer ist, oder alternativ am spĂ€teren Nachmittag. Mittags staut sich die Hitze unter den DĂ€chern besonders stark.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren: In Bangkok wird offiziell Thai gesprochen; auf dem Chatuchak-Markt sprechen viele HĂ€ndler zumindest einfache englische SĂ€tze, vor allem in touristisch geprĂ€gten Sektoren wie Kleidung, Souvenirs und Kunst. Deutsch ist kaum verbreitet, aber mit Englisch kommt man meist gut zurecht. Als Zahlungsmittel sind Bargeld in thailĂ€ndischem Baht weit verbreitet; in den letzten Jahren haben jedoch Kartenzahlungen (vor allem Kreditkarte) und mobile Payment-Lösungen an Bedeutung gewonnen, insbesondere in festen Shops und CafĂ©s. Kleinere StĂ€nde und Streetfood-VerkĂ€ufer bevorzugen weiterhin Bargeld. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist es sinnvoll, ausreichend Bargeld und eine international einsetzbare Kreditkarte mitzufĂŒhren. Trinkgeld ist im Streetfood-Bereich nicht zwingend, wird aber bei gutem Service in Restaurants und Bars geschĂ€tzt, etwa 5–10 % oder Aufrunden des Betrags. Bei Kleidung empfiehlt sich lockere, aber respektvolle Kleidung; allzu freizĂŒgige Outfits können als unangemessen empfunden werden. Beim Fotografieren von Menschen, insbesondere von HĂ€ndler:innen oder in sensiblen Bereichen (etwa bei Tieren), sollte man zuvor freundlich fragen. Viele Menschen stimmen gerne zu, wenn man respektvoll um Erlaubnis bittet.
  • Sicherheit und Gesundheit: Wie auf jedem großen Markt sollten Wertsachen nah am Körper und möglichst schwer zugĂ€nglich getragen werden. TaschendiebstĂ€hle kommen vor, bleiben aber bei umsichtigem Verhalten meist vermeidbar. Leitungswasser sollte in Bangkok generell nicht getrunken werden; Flaschenwasser ist weit verbreitet und gĂŒnstig. Bei Streetfood empfiehlt es sich, StĂ€nde mit hoher Fluktuation zu wĂ€hlen, da dort Speisen frisch zubereitet werden. Eine kleine Reiseapotheke und gegebenenfalls Elektrolyte sind bei Hitze hilfreich. Innerhalb der EU genĂŒgt die EuropĂ€ische Krankenversicherungskarte, fĂŒr Thailand wird eine separate Auslandskrankenversicherung empfohlen, die auch einen RĂŒcktransport abdeckt.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung: Thailand liegt in der Zeitzone Indochina Time (ICT), die der MitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ) um +6 Stunden voraus ist. WĂ€hrend der mitteleuropĂ€ischen Sommerzeit (MESZ) betrĂ€gt der Zeitunterschied +5 Stunden. Wer den Markt am Samstagmorgen besuchen möchte, sollte dies bei Jetlag und Flugankunft berĂŒcksichtigen.
  • Einreisebestimmungen: Deutsche StaatsbĂŒrger benötigen fĂŒr touristische Kurzaufenthalte in Thailand nach derzeitiger Rechtslage in vielen FĂ€llen kein Visum, wenn sie ĂŒber internationale FlughĂ€fen einreisen und die visumfreie Aufenthaltsdauer nicht ĂŒberschreiten. Regelungen können sich jedoch Ă€ndern; daher sollten Reisende vorab die aktuellen Einreisebestimmungen beim AuswĂ€rtigen Amt auf auswaertiges-amt.de prĂŒfen. Dort finden sich auch Hinweise zu erforderlichen Reisedokumenten, zur GĂŒltigkeitsdauer des Reisepasses und zu gesundheitlichen Empfehlungen.

Warum Chatuchak Weekend Market auf jede Bangkok-Reise gehört

Der Chatuchak-Markt ist mehr als ein Ort zum Einkaufen – er ist eine BĂŒhne, auf der sich das urbane Leben Bangkoks nahezu exemplarisch beobachten lĂ€sst. Wer hier durch die GĂ€nge streift, erlebt eine faszinierende Mischung aus Tradition und Gegenwart: Ă€ltere HĂ€ndler, die seit Jahrzehnten am gleichen Stand arbeiten, neben jungen Designer:innen, die ihre ersten Kollektionen verkaufen; GarkĂŒchen mit klassischen Gerichten neben hippen CafĂ©s, die Cold Brew oder vegane Bowls anbieten.

FĂŒr Reisende aus Deutschland hat der Besuch etwas Spielerisches: Man kann stundenlang durch die Sektoren treiben lassen, SchĂ€tze entdecken, Preise verhandeln und zwischendurch innehalten, um einen Eiskaffee oder einen frisch gepressten Fruchtsaft zu trinken. Viele Reisejournalist:innen beschreiben den Markt als einen Ort, an dem man das berĂŒhmte „Thainess“ – die Mischung aus Freundlichkeit, FlexibilitĂ€t und Improvisation – in konzentrierter Form erlebt.

Auch die NĂ€he zu anderen SehenswĂŒrdigkeiten macht Chatuchak attraktiv. Direkt nebenan liegen der Chatuchak Park und der Queen Sirikit Park, zwei große GrĂŒnanlagen, in denen sich nach dem Marktbesuch im Schatten alter BĂ€ume ausruhen lĂ€sst. Ein StĂŒck weiter befindet sich der Rod Fai Park (Wachirabenchathat Park), ein beliebter Ort zum Radfahren und Picknicken. Museumsfreunde können den Markt mit einem Besuch im nahegelegenen Children’s Discovery Museum oder im Bangkok Butterfly Garden & Insectarium verbinden. So lĂ€sst sich aus dem Marktbesuch leicht ein ganzer Tagesausflug machen.

Wer Bangkok nur ĂŒber die glatten OberflĂ€chen der Shopping Malls erlebt, verpasst diesen Mikrokosmos. Der Chatuchak Weekend Market zeigt Stadt und Land in einem Panorama – ungefiltert, lebendig und, trotz aller touristischen PrĂ€gung, erstaunlich authentisch. Gerade fĂŒr Reisende aus der DACH-Region, die hĂ€ufig strukturierten, geordneten MĂ€rkten gewohnt sind, ist das Eintauchen in dieses kontrollierte Chaos ein intensives Reiseerlebnis.

Chatuchak-Markt in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

Der Chatuchak-Markt ist seit Jahren ein Dauertrend in sozialen Medien: Videos von Streetfood-StĂ€nden, Hauls von Vintage-Mode, Tipps zur Orientierung im Gassengewirr und Luftaufnahmen der riesigen Anlage zĂ€hlen zu den am hĂ€ufigsten geteilten Inhalten rund um Bangkok. Besonders beliebt sind kurze Clips, in denen ein kompletter Markttag in wenigen Sekunden zusammengefasst wird, sowie Vorher-nachher-Bilder von Standbesuchen, bei denen Besucher:innen ihre FundstĂŒcke prĂ€sentieren.

HĂ€ufige Fragen zu Chatuchak-Markt

Wo liegt der Chatuchak-Markt in Bangkok genau?

Der Chatuchak-Markt befindet sich im nördlichen Teil von Bangkok, in der NÀhe des Chatuchak Park und des Queen Sirikit Park. Er liegt an der Kreuzung wichtiger Verkehrsachsen und ist gut mit dem BTS-Skytrain (Station Mo Chit) und der MRT-U-Bahn (Station Chatuchak Park oder Kamphaeng Phet) erreichbar. Dadurch ist der Markt sowohl vom historischen Zentrum als auch von modernen Vierteln wie Sukhumvit oder Silom unkompliziert zu erreichen.

Warum ist der Chatuchak Weekend Market so bekannt?

Der Chatuchak Weekend Market gilt als einer der grĂ¶ĂŸten MĂ€rkte Asiens und vereint tausende StĂ€nde auf einer FlĂ€che von ĂŒber 1 kmÂČ. Seine besondere Bekanntheit verdankt er der enormen Vielfalt an Waren – von Mode und Kunst ĂŒber Pflanzen und Tiere bis zu Streetfood –, seiner lebendigen AtmosphĂ€re und der Rolle als kultureller Treffpunkt von Einheimischen und Tourist:innen. ReisefĂŒhrer und internationale Medien nennen ihn regelmĂ€ĂŸig unter den wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten Bangkoks.

Wann ist die beste Zeit fĂŒr einen Besuch?

Die angenehmste Jahreszeit fĂŒr einen Besuch liegt meist zwischen November und Februar, wenn es in Bangkok etwas weniger heiß und feuchter ist als im ĂŒbrigen Jahr. Innerhalb eines Tages empfehlen sich die frĂŒhen Vormittagsstunden oder der spĂ€tere Nachmittag, um extreme Mittagshitze zu vermeiden. Wer Menschenmengen scheut, sollte frĂŒh kommen; wer die volle Energie des Marktes erleben möchte, besucht ihn zur Hauptzeit am spĂ€ten Vormittag und frĂŒhen Nachmittag.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr den Chatuchak-Markt einplanen?

FĂŒr einen ersten Eindruck sollten mindestens drei bis vier Stunden eingeplant werden. Wer gezielt in bestimmten Bereichen (etwa Kunst, Mode oder Pflanzen) stöbern möchte, kann problemlos einen ganzen Tag auf dem Markt verbringen. Aufgrund der GrĂ¶ĂŸe ist es sinnvoll, im Vorfeld grob zu entscheiden, welche Sektoren besonders interessant sind, und zwischendurch Pausen im Schatten oder in klimatisierten CafĂ©s einzulegen.

Ist der Chatuchak-Markt fĂŒr Familien mit Kindern geeignet?

GrundsĂ€tzlich ist der Markt auch fĂŒr Familien mit Kindern geeignet, sofern man auf das Tempo und die BedĂŒrfnisse der Kinder RĂŒcksicht nimmt. Breite Hauptwege und Parks in der NĂ€he bieten Verschnaufpausen. Allerdings können Hitze, GerĂ€uschkulisse und Menschenandrang fĂŒr kleinere Kinder anstrengend sein. Leichte Kleidung, Sonnenschutz, ausreichend Wasser und gegebenenfalls ein Kinderwagen oder eine Tragehilfe sind empfehlenswert. Viele Kinder empfinden vor allem den Pflanzen- und Tierbereich sowie Streetfood-StĂ€nde als spannend.

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