Chiang-Kai-shek-GedÀchtnishalle: Taipehs monumentales Erinnerungszeichen
Veröffentlicht am: 01.06.2026 um 09:22 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSWer ĂŒber den weiten, weiĂ gefliesten Platz schreitet, auf den Blick zum tiefblauen Dach und die mĂ€chtige Treppe gerichtet, spĂŒrt sofort: Die Chiang-Kai-shek-GedĂ€chtnishalle, offiziell Chiang Kai-shek Memorial Hall (sinngemÀà âGedĂ€chtnishalle fĂŒr Chiang Kai-shekâ), ist weit mehr als ein Fotomotiv. Sie ist ein Monument, ein politischer Erinnerungsort â und einer der emotional aufgeladensten PlĂ€tze in Taipeh.
Chiang-Kai-shek-GedÀchtnishalle: Das ikonische Wahrzeichen von Taipeh
Die Chiang-Kai-shek-GedĂ€chtnishalle gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Taiwans. Sie liegt im Herzen von Taipeh in einem groĂzĂŒgigen Parkkomplex, der von vielen Einwohnern als stĂ€dtische Oase genutzt wird. Der weitlĂ€ufige Platz, die symmetrische Anlage, das tiefe Blau der DĂ€cher und die strahlend weiĂen Fassaden erzeugen eine fast theatralische Kulisse, die sich deutlich von der umgebenden Hochhauslandschaft abhebt.
FĂŒr Reisende aus Deutschland ist der Ort gleich in mehrfacher Hinsicht interessant: Er erzĂ€hlt die Geschichte von Chiang Kai-shek, dem autoritĂ€r regierenden PrĂ€sidenten der Republik China, der nach dem chinesischen BĂŒrgerkrieg mit seiner Regierung nach Taiwan auswich. Zugleich macht er sichtbar, wie Taiwan heute mit dieser Vergangenheit ringt. Die Anlage fungiert als Monument, als Kulturpark mit KonzertsĂ€len und als tĂ€glicher Treffpunkt â von SchĂŒlergruppen bis zu TĂ€nzerinnen, die abends auf dem Platz ĂŒben.
Die offizielle Verwaltung der GedenkstĂ€tte versteht den Komplex heute als ânationales Kulturzentrumâ, das Geschichte, Darstellende Kunst und BĂŒrgerraum vereint. FĂŒr Besucherinnen und Besucher aus der DACH-Region ist es einer der besten Orte, um in kurzer Zeit Architektur, Politik und Alltagsleben in Taiwan auf engem Raum zu erleben.
Geschichte und Bedeutung von Chiang Kai-shek Memorial Hall
Die Entscheidung, eine monumentale Gedenkhalle fĂŒr Chiang Kai-shek zu errichten, wurde nach seinem Tod im Jahr 1975 getroffen. Damit knĂŒpfte die damalige Regierung in Taiwan an eine lange Tradition reprĂ€sentativer Memorialbauten in Ostasien an, aber auch an moderne Staatsarchitektur des 20. Jahrhunderts, die FĂŒhrergestalten mit monumentalen Anlagen ehrt. Die Bauarbeiten begannen wenig spĂ€ter; die Anlage wurde Ende der 1970er Jahre fertiggestellt und 1980 offiziell eröffnet.
Chiang Kai-shek war fĂŒr die Republik China (ROC) die dominierende politische Figur des 20. Jahrhunderts. Er fĂŒhrte die nationalchinesische Kuomintang (KMT) im BĂŒrgerkrieg gegen die Kommunisten, regierte wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs gegen Japan und setzte nach der Niederlage im BĂŒrgerkrieg seine Herrschaft auf Taiwan fort. Jahrzehntelang stand seine Regierung dort fĂŒr Einparteienherrschaft und Kriegsrecht. Aus deutscher Perspektive lĂ€sst sich der Ort mit kontroversen Erinnerungsorten vergleichen, an denen eine Gesellschaft spĂ€ter neu verhandeln muss, wie sie mit einer autoritĂ€ren Vergangenheit umgeht.
Die Chiang Kai-shek Memorial Hall ist zugleich Erinnerungsort und ProjektionsflĂ€che fĂŒr diesen Wandel. Der groĂe Platz vor der Halle war Schauplatz wichtiger politischer Kundgebungen, etwa im Zuge der Demokratisierung Taiwans seit den 1980er Jahren. Das Areal ist damit nicht nur ein Ort des Staatskults, sondern auch der Protestkultur â Ă€hnlich wie zentrale PlĂ€tze in europĂ€ischen HauptstĂ€dten, auf denen sich die politische Geschichte eines Landes verdichtet.
In den letzten Jahren hat die Diskussion um die Rolle von Chiang Kai-shek im öffentlichen Raum an Fahrt gewonnen. In Taiwan wird intensiv darĂŒber gestritten, wie mit DenkmĂ€lern und StraĂennamen umzugehen ist, die an den frĂŒheren PrĂ€sidenten erinnern. In Teilen der Anlage wurden ErlĂ€uterungen ergĂ€nzt, die kritische Perspektiven auf seine Herrschaft einbeziehen. So ist die Gedenkhalle heute auch ein Beispiel fĂŒr âErinnerung im Wandelâ und macht fĂŒr auslĂ€ndische Besucher sichtbar, dass Taiwan eine lebendige Demokratie mit pluralen Sichtweisen auf die eigene Geschichte ist.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch verbindet die Chiang-Kai-shek-GedĂ€chtnishalle traditionelle chinesische Formensprache mit moderner MonumentalitĂ€t. Der Baukörper ist streng symmetrisch gegliedert, weiĂ verkleidet und von einem mehrstufigen, dunkelblau glasierten Dach bekrönt. Blau und WeiĂ entsprechen den Farben der Flagge der Republik China und stehen symbolisch fĂŒr Freiheit und Demokratie; die Kombination der Farben ist auch im restlichen Areal prĂ€sent.
Die Gedenkhalle ist auf einer erhöhten Plattform angeordnet, zu der eine breite Treppe fĂŒhrt. Die Anzahl der Stufen wurde bewusst gewĂ€hlt, um Bezug zur Lebenszeit von Chiang Kai-shek und zu symbolisch aufgeladenen Zahlen zu nehmen. Oben angekommen, öffnet sich ein groĂes Portal zu einer hohen Halle, in der eine sitzende Statue des ehemaligen PrĂ€sidenten dominiert. Wachen in historisierenden Uniformen stehen am Rand â der feierliche Wachwechsel ist eine der populĂ€rsten Inszenierungen fĂŒr Besucher.
Die Gestaltung des Platzes folgt einer klaren Achse: Am einen Ende steht das mĂ€chtige Tor mit mehreren Bögen, in der Mitte der weitlĂ€ufige Platz, der frĂŒher hĂ€ufig als âFreiheitsplatzâ bezeichnet wird, und am anderen Ende die Gedenkhalle. Seitlich begrenzen zwei groĂe KulturgebĂ€ude den Raum: die National Concert Hall und das Nationaltheater. Beide Bauten sind im Stil traditioneller chinesischer Palastarchitektur gestaltet und beherbergen heute Konzerte, Opern, Tanz- und TheaterauffĂŒhrungen. Damit wird der politische Erinnerungsort zugleich zu einem der wichtigsten Kulturzentren des Landes.
Im Inneren der Gedenkhalle befindet sich neben der Statue eine Ausstellungsebene, auf der persönliche GegenstĂ€nde, Fotografien und Dokumente aus dem Leben Chiang Kai-sheks gezeigt werden. Je nach aktueller Konzeption sind hier auch wechselnde PrĂ€sentationen zu Themen wie Demokratisierung, Menschenrechte oder politische Geschichte Taiwans zu finden. FĂŒr deutschsprachige Besucher sind die zweisprachigen Beschriftungen (Chinesisch/Englisch) hilfreich; Informationen auf Deutsch sind vor Ort selten, aber viele Inhalte sind in gut verstĂ€ndlichem Englisch zugĂ€nglich.
Der umgebende Park ist sorgfĂ€ltig gestaltet: Springbrunnen, Teiche, BrĂŒcken, bepflanzte Achsen und Schatten spendende BĂ€ume schaffen ein Ambiente, in dem Einheimische spazieren gehen, Sport treiben oder sich zum Tai-Chi treffen. Gerade in den Morgen- und Abendstunden entfaltet der Ort eine besondere AtmosphĂ€re, wenn die Hitze nachlĂ€sst und der Platz von weichen Lichtstimmungen geprĂ€gt ist.
Chiang-Kai-shek-GedÀchtnishalle besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
FĂŒr Besucher aus der DACH-Region ist die Chiang-Kai-shek-GedĂ€chtnishalle in Taipeh sehr gut erreichbar und lĂ€sst sich ideal mit einem Spaziergang durch das Stadtzentrum verbinden. Der Komplex ist ein Pflichtpunkt vieler StadtrundgĂ€nge, gleichzeitig aber auch ein Ort, an dem man abseits des Sightseeing-Programms einfach eine Pause einlegen kann.
- Lage und Anreise in Taipeh: Die Gedenkhalle befindet sich im zentralen Stadtgebiet von Taipeh. Eine eigene Station der stĂ€dtischen U-Bahn (MRT) trĂ€gt den Namen âChiang Kai-Shek Memorial Hallâ und wird von mehreren Linien bedient. Von dort sind es nur wenige Minuten zu FuĂ bis zum Hauptplatz. Wer in einem der zentralen Viertel von Taipeh ĂŒbernachtet, kann die Gedenkhalle oft auch zu FuĂ oder in kurzer Zeit mit dem Taxi erreichen.
- Anreise ab Deutschland: Zwischen Deutschland und Taiwan bestehen in der Regel DirektflĂŒge, etwa zwischen Frankfurt am Main und Taipeh, die â abhĂ€ngig von Route und Zwischenstopps â etwa 12 bis 14 Stunden reine Flugzeit in Anspruch nehmen. Auch von anderen groĂen deutschen FlughĂ€fen wie MĂŒnchen, Berlin oder DĂŒsseldorf ist Taipeh ĂŒber internationale Drehkreuze in Ostasien oder im Nahen Osten gut erreichbar. Konkrete Flugverbindungen und aktuelle Flugzeiten sollten vor Reisebeginn bei Airlines oder Buchungsportalen geprĂŒft werden.
- Ăffnungszeiten: Die Gedenkhalle und der Park sind grundsĂ€tzlich tagsĂŒber zugĂ€nglich, der Platz selbst ist in der Regel auch zu den frĂŒhen Morgen- und Abendstunden offen. Der Ausstellungsbereich in der Halle hĂ€lt meist feste Ăffnungszeiten tagsĂŒber ein. Da sich Ăffnungszeiten Ă€ndern können â etwa fĂŒr Wartungsarbeiten, Feiertage oder Sonderveranstaltungen â sollten Besucher aktuelle Angaben direkt auf der offiziellen Informationsseite der Gedenkhalle oder bei der taiwanischen Tourismusbehörde prĂŒfen. Ăffnungszeiten können variieren â direkt bei der Chiang-Kai-shek-GedĂ€chtnishalle prĂŒfen.
- Eintritt: FĂŒr den Zugang zum AuĂengelĂ€nde und zum Platz fĂ€llt kein Eintritt an. Auch der Besuch der eigentlichen Gedenkhalle ist in der Regel kostenfrei. FĂŒr bestimmte Sonderausstellungen oder Veranstaltungen in den benachbarten KulturgebĂ€uden (National Concert Hall, Nationaltheater) können jedoch EintrittsgebĂŒhren anfallen, die je nach Programm und Veranstalter stark variieren. Preise werden vor Ort und auf den offiziellen Webseiten in der Regel in Neuer Taiwan-Dollar (NT$) angegeben; zur groben Orientierung entspricht ein geringer zweistelliger Betrag in NT$ meist nur wenigen Euro (âŹ), der konkrete Umrechnungskurs schwankt.
- Beste Reisezeit: Taipeh hat ein subtropisches Klima. FĂŒr einen Besuch der Gedenkhalle eignen sich vor allem die Monate mit milderen Temperaturen, etwa im FrĂŒhjahr und Herbst. In den Sommermonaten kann es sehr heiĂ und feucht werden; dann ist der Besuch in den frĂŒhen Morgenstunden oder am spĂ€ten Nachmittag oft angenehmer als in der Mittagshitze. Regen ist ganzjĂ€hrig möglich, weshalb leichte Regenbekleidung oder ein Regenschirm empfehlenswert sind. Wer den Wachwechsel oder den Platz bei schönem Licht fotografieren möchte, erlebt die AtmosphĂ€re besonders eindrucksvoll kurz nach Sonnenaufgang oder in der goldenen Stunde vor Sonnenuntergang.
- Andrang und Tageszeit: An Wochenenden und Feiertagen kann es im Park und auf dem Platz deutlich voller werden, insbesondere wenn Veranstaltungen stattfinden oder Reisegruppen unterwegs sind. Wer die Anlage eher in Ruhe erleben möchte, wĂ€hlt möglichst einen Wochentag am Vormittag oder spĂ€ten Nachmittag. Schulklassen und organisierte Gruppen sind dann zwar weiterhin prĂ€sent, doch der Platz wirkt weniger ĂŒberlaufen als zu den Hauptzeiten.
- Sprache vor Ort: Amtssprache in Taiwan ist Mandarin-Chinesisch, in Taipeh wird zusĂ€tzlich hĂ€ufig Taiwanisch (Hokkien) gesprochen. Englisch ist in der Hauptstadt relativ verbreitet, besonders bei jĂŒngeren Menschen und im Tourismusbereich. Beschilderungen in der MRT, an StraĂen und bei gröĂeren SehenswĂŒrdigkeiten wie der Chiang Kai-shek Memorial Hall sind meist zweisprachig (Chinesisch/Englisch). Deutschsprachige Informationen sind selten, doch mit Englischkenntnissen lĂ€sst sich der Besuch problemlos organisieren.
- Zahlung und WĂ€hrung: Die LandeswĂ€hrung ist der Neue Taiwan-Dollar (NT$). In Taipeh sind Kreditkarten in Hotels, groĂen GeschĂ€ften, Einkaufszentren und vielen Restaurants verbreitet. Kleinere LĂ€den, MĂ€rkte oder StraĂenstĂ€nde akzeptieren jedoch teils nur Bargeld. Es empfiehlt sich, stets etwas Bargeld in LandeswĂ€hrung mitzufĂŒhren. Internationale Kreditkarten werden an vielen Geldautomaten akzeptiert; Girocards aus Deutschland funktionieren nicht ĂŒberall zuverlĂ€ssig. Mobile Payment-Systeme sind in Taiwan verbreitet, vor allem lokale Dienste und internationale Lösungen ĂŒber Smartphones â ihre Nutzung hĂ€ngt jedoch von der jeweiligen Bank und vom GerĂ€t ab.
- Trinkgeld-Gepflogenheiten: Trinkgeld ist in Taiwan nicht so stark verankert wie in vielen westlichen LÀndern. In Restaurants wird das Trinkgeld oft durch einen Bedienungszuschlag ersetzt, der bereits auf der Rechnung ausgewiesen ist. Ein zusÀtzliches Trinkgeld ist nicht zwingend erforderlich, kann aber bei besonders gutem Service als kleine Aufmerksamkeit gegeben werden. Taxifahrer erwarten in der Regel kein Trinkgeld; aufgerundete BetrÀge werden meist freundlich akzeptiert.
- Kleiderordnung und Verhalten: Die Chiang-Kai-shek-GedĂ€chtnishalle ist zwar kein religiöser Tempel, dennoch handelt es sich um einen offiziellen Erinnerungsort. Eine respektvolle, locker-ordentliche Kleidung ist angebracht. Laute Musik, Klettern auf Statuen oder Störungen wĂ€hrend des Wachwechsels sollten vermieden werden. Fotografie ist auf dem AuĂengelĂ€nde in der Regel problemlos möglich, im Innenraum können bestimmte Bereiche, Exponate oder Zeremonien jedoch EinschrĂ€nkungen unterliegen. Hinweise vor Ort und Anweisungen des Personals sollten beachtet werden.
- Fotografieregeln und Wachwechsel: Der Wachwechsel vor der Statue Chiang Kai-sheks wird von vielen Besuchern als eines der Highlights empfunden. WĂ€hrend der Zeremonie ist Fotografieren meist erlaubt, allerdings sollte der Ablauf nicht gestört werden. Blitzlicht und das Blockieren von Wegen oder Sichtachsen sind zu vermeiden. Der genaue Zeitplan fĂŒr den Wachwechsel kann sich Ă€ndern; aktuelle Zeiten sind an der Halle ausgehĂ€ngt oder ĂŒber Informationsmaterialien erhĂ€ltlich.
- Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger: FĂŒr die Einreise nach Taiwan gelten je nach Staatsangehörigkeit unterschiedliche Regelungen, die sich zudem Ă€ndern können. Deutsche StaatsbĂŒrger sollten aktuelle Einreisehinweise, Visabestimmungen und sicherheitsrelevante Informationen beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. Dort finden sich auch Angaben zu empfohlenen Versicherungen, medizinischen Hinweisen und Verhaltensempfehlungen.
- Gesundheit und Versicherung: Taiwan verfĂŒgt ĂŒber ein gut ausgebautes Gesundheitssystem. Reisende aus Deutschland sollten vor der Abreise eine Auslandskrankenversicherung abschlieĂen, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Behandlungskosten in Taiwan in der Regel nicht automatisch abdeckt. Informationen dazu stellen Krankenkassen und Versicherungen bereit. FĂŒr lĂ€ngere Aufenthalte ist eine Beratung zu empfohlenen Impfungen sinnvoll; entsprechende AuskĂŒnfte geben Tropeninstitute und HausĂ€rzte.
- Zeitverschiebung: Taiwan liegt in einer anderen Zeitzone als Mitteleuropa. In der Regel betrĂ€gt der Zeitunterschied zur MitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ) mehrere Stunden; wĂ€hrend der mitteleuropĂ€ischen Sommerzeit (MESZ) verschiebt sich der Abstand entsprechend. Vor Reiseantritt sollte die genaue Zeitdifferenz fĂŒr den jeweiligen Reisezeitraum geprĂŒft werden, um AnkĂŒnfte, Hotelcheck-ins und mögliche Jetlag-Effekte besser planen zu können.
Warum Chiang Kai-shek Memorial Hall auf jede Taipeh-Reise gehört
FĂŒr viele Besucher ist die Chiang-Kai-shek-GedĂ€chtnishalle der erste groĂe Eindruck von Taipeh jenseits der bekannten Skyline mit dem Taipei 101. Das Ensemble wirkt wie eine BĂŒhne: Auf der einen Seite das monumentale Tor, auf der anderen Seite die mĂ€chtige Halle, dazwischen der weite Platz â ein Raum, der gleichzeitig streng und offen wirkt. Wer hier steht, spĂŒrt, dass Taiwan seinen öffentlichen Raum fĂŒr historische ReprĂ€sentation, politische Auseinandersetzung und Freizeit gleichermaĂen nutzt.
Gerade aus deutscher Sicht ist der Besuch spannend, weil er Fragen nach Erinnerungskultur, demokratischer Transformation und Umgang mit autoritĂ€rer Vergangenheit aufwirft. WĂ€hrend in Deutschland intensiv darĂŒber diskutiert wird, wie mit problematischen DenkmĂ€lern umzugehen ist, lĂ€sst sich in Taipeh konkret beobachten, wie eine junge Demokratie mit einem Monument umgeht, das ursprĂŒnglich als Huldigung fĂŒr einen autoritĂ€ren FĂŒhrer gedacht war. Begleittexte, Ausstellungen und politische Debatten machen diese VerĂ€nderung sichtbar.
Gleichzeitig besitzt der Ort eine spielerische, fast alltĂ€gliche Dimension: Kinder ĂŒben auf dem Platz Skateboard-Tricks, Hobby-Fotografen warten auf das beste Licht, Ă€ltere Menschen treffen sich zum Gruppentanz, und Touristen versuchen, den besten Winkel fĂŒr ihr Erinnerungsfoto zu finden. In der NĂ€he laden CafĂ©s und Restaurants dazu ein, lokale KĂŒche zu probieren, sodass sich der Besuch gut in einen ausgedehnten Stadtspaziergang einbetten lĂ€sst.
In unmittelbarer Umgebung befinden sich weitere SehenswĂŒrdigkeiten, die sich mit einem Besuch der Gedenkhalle kombinieren lassen, etwa traditionelle MĂ€rkte, moderne EinkaufsstraĂen oder kleinere Tempel. So lĂ€sst sich an einem Tag ein breites Spektrum an EindrĂŒcken gewinnen â von monumentaler Staatsarchitektur ĂŒber gelebte Demokratie bis zu alltĂ€glichen Szenen eines ostasiatischen GroĂstadtlebens.
Chiang-Kai-shek-GedĂ€chtnishalle in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke
In den sozialen Medien gehört die Chiang-Kai-shek-GedĂ€chtnishalle zu den meistgeteilen Motiven aus Taipeh. Besonders beliebt sind Fotos bei Sonnenuntergang, Aufnahmen vom Wachwechsel und Perspektiven, in denen der Platz als grafisches Muster aus Linien, FlĂ€chen und Farben erscheint. Reiseblogger, Fotografen und Kulturinteressierte nutzen die Plattformen, um EindrĂŒcke zu teilen und politische HintergrĂŒnde zu diskutieren. Auch viele taiwanische Nutzerinnen und Nutzer posten regelmĂ€Ăig Szenen von Konzerten, Festivals und Alltagsmomenten, die auf dem GelĂ€nde stattfinden.
Chiang-Kai-shek-GedĂ€chtnishalle â Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
HÀufige Fragen zu Chiang-Kai-shek-GedÀchtnishalle
Wo befindet sich die Chiang-Kai-shek-GedÀchtnishalle genau?
Die Gedenkhalle liegt im Zentrum von Taipeh, der Hauptstadt von Taiwan, in einem groĂen Parkkomplex mit eigenem MRT-Anschluss (âChiang Kai-Shek Memorial Hallâ). Von dort sind es nur wenige Gehminuten zum Hauptplatz und zur eigentlichen Halle.
Was ist die historische Bedeutung der Chiang Kai-shek Memorial Hall?
Die Halle wurde in den spĂ€ten 1970er Jahren als monumentales Denkmal fĂŒr Chiang Kai-shek errichtet, den langjĂ€hrigen PrĂ€sidenten der Republik China. Sie symbolisierte ursprĂŒnglich den Staatskult um seine Person, ist heute aber auch ein Ort, an dem die demokratische Entwicklung Taiwans und der kritische Umgang mit autoritĂ€rer Vergangenheit sichtbar werden.
Wie viel Zeit sollte man fĂŒr einen Besuch einplanen?
FĂŒr einen ersten Eindruck mit Spaziergang ĂŒber den Platz, einem Blick in die Gedenkhalle und einer kurzen Pause im Park sollten mindestens ein bis zwei Stunden eingeplant werden. Wer zusĂ€tzlich Ausstellungen in der Halle, das Nationaltheater oder die National Concert Hall besuchen oder in der Umgebung bummeln möchte, kann den Besuch problemlos auf einen halben Tag ausdehnen.
Ist der Besuch der Chiang-Kai-shek-GedÀchtnishalle kostenlos?
Der Zutritt zum AuĂengelĂ€nde und zur eigentlichen Gedenkhalle ist in der Regel kostenfrei. Lediglich fĂŒr bestimmte Sonderausstellungen oder Veranstaltungen in den benachbarten KulturgebĂ€uden können EintrittsgebĂŒhren anfallen, deren Höhe je nach Programm variiert.
Welche Reisezeit eignet sich am besten fĂŒr einen Besuch?
Aufgrund des subtropischen Klimas empfehlen sich milde Monate im FrĂŒhjahr und Herbst besonders. In den heiĂen Sommermonaten ist ein Besuch in den frĂŒhen Morgen- oder spĂ€ten Nachmittagsstunden angenehmer. Regen ist jederzeit möglich, weshalb eine flexible Planung und geeignete Kleidung sinnvoll sind.
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