Chua Tran Quoc, Hanoi

Chua Tran Quoc – Inselpagode im Westsee von Hanoi

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 13:21 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Chua Tran Quoc liegt auf einer kleinen Insel im Westsee von Hanoi und verbindet frĂŒhe vietnamesische Pagodenarchitektur mit einem markanten roten Stupaturm.

Aquarell-Illustration von Tran-Quoc-Pagode Hanoi in Hanoi, Vietnam als Reiseposter
Aquarellillustration des Wahrzeichens Tran-Quoc-Pagode Hanoi in Hanoi Vietnam, weiche FarbverlÀufe und pastelliges Reiseposter-Feeling, Illustration mit AI erstellt.

Chua Tran Quoc gehört zu den bekanntesten buddhistischen Tempelanlagen in Hanoi und liegt auf einer kleinen Insel im Westsee der vietnamesischen Hauptstadt. Die Pagode geht auf das 6. Jahrhundert zurĂŒck und wurde unter König Ly Nam De als Khai-Quoc-Pagode gegrĂŒndet, bevor sie spĂ€ter ihren heutigen Namen erhielt.

Chua Tran Quoc zwischen Westsee und Dammstraße

Die Pagode Chua Tran Quoc befindet sich im Tay-Ho-Bezirk von Hanoi auf einer Insel am Rand des Westsees, die ĂŒber einen kurzen Damm mit der Thanh-Nien-Straße verbunden ist.Die Lage auf einer kleinen Insel lĂ€sst die Anlage von allen Seiten von Wasser umgeben erscheinen. Auf der gegenĂŒberliegenden Seite der Dammstraße liegt der kleinere Truc-Bach-See, sodass der Tempelstreifen zwischen den beiden Seen schmal und markant wirkt.Der Zugang erfolgt ĂŒber Thanh Nien Road und fĂŒhrt direkt auf das Tempelareal.

In der Gesamtansicht zeigt sich Chua Tran Quoc als Ensemble mehrerer traditioneller GebĂ€ude, Höfe und TĂŒrme, die sich lĂ€ngs der Insel anordnen. Die DĂ€cher der TempelgebĂ€ude folgen typischen Formen vietnamesischer Pagodenarchitektur mit mehrfach abgestuften, leicht geschwungenen DachflĂ€chen und hochgezogenen Firstenden. Hinzu kommen Höfe mit Pflanzungen und ein Uferstreifen mit BĂ€umen, der an den Westsee grenzt.

Geschichte von Khai Quoc zu Chua Tran Quoc

Die UrsprĂŒnge von Chua Tran Quoc reichen in die Zeit des Königs Ly Nam De zurĂŒck, dessen Regierungszeit in die Jahre 541 bis 547 datiert wird.Damals wurde die Pagode unter dem Namen Khai Quoc errichtet und entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte zu einem wichtigen buddhistischen Zentrum der kaiserlichen Hauptstadt Thang Long, dem historischen VorgĂ€nger Hanois. Die Anlage wird daher hĂ€ufig dem frĂŒhen vietnamesischen Buddhismus und den Dynastien der Ly und Tran zugeordnet.Im 17. Jahrhundert erhielt die Pagode den Namen Tran Quoc, der sich bis in die Gegenwart gehalten hat.

Im 17. Jahrhundert wurde Chua Tran Quoc an den Westsee verlegt, wo die heutige Anlage auf der Insel nahe dem Yen-Phu-Damm entstand.Im Lauf der Nguyen-Dynastie kam es zu mehrfachen Restaurierungen, bei denen Glocken gegossen und weitere Buddha-Statuen hinzugefĂŒgt wurden. Kaiser Minh Mang besuchte die Pagode im Jahr 1821 und unterstĂŒtzte sie finanziell, ebenso wie Kaiser Thieu Tri in der ersten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts. Dadurch weist die Anlage heute eine Mischung aus architektonischen Schichten auf, in denen sich Ă€ltere Traditionen mit Formen der Nguyen-Zeit verbinden.

Architektur, Stupaturm und Buddha-Bilder

Das heutige TempelgelĂ€nde von Chua Tran Quoc umfasst mehrere GebĂ€ude, die sich in einer linearen Abfolge anordnen. Charakteristisch sind der vordere Empfangsbereich, die RĂ€ucherstube und der Haupttempel, die nach Prinzipien buddhistischer Tempelarchitektur in Nordvietnam angeordnet sind.Zu den wichtigsten Bauteilen zĂ€hlen Vorhalle, RĂ€ucherhaus und Oberes Heiligtum, ergĂ€nzt um Glockenturm, Ahnenhaus und Stelenhaus. Die GebĂ€ude bestehen ĂŒberwiegend aus Mauerwerk und Holz, tragen ZiegeldĂ€cher und sind mit traditionellen Ornamenten verziert.

Besonders auffÀllig ist ein mehrgeschossiger Stupaturm mit rotem Ziegelmauerwerk, der sich nahe dem Ufer erhebt und durch seine Höhe und die abgestuften Ebenen das Bild der Pagode prÀgt.In den Nischen dieses Turms stehen Buddhafiguren, die auf den einzelnen Ebenen angeordnet sind. ErgÀnzt wird die Anlage durch GÀrten mit alten BÀumen, darunter eine Bodhi-Feige, die mit der buddhistischen Tradition verbunden ist.

Chua Tran Quoc besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Chua Tran Quoc liegt auf einer kleinen Insel im Westsee im Tay-Ho-Bezirk von Hanoi und ist ĂŒber einen kurzen Damm von der Thanh-Nien-Straße aus erreichbar.
  • Auf dem GelĂ€nde verteilen sich mehrere GebĂ€ude und Höfe, teils mit Treppenstufen zwischen den Ebenen, sodass sich ein Weg ĂŒber gepflasterte FlĂ€chen und durch Torbauten ergibt.
  • In der Umgebung von Chua Tran Quoc liegen der Westsee und der kleinere Truc-Bach-See sowie innerstĂ€dtische Wohnviertel von Hanoi mit weiteren Tempeln und StraßenmĂ€rkten.
  • Amtssprache ist Vietnamesisch, gezahlt wird in Vietnamesischen Dong.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Chua Tran Quoc auf Social-Media-Plattformen

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Chua Tran Quoc: hÀufige Fragen

Wo liegt Chua Tran Quoc?

Chua Tran Quoc liegt im Tay-Ho-Bezirk von Hanoi auf einer kleinen Insel im Westsee und ist ĂŒber die Thanh-Nien-Straße erreichbar.

Was bietet ein Besuch in Chua Tran Quoc?

Ein Besuch fĂŒhrt durch Höfe, TempelgebĂ€ude und den markanten roten Stupaturm der Pagode, die zusammen mit dem Wasser des Westsees ein charakteristisches Ensemble bilden.

Was kennzeichnet Chua Tran Quoc besonders?

Besonders kennzeichnend sind das hohe Alter der Pagode mit UrsprĂŒngen im 6. Jahrhundert und die Lage als Inseltempel im Westsee von Hanoi mit einem mehrgeschossigen Stupaturm.

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