Corcovado-Nationalpark: Wildes Herz von Costa Rica entdecken
31.05.2026 - 17:37:46 | ad-hoc-news.deWenn in der Morgendämmerung das Brüllen der Howler-Affen durch den Nebel hallt und Scharlacharas über dem dichten Grün kreisen, zeigt der Corcovado-Nationalpark, lokal „Parque Nacional Corcovado“ (Nationalpark Corcovado), sein wahres Gesicht: ein letzter großer Tieflandregenwald Zentralamerikas, roh, intensiv und überwältigend. Dieser abgelegene Nationalpark auf der Osa-Halbinsel bei Puerto Jimenez in Costa Rica gilt als einer der artenreichsten Orte der Welt – ein Naturerlebnis, das selbst weit gereiste Besucher sprachlos macht.
Corcovado-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Puerto Jimenez
Der Corcovado-Nationalpark liegt im Südwesten Costa Ricas auf der abgelegenen Osa-Halbinsel, deren wichtigster Zugangsort der kleine Küstenort Puerto Jimenez ist. Für das vergleichsweise kleine Land Costa Rica ist der Park ein Symbol seiner konsequenten Naturschutzpolitik: Mehr als ein Viertel der Landesfläche steht unter Schutz, und Corcovado gilt als eines der „Kronjuwelen“ dieses Systems. Deutsche Reiseführer wie das ADAC Reisemagazin oder GEO Saison bezeichnen den Park seit Jahren als einen der spektakulärsten Regenwälder des amerikanischen Kontinents.
Für Reisende aus Deutschland ist der Parque Nacional Corcovado besonders faszinierend, weil er vieles vereint, was man mit Mittelamerika verbindet: uralte Regenwälder, wilde, oft menschenleere Strände am Pazifik, dazu eine Tierwelt, die in Europa nur in Dokumentarfilmen zu sehen ist. Hier leben unter anderem Tapire, alle vier in Costa Rica vorkommenden Affenarten, seltene Großkatzen wie Jaguar und Puma, zahlreiche Reptilien, Amphibien und Hunderte von Vogelarten. Häufig wird der Park deshalb als „Arche Noah des Regenwaldes“ beschrieben.
Im Vergleich zu bekannten Naturzielen wie den Alpen oder dem Schwarzwald spielt Corcovado in einer anderen Liga: Es gibt kaum Infrastruktur im Inneren des Parks, Wege sind oft schlammig oder von Flussdurchquerungen geprägt, und Handyempfang ist nur punktuell vorhanden. Gerade das macht den Nationalpark für naturaffine Besucherinnen und Besucher aus Deutschland so attraktiv – er vermittelt noch das Gefühl von „echter Wildnis“.
Geschichte und Bedeutung von Parque Nacional Corcovado
Der Parque Nacional Corcovado wurde in den 1970er-Jahren als Nationalpark ausgewiesen, zu einer Zeit, als die Osa-Halbinsel noch stark von Holzschlag, Viehzucht und kleinteiligem Goldabbau geprägt war. Die Regierung von Costa Rica setzte damals bewusst auf den Schutz der verbliebenen Tieflandregenwälder, um einzigartige Ökosysteme zu bewahren und den Grundstein für einen naturnahen Tourismus zu legen. Internationale Naturschutzorganisationen wie der WWF und Conservation International heben seit Jahrzehnten hervor, dass Corcovado zu den letzten nahezu unberührten Tieflandregenwäldern an der pazifischen Küste Mittelamerikas gehört.
In der Fachliteratur wird häufig auf eine Aussage des US-Biologen und Pulitzer-Preisträgers Edward O. Wilson verwiesen, der den Corcovado-Nationalpark sinngemäß als „biologisch intensivsten Ort der Erde“ bezeichnete. Diese Aussage wird unter anderem von National Geographic und verschiedenen wissenschaftlichen Publikationen zitiert. Hintergrund ist die außergewöhnliche Artenvielfalt auf relativ kleiner Fläche: Auf gut 400 km² – also weniger als ein Zehntel der Fläche Schleswig-Holsteins – finden sich mehrere Ökosysteme vom Tieflandregenwald über Mangroven bis zu Lagunen und Stränden.
Die Schutzgeschichte des Parks ist eng verknüpft mit internationalen Debatten zum Regenwaldschutz. In den 1980er- und 1990er-Jahren kam es wiederholt zu Konflikten mit Goldschürfern („Oreros“), die in Flüssen innerhalb des heutigen Nationalparks Gold suchten. Die Behörden verschärften Schritt für Schritt die Kontrollen, schlossen illegale Camps und beschränkten den Zugang streng auf registrierte Besucher mit zugelassenen Führern. Heute gilt Corcovado als Beispiel dafür, wie ein Land ökonomische Interessen zugunsten langfristigen Naturschutzes zurückstellt.
Für Costa Rica hat der Parque Nacional Corcovado einen hohen symbolischen Wert: Er steht für das Selbstverständnis des Landes als ökologische Vorreiternation, das auf erneuerbare Energien, Waldschutz und Öko-Tourismus setzt. Für deutsche Leser ist interessant, dass Costa Rica seit Jahren als Partnerland bei internationalen Klimakonferenzen auftritt und in Berichten deutscher Medien – etwa von Tagesschau, Süddeutscher Zeitung oder FAZ – immer wieder als positives Gegenbeispiel zu Entwaldung und Naturzerstörung genannt wird.
Anders als viele ikonische Naturziele steht der Corcovado-Nationalpark bislang nicht auf der UNESCO-Welterbeliste, wird aber in Naturschutzkreisen ähnlich hoch bewertet. Offizielle Landesinstitutionen wie das costa-ricanische Umweltministerium MINAE und die Nationalparkverwaltung SINAC betonen in ihren Veröffentlichungen die globale Bedeutung des Parks für die Erhaltung der Biodiversität im mittelamerikanischen pazifischen Tiefland.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Im klassischen Sinne bietet der Corcovado-Nationalpark keine monumentale Architektur wie Kathedralen oder Paläste. Seine „Architektur“ ist die des Regenwaldes selbst: gewaltige Baumriesen, dichte Lianen, verschlungene Flussläufe, mangrovengesäumte Mündungen und kilometerlange, meist unbebaute Pazifikstrände. Die Rangerstationen und einfachen Unterkünfte im und am Park sind funktional gehalten und fügen sich bewusst unspektakulär in die Umgebung ein, um die Natur in den Vordergrund zu stellen.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die unterschiedlichen Lebensräume, die auf engem Raum zusammentreffen. An der Pazifikküste reichen dichte Regenwälder bis an den Strand – ein Bild, das viele Besucher aus Europa nur aus Naturdokumentationen kennen. Binnen weniger Kilometer wechseln sich küstennahe Waldformationen, Sumpfgebiete, Flussläufe und höher gelegene Regenwaldabschnitte ab. Für Biologen ist diese ökologische Vielfalt auf kleiner Fläche ein wesentlicher Grund, warum Corcovado bei der Erforschung tropischer Ökosysteme eine wichtige Rolle spielt.
Zu den markanten „Merkmalen“ des Parks gehören zudem einzelne charismatische Tierarten, die in Costa-Rica-Kampagnen und Reisefotos häufig auftauchen. Dazu zählen:
- Tapire – die größten Landsäugetiere Mittelamerikas, im Park mit etwas Glück am frühen Morgen oder in der Dämmerung an Flussufern oder Stränden zu beobachten;
- Schwarzhand- und Mantelbrüllaffen, Kapuziner- und Totenkopfaffen – alle vier in Costa Rica heimischen Affenarten, die im Parque Nacional Corcovado vorkommen;
- Großkatzen wie Jaguar, Puma und Ozelot – extrem scheu und selten zu sehen, aber ein wichtiges Symbol für den intakten Lebensraum;
- Scharlacharas, Tukane und zahlreiche Kolibri-Arten – sie prägen das Klang- und Farbbild des Waldes;
- Reptilien und Amphibien wie Kaimane, verschiedene Schlangenarten, Frösche und Echsen;
- Meeresschildkröten, die an einigen Stränden der Osa-Halbinsel zur Eiablage kommen.
Naturschutzorganisationen und renommierte Medien beschreiben Corcovado deshalb immer wieder als „Hotspot der Biodiversität“. Deutsche Naturmagazine wie GEO und internationale Medien wie BBC oder The Guardian porträtieren den Park regelmäßig in Reportagen und unterstreichen, dass Besucher ein hohes Maß an Respekt für die empfindlichen Ökosysteme mitbringen müssen.
Kulturell interessant ist auch die Rolle der einheimischen Bevölkerung und der lokalen Gemeinden rund um Puerto Jimenez und Drake Bay. Viele heutige Guides stammen aus Familien, die früher von Holzschlag oder Goldsuche lebten und sich nun mit Führungen, kleinen Lodges und Transportdiensten einen nachhaltigen Lebensunterhalt aufgebaut haben. Seriöse Reiseveranstalter und Umweltorganisationen empfehlen explizit, lokal etablierte Anbieter mit Naturschutzfokus zu unterstützen.
Corcovado-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Ein Besuch im Parque Nacional Corcovado ist fĂĽr Reisende aus Deutschland ein intensives, aber auch planerisch anspruchsvolles Erlebnis. Anders als bei klassischen Nationalparks mit breiten StraĂźen und Besucherzentren ist der Zugang streng reguliert, und spontane TagesausflĂĽge ohne Organisation sind nicht vorgesehen.
- Lage und Anreise
Der Corcovado-Nationalpark liegt auf der Osa-Halbinsel im SĂĽdwesten Costa Ricas, direkt am Pazifik. Ausgangspunkte fĂĽr Touren sind vor allem Puerto Jimenez im Osten und Drake Bay im Nordwesten der Halbinsel.
Für Reisende aus Deutschland führt der Weg in der Regel über die Hauptstadt San José. Von Frankfurt, München oder Berlin gibt es – je nach Saison – Direkt- oder Umsteigeverbindungen nach San José, meist mit einem Zwischenstopp in Spanien, den USA oder einem anderen europäischen Drehkreuz. Die reine Flugzeit liegt typischerweise bei rund 11–13 Stunden, zuzüglich Umsteigezeiten.
Von San José aus geht es weiter per Inlandsflug nach Puerto Jimenez oder Drake Bay oder per Bus/Auto über das costa-ricanische Straßennetz in Richtung Osa-Halbinsel. Die Straßen sind streckenweise einfach, aber meist befahrbar; während der Regenzeit können einzelne Abschnitte jedoch herausfordernd sein. Viele Besucher buchen deshalb Pakete über lokale Anbieter, die Transport und Parkbesuch kombinieren. - Zugang und geführte Touren
Der Zugang zum Corcovado-Nationalpark ist limitiert und muss im Voraus reserviert werden. In der Regel ist ein Besuch nur mit lizenziertem Guide möglich. Die offizielle Parkverwaltung begrenzt die tägliche Besucherzahl pro Rangerstation, um das empfindliche Ökosystem zu schützen. Konkrete Kontingente und Buchungsmodalitäten können sich ändern; aktuelle Informationen bietet die Nationalparkverwaltung SINAC sowie offizielle Tourismusstellen Costa Ricas. Reiseführer wie Marco Polo oder Lonely Planet empfehlen, Touren mehrere Wochen im Voraus über seriöse Agenturen zu reservieren, insbesondere in der Hochsaison. - Öffnungszeiten
Der Parque Nacional Corcovado ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich, wobei einzelne Sektoren saisonal geschlossen werden können, insbesondere während der intensivsten Niederschlagsmonate. Startzeiten sind meistens am frühen Morgen, da Wanderungen mehrere Stunden dauern und die Hitze am Mittag stark ansteigen kann. Öffnungszeiten und Zugangstage können variieren – Besucher sollten diese unmittelbar vor der Reise direkt bei der offiziellen Nationalparkverwaltung oder über ihren lokalen Anbieter prüfen. - Eintrittspreise
Die Eintrittsgebühren für Nationalparks in Costa Rica werden regelmäßig angepasst und sind für internationale Gäste in der Regel höher als für Einheimische. Für Corcovado kommen zusätzlich Kosten für den obligatorischen Guide sowie – je nach Tour – für Boots- oder Geländetransfers hinzu. Als grobe Orientierung ist mit einem Betrag im Bereich mehrerer Dutzend Euro pro Tag zu rechnen, abhängig von Tourdauer, Verpflegung und Anreise. Exakte Preise sollten direkt bei der Parkverwaltung oder den jeweiligen Touranbietern eingeholt werden; Wechselkurse zwischen Euro (€) und der Landeswährung Costa-Rica-Colón (CRC) schwanken. - Beste Reisezeit
Costa Rica liegt in den Tropen; statt klassischer Jahreszeiten gibt es Trocken- und Regenzeiten, deren genaue Ausprägung regional variiert. Für den Corcovado-Nationalpark gilt grob: Die vergleichsweise trockenere Zeit fällt auf die Monate Dezember bis April, während es von etwa Mai bis November deutlich häufiger und intensiver regnet. Viele deutschsprachige Reiseführer empfehlen für längere Wanderungen im Parque Nacional Corcovado die Monate der Trockenzeit, da Wege besser passierbar sind und Flüsse niedriger stehen. Allerdings ist die Natur ganzjährig üppig; in der Regenzeit sind Besucherzahlen geringer, und Tierbeobachtungen können ebenfalls sehr gut sein. Wer konkrete Reisepläne hat, sollte aktuelle Hinweise lokaler Anbieter berücksichtigen, da ungewöhnliche Wetterphänomene – etwa durch El Niño/La Niña – die klassischen Muster verschieben können. - Klima, Ausrüstung und Kondition
Das Klima im Corcovado-Nationalpark ist heiß und feucht; Tagestemperaturen liegen meist deutlich über 25 °C, kombiniert mit hoher Luftfeuchtigkeit. Wanderungen verlaufen oft über unbefestigte, matschige Pfade, über Wurzeln und durch Flussläufe. Eine solide Grundkondition ist daher empfehlenswert. Notwendige Ausrüstung schließt in der Regel ein: gut eingelaufene, griffige Schuhe, leichte, schnell trocknende Kleidung, Regenjacke, Sonnenschutz (Hut, Sonnencreme), Insektenschutz, wiederbefüllbare Trinkflasche sowie gegebenenfalls ein leichter Poncho. Viele Anbieter geben Packlisten vor, die auf die geplante Tourlänge abgestimmt sind. - Sprache vor Ort
Amtssprache in Costa Rica ist Spanisch. In touristisch geprägten Orten wie Puerto Jimenez, Drake Bay und in den meisten Lodges sowie bei lizenzierten Guides wird meist auch Englisch gesprochen. Deutsch ist deutlich seltener, kann aber in einigen Lodges oder bei einzelnen Guides vorkommen, die sich auf deutschsprachige Kundschaft spezialisiert haben. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt es sich trotzdem, einige spanische Basisbegriffe zu beherrschen; Reiseführer und offizielle Broschüren sind häufig neben Spanisch auch auf Englisch erhältlich. - Zahlung, Währung und Trinkgeld
Landeswährung ist der Costa-Rica-Colón (CRC). In touristischen Regionen werden US-Dollar oft ebenfalls akzeptiert; Preise für Touren und Unterkünfte werden teilweise direkt in US-Dollar angegeben. Für Reisende aus Deutschland ist die Zahlung mit international gängigen Kreditkarten (Visa, Mastercard) weitverbreitet, insbesondere in Hotels, Lodges und bei seriösen Touranbietern. In kleineren Geschäften, lokalen Sodas (einfachen Restaurants) und bei Trinkgeldern ist Bargeld üblich. Trinkgeld ist nicht strikt vorgeschrieben, wird aber erwartet und geschätzt: Für Guides gelten – je nach Länge und Qualität der Tour – übliche Beträge; viele deutschsprachige Reiseführer nennen Richtwerte von einigen Euro pro Person. EC-/Girocards deutscher Banken funktionieren nicht überall zuverlässig; eine Kreditkarte wird dringend empfohlen. - Gesundheit, Sicherheit und Versicherung
In tropischen Regenwaldgebieten wie dem Parque Nacional Corcovado sollten Reisende auf grundlegende gesundheitliche Vorsorge achten: ausreichender Sonnenschutz, Insektenschutz, gute Hygiene bei Trinkwasser und Lebensmitteln sowie gegebenenfalls Beratung in einer reisemedizinischen Praxis vor Abflug. Costa Rica hat im regionalen Vergleich ein gut ausgebautes Gesundheitssystem; dennoch empfiehlt sich für Reisende aus Deutschland eine Auslandskrankenversicherung, die auch Rücktransport abdeckt. Im Park selbst gibt es meist nur eingeschränkte medizinische Versorgung, weshalb Guides besondere Sorgfalt auf Sicherheit und Routenwahl legen. Grundsätzlich gilt Corcovado als sicheres Naturziel, solange Besucher die Anweisungen ihrer Guides befolgen und auf den vorgesehenen Wegen bleiben. - Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung
Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise für Costa Rica, inklusive Pass- und Visaregelungen, beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. In vielen Fällen ist für touristische Aufenthalte ein visumfreier Aufenthalt für eine begrenzte Dauer möglich, sofern ein gültiger Reisepass und ein Rück- oder Weiterflugticket vorliegen; konkrete Regelungen können sich ändern.
Costa Rica liegt in der Zeitzone Central Standard Time. Je nach Jahreszeit beträgt die Zeitverschiebung zu Mitteleuropa (MEZ/MESZ) in der Regel –7 bis –8 Stunden. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das einen gewissen Jetlag, der bei der Planung der ersten Reisetage berücksichtigt werden sollte. - Fotografie und Verhaltensregeln
Fotografieren ist im Corcovado-Nationalpark grundsätzlich erlaubt, solange Tiere nicht bedrängt und sensible Bereiche respektiert werden. Viele Guides weisen darauf hin, dass Blitzlicht bei Wildtieren und insbesondere bei nachtaktiven Arten problematisch sein kann. Drohnen sind in vielen Bereichen von Nationalparks in Costa Rica entweder stark eingeschränkt oder untersagt; für den Parque Nacional Corcovado sollten Besucher im Zweifel mit einem Verbot und strengen Auflagen rechnen. Offizielle Parkregeln umfassen unter anderem: kein Füttern von Tieren, kein Mitnehmen von Pflanzen oder Gesteinen, kein Rauchen auf den Wegen, kein offenes Feuer und das strikte Mitnehmen von Abfällen. Der Verhaltenskodex ist darauf ausgerichtet, die empfindliche Natur möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Warum Parque Nacional Corcovado auf jede Puerto-Jimenez-Reise gehört
Für viele Costa-Rica-Reisende aus Deutschland ist der Besuch des Corcovado-Nationalparks der emotionale Höhepunkt ihrer Reise. Während andere Ziele des Landes – etwa der Vulkan Arenal, der Nebelwald von Monteverde oder die Strände der Nicoya-Halbinsel – vergleichsweise leicht erreichbar und touristisch ausgeprägt sind, erfordert Corcovado ein bewusstes Eintauchen in die „Welt abseits der Komfortzone“.
Wer von Puerto Jimenez aus mit dem Boot oder Geländewagen in Richtung Park aufbricht, erlebt bereits die Anreise als Teil des Abenteuers: Flussdurchquerungen, abschüssige Pisten, dichte Wälder und plötzlich auftauchende Tiere begleiten den Weg. Im Park selbst dominieren Geräusche: das Rauschen der Brandung, das permanente Zirpen von Insekten, das Rufen der Vögel, das entfernte Brüllen der Affen. Viele Besucher berichten in Interviews mit Medien und Reiseveranstaltern, dass sie selten einen Ort erlebt haben, an dem sie sich so klein fühlen – im positiven Sinne, als Teil einer übergeordneten Natur.
Für Familien mit Kindern, die Tierdokumentationen aus dem Fernsehen kennen, aber auch für Alleinreisende und Paare bietet Corcovado eine ideale Bühne, dieses Bild mit realen Eindrücken zu füllen. Anders als in manchen Safari-Destinationen gibt es hier keine Geländewagenkolonnen oder überfüllten Aussichtspunkte; Begegnungen mit Tieren entstehen oft plötzlich und überraschend. Guides sind geschult, auf Spuren, Geräusche und Bewegungen im Unterholz zu achten, und teilen ihr Wissen über Ökologie und Verhalten der jeweiligen Arten.
Darüber hinaus fügt sich ein Besuch im Parque Nacional Corcovado ideal in ein nachhaltiges Reiseprofil ein. Costa Rica setzt stark auf Öko-Tourismus, und ein erheblicher Teil der Einnahmen aus Parkgebühren und Naturtourismus fließt in den weiteren Schutz von Wäldern, Nationalparks und Reservaten. Wer als Reisender aus Deutschland bewusst Anbieter wählt, die Umweltstandards einhalten und lokale Gemeinden einbeziehen, trägt aktiv dazu bei, dieses Modell zu stabilisieren.
Als Ergänzung zum Corcovado-Besuch bieten sich auf der Osa-Halbinsel weitere Naturerlebnisse an: Mangroventouren, Walbeobachtungen in der Saison, Kajaktouren bei Nacht mit Biolumineszenz in bestimmten Buchten, oder Besuche von Meeresschildkrötenprojekten. In Kombination entsteht so eine Reise, die inhaltlich weit über einen klassischen Strandurlaub hinausgeht und sich eher mit intensiven Naturerfahrungen in Regionen wie dem Amazonas oder Teilen Südostasiens vergleichen lässt – nur auf kompakterem Raum und mit der stabilen politischen Situation Costa Ricas im Hintergrund.
Corcovado-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke
In sozialen Medien teilen Reisende aus aller Welt ihre Eindrücke vom Parque Nacional Corcovado: von neugierigen Affen über Tapir-Sichtungen bis hin zu mystischen Nebelstimmungen in den frühen Morgenstunden. Kurzvideos auf Plattformen wie TikTok und Instagram zeigen, wie körperlich fordernd, aber zugleich belohnend die Wanderungen durch den Regenwald sind. Für deutsche Nutzerinnen und Nutzer sind diese Inhalte eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Reiseplanung, ersetzen aber nicht die praktische Vorbereitung und Beratung durch seriöse Quellen.
Corcovado-Nationalpark — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Corcovado-Nationalpark
Wo liegt der Corcovado-Nationalpark genau?
Der Corcovado-Nationalpark (Parque Nacional Corcovado) liegt im SĂĽdwesten von Costa Rica auf der Osa-Halbinsel an der PazifikkĂĽste. Hauptzugangspunkte sind die Orte Puerto Jimenez und Drake Bay, von denen aus organisierte Touren in verschiedene Sektoren des Parks starten.
Wie unterscheidet sich Corcovado von anderen Nationalparks Costa Ricas?
Im Vergleich zu vielen anderen Schutzgebieten des Landes ist der Parque Nacional Corcovado wilder und weniger erschlossen. Es gibt keine großen Straßen im Inneren des Parks, die Besucherzahlen sind limitiert, und ein Besuch ist in der Regel nur mit lizenziertem Guide möglich. Die Artenvielfalt und der Anteil ursprünglicher Tieflandregenwälder sind außergewöhnlich hoch.
Kann man den Corcovado-Nationalpark ohne Guide besuchen?
In aller Regel ist der Besuch des Corcovado-Nationalparks nur mit einem offiziell zugelassenen Guide möglich. Die Parkverwaltung begründet dies mit Sicherheitsaspekten und dem Schutz des sensiblen Ökosystems. Seriöse Informationen zu den jeweils aktuellen Regelungen geben die Nationalparkverwaltung SINAC, das costa-ricanische Umweltministerium und etablierte lokale Touranbieter.
Was ist die beste Reisezeit fĂĽr den Parque Nacional Corcovado?
Viele Reiseführer empfehlen die trockenere Jahreszeit von etwa Dezember bis April, da Wege und Flüsse dann leichter passierbar sind. Dennoch ist der Park grundsätzlich ganzjährig zugänglich, und auch in der Regenzeit bieten sich eindrucksvolle Naturerlebnisse. Aktuelle Hinweise zu Witterungsbedingungen und gegebenenfalls temporären Sperrungen sollten vor der Reise eingeholt werden.
Wie gelangt man von Deutschland aus nach Puerto Jimenez?
Besucher aus Deutschland fliegen in der Regel zunächst nach San José, meist mit einem Zwischenstopp in Europa oder Nordamerika. Von dort geht es per Inlandsflug oder per Bus/Auto weiter nach Puerto Jimenez, das als Tor zur Osa-Halbinsel und zum Corcovado-Nationalpark gilt. Die Gesamtanreisezeit hängt von Verbindungen und gewähltem Verkehrsmittel ab und erstreckt sich meist über einen Reisetag.
Mehr zu Corcovado-Nationalpark auf AD HOC NEWS
Mehr zu Corcovado-Nationalpark auf AD HOC NEWS:
Alle Beiträge zu „Corcovado-Nationalpark" auf AD HOC NEWS ansehen ?Alle Beiträge zu „Parque Nacional Corcovado" auf AD HOC NEWS ansehen ?
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
