Daibutsu in Kamakura: der bronzene Buddha im Freien
Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 11:34 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Daibutsu in Kamakura gehört zu den bekanntesten Buddha-Darstellungen Japans und prägt als große Bronzefigur die Anlage des Tempels K?toku-in in der Küstenstadt Kamakura in Japan. Die Statue zeigt den Buddha Amitabha in meditierender Haltung und entstand in der Kamakura-Zeit im 13. Jahrhundert, als der Tempel der J?do-sh?, einer Richtung des Reinen-Land-Buddhismus, gewidmet war. Heute sitzt der Daibutsu unter freiem Himmel auf einem steinernen Sockel, die Kupferlegierung der Oberfläche hat im Lauf der Jahrhunderte eine charakteristische grüne Patina angenommen.
Daibutsu und der Tempel K?toku-in
Der Daibutsu steht auf dem Gelände des buddhistischen Tempels K?toku-in im Stadtteil Hase von Kamakura in der Präfektur Kanagawa, südlich von Tokio an der Küste gelegen.Der buddhistische Tempel K?toku-in gehört zur Schule J?do-sh? des Reinen-Land-Buddhismus und führt die Statue als zentrales Kultbild. Die Bronzefigur stellt den Buddha Amida dar, der im Reinen Land verehrt wird und dessen Name in der Praxis des Nembutsu immer wieder rezitiert wird, während der Daibutsu als sichtbarer Fokus dieser Verehrung dient.Die J?do-sh?-Tradition von K?toku-in
Die Statue ist als Nationaler Schatz Japans eingestuft und damit staatlich geschützt.Die als Nationaler Schatz ausgewiesene Statue Die Bronzefigur wurde im Jahr 1252 gegossen, wie Quellen der Kamakura-Zeit berichten, und steht seit dem späten 15. Jahrhundert im Freien, nachdem frühere Hallen, die sie umschlossen, durch Naturereignisse zerstört wurden.Die Gussdatierung des Daibutsu im Jahr 1252 Damit verkörpert der Daibutsu zugleich die buddhistische Vorstellung von Vergänglichkeit und die lange Geschichte Kamakuras als religiösem Zentrum.
Maßstab, Material und Gestaltung der Statue
Die Statue des Daibutsu besteht aus Bronze und zeigt den Buddha als sitzende Figur mit übereinandergeschlagenen Beinen und Händen in einer Meditationsgeste im Schoß. Der Kopf ist von einer regelmäßigen Reihe kleiner Locken bedeckt, die Augenlider sind gesenkt, und der Ausdruck des Gesichts wirkt ruhig und gesammelt. Der Körper ist von einem Gewand bedeckt, dessen Falten plastisch modelliert sind und den Eindruck eines Stoffes vermitteln, der über den Schultern liegt und bis zur Basis der Figur reicht.Der bronzene Amida-Buddha von Kamakura
Mit einer Höhe von über elf Metern und einer Gesamtmessung von rund 13 Metern einschließlich Sockel gehört der Daibutsu zu den größten historischen Bronzebuddhas Japans.Die Höhe des Daibutsu von K?toku-in Die Figur ist aus mehreren Segmenten gegossen, die präzise miteinander verbunden wurden, sodass der monumentale Körper stabil steht und die Oberfläche nahezu geschlossen wirkt. Innen besitzt der Daibutsu Hohlräume, die den Guss ermöglichten und heute Einblicke in die Konstruktion geben, während außen Wetterspuren wie leichte Verfärbungen, feine Linien und dunklere Partien an der Patina ablesbar sind.
Daibutsu in Geschichte und Umgebung von Kamakura
Die Geschichte des Daibutsu ist eng mit der Entwicklung Kamakuras zur politischen und religiösen Hauptstadt Japans in der Kamakura-Zeit verbunden, als dort die Militärregierung der Samurai residierte. Der Bau der Bronzestatue in der Mitte des 13. Jahrhunderts spiegelt das damalige Interesse an monumentalen buddhistischen Bildern wider, die Glauben und Macht gleichermaßen sichtbar machten. Dass der Daibutsu nach der Zerstörung seiner Halle im späten 15. Jahrhundert unter freiem Himmel blieb, prägt sein Erscheinungsbild und lässt die Figur im Wechsel der Jahreszeiten sichtbar werden.Die Entwicklung des freistehenden Daibutsu
Der Tempel K?toku-in liegt unweit der Küste und ist von weiteren Tempeln und Schreinen Kamakuras umgeben, die zusammen ein dichtes religiöses Geflecht bilden. Im Umfeld des Daibutsu befinden sich Wege, die durch den Tempelbezirk führen, steinerne Laternen, kleinere Gebäude und Bäume, deren Kronen häufig deutlich über die Dachlinien der Bauten hinausragen. Von den Wegen aus bietet sich der Blick auf die Statue aus verschiedenen Entfernungen und Winkeln, sodass der Maßstab des Daibutsu im Verhältnis zu Menschen und Gebäuden besonders deutlich wird.
Daibutsu besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Daibutsu steht im Tempel K?toku-in im Stadtteil Hase von Kamakura in der Präfektur Kanagawa; der Tempelbezirk ist über die Bahnverbindung nach Kamakura und weiter mit der Linie Enoden bis zur Station Hase erreichbar.
- Auf dem Tempelgelände führen Wege über Treppen und gepflasterte Flächen, der Zugang zur Statue erfolgt über einen breiten Vorplatz mit wenigen Stufen.
- Kamakura liegt an der Küste südlich von Tokio, rund um den Daibutsu wechseln sich bewaldete Hügel und bebaute Talräume mit weiteren Tempeln und Schreinen ab.
- Japan ist ein Inselstaat in Ostasien, Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Daibutsu auf Social-Media-Plattformen
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Daibutsu: häufige Fragen
Wo liegt Daibutsu in Kamakura genau?
Daibutsu steht im Tempel K?toku-in im Stadtteil Hase der Stadt Kamakura in der Präfektur Kanagawa in Japan.
Was bietet ein Besuch des Daibutsu?
Ein Besuch führt in einen historischen Tempelbezirk, in dessen Zentrum die große Bronzestatue des Buddha Amida im Freien sitzt und aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann.
Was kennzeichnet Daibutsu besonders?
Daibutsu ist eine im 13. Jahrhundert gegossene monumentale Bronzestatue des Buddha Amida, die als Nationaler Schatz Japans unter freiem Himmel auf dem Gelände von K?toku-in steht.
