Deadvlei, Namib-Naukluft

Deadvlei in Namibia: weiße Tonpfanne und schwarze Baumgerippe

Veröffentlicht am: 16.08.2026 um 13:51 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Deadvlei im Namib-Naukluft-Nationalpark in Namibia verbindet weiße Tonpfanne, rote Dünen und schwarze Baumreste zu einer surreal klaren Wüstenlandschaft.

Flatlay-Reise-Arrangement rund um Deadvlei in Namib-Naukluft, Namibia
Flatlay-Reise-Arrangement rund um Deadvlei in Namib-Naukluft Namibia, Karte Kompass Kamera und generische Reiserequisiten, Illustration mit AI erstellt.

Deadvlei im Namib-Naukluft-Nationalpark in Namibia gehört zu den markantesten Landschaftsbildern des Namib-Sandmeers: eine harte, helle Tonfläche, umstanden von dunklen, abgestorbenen Kamelendornbäumen und von hohen, rötlichen Sanddünen eingerahmt. Die Pfanne liegt im Gebiet von Sossusvlei im südlichen Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks, einer der ältesten Wüstenlandschaften der Erde und Teil des Namib-Sandmeers.

Deadvlei: Tonpfanne im Namib-Sandmeer

Deadvlei ist eine kleine, von Dünen vollständig umschlossene Tonpfanne innerhalb des Namib-Sandmeers, das als Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks unter Schutz steht.Tonpfanne innerhalb des Namib-Sandmeers Der Name geht auf das englische „dead“ und das Afrikaans „vlei“ zurück, eine Sammelbezeichnung für Senken, in denen sich Wasser sammeln kann. Die helle Fläche der Pfanne besteht aus gebleichter, rissiger Tonerde, die sich deutlich von den orange bis rot schimmernden Sanddünen ringsum absetzt.

Deadvlei liegt nahe der bekannteren Salz- und Tonpfanne von Sossusvlei in einem Tal zwischen hohen Dünen innerhalb des Namib-Naukluft-Nationalparks.Tal zwischen hohen Dünen Die Grundfläche des Deadvlei ohne die Hänge der Dünen bildet eine gestreckte Ellipse mit einer Fläche von rund 0,6 Quadratkilometern.Fläche von rund 0,6 Quadratkilometern Um die Pfanne herum steigen die Sanddünen steil an und erreichen Höhen von etwa 300 bis 400 Metern; einzelne Dünen werden als „Big Daddy“ oder „Crazy Dune“ bezeichnet.Dünen mit Bezeichnungen Big Daddy und Crazy Dune

Schwarze Bäume, weiße Tonfläche und rote Dünen

Das charakteristische Bild des Deadvlei entsteht durch das Zusammenspiel von drei klar voneinander unterscheidbaren Elementen: der weißen Tonpfanne, den schwarzen, abgestorbenen Baumstämmen und den hohen, roten Sanddünen im Hintergrund. Auf der hellen Oberfläche stehen zahlreiche abgestorbene Kamelendornbäume (Vachellia erioloba), deren dunkle, nahezu schwarze Silhouetten sich scharf gegen den hellen Boden und den Himmel abzeichnen.abgestorbene Kamelendornbäume Die extreme Trockenheit im Namib-Sandmeer hat die Baumgerippe über viele Jahrhunderte konserviert, sodass sie trotz ihres Absterbens noch immer aufrecht auf der Pfanne stehen.

Die Sanddünen rund um Deadvlei bestehen aus feinem Wüstensand, der im Licht in verschiedenen Rottönen erscheint und die Pfanne hufeisenförmig umschließt.Pfanne nahe Sossusvlei Zwischen den Dünen und der Tonfläche bilden kleine Übergangszonen aus Sand und feiner Kiesstruktur den Rand der Pfanne. Besonders auffällig ist die klare Trennlinie, an der die rissige, helle Tonfläche in den lockeren, dunkleren Sand übergeht. In der Umgebung der Pfanne sind weitere Dünenfelder des Namib-Sandmeers sichtbar, die die Stellung von Deadvlei inmitten einer weitgehend vegetationsarmen Wüstenlandschaft deutlich machen.

Entstehung und Einordnung im Namib-Naukluft-Nationalpark

Deadvlei liegt im südlichen Abschnitt des Namib-Naukluft-Nationalparks, einer großflächigen Schutzregion, die weite Teile der Namib und ihrer Dünenlandschaft umfasst.Namib-Naukluft-Nationalpark Die Pfanne ist Teil des Namib-Sandmeers, das aufgrund seiner geomorphologischen und landschaftlichen Besonderheiten internationale Bedeutung besitzt.Namib-Sandmeer Deadvlei entstand, nachdem der Tsauchab-Fluss in einer früheren Phase der Landschaftsentwicklung Wasser in dieser Senke sammeln konnte und sich eine temporäre Oase mit Vegetation bildete.Tsauchab-Fluss und Bildung der Pfanne

Als sich die klimatischen Bedingungen änderten und Dünenbewegungen den Flusslauf blockierten, trocknete die Pfanne aus, die Bäume starben ab und wurden durch die trockene Luft konserviert.Austrocknung und Erhalt der Bäume Für Besucher des Nationalparks bildet Deadvlei zusammen mit der benachbarten Pfanne von Sossusvlei und den umliegenden Dünen ein deutlich strukturiertes Wüstenensemble: harte Tonflächen, wandernde Sanddünen und die Spuren ehemaliger Flussläufe, die sich in Form von Senken und Pfannen erhalten haben.Ensemble aus Sossusvlei und Deadvlei

Deadvlei besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Deadvlei liegt im Namib-Naukluft-Nationalpark im südlichen Namibia; Ausgangspunkt für den Besuch ist üblicherweise der Bereich Sesriem, von dem aus die Straße in Richtung Sossusvlei und die Pfanne von Deadvlei führt.
  • Der Zugang zur Pfanne erfordert einen Weg über Sand und teils weichen Untergrund, häufig mit einem Abschnitt zu Fuß über einen Dünenkamm zwischen Parkplatzbereich und der Tonfläche.
  • Im Umfeld von Deadvlei liegt der große Dünenzug mit Erhebungen wie „Big Daddy“, von dessen Flanken sich der Blick auf die Tonpfanne und die Dünenlandschaft des Namib-Sandmeers öffnet.
  • Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in Namibia-Dollar.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Deadvlei auf Social-Media-Plattformen

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Deadvlei: häufige Fragen

Wo liegt Deadvlei genau?

Deadvlei liegt im Namib-Sandmeer innerhalb des Namib-Naukluft-Nationalparks im südlichen Namibia, in der Region von Sossusvlei.

Was bietet ein Besuch von Deadvlei?

Ein Besuch führt auf eine helle Tonpfanne mit schwarzen Baumgerippen und den umliegenden roten Dünen, die zusammen eine klar strukturierte Wüstenlandschaft bilden.

Was kennzeichnet Deadvlei im Vergleich zu anderen Wüstengebieten?

Kennzeichnend ist die Kombination aus dauerhaft erhaltenen, abgestorbenen Kamelendornbäumen auf einer hellen Tonfläche, umgeben von hohen Sanddünen des Namib-Sandmeers.

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