Deadvlei, Namib-Naukluft

Deadvlei und die schwarzen Bäume im weißen Lehmboden

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 21:09 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Deadvlei im Namib-Naukluft zeigt schwarze Baumgerippe auf weißem Lehm zwischen roten Dünen – eine Landschaft voller Gegensätze

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Deadvlei liegt im Namib-Naukluft-Nationalpark in Namibia. Schwarze Gerippe von Kameldornbäumen stehen auf einer weißen Lehmpfanne, während rote Sanddünen den Raum umschließen. Der Gegensatz aus hellem Boden, dunklem Holz und orangefarbenem Sand prägt jedes Bild dieses Ortes.

Deadvlei: eine weiße Lehmpfanne mit schwarzen Baumgerippen

Der Name Deadvlei bezeichnet eine ausgetrocknete Lehmpfanne nahe Sossusvlei. Ihre Oberfläche ist hell, trocken und von Rissen durchzogen. Darauf stehen die abgestorbenen Bäume der Art Vachellia erioloba, die im Deutschen als Kameldornbaum bezeichnet wird.

Die Baumgerippe sind nicht versteinert. Das Holz blieb in der extrem trockenen Wüstenluft erhalten und zerfiel nicht wie organisches Material in feuchteren Landschaften. Sonne und Trockenheit färbten die Stämme dunkel. Die schwarzen Baumgerippe von Deadvlei stehen dadurch scharf gegen den hellen Lehmboden.

Tsauchab, Wasser und eine Landschaft ohne Fluss

Die Lehmpfanne entstand in einem Bereich, den der Tsauchab bei Überflutungen erreichen konnte. Nach Regen bildeten sich flache Wasserflächen. Kameldornbäume wuchsen dort, wo Feuchtigkeit im Boden vorhanden war.

Die wasserführende Verbindung zum Tsauchab riss ab, als sich die Bedingungen in der Wüste veränderten und Sand die Abflusswege versperrte. Die Bäume starben in der zweiten Hälfte des 14. und in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Radiokarbondatierungen des Holzes ordnen die Baumgerippe einem Gesamtalter von rund 850 Jahren zu.

Der Tsauchab ist ein zeitweise wasserführender Fluss aus dem Naukluft-Gebirge. Sein Tal reicht bis in die Dünenlandschaft der Namib. Deadvlei bildet dort eine trockene Senke, deren heller Boden die Spuren früherer Wasserflächen sichtbar macht.

Rote Dünen als Wände der Lehmpfanne

Roter Sand rahmt Deadvlei an mehreren Seiten. Die Dünen bestehen aus eisenhaltigem Sand, dessen Färbung im Sonnenlicht zwischen Orange und Rot wechselt. Ihre Hänge bilden einen starken räumlichen Kontrast zur flachen Lehmpfanne.

Die Baumgerippe verteilen sich über den ebenen Boden und ragen als einzelne dunkle Formen aus der Fläche. Einige Stämme sind verzweigt, andere stehen als kurze, kantige Silhouetten. Ihre Anordnung folgt keiner sichtbaren Reihe. Gemeinsam mit den Dünen, dem Lehm und dem wolkenarmen Himmel entsteht ein Landschaftsbild aus klar voneinander getrennten Flächen.

Deadvlei gehört zur Namib-Sandsee, die sich über ein großes Dünengebiet an der Atlantikküste Namibias erstreckt. Das UNESCO-Welterbe umfasst eine Landschaft aus Sand, Dünen, Nebel und zeitweise wasserführenden Flussläufen. Die Namib-Sandsee als UNESCO-Welterbe verbindet Deadvlei mit dem weiteren Naturraum der Namib.

Deadvlei besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Deadvlei liegt im Namib-Naukluft-Nationalpark südwestlich von Sesriem. Die Zufahrt in die Dünenregion erfolgt über die Straße zum Sossusvlei-Gebiet; der letzte Abschnitt führt durch Sand.
  • Der Weg zur Lehmpfanne verläuft durch eine Dünenlandschaft. Sand, Hitze und unebener Boden prägen den Zugang zu den Baumgerippen.
  • Deadvlei liegt in der Namib-Wüste. Amtssprache ist Englisch, gezahlt wird in Namibia-Dollar.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Deadvlei auf Social-Media-Plattformen

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Deadvlei: häufige Fragen

Wo liegt Deadvlei?

Deadvlei liegt im Namib-Naukluft-Nationalpark in Namibia, nahe Sossusvlei. Die Lehmpfanne befindet sich in einer von roten Sanddünen geprägten Wüstenlandschaft.

Was bietet ein Besuch in Deadvlei?

Zu sehen sind schwarze Gerippe von Kameldornbäumen auf hellem, rissigem Lehmboden. Die Dünen bilden den räumlichen Rahmen der trockenen Senke.

Was kennzeichnet die Baumgerippe?

Die Bäume starben zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert. Das trockene Klima bewahrte das Holz, ohne dass es versteinert ist.

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