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Kritik an Abschaffung der Hotelmeldepflicht nur fĂŒr InlĂ€nder

20.07.2023 - 02:06:32

Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Deutschen Tourismusverbands, Norbert Kunz, hat sich kritisch dazu geĂ€ußert, dass die von Innenministerin Nancy Faeser (SPD) geforderte Abschaffung der Hotelmeldepflicht nur fĂŒr inlĂ€ndische HotelgĂ€ste gelten soll.

"Eine gastfreundliche Willkommenskultur lĂ€sst sich schwerlich damit vereinbaren, an der Rezeption zwischen GĂ€sten aus dem Aus- und Inland unterscheiden zu mĂŒssen", sagte Kunz der "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe). Fraglich sei, wie diese Regelung umgesetzt werden solle.

"Schließlich mĂŒsste trotzdem jeder Gast nach der Staatsangehörigkeit gefragt werden", sagte er. Bedenken, dass der Vorschlag "gegen das unionsrechtliche Diskriminierungsverbot verstĂ¶ĂŸt", seien zudem nicht von der Hand zu weisen. Auch ansonsten lasse die vorgeschlagene Abschaffung der Meldepflicht fĂŒr InlĂ€nder viele Fragen offen. "Insbesondere muss sichergestellt werden, dass die Erhebung von GĂ€stedaten fĂŒr die kommunale Tourismusfinanzierung durch Tourismus- und KurbeitrĂ€ge gewĂ€hrleistet bleibt", mahnte Kunz. Der "Spiegel" hatte am Wochenende berichtet, dass Faeser die Meldepflicht in Hotels fĂŒr GĂ€ste aus dem Inland abschaffen möchte. Diese sieht derzeit vor, dass alle GĂ€ste von BeherbergungsstĂ€tten einen Schein ausfĂŒllen mĂŒssen, in dem unter anderem Name, Geburtsdatum und Anschrift abgefragt werden. Einen entsprechenden Vorschlag habe die SPD-Politikerin Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) unterbreitet.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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