Easyjet hĂ€lt Flugchaos in Sommerferien fĂŒr möglich
15.07.2023 - 09:04:05"Es bleibt eine Herausforderung, und man kann ein abermaliges Chaos an den FlughĂ€fen nicht ausschlieĂen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Es gibt 10 bis 15 Prozent mehr Europa-FlĂŒge als 2022 und gleichzeitig weiter KapazitĂ€tsbeschrĂ€nkungen an einigen FlughĂ€fen, unter anderem wegen Personalmangels. Das ist eine brisante Mischung."
Seine Gesellschaft sieht er hingegen besser vorbereitet als 2022. "Wir haben keine personellen EngpĂ€sse mehr." Die VerspĂ€tungen seien trotzdem derzeit noch zu hoch: "Wir können mit der aktuellen Lage nicht zufrieden sein." Er kritisiert auch die deutschen FlughĂ€fen. Die Basis in Berlin sei "die unwirtschaftlichste in unserem ganzen Netzwerk" gewesen. Die Standortkosten dort seien "mit die höchsten in Europa und nicht mehr wettbewerbsfĂ€hig im Vergleich zu anderen FlughĂ€fen", sagte Lundgren der FAS weiter. Und das gelte nicht nur fĂŒr Berlin: "Deutsche FlughĂ€fen sind zu teuer." PlĂ€ne, wieder wie vor einigen Jahren innerdeutsche Flugverbindungen anzubieten, gebe es nicht. "Die Verbindungen haben uns hohe Verluste beschert." Lundgren kritisiert auch die Politik, dass sie nicht genĂŒgend Flugrouten freigebe, weil das MilitĂ€r Teile des Luftraums beanspruche. "Das ist eine unentschuldbare Ausrede. Der Ukrainekonflikt hat gezeigt, dass zusĂ€tzliche MilitĂ€rflĂŒge möglich sind, ohne den Luftraum fĂŒr zivile Flugzeuge zu beschrĂ€nken. Die nationalen Regierungen wollen einfach keine Hoheitsbefugnisse abgeben", so Lundgren.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


