El Castillo Chichen Itza: Die RĂ€tsel der Maya-Pyramide erleben
25.06.2026 - 15:39:30 | ad-hoc-news.deIn der flirrenden Hitze der Halbinsel YucatĂĄn taucht El Castillo Chichen Itza wie eine steinerne Fata Morgana aus der Ebene auf: Die monumentale Stufenpyramide, auf Spanisch âEl Castilloâ (âdas Schlossâ), dominiert das Zentrum von Chichen Itza und gilt als eines der ikonischsten Bauwerke der alten Maya-Welt. Wer zum ersten Mal vor El Castillo Chichen Itza steht, spĂŒrt unmittelbar, warum dieses Monument heute zu den berĂŒhmtesten Wahrzeichen Mexikos zĂ€hlt.
El Castillo Chichen Itza: Das ikonische Wahrzeichen von Chichen Itza
El Castillo Chichen Itza ist das weithin sichtbare Zentrum der archĂ€ologischen StĂ€tte Chichen Itza im heutigen Bundesstaat YucatĂĄn im SĂŒdosten Mexikos. Die Stufenpyramide erhebt sich mitten auf einer weiten, grasbewachsenen Plaza, umgeben von weiteren Tempeln, SĂ€ulenhallen, BallspielplĂ€tzen und Palaststrukturen der Maya-Zeit. Die Organisation der Vereinten Nationen fĂŒr Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) fĂŒhrt Chichen Itza seit den 1980er-Jahren als Teil des Welterbes der Menschheit und beschreibt die Anlage als herausragendes Beispiel der Maya-Tolteken-Kultur auf YucatĂĄn.
Das Besondere: El Castillo ist nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern zugleich ein gigantischer steinerner Kalender und ein architektonisches Symbol fĂŒr das Weltbild der Maya. Nationale und internationale Fachinstitutionen wie das mexikanische Kulturinstitut INAH (Instituto Nacional de AntropologĂa e Historia) und die UNESCO betonen, dass die Pyramide mit ihrer Gliederung, ihren Stufen und ihrer Orientierung astronomische Zyklen abbildet. Dadurch hat sich das Bauwerk weit ĂŒber die Fachkreise hinaus zu einem globalen Kultursymbol entwickelt.
FĂŒr Reisende aus Deutschland ist El Castillo Chichen Itza ein emotionales Ziel: Wer hier steht, begegnet einer hochentwickelten Zivilisation, die prĂ€zise Astronomie betrieb, komplexe Kalender entwickelte und eine Architektur schuf, die noch heute verblĂŒfft. Gleichzeitig liegt Chichen Itza gut erreichbar nahe wichtiger touristischer Zentren wie CancĂșn, Playa del Carmen oder MĂ©rida und lĂ€sst sich vergleichsweise komfortabel in eine Mexiko-Reise integrieren.
Geschichte und Bedeutung von El Castillo
Chichen Itza war zwischen etwa dem 7. und 10. Jahrhundert n. Chr. eines der wichtigsten politischen, wirtschaftlichen und religiösen Zentren der Maya-Kultur auf der Halbinsel YucatĂĄn. Laut UNESCO und INAH entwickelte sich der Ort in mehreren Phasen: ZunĂ€chst als klassische Maya-Stadt, spĂ€ter mit deutlichen EinflĂŒssen der Tolteken, eines Volkes aus dem zentralen Hochland Mexikos. Diese Mischkultur spiegelt sich besonders deutlich in der Architektur von El Castillo wider.
Die Pyramide selbst wird in der Fachliteratur zumeist dem 11. bis 12. Jahrhundert n. Chr. zugerechnet, also einer vergleichsweise spĂ€ten Phase der Maya-Geschichte. Sie ist dem gefiederten Schlangengott KukulcĂĄn (im aztekischen Kulturraum als QuetzalcĂłatl bekannt) gewidmet, der als Gott des Windes, der Weisheit und als Kulturbringer verehrt wurde. Daher trĂ€gt El Castillo in der Forschung auch den Namen âTempel des KukulcĂĄnâ. Kunsthistoriker verweisen darauf, dass die Inszenierung von Schlangenmotiven an Treppen und Balustraden ein zentrales ikonografisches Merkmal dieser Gottheit ist.
Nach dem Niedergang der groĂen Maya-Zentren im Tiefland verlor Chichen Itza allmĂ€hlich an politischer Bedeutung, blieb aber offenbar ĂŒber lĂ€ngere Zeit ein wichtiger Pilgerort. SpĂ€testens mit der spanischen Eroberung im 16. Jahrhundert wurde die Stadt weitgehend aufgegeben und von der tropischen Vegetation ĂŒberwuchert. Erst im 19. und frĂŒhen 20. Jahrhundert begann die systematische Erforschung durch ArchĂ€ologen aus Mexiko, den USA und Europa. Das INAH ĂŒbernahm im 20. Jahrhundert die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr Erforschung, Restaurierung und Verwaltung der StĂ€tte.
Heute steht El Castillo Chichen Itza symbolisch fĂŒr das Erbe der Maya im modernen Mexiko. Die StĂ€tte zieht jedes Jahr groĂe Besucherzahlen an, auch Reisende aus Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz. Ăhnlich wie das Brandenburger Tor in Berlin fĂŒr die deutsche Geschichte steht, reprĂ€sentiert El Castillo die komplexe, vor-koloniale Geschichte Mesoamerikas im kollektiven GedĂ€chtnis Mexikos.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
El Castillo ist eine vierseitige Stufenpyramide mit einem rechteckigen Grundriss. Sie ruht auf einer quadratischen Basis mit deutlich ĂŒber 50 m SeitenlĂ€nge und erreicht mit dem Tempelaufbau an der Spitze eine Höhe von rund 30 m. Zum Vergleich: Sie ist damit etwas niedriger als der Kölner Dom (157 m), wirkt jedoch durch die flache Landschaft YucatĂĄns und die freie Stellung auf der Plaza besonders monumental.
Auf jeder der vier Seiten fĂŒhren steile Treppen zur Spitze. Jede Treppe besteht aus 91 Stufen â zusammengerechnet mit der Plattform an der Spitze ergibt dies 365 Stufen und somit genau die Zahl der Tage eines Sonnenjahres. Die UNESCO und archĂ€ologische Fachpublikationen heben dieses Detail regelmĂ€Ăig als Beispiel fĂŒr die auĂergewöhnliche Verbindung von Architektur und Astronomie bei den Maya hervor. Die Pyramide fungiert damit als steinerne Manifestation des Maya-Kalenders.
Die Ausrichtung von El Castillo ist ebenfalls kein Zufall. Die Pyramide ist so positioniert, dass sich um die Tagundnachtgleichen im MĂ€rz und September an der Nordtreppe ein eindrucksvolles Licht- und Schattenspiel zeigt. Wenn die Sonne am spĂ€ten Nachmittag einen bestimmten Winkel erreicht, bilden die Schatten der vorspringenden Stufen auf der Seitenwand der Treppe den Eindruck einer sich am Treppenaufgang herabwinde lnden Schlangenfigur, die mit dem in Stein gehauenen Schlangenkopf am FuĂ der Treppe zu verschmelzen scheint. Mexikanische und internationale Medien greifen dieses PhĂ€nomen regelmĂ€Ăig auf, da es eindrucksvoll die astronomische PrĂ€zision der Maya vor Augen fĂŒhrt.
Fachleute wie das INAH betonen, dass dieses Lichtspiel vermutlich gezielt geplant wurde, um göttliche PrĂ€senz â die Ankunft KukulcĂĄns â sichtbar und erlebbar zu machen. FĂŒr die Maya waren Tagundnachtgleichen zentrale Momente im Jahreslauf, eng verbunden mit Landwirtschaft, Regenzeiten und rituellen Handlungen. El Castillo war damit nicht nur ein religiöses Monument, sondern auch ein Kalender-Instrument, das die Zyklen der Natur in Szene setzte.
Ein weiteres faszinierendes Merkmal ist die Akustik von El Castillo. Besucher berichten, dass ein Klatschen in die HĂ€nde vor der Nordtreppe einen eigenartigen Echo-Effekt erzeugt: Der zurĂŒckgeworfene Klang erinnert viele an den Ruf des Quetzal-Vogels, eines heiligen Vogels in der mesoamerikanischen Symbolik. Akustik-Forscher haben dieses PhĂ€nomen untersucht und kommen zu dem Schluss, dass die abgestufte Struktur der Treppe und die Beschaffenheit des Kalksteins den Schall auf ungewöhnliche Weise brechen und bĂŒndeln. Ob diese Akustik bewusst geplant wurde oder ein spektakulĂ€rer âNebeneffektâ der Bauweise ist, bleibt Gegenstand der Forschung â fĂŒr Besucher ist sie heute Teil der Faszination.
ArchĂ€ologisch besonders spannend: Unterhalb der sichtbaren Pyramide liegt eine Ă€ltere, kleinere Pyramidenstruktur, die in frĂŒherer Zeit errichtet wurde. Dieses Prinzip, ein neues Heiligtum ĂŒber einem Ă€lteren aufzubauen, ist aus mehreren Maya-StĂ€tten bekannt. Untersuchungen mit nicht-invasiven Methoden wie Georadar deuten zudem auf HohlrĂ€ume und möglicherweise eine natĂŒrliche Karsthöhle unter der Pyramide hin. Solche Höhlen (âCenotesâ) hatten fĂŒr die Maya oft religiöse Bedeutung, da sie als ZugĂ€nge zur Unterwelt galten.
Die dekorativen Elemente an El Castillo verbinden Motive aus der klassischen Maya-Kunst mit EinflĂŒssen der Tolteken. Besonders auffĂ€llig sind die Schlangenköpfe und Reliefs, die Krieger, Federkleider und stilisierte Tierfiguren zeigen. Kunsthistorische Analysen sehen darin einen bewussten Ausdruck politischer Macht: Chichen Itza inszenierte sich als Zentrum einer regionalen Hegemonie, die religiöse AutoritĂ€t, militĂ€rische StĂ€rke und astronomisches Wissen verband.
El Castillo Chichen Itza besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Chichen Itza liegt im nördlichen Teil der Halbinsel YucatĂĄn, etwa im Zentrum eines Dreiecks zwischen CancĂșn an der KaribikkĂŒste, MĂ©rida im Nordwesten und Tulum im SĂŒden. Die Entfernung von CancĂșn nach Chichen Itza betrĂ€gt rund 200 km, von MĂ©rida etwa 120 km. GroĂe deutsche FlughĂ€fen wie Frankfurt, MĂŒnchen, DĂŒsseldorf oder Berlin bieten in der Regel Verbindungen nach CancĂșn, meist mit Umstieg, teilweise saisonal auch direkt. Von CancĂșn, Playa del Carmen oder MĂ©rida aus ist Chichen Itza in der Regel per Mietwagen, organisierten TagesausflĂŒgen oder Fernbus erreichbar. Auf YucatĂĄn verlaufen gut ausgebaute mautpflichtige SchnellstraĂen (âAutopistas de cuotaâ), deren Nutzung das AuswĂ€rtige Amt fĂŒr mehr Sicherheit im Vergleich zu freien LandstraĂen empfiehlt. - Ăffnungszeiten
Die archĂ€ologische Zone Chichen Itza wird vom INAH verwaltet. Die Anlage ist nach offiziellen Angaben grundsĂ€tzlich tĂ€glich zugĂ€nglich, meist tagsĂŒber von Vormittag bis in den spĂ€ten Nachmittag. Die exakten Ăffnungszeiten können jedoch je nach Saison und behördlichen Vorgaben variieren. Reisende sollten daher die offiziellen Angaben des INAH oder der lokalen Tourismusbehörden kurz vor dem Besuch prĂŒfen. Wichtig: Aus Sicherheits- und DenkmalschutzgrĂŒnden ist das Besteigen von El Castillo seit einigen Jahren untersagt; die Pyramide darf nur aus der NĂ€he, aber nicht mehr von innen oder oben besichtigt werden. - Eintritt
FĂŒr den Besuch von Chichen Itza wird ein Eintrittspreis erhoben, der aus Komponenten der Bundesbehörde (INAH) und des Bundesstaates besteht. Die Höhe kann sich Ă€ndern, weshalb aktuelle Informationen direkt bei der Verwaltung oder verlĂ€sslichen Tourismusstellen eingeholt werden sollten. FĂŒr Reisende aus Deutschland empfiehlt es sich, sowohl etwas Bargeld in mexikanischen Pesos als auch eine gĂ€ngige Kreditkarte (z. B. Visa, Mastercard) mitzufĂŒhren. Zur groben Orientierung liegen Eintrittspreise in einer GröĂenordnung, die im mittleren einstelligen bis niedrigen zweistelligen Euro-Bereich pro Person liegen kann, abhĂ€ngig von Wechselkursen und lokalen ZuschlĂ€gen. Euro-BetrĂ€ge sind Umrechnungen, die variieren; maĂgeblich ist stets der Betrag in mexikanischen Pesos. - Beste Reisezeit
Das Klima auf YucatĂĄn ist tropisch-warm mit einer Trockenzeit und einer Regenzeit. Als besonders angenehme Reisezeit gelten die Monate etwa von November bis MĂ€rz, wenn die Temperaturen etwas moderater sind und die Luftfeuchtigkeit geringer sein kann. In den Monaten Juni bis Oktober ist Regenzeit mit teils krĂ€ftigen Schauern und höherer Luftfeuchtigkeit, zudem ist diese Periode Teil der Hurrikansaison im Karibikraum. FĂŒr den Besuch von El Castillo Chichen Itza ist die Tageszeit entscheidend: Vormittags sind Hitze und Besucherandrang meist etwas geringer als zur Mittagszeit. Wer das Lichtspiel zur Tagundnachtgleiche erleben möchte, muss mit sehr groĂem Besucherandrang rechnen, da das Ereignis internationale Aufmerksamkeit genieĂt und zahlreiche Einheimische wie Touristen anzieht. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren
Spanisch ist die offizielle Sprache in Mexiko, auf YucatĂĄn wird zusĂ€tzlich hĂ€ufig Maya gesprochen. In touristischen Regionen wie CancĂșn, Playa del Carmen, MĂ©rida und rund um Chichen Itza ist Englisch weit verbreitet, Deutsch hingegen deutlich seltener. Eine grundlegende Kommunikation auf Englisch ist in Hotels, bei Reiseanbietern und auf organisierten Touren in der Regel möglich. Beim Bezahlen sind Kreditkarten in Hotels, gröĂeren Restaurants und bei vielen Reiseanbietern gĂ€ngig; an Kassen von archĂ€ologischen StĂ€tten und kleineren GeschĂ€ften kann jedoch Bargeld bevorzugt werden. Trinkgeld (âPropinaâ) ist im mexikanischen Dienstleistungssektor ĂŒblich; in Restaurants sind etwa 10â15 % verbreitet, sofern kein Servicezuschlag enthalten ist. FĂŒr den Besuch von El Castillo empfehlen sich leichte, luftige Kleidung, eine Kopfbedeckung, Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor sowie ausreichend Trinkwasser. Fotoaufnahmen fĂŒr den privaten Gebrauch sind in der Regel erlaubt, fĂŒr professionelle AusrĂŒstung und kommerzielle Nutzung können gesonderte Genehmigungen und GebĂŒhren erforderlich sein; es lohnt sich, entsprechende Hinweise vor Ort und in den offiziellen Informationen zu beachten. - Sicherheit und Gesundheit
Das AuswĂ€rtige Amt weist in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen auf regionale Sicherheitsrisiken in Mexiko hin, insbesondere in einigen Bundesstaaten und in Zusammenhang mit organisierter KriminalitĂ€t. Die Halbinsel YucatĂĄn, zu der Chichen Itza gehört, gilt im mexikanischen Vergleich als touristisch gut erschlossen, trotzdem sollten grundlegende VorsichtsmaĂnahmen beachtet werden: Ăberlandfahrten nach Möglichkeit tagsĂŒber, Nutzung gut ausgebauter Hauptrouten, sorgfĂ€ltige Verwahrung von Wertsachen und Aufmerksamkeit in gröĂeren Menschenmengen. Leitungswasser ist in der Regel nicht als Trinkwasser geeignet; es sollte auf abgefĂŒlltes Wasser zurĂŒckgegriffen werden. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit RĂŒcktransportoption dringend empfehlenswert. - Einreisebestimmungen
Mexiko ist kein EU-Mitglied; deutsche StaatsbĂŒrger benötigen fĂŒr touristische Aufenthalte in der Regel einen gĂŒltigen Reisepass. Visabestimmungen und EinreiseformalitĂ€ten können sich Ă€ndern. Deutsche StaatsbĂŒrger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. Innerhalb Mexikos gelten zudem je nach Region unterschiedliche SicherheitseinschĂ€tzungen, die in die Reiseplanung einbezogen werden sollten. - Zeitzone
Die Halbinsel YucatĂĄn liegt in einer Zeitzone, die je nach Jahreszeit in der Regel 6â7 Stunden hinter MitteleuropĂ€ischer Zeit (MEZ/MESZ) liegt. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Chichen Itza meist frĂŒher am Vormittag. Vor einer Reise sollten die konkreten Zeitunterschiede zum geplanten Reisezeitraum ĂŒberprĂŒft werden, da saisonale Umstellungen in Mexiko und Europa unterschiedlich geregelt sein können.
Warum El Castillo auf jede Chichen Itza-Reise gehört
El Castillo Chichen Itza ist mehr als ein Fotomotiv: Die Pyramide bĂŒndelt auf engstem Raum das Wissen, den Glauben und die Machtentfaltung einer ganzen Zivilisation. Wer ĂŒber die groĂe Plaza auf die Pyramide zugeht, erkennt die strenge Symmetrie, die klaren Kanten und die monumentale Ruhe des Bauwerks. Diese architektonische Ordnung steht im Kontrast zur lebendigen, teils dramatischen Geschichte des Ortes â von rituellen Zeremonien und politischen BĂŒndnissen bis hin zu Konflikten, Machtwechseln und Aufgabe.
FĂŒr Reisende aus Deutschland eröffnet ein Besuch von El Castillo einen unmittelbaren Zugang zu einer Kultur, die zeitlich weit entfernt ist und deren Denkmuster sich deutlich von der europĂ€ischen Tradition unterscheiden. WĂ€hrend gotische Kathedralen wie der Kölner Dom in die Vertikale streben, um das Göttliche im Himmel zu reprĂ€sentieren, bildet El Castillo in horizontaler und vertikaler Struktur das zyklische Denken der Maya ab: Jahreszeiten, astronomische Zyklen und die Verbindung zwischen Unterwelt, Erde und Himmel.
Die StĂ€tte bietet darĂŒber hinaus ein reiches Umfeld: In unmittelbarer NĂ€he zu El Castillo befinden sich der GroĂe Ballspielplatz, dessen Reliefs auf ritualisierte Spiele mit religiöser Dimension hinweisen, der âTempel der Kriegerâ mit seinen SĂ€ulenhallen, der âHeilige Cenoteâ als natĂŒrliche KultstĂ€tte sowie weitere Tempel und Palastbauten. Viele Besucher verbinden die Besichtigung mit einem Abstecher in nahegelegene Cenoten, in denen heute gebadet werden kann (ausgenommen heilige oder geschĂŒtzte Cenoten) â ein eindrucksvolles Naturerlebnis, das den Kontrast zwischen der strengen Geometrie El Castillos und der organischen Wildheit der Karstlandschaft verdeutlicht.
ReisefĂŒhrer und Medien, darunter deutsche Titel wie GEO und National Geographic Deutschland, heben Chichen Itza regelmĂ€Ăig als eines der wichtigsten Reiseziele in Mexiko hervor. Die Kombination aus gut erreichbarer Lage, beeindruckender Monumentalarchitektur, hoher historischer Bedeutung und vergleichsweise gut ausgebauter touristischer Infrastruktur macht El Castillo fĂŒr viele Deutschland-Reisende zu einem Höhepunkt einer YucatĂĄn-Rundreise. Auch wer bereits andere Maya-StĂ€tten wie Tulum oder Uxmal gesehen hat, erlebt in Chichen Itza eine andere Dimension: gröĂer, monumentaler und mit besonders spektakulĂ€ren astronomischen und akustischen Effekten.
El Castillo Chichen Itza in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke
In den sozialen Medien ist El Castillo Chichen Itza lĂ€ngst zu einem globalen Motiv geworden: Fotos der Pyramide im Gegenlicht, Videos des Schattenspiels zur Tagundnachtgleiche oder Akustik-Clips des âQuetzal-Echosâ verbreiten sich auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube. FĂŒr Reisende aus Deutschland bieten diese KanĂ€le Inspiration fĂŒr Perspektiven, Tageszeiten und Motive â ersetzen aber nicht die sorgfĂ€ltige Reiseplanung und den respektvollen Umgang mit dem Kulturdenkmal.
El Castillo Chichen Itza â Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
HĂ€ufige Fragen zu El Castillo Chichen Itza
Wo liegt El Castillo Chichen Itza genau?
El Castillo befindet sich im Zentrum der archĂ€ologischen Zone Chichen Itza auf der Halbinsel YucatĂĄn im SĂŒdosten Mexikos, im Bundesstaat YucatĂĄn. Die StĂ€tte liegt ungefĂ€hr 200 km westlich von CancĂșn und rund 120 km östlich von MĂ©rida und ist ĂŒber SchnellstraĂen und gut ausgebaute StraĂen erreichbar.
Wie alt ist El Castillo und wer hat es gebaut?
Die sichtbare Pyramide von El Castillo wurde nach heutiger Forschung ĂŒberwiegend im 11. bis 12. Jahrhundert n. Chr. errichtet. Erbaut wurde sie von den Maya in einer Epoche, in der Chichen Itza bereits deutliche kulturelle EinflĂŒsse der Tolteken aus Zentralmexiko aufwies. Unter der aktuellen Pyramide liegen Ă€ltere Baustrukturen, die auf frĂŒhere Bauphasen hinweisen.
Kann man El Castillo heute noch besteigen?
Nein. Aus GrĂŒnden der Sicherheit und des Denkmalschutzes ist das Besteigen von El Castillo Chichen Itza seit einigen Jahren nicht mehr erlaubt. Besucher können die Pyramide aus der NĂ€he betrachten und umrunden, haben aber keinen Zugang zum Inneren oder zur oberen Plattform. Diese Regelung dient dazu, die Struktur langfristig zu bewahren und UnfĂ€lle zu vermeiden.
Was macht El Castillo besonders im Vergleich zu anderen Maya-Pyramiden?
El Castillo zeichnet sich durch seine enge Verbindung von Architektur und Astronomie aus. Die Pyramide besitzt insgesamt 365 Stufen, entsprechend den Tagen eines Sonnenjahres, und ist so ausgerichtet, dass zur Tagundnachtgleiche ein Schatteneffekt an der Nordtreppe eine âherabsteigende Schlangeâ zu inszenieren scheint. Hinzu kommen besondere akustische Effekte, eine komplexe Baugeschichte mit Ă€lteren Pyramiden im Inneren und ihre Funktion als politisch-religiöses Zentrum einer wichtigen Maya-Tolteken-Metropole.
Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr einen Besuch von El Castillo Chichen Itza?
Als angenehm gilt der Zeitraum von etwa November bis MĂ€rz mit etwas gemĂ€Ăigteren Temperaturen und oft geringerer Luftfeuchtigkeit. Wer die spektakulĂ€ren Lichteffekte zur Tagundnachtgleiche erleben möchte, kann seinen Besuch auf die Zeit um den 20. MĂ€rz oder 22. September legen, muss dann jedoch mit sehr hohen Besucherzahlen rechnen. GrundsĂ€tzlich empfiehlt es sich, El Castillo am frĂŒhen Vormittag oder spĂ€ter am Nachmittag zu besuchen, um der gröĂten Mittagshitze zu entgehen.
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