Ellora-Höhlen, Reise

Ellora-Höhlen bei Aurangabad: Indiens Felswunder im Detail

Veröffentlicht am: 21.06.2026 um 10:07 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Ellora-Höhlen, lokal Ellora Caves genannt, zĂ€hlen bei Aurangabad in Indien zu den spektakulĂ€rsten FelsheiligtĂŒmern der Welt. Was Reisende aus Deutschland jetzt ĂŒber Geschichte, Kunst und Besuch wissen sollten.

Ellora-Höhlen, Reise, UNESCO-Welterbe, Illustration mit AI erstellt.
Ellora-Höhlen, Reise, UNESCO-Welterbe, Illustration mit AI erstellt.

Wer zum ersten Mal vor den Ellora-Höhlen steht, den sogenannten Ellora Caves („Ellora-Höhlen“ auf Deutsch), spĂŒrt sofort diese Mischung aus Staunen und Ehrfurcht: Über Jahrhunderte haben Mönche und Handwerker hier komplette Tempelwelten aus nacktem Fels gehauen – eine Steinbibliothek der Religionen, nur wenige Kilometer von Aurangabad im Westen Indiens entfernt.

Ellora-Höhlen: Das ikonische Wahrzeichen von Aurangabad

Die Ellora-Höhlen liegen rund 30 km nordwestlich von Aurangabad im heutigen indischen Bundesstaat Maharashtra und gelten als eines der bedeutendsten FelsheiligtĂŒmer ganz Asiens. Sie vereinen an einem Ort buddhistische, hinduistische und jainistische Tempel- und Klosteranlagen, die alle direkt in eine Basaltwand des Dekkan-Plateaus geschlagen wurden.

Die UNESCO bezeichnet die Ellora Caves als herausragendes Beispiel fĂŒr Felsarchitektur und religiöse Toleranz, da hier ĂŒber mehrere Jahrhunderte hinweg verschiedene Glaubensrichtungen Seite an Seite gebaut haben. Das Areal gehört seit den 1980er-Jahren zum UNESCO-Welterbe und ist heute ein zentraler Anziehungspunkt fĂŒr Pilger, Kunsthistorikerinnen und Kulturreisende aus aller Welt.

FĂŒr Reisende aus Deutschland sind die Ellora-Höhlen auch deshalb faszinierend, weil sie eine völlig andere Form sakraler Architektur zeigen, als man sie aus europĂ€ischen Kathedralen oder Klöstern kennt. Statt aufgemauerter Steinblöcke stehen hier ganze Tempel aus massivem Fels – herausgearbeitet, nicht errichtet.

Geschichte und Bedeutung von Ellora Caves

Die Geschichte der Ellora-Höhlen spannt sich ĂŒber mehrere Jahrhunderte. Fachleute gehen davon aus, dass die ersten buddhistischen Höhlenanlagen etwa im 6. Jahrhundert n. Chr. entstanden. In den folgenden Jahrhunderten kamen hinduistische und jainistische Höhlen hinzu, sodass der Komplex im Wesentlichen zwischen dem 6. und etwa dem 10. Jahrhundert n. Chr. ausgebaut wurde.

Die UNESCO verweist darauf, dass sich diese lange Bauzeit in der stilistischen Vielfalt widerspiegelt: frĂŒhe, eher schlichte Klosteranlagen stehen neben aufwendig ornamentierten Tempeln mit komplexen Bildprogrammen. Die Herrscher verschiedener Dynastien, unter anderem der Chalukya- und der Rashtrakuta-Herrscher, unterstĂŒtzten die Arbeiten, um ihre religiöse Legitimation zu stĂ€rken und zugleich monumentale StĂ€tten der Frömmigkeit zu schaffen.

Im Mittelalter und in der frĂŒhen Neuzeit blieb Ellora regional bekannt, geriet aber aus dem Blick der europĂ€ischen Öffentlichkeit. Erst britische Kolonialbeamte und Reisende des 19. Jahrhunderts beschrieben die Höhlen ausfĂŒhrlicher fĂŒr ein westliches Publikum. Seither haben zahlreiche ArchĂ€ologen und Kunsthistoriker den Komplex dokumentiert, restauriert und kunsthistorisch eingeordnet.

Die kulturgeschichtliche Bedeutung der Ellora-Höhlen liegt vor allem in ihrer religiösen Durchmischung: Buddhistische, hinduistische und jainistische HeiligtĂŒmer existieren hier nicht nur nebeneinander, sondern stehen teilweise in direkter Sichtweite. FĂŒr heutige Besucherinnen und Besucher symbolisiert dies eine Phase relativer religiöser Koexistenz in der indischen Geschichte, lange bevor Religionsdialog ein modernes Schlagwort wurde.

Im Vergleich zur europĂ€ischen Geschichte veranschaulicht Ellora eine Epoche, die grob mit dem FrĂŒh- bis Hochmittelalter korrespondiert – also einer Zeit, in der in Mitteleuropa die großen romanischen und spĂ€ter gotischen Kirchenbauten entstanden. WĂ€hrend in Deutschland etwa der Speyerer Dom oder spĂ€ter der Kölner Dom die religiöse Landschaft prĂ€gten, wurden in Indien spirituelle RĂ€ume buchstĂ€blich aus dem Berg geschnitten.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Ellora-Höhlen bestehen aus insgesamt mehreren Dutzend Einzelhöhlen, die fortlaufend nummeriert sind. Sie gliedern sich grob in drei Gruppen:

Erstens die buddhistischen Höhlen mit MeditationsrĂ€umen, Gebetshallen (Chaitya) und Wohnbereichen fĂŒr Mönche (Vihara). Diese Anlagen zeichnen sich durch relativ klare, ruhige Architektur und figĂŒrliche Darstellungen des Buddha und bodhisattvas aus. Die plastische Ausarbeitung der SĂ€ulen und Reliefs nimmt im Laufe der Zeit zu, sodass sich kunsthistorische Entwicklungen an den WĂ€nden ablesen lassen.

Zweitens die hinduistischen Höhlen, die besonders durch ihre dramatisch inszenierten Götterbilder auffallen. Hier dominieren Darstellungen von Shiva, Vishnu und anderen hinduistischen Gottheiten. Die RĂ€ume sind teils komplex gegliedert, mit mehrgeschossigen Strukturen, Nischen, Schreinen und reich ornamentierten SĂ€ulen. Die Bildprogramme greifen zentrale Szenen aus den großen Epen Mahabharata und Ramayana auf, die fĂŒr Besucherinnen und Besucher aus Europa oft erklĂ€rungsbedĂŒrftig sind, vor Ort aber hĂ€ufig durch lokale FĂŒhrer erlĂ€utert werden.

Drittens die jainistischen Höhlen, die etwas spĂ€ter entstanden und sich durch ihre feinere, filigrane Ornamentik auszeichnen. Jainistische Darstellungen betonen asketische Ideale; die figĂŒrlichen Motive wirken im Vergleich zu den dramatischen hinduistischen Szenen hĂ€ufig ruhiger und kontemplativer. In einigen jainistischen Höhlen finden sich Reste von Wandmalereien, die auf die einst farbige Fassung vieler Bildwerke hinweisen.

Als architektonischer Höhepunkt des gesamten Komplexes gilt der Kailasa-Tempel, hĂ€ufig als Höhle 16 bezeichnet. Dieser monumentale Shiva-Tempel wurde aus einem einzigen Felsblock herausgeschlagen und wirkt wie ein freistehender Baukörper, obwohl er in Wirklichkeit aus der Felswand „herausgeschnitten“ wurde. Kunsthistoriker heben hervor, dass der Fels von oben nach unten abgetragen wurde – ein ingenieurtechnischer Kraftakt, der bis heute Bewunderung auslöst. Im europĂ€ischen Vergleich entspricht die GrĂ¶ĂŸe dieser Anlage ungefĂ€hr einem mittelgroßen Kirchplatz, wobei alle Strukturen – Höfe, UmgĂ€nge, Schreine und Reliefs – aus einem zusammenhĂ€ngenden Basaltkörper bestehen.

Die UNESCO betont den außergewöhnlichen Wert des Kailasa-Tempels als eines der grĂ¶ĂŸten monolithischen Felsbauwerke der Welt. Seine WĂ€nde sind ĂŒber und ĂŒber mit Reliefs bedeckt, die sowohl mythologische Szenen als auch ornamentale Muster zeigen. FĂŒr kunstinteressierte Reisende aus Deutschland empfiehlt sich, ausreichend Zeit allein fĂŒr diese Höhle einzuplanen, da man leicht mehrere Stunden damit verbringen kann, die Details zu studieren.

Ein weiteres besonderes Merkmal der Ellora-Höhlen sind die Akustik und das Lichtspiel in den InnenrĂ€umen. Durch gezielt gesetzte Öffnungen fĂ€llt das Tageslicht teilweise dramatisch in die SĂ€le und betont bestimmte Skulpturen, wĂ€hrend andere in Halbdunkel gehĂŒllt bleiben. In einigen Gebetshallen entsteht beim Singen oder Rezitieren eine starke Resonanz, die die spirituelle Wirkung der RĂ€ume verstĂ€rkt – ein Aspekt, den besonders Besucherinnen und Besucher aus eher „stillen“ europĂ€ischen KirchenrĂ€umen als intensiv empfinden.

ArchĂ€ologische Dienste Indiens (Archaeological Survey of India, ASI) sind fĂŒr den Schutz und die Pflege des Areals zustĂ€ndig. Restaurierungen konzentrieren sich vor allem darauf, Erosion zu begrenzen, Wasserabfluss zu regulieren und historische Substanz zu sichern, ohne die FelsoberflĂ€chen ĂŒbermĂ€ĂŸig zu „glĂ€tten“. So bleibt der Eindruck eines uralten, aber lebendigen Heiligtums erhalten.

Ellora-Höhlen besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Die Ellora-Höhlen liegen in der NĂ€he von Aurangabad im Bundesstaat Maharashtra. Aus Deutschland erfolgt die Anreise in der Regel per Flug ĂŒber große internationale Drehkreuze wie Mumbai oder Delhi. Von Frankfurt, MĂŒnchen oder Berlin aus sind ein oder zwei Umstiege nötig, sodass man inklusive Transitzeiten meist auf eine Gesamtflugzeit im Bereich von 10 bis 14 Stunden kommt, je nach Verbindung. Von Mumbai aus verkehren InlandsflĂŒge nach Aurangabad; alternativ ist die Anreise per Bahn möglich, da Aurangabad an das indische Fernverkehrsnetz angebunden ist. Von der Stadt aus lĂ€sst sich Ellora in etwa 45 bis 60 Minuten Fahrzeit mit dem Auto, Taxi oder gefĂŒhrten Touren erreichen. FĂŒr Reisende, die mehrere Ziele kombinieren, wird Ellora hĂ€ufig gemeinsam mit den Ajanta-Höhlen besucht, die allerdings deutlich weiter entfernt liegen.
  • Öffnungszeiten: Die Ellora Caves sind in der Regel an den meisten Tagen des Jahres tagsĂŒber geöffnet, wobei die genauen Öffnungszeiten je nach Saison und Verwaltungspraxis variieren können. Üblicherweise liegt das Zeitfenster etwa zwischen dem frĂŒhen Vormittag und dem spĂ€ten Nachmittag. Da sich Vorgaben verĂ€ndern können, wird empfohlen, die aktuell gĂŒltigen Öffnungszeiten unmittelbar vor dem Besuch bei der offiziellen Verwaltung der Ellora-Höhlen oder bei der zustĂ€ndigen Tourismusbehörde von Maharashtra zu prĂŒfen. Insbesondere an regionalen Feiertagen oder bei besonderen Veranstaltungen können Abweichungen auftreten.
  • Eintrittspreise: FĂŒr internationale Besucher wird ein Eintrittsgeld erhoben, das im Vergleich zu europĂ€ischen Museen meist moderat ist. Der Betrag wird in der Regel in der LandeswĂ€hrung erhoben; Reisende aus Deutschland sollten mit einer Summe im Bereich einiger Euro rechnen, wobei die konkrete Umrechnung je nach Wechselkurs schwanken kann. Da GebĂŒhren und ModalitĂ€ten (z. B. separate Tickets fĂŒr Foto- oder Videoaufnahmen) angepasst werden können, empfiehlt es sich, vorab aktuelle Informationen bei der offiziellen Stelle einzuholen. GrundsĂ€tzlich ist der Eintrittspreis fĂŒr auslĂ€ndische Besucher höher angesetzt als fĂŒr indische StaatsbĂŒrger, was in vielen LĂ€ndern ein ĂŒbliches Modell ist.
  • Beste Reisezeit: Das Klima in Maharashtra ist tropisch bis subtropisch. FĂŒr einen Besuch der Ellora-Höhlen empfiehlt sich meist die trockenere und vergleichsweise mildere Jahreszeit etwa von November bis Februar. In dieser Periode liegen die Temperaturen tendenziell unter den Spitzenwerten des indischen Sommers und die Luftfeuchtigkeit ist angenehmer. WĂ€hrend der Monsunzeit können starke RegenfĂ€lle Wege rutschig machen und die Anreise erschweren. UnabhĂ€ngig von der Jahreszeit gilt: Die Morgenstunden bieten oftmals ein etwas weicheres Licht und weniger Besucherandrang, wĂ€hrend es gegen Mittag und Nachmittag sowohl wĂ€rmer als auch voller werden kann. Wer die Höhlen in Ruhe erleben möchte, plant den Besuch möglichst frĂŒh am Tag.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld: In Aurangabad und an touristischen Orten rund um die Ellora-Höhlen wird neben regionalen Sprachen wie Marathi hĂ€ufig auch Hindi gesprochen. Englisch ist im Tourismus, in besseren Hotels und bei lizenzierten Guides weit verbreitet, sodass sich Reisende aus Deutschland meist gut verstĂ€ndigen können. Deutsch wird in der Regel nicht gesprochen, einzelne Reiseleiter können jedoch Grundkenntnisse haben. Beim Thema Zahlung empfiehlt es sich, eine Kombination aus Bargeld in indischer WĂ€hrung und internationalen Kreditkarten mitzufĂŒhren. In den großen StĂ€dten und bei vielen offiziellen Ticketstellen werden Kreditkarten akzeptiert, kleinere LĂ€den oder StĂ€nde verlassen sich jedoch oft stĂ€rker auf Bargeld. Digitale Bezahlformen wie mobile Wallets sind in Indien weit verbreitet, sind aber fĂŒr auslĂ€ndische GĂ€ste nicht immer problemlos nutzbar. Trinkgeld ist bei Dienstleistungen ĂŒblich, etwa fĂŒr Guides, Fahrer oder Servicepersonal. Kleine BetrĂ€ge, umgerechnet wenige Euro, werden meist geschĂ€tzt, sollten aber angemessen und respektvoll gegeben werden.
  • Kleiderordnung und Verhalten: Obwohl Ellora eine archĂ€ologische StĂ€tte und kein einzelner aktiver Tempel ist, gelten grundlegende Respektregeln. Schultern und Knie sollten möglichst bedeckt sein, besonders beim Betreten sakral wirkender InnenrĂ€ume. Schuhe werden in einigen Bereichen vor dem Betreten ausgezogen; lokale Hinweise und Vorschriften sind zu beachten. Laute Musik oder unangemessenes Verhalten wird als respektlos empfunden. Wer Menschen beim Beten oder Rituale fotografieren möchte, sollte vorher ausdrĂŒcklich um Erlaubnis fragen. In einigen Höhlen können Blitzlichtaufnahmen oder Stative eingeschrĂ€nkt oder untersagt sein, um die empfindlichen OberflĂ€chen zu schĂŒtzen.
  • Fotografie und Technik: FĂŒr private Fotoaufnahmen sind in vielen Bereichen der Ellora-Höhlen einfache Kameras und Smartphones erlaubt. FĂŒr professionelle AusrĂŒstung, Stative oder kommerzielle Zwecke können gesonderte Genehmigungen und GebĂŒhren anfallen. Die LichtverhĂ€ltnisse im Inneren sind teilweise anspruchsvoll: starke Kontraste zwischen hellen EingĂ€ngen und dunklen SĂ€len stellen Kameras vor Herausforderungen. Wer die feinen Details der Reliefs festhalten möchte, sollte mit höheren ISO-Werten und lichtstarkem Objektiv planen oder vor Ort die Kamera entsprechend einstellen.
  • Gesundheit und Kondition: Der Besuch der Ellora Caves umfasst hĂ€ufig lĂ€ngere Wege, Treppen und unebene UntergrĂŒnde. Reisende sollten bequeme, rutschfeste Schuhe tragen und ausreichend Trinkwasser mitfĂŒhren. In den heißeren Monaten ist Sonnenschutz (Kopfbedeckung, Sonnencreme) wichtig. FĂŒr Personen mit eingeschrĂ€nkter MobilitĂ€t kann der Zugang zu bestimmten Höhlen erschwert sein, da viele Bereiche nur ĂŒber Stufen erreichbar sind. Innerhalb der EU deckt die EuropĂ€ische Krankenversicherungskarte medizinische Leistungen ab, fĂŒr Reisen nach Indien wird in der Regel eine separate Auslandskrankenversicherung empfohlen. Aktuelle Hinweise zu Gesundheitsthemen und empfohlenen Impfungen liefern spezialisierte Reise- und Tropeninstitute.
  • Einreisebestimmungen: FĂŒr Indien gelten fĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger visapflichtige Einreisebestimmungen. Es gibt verschiedene Visakategorien, darunter elektronische Visa fĂŒr touristische Reisen. Da sich Regelungen, Fristen und GebĂŒhren Ă€ndern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Vorgaben, inklusive PassgĂŒltigkeit und Visabestimmungen, rechtzeitig vor Reiseantritt beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den offiziellen indischen Behörden prĂŒfen. FĂŒr BĂŒrgerinnen und BĂŒrger aus Österreich und der Schweiz gelten Ă€hnliche, aber eigenstĂ€ndige Regelungen, die ebenfalls ĂŒber die zustĂ€ndigen Außenministerien oder Botschaften abzufragen sind.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung: Indien verwendet eine einheitliche Zeitzone, die Indian Standard Time (IST). Diese liegt ganzjĂ€hrig 4,5 Stunden vor der mitteleuropĂ€ischen Zeit (MEZ). WĂ€hrend der mitteleuropĂ€ischen Sommerzeit (MESZ) betrĂ€gt der Unterschied 3,5 Stunden. Praktisch bedeutet das: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Indien entweder 16:30 Uhr (MEZ) oder 15:30 Uhr (MESZ). Diese Verschiebung wirkt sich auf Reiseplanung, Ankunftszeiten und mögliche Jetlag-Effekte aus.

Warum Ellora Caves auf jede Aurangabad-Reise gehört

Wer eine Reise nach Aurangabad plant, findet in den Ellora-Höhlen einen der eindrucksvollsten GrĂŒnde, die Region ĂŒberhaupt zu besuchen. Die Kombination aus monumentaler Felsarchitektur, feinster Skulpturenkunst und der unmittelbaren NĂ€he zur Natur macht den Ort zu einem kulturellen Höhepunkt, der sich mit bekannten SehenswĂŒrdigkeiten wie etwa den Ajanta-Höhlen, dem Taj Mahal oder großen sĂŒdindischen TempelstĂ€dten messen kann – jedoch mit ganz eigenem Charakter.

Im Gegensatz zu vielen stark reglementierten MuseumsrĂ€umen in Europa vermitteln die Ellora Caves noch immer ein gewisses GefĂŒhl von Entdeckung. Besucherinnen und Besucher können eigenstĂ€ndig von Höhle zu Höhle gehen, unterschiedliche religiöse Bildwelten vergleichen und sich ihren eigenen Weg durch das Areal suchen. Diese Freiheit verlangt allerdings auch Eigenverantwortung: Ausreichend Zeit, Aufmerksamkeit fĂŒr Beschilderungen und Respekt fĂŒr den Ort sind zentrale Voraussetzungen fĂŒr ein gelungenes Erlebnis.

Die Umgebung von Aurangabad bietet zudem weitere Attraktionen, die sich gut mit einem Besuch der Ellora-Höhlen kombinieren lassen. Besonders naheliegend ist die Verbindung mit den Ajanta-Höhlen, die vor allem fĂŒr ihre buddhistischen Wandmalereien bekannt sind. Wer Interesse an islamischer Architektur hat, findet in Aurangabad selbst Bauwerke aus der Mogulzeit. So lĂ€sst sich eine Reise zu den Ellora Caves problemlos in eine grĂ¶ĂŸere Kulturroute durch Zentralindien einbinden.

FĂŒr Reisende aus Deutschland ist Ellora außerdem ein Ort, an dem sich der Blick auf die eigene Architekturgeschichte schĂ€rft. Der Vergleich zwischen den massiven, vertikal in den Himmel strebenden gotischen Domen Europas und den „negativ“ in den Fels gearbeiteten Tempeln Indiens macht deutlich, wie unterschiedlich Kulturen mit Raum, Licht und Material umgehen – und wie Ă€hnlich gleichzeitig die Hoffnungen und religiösen SehnsĂŒchte sind, die sich in diesen Bauten ablesen lassen.

Viele Besucher berichten, dass ein langsamer Rundgang, idealerweise mit einem kundigen Guide, am meisten aus dem Besuch herausholt. WĂ€hrend ein schneller Fotostopp dem monumentalen Eindruck gerecht werden mag, erschließt sich die tiefe symbolische Bedeutung der Reliefs und die Feinheit der kĂŒnstlerischen Details erst bei genauerem Hinsehen. Wer sich vorab ein wenig mit hinduistischer, buddhistischer und jainistischer Symbolik vertraut macht, wird vor Ort zahlreiche AnknĂŒpfungspunkte entdecken.

Ellora-Höhlen in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In den sozialen Medien tauchen die Ellora Caves regelmĂ€ĂŸig als Fotomotiv, Hintergrund fĂŒr Reisevlogs und Thema kulturhistorischer Kurzvideos auf. Viele Nutzerinnen und Nutzer teilen Panoramaaufnahmen des Kailasa-Tempels, Detailbilder von Skulpturen oder persönliche EindrĂŒcke vom Morgenlicht ĂŒber den FelswĂ€nden. Gerade fĂŒr Reisende aus Deutschland kann ein Blick auf aktuelle Posts helfen, ein GefĂŒhl fĂŒr Lichtstimmungen, Besucherandrang und typische Perspektiven zu gewinnen.

HÀufige Fragen zu Ellora-Höhlen

Wo liegen die Ellora-Höhlen genau?

Die Ellora-Höhlen befinden sich im Bundesstaat Maharashtra im Westen von Indien, etwa 30 km nordwestlich der Stadt Aurangabad. Sie liegen am Rand des Dekkan-Plateaus und sind ĂŒber Straße und Bahn gut an die Stadt angebunden.

Aus welcher Zeit stammen die Ellora Caves?

Die Hauptbauzeit der Ellora Caves erstreckt sich ungefÀhr vom 6. bis zum 10. Jahrhundert n. Chr. In dieser Zeit entstanden die buddhistischen, hinduistischen und jainistischen Höhlen in mehreren Bauphasen, gefördert von unterschiedlichen Herrscherdynastien.

Wie viel Zeit sollte man fĂŒr einen Besuch einplanen?

FĂŒr einen ersten Überblick ĂŒber die Ellora-Höhlen empfiehlt sich mindestens ein halber Tag. Wer den Kailasa-Tempel und mehrere weitere Höhlen ausfĂŒhrlich erkunden, Details der Skulpturen betrachten und in Ruhe fotografieren möchte, sollte eher einen ganzen Tag einplanen.

Was ist das Besondere an den Ellora-Höhlen im Vergleich zu anderen Tempeln in Indien?

Besonders ist die Kombination aus monolithischer Felsarchitektur, der Koexistenz von buddhistischen, hinduistischen und jainistischen HeiligtĂŒmern an einem Ort und der gewaltige Kailasa-Tempel, der aus einem einzigen Felsblock gehauen wurde. Diese Mischung macht Ellora zu einem einzigartigen Zeugnis religiöser und kĂŒnstlerischer Vielfalt.

Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr die Ellora Caves aus deutscher Sicht?

Aus Sicht von Reisenden aus Deutschland sind die Monate mit etwas milderen Temperaturen und geringerer Luftfeuchtigkeit – hĂ€ufig der Zeitraum von etwa November bis Februar – besonders angenehm. In dieser Phase lassen sich Hitze und Monsunregen besser vermeiden, wobei individuelle Vorlieben und ReiseplĂ€ne zu berĂŒcksichtigen sind.

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