Fish River Canyon, Namibia

Fish River Canyon: Namibias wilder Grand Canyon bei Hobas

21.06.2026 - 19:55:09 | ad-hoc-news.de

Der Fish River Canyon in Hobas, Namibia, gehört zu den grĂ¶ĂŸten Canyons der Erde – was ihn fĂŒr Reisende aus Deutschland so besonders macht und wie der Besuch gelingt.

Fish River Canyon, Namibia, Reise
Fish River Canyon, Namibia, Reise

Am Rand des Fish River Canyon, auf Deutsch sinngemĂ€ĂŸ „Fischfluss-Schlucht“, öffnet sich bei Hobas in Namibia plötzlich eine Landschaft, die eher an den Grand Canyon in den USA erinnert als an das Afrika-Bild vieler Reisender. Über viele Kilometer frisst sich der Fish River tief in die Hochebene, FelswĂ€nde leuchten in Rot- und Ockertönen, und in der Tiefe schlĂ€ngelt sich ein grĂŒnes Band: der Fluss, der diesem Naturwunder seinen Namen gibt.

Fish River Canyon: Das ikonische Wahrzeichen von Hobas

Der Fish River Canyon liegt im dĂŒnn besiedelten SĂŒden Namibias und gilt als eine der grĂ¶ĂŸten Schluchten der Erde. Seriöse Quellen wie der namibische Tourismusverband und internationale Reiseportale ordnen ihn als zweitgrĂ¶ĂŸten Canyon der Welt nach dem Grand Canyon ein, gemessen an LĂ€nge und Tiefe, wobei exakte Ranglisten je nach Kriterium variieren. Einigkeit besteht jedoch darin, dass der Fish River Canyon zu den spektakulĂ€rsten Schluchten unseres Planeten zĂ€hlt.

Der Canyon ist rund 160 bis 170 km lang, bis zu etwa 27 km breit und an manchen Stellen mehr als 500 m tief. Entlang der Abbruchkante eröffnen sich von Hobas und anderen Aussichtspunkten aus grandiose Panoramablicke auf eine scheinbar endlose, zerklĂŒftete Landschaft. Der Fish River Canyon ist HerzstĂŒck des staatlichen Ai-Ais/Richtersveld Transfrontier Park, eines grenzĂŒberschreitenden Schutzgebiets zwischen Namibia und SĂŒdafrika, das von Namibia Wildlife Resorts (NWR) und der namibischen Naturschutzverwaltung mitverwaltet wird.

FĂŒr Reisende aus Deutschland ist der Fish River Canyon ein Ziel, das Natur, geologische Extreme und totale Weite verbindet. Anders als bekanntere Klassiker wie die VictoriafĂ€lle oder den Etosha-Nationalpark bleibt der Canyon vergleichsweise ruhig und vermittelt ein GefĂŒhl von Abgeschiedenheit, das viele als typisch fĂŒr Namibia beschreiben.

Geschichte und Bedeutung von Fish River Canyon

Geologisch reicht die Geschichte des Fish River Canyon hunderte Millionen Jahre zurĂŒck. Fachpublikationen und Geologie-BeitrĂ€ge namibischer und internationaler Institute datieren die Ă€ltesten Gesteine im Canyon auf mehr als 1,2 Milliarden Jahre, wĂ€hrend die eigentliche Eintiefung des Canyons durch den Fish River ĂŒberwiegend im Verlauf der letzten etwa 300 Millionen Jahre erfolgte. Vereinfacht gesagt: Der Canyon ist deutlich Ă€lter als viele große Gebirge der Erde und entstand durch das Zusammenspiel aus tektonischen Bewegungen, Erosion und KlimaverĂ€nderungen.

ZunÀchst formten tektonische Hebungen und das Aufbrechen der Erdkruste ein System von Rissen und TÀlern. SpÀter vertiefte der Fish River diese Strukturen, indem er sich nach und nach in das verwitternde Gestein einschnitt. WÀhrend Eiszeiten und trockenerer Klimaphasen wirkten Wind, Frostsprengung und sporadische Fluten zusÀtzlich als ErosionskrÀfte. So entstand der heute sichtbare, mÀchtige Canyon mit seinen steilen HÀngen, Terrassen und Felsnadeln.

FĂŒr die indigenen Bevölkerungsgruppen im sĂŒdlichen Namibia, insbesondere Nama-Gemeinschaften, war der Fish River seit Jahrhunderten eine wichtige Lebensader. Die Flusslandschaft lieferte Wasser, Wild und Pflanzen, die in der sonst extrem trockenen Region ĂŒberlebenswichtig waren. MĂŒndliche Überlieferungen berichten von saisonalen Wanderbewegungen entlang des Flusses und von heiligen Orten in der Schlucht. Viele dieser kulturellen BezĂŒge werden bis heute gepflegt, auch wenn sie im touristischen Alltag oft nur am Rande sichtbar sind.

Mit der europĂ€ischen Kolonialgeschichte Namibias verĂ€nderte sich der Blick auf den Fish River Canyon. In der Zeit der deutschen Kolonialherrschaft ĂŒber „Deutsch-SĂŒdwestafrika“ wurde die Region zunĂ€chst nur punktuell erschlossen; die Schlucht selbst blieb jedoch schwer zugĂ€nglich und weitgehend unberĂŒhrt. Erst im 20. Jahrhundert, insbesondere nach der UnabhĂ€ngigkeit Namibias 1990, gewann der Canyon als touristische Attraktion und Naturschutzgebiet an Bedeutung. Die Regierung erklĂ€rte weite Teile der Umgebung zu Schutzgebieten und band den Canyon in ĂŒberregionale Parkstrukturen ein.

Heute ist der Fish River Canyon ein symboltrĂ€chtiger Ort fĂŒr Namibia. Er steht fĂŒr die geologische Einzigartigkeit des Landes, fĂŒr naturnahe Tourismuskonzepte und fĂŒr grenzĂŒberschreitende Zusammenarbeit im Naturschutz. Der transnationale Park mit SĂŒdafrika ist Teil einer grĂ¶ĂŸeren Vision, ökologische Korridore ĂŒber Landesgrenzen hinweg zu sichern und zugleich nachhaltige wirtschaftliche Perspektiven fĂŒr lokale Gemeinschaften zu schaffen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Beim Fish River Canyon stehen nicht Baukunst oder Architektur im klassischen Sinn im Mittelpunkt, sondern die „Architektur“ der Natur. Die gewaltigen Stufen, Plateaus, FelsbĂ€nder und Schichtpakete lassen sich wie ein aufgeschlagenes Geschichtsbuch der Erde lesen. Geologen betonen, dass die Schichtgrenzen und Faltungen im Canyon eindrucksvoll zeigen, wie sich die Erdkruste ĂŒber lange ZeitrĂ€ume bewegt, hebt und wieder abgetragen wird.

Typisch fĂŒr den Canyon sind die wechselnden Gesteinsfarben: Von dunklen Basalten ĂŒber rötliche Sande und Konglomerate bis hin zu hellem Quarzit reichen die Farbtöne, die je nach Sonnenstand unterschiedlich leuchten. Besonders in der frĂŒhen Morgensonne und am spĂ€ten Nachmittag scheint die Landschaft zu glĂŒhen. Viele Fotograf:innen beschreiben den Fish River Canyon daher als einen der atmosphĂ€rischsten Orte im sĂŒdlichen Afrika, an dem sich Licht und Schatten fast minĂŒtlich verĂ€ndern.

Entlang des Randes sind einige wenige infrastrukturelle Elemente zu finden, etwa Aussichtspunkte mit einfachen GelĂ€ndern, kleine Plattformen und der Besucherbereich von Hobas. Diese Einrichtungen sind bewusst zurĂŒckhaltend gestaltet, um das Naturerlebnis nicht zu ĂŒberfrachten. Statt monumentaler GebĂ€ude dominieren minimalistische Bauten aus Stein, Holz und Stahl, die sich an die Landschaft anpassen. Die staatliche Betreibergesellschaft Namibia Wildlife Resorts und das namibische Umweltministerium verfolgen hier das Ziel, den Canyon zugĂ€nglich zu machen, ohne seine visuelle IntegritĂ€t zu zerstören.

Auch kĂŒnstlerisch hat der Fish River Canyon Spuren hinterlassen. In FotobĂ€nden, Landschaftsmalerei und Reiseberichten taucht er als Symbol fĂŒr Einsamkeit, Weite und die Kraft der Natur auf. Deutsche Reisemagazine wie GEO Saison oder National Geographic Deutschland heben regelmĂ€ĂŸig hervor, dass der Canyon in seiner Wildheit und Stille eine andere, kontemplative Seite Afrikas zeigt – im Gegensatz zu klassischen Tierbeobachtungszielen wie der Serengeti oder dem Kruger-Nationalpark.

Besonders renommiert ist der sogenannte Fish River Canyon Hiking Trail, eine mehrtĂ€gige Trekkingroute auf dem Canyonboden zwischen Hobas und den heißen Quellen von Ai-Ais. Diese Tour gilt als eine der anspruchsvollsten Wanderungen im sĂŒdlichen Afrika: Es gibt keine HĂŒtten, kaum Infrastruktur und nur wenige mögliche Ausstiege. Wanderer sind auf Selbstversorgung angewiesen und mĂŒssen mit hohen Temperaturen, steinigem Untergrund und Flussquerungen zurechtkommen. Die Parkverwaltung vergibt Genehmigungen kontingentiert und verlangt Ă€rztliche Atteste; die Saison ist auf die kĂŒhleren Monate beschrĂ€nkt, um gesundheitliche Risiken zu verringern.

Fish River Canyon besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Der Fish River Canyon liegt im SĂŒden Namibias, nahe der kleinen Ortschaft Hobas und etwa 650 bis 700 km Fahrstrecke sĂŒdlich der Hauptstadt Windhoek. FĂŒr Reisende aus Deutschland fĂŒhrt der Weg meist zunĂ€chst nach Windhoek, das von großen deutschen FlughĂ€fen wie Frankfurt am Main und MĂŒnchen saisonal und teils ganzjĂ€hrig per Direktflug mit Linien- oder Chartergesellschaften verbunden ist. Alternativ erfolgt die Anreise mit Umstieg ĂŒber internationale Drehkreuze wie Johannesburg, Addis Abeba oder Doha. Von Windhoek aus geht es typischerweise mit einem Mietwagen oder in einer organisierten Rundreise weiter; die Fahrt in den SĂŒden dauert je nach Route und StraßenverhĂ€ltnissen etwa 8 bis 9 Stunden. Wichtig ist, ausreichend Fahrzeit, Pausen und Treibstoff einzuplanen, da Tankstellen in dĂŒnn besiedelten Regionen Namibias weit auseinander liegen können.
  • Regionale Verkehrsanbindung
    Eine klassische Bahnverbindung bis Hobas existiert nicht; FernzĂŒge in Namibia sind insgesamt begrenzt. Die meisten Besucher nutzen GelĂ€ndewagen oder normale Mietwagen, um ĂŒber gut ausgebaute, teils aber unbefestigte Schotterstraßen anzureisen. Organisierte Touren ab Windhoek, LĂŒderitz oder Swakopmund kombinieren den Fish River Canyon oft mit Zielen wie der Namib-WĂŒste, dem Sossusvlei oder dem Kgalagadi-Transfrontier-Park. Fernbusse verkehren primĂ€r zwischen grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten; fĂŒr die letzte Strecke zum Canyon ist dennoch meist ein individuelles Fahrzeug nötig.
  • Öffnungszeiten und ZugĂ€nglichkeit
    Der Aussichtspunkt bei Hobas und die Zufahrtsstraße liegen in einem staatlichen Schutzgebiet mit kontrollierter Einfahrt. Die offiziellen Öffnungszeiten können je nach Jahreszeit variieren, orientieren sich jedoch typischerweise an den Tageslichtstunden. Ein zeitloser, verlĂ€sslicher Hinweis lautet: Besucher sollten vorab direkt bei Namibia Wildlife Resorts (NWR) oder der Verwaltung des Ai-Ais/Richtersveld Transfrontier Park die aktuellen Öffnungszeiten, Zufahrtsbedingungen und eventuelle EinschrĂ€nkungen prĂŒfen. Nach starken RegenfĂ€llen können Pisten beschĂ€digt oder kurzzeitig gesperrt sein, insbesondere in der Regenzeit der Sommermonate.
  • Eintritt und GebĂŒhren
    FĂŒr den Besuch des Fish River Canyon fallen Park- und/oder EintrittsgebĂŒhren an, die von der namibischen Parkverwaltung und NWR regelmĂ€ĂŸig angepasst werden. Aus diesem Grund ist eine zeitlose Formulierung sinnvoll: Reisende sollten vor der Anreise die aktuellen Tarife direkt bei offiziellen Stellen oder renommierten Reiseveranstaltern abfragen. Üblicherweise werden BetrĂ€ge pro Person und pro Fahrzeug erhoben; bezahlt wird in der LandeswĂ€hrung Namibia-Dollar (NAD), der in einem festen VerhĂ€ltnis an den sĂŒdafrikanischen Rand gekoppelt ist. Zur groben Orientierung kann mit einem Gegenwert im unteren zweistelligen Euro-Bereich pro Person gerechnet werden, wobei Wechselkurse schwanken.
  • Beste Reisezeit
    Namibia liegt auf der SĂŒdhalbkugel, die Jahreszeiten sind also gegenĂŒber Europa verschoben. Als beste Reisezeit fĂŒr den Fish River Canyon gelten die trockenen, kĂŒhleren Monate etwa von Mai bis September. In dieser Zeit sind die Temperaturen tagsĂŒber meist angenehm warm, wĂ€hrend die NĂ€chte kĂŒhl bis kalt sein können. FĂŒr Wanderer, insbesondere fĂŒr den mehrtĂ€gigen Hiking Trail im Canyon, ist dies die Hauptsaison; in den heißen Sommermonaten von etwa November bis MĂ€rz wird die Wanderroute aus SicherheitsgrĂŒnden in der Regel geschlossen oder nur eingeschrĂ€nkt freigegeben, da Temperaturen am Canyonboden deutlich ĂŒber 30 °C erreichen können. FĂŒr den Besuch der Aussichtspunkte eignet sich der frĂŒhe Morgen oder der spĂ€te Nachmittag, wenn das Licht weicher ist und die Schatten die Reliefstruktur betonen.
  • Klima und Gesundheit
    Das Klima im SĂŒden Namibias ist ĂŒberwiegend trocken, mit hoher Sonneneinstrahlung und gelegentlichen Gewittern in der Regenzeit. Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und ausreichende FlĂŒssigkeitszufuhr sind essenziell. Bei Wanderungen in der Schlucht muss mit abrupten Wetterwechseln gerechnet werden; plötzliche Fluten nach starken RegenfĂ€llen weiter flussaufwĂ€rts sind möglich. FĂŒr Reisende aus Deutschland empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung mit RĂŒckholoption, da medizinische Einrichtungen in der NĂ€he des Canyons sehr einfach sind; umfangreichere Versorgung findet sich erst in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten wie Keetmanshoop oder Windhoek. Innerhalb der EU und des EWR genĂŒgt meist die EuropĂ€ische Krankenversicherungskarte, außerhalb – wie in Namibia – ist jedoch eine separate Reiseversicherung sinnvoll.
  • Sprache und VerstĂ€ndigung
    Amtssprache in Namibia ist Englisch, daneben sind zahlreiche lokale Sprachen verbreitet, etwa Afrikaans und verschiedene Bantu- und Khoisan-Sprachen. Deutsch hat aufgrund der kolonialen Vergangenheit bis heute eine gewisse Bedeutung, vor allem in Tourismusregionen und in StÀdten mit historisch gewachsener deutschsprachiger Gemeinschaft. In vielen Lodges, bei Reiseveranstaltern und im gehobenen Tourismusumfeld wird Deutsch verstanden oder zumindest gesprochen. Englischkenntnisse sind dennoch sehr hilfreich und erleichtern die Kommunikation mit Behörden, bei Pannen oder in weniger touristischen Gegenden.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeldkultur
    Die LandeswĂ€hrung ist der Namibia-Dollar (NAD). In StĂ€dten und touristisch entwickelten Regionen sind Kreditkarten verbreitet, wĂ€hrend in lĂ€ndlichen Gebieten eher bar gezahlt wird. Es empfiehlt sich, sowohl Bargeld als auch mindestens eine international akzeptierte Kreditkarte mitzufĂŒhren. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist wichtig zu wissen, dass Girocards (ehemals EC-Karten) außerhalb Europas nicht immer zuverlĂ€ssig funktionieren; Kreditkarte und gegebenenfalls eine zweite Karte als Backup sind ratsam. Trinkgeld ist im Tourismus ĂŒblich: In Restaurants werden etwa 10 % als angemessen betrachtet, bei Guides, Fahrern und GepĂ€cktrĂ€gern sind kleine BetrĂ€ge als Anerkennung verbreitet. Trinkgeld ist freiwillig, wird aber angesichts der oft niedrigen Einkommen geschĂ€tzt.
  • Sicherheit und aktuelle Hinweise
    Namibia gilt im regionalen Vergleich als relativ sicheres Reiseland, allerdings rĂ€t das AuswĂ€rtige Amt dazu, allgemeine Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten: Wertsachen sollten nicht offen im Fahrzeug liegen, nachts sind SpaziergĂ€nge in wenig belebten Gegenden zu meiden, und lange Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit werden wegen freilaufender Tiere und schlechter Sicht nicht empfohlen. Speziell fĂŒr entlegene Regionen wie den Fish River Canyon gilt: GenĂŒgend Wasser, Nahrung, Treibstoff und ein technisch einwandfreies Fahrzeug sind entscheidend. Deutsche StaatsbĂŒrger sollten vor Reiseantritt die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise fĂŒr Namibia auf den Seiten des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen, insbesondere im Hinblick auf Infrastruktur, Treibstoffversorgung und mögliche BeschrĂ€nkungen in Nationalparks.
  • Einreisebestimmungen fĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger
    Namibia verlangt fĂŒr deutsche Staatsangehörige in der Regel ein gĂŒltiges Reisedokument; Details zu Visaregeln, Einreisedauer und etwaigen GebĂŒhren können sich Ă€ndern. Daher empfiehlt sich eine zeitlose Empfehlung: Deutsche StaatsbĂŒrger sollten die jeweils aktuellen Einreise- und Visabestimmungen beim AuswĂ€rtigen Amt und bei der namibischen Botschaft oder dem Konsulat prĂŒfen. HĂ€ufig ist bei touristischen Aufenthalten von begrenzter Dauer kein Visum vorab erforderlich, die endgĂŒltige Entscheidung trifft jedoch die Grenzbehörde bei Einreise.

Warum Fish River Canyon auf jede Hobas-Reise gehört

Der Fish River Canyon bietet ein Naturerlebnis, das sich deutlich von anderen Attraktionen in Namibia unterscheidet. WĂ€hrend im Etosha-Nationalpark die Tierbeobachtung im Vordergrund steht und an der AtlantikkĂŒste die DĂŒnen der Namib dominieren, ist es hier die schiere Dimension der Landschaft, die Besucher beeindruckt. Der Blick von den Aussichtspunkten nahe Hobas vermittelt ein GefĂŒhl, als wĂŒrde sich die Erde plötzlich öffnen – ein Eindruck, der Fotograf:innen, Wanderer und Naturfans gleichermaßen fasziniert.

FĂŒr Reisende aus Deutschland lohnt es sich, den Canyon in eine Rundreise durch den SĂŒden Namibias einzubetten. HĂ€ufige Kombinationen sind Besuche der KĂŒstenstadt LĂŒderitz, der Geisterstadt Kolmanskop oder der Kalahari-Region im Osten. Die Route Windhoek – Kalahari – Fish River Canyon – LĂŒderitz – Namib-WĂŒste – Windhoek gehört zu klassischen Touren, die von vielen renommierten Veranstaltern angeboten werden. Wer individuell unterwegs ist, findet zwischen den Etappen immer wieder Lodges, GĂ€stehĂ€user und CampingplĂ€tze, die auf Selbstfahrer spezialisiert sind.

Am Rand des Canyons bei Hobas wurden einfache PicknickplĂ€tze und Aussichtspunkte angelegt, von denen sich die Schlucht besonders gut ĂŒberblicken lĂ€sst. Einige Lodges bieten gefĂŒhrte AusflĂŒge an, die mit Hintergrundinformationen zu Geologie, Flora und Fauna ergĂ€nzt werden. Somit lĂ€sst sich der Besuch sowohl als kurzer Stopp wĂ€hrend einer lĂ€ngeren Reise als auch als Schwerpunkt einer mehrtĂ€gigen Erkundung planen.

Ein weiterer Grund, warum der Fish River Canyon auf die Bucket List vieler Namibia-Reisender gehört, ist der Sonnenauf- und -untergang. Wenn die tief stehende Sonne die FelswÀnde golden fÀrbt und die Schatten langsam in die Tiefe ziehen, entsteht eine fast meditative Stimmung. Viele Besucher empfinden die Stille an der Abbruchkante, unterbrochen nur vom Wind und gelegentlichen Vogelrufen, als einen der intensivsten Momente ihrer Reise.

Auch ökologisch ist der Canyon interessant: In den teils schroffen Felslandschaften wachsen spezialisierte WĂŒstenpflanzen, darunter Aloen, Sukkulenten und verschiedene StrĂ€ucher, die an Trockenheit angepasst sind. In der Tiefe des Canyons bieten der Fish River und seine Uferzonen Lebensraum fĂŒr Vögel, kleinere SĂ€ugetiere und Reptilien. Wer mit geschultem Blick unterwegs ist – etwa mit einem lokalen Guide – entdeckt hier eine ĂŒberraschend vielfĂ€ltige WĂŒstenökologie.

Fish River Canyon in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke

In den sozialen Medien taucht der Fish River Canyon immer wieder als geheimnisvoller „Hidden Gem“ des sĂŒdlichen Afrikas auf: weniger ĂŒberlaufen als der Grand Canyon, aber Ă€hnlich fotogen. Besonders beliebt sind Panorama-Aufnahmen bei Sonnenuntergang, Zeitraffer-Videos von Wolken ĂŒber der Schlucht und persönliche Berichte vom mehrtĂ€gigen Hiking Trail, die die Herausforderung und Einsamkeit dieser Tour vermitteln.

HĂ€ufige Fragen zu Fish River Canyon

Wo liegt der Fish River Canyon genau?

Der Fish River Canyon befindet sich im SĂŒden Namibias nahe der kleinen Ortschaft Hobas, im Gebiet des Ai-Ais/Richtersveld Transfrontier Park. Er liegt etwa 650 bis 700 km sĂŒdlich der Hauptstadt Windhoek und ist am besten mit dem Auto oder im Rahmen einer organisierten Rundreise zu erreichen.

Wie groß ist der Fish River Canyon im Vergleich zu anderen Schluchten?

Der Fish River Canyon ist rund 160 bis 170 km lang, bis zu etwa 27 km breit und an manchen Stellen mehr als 500 m tief. HĂ€ufig wird er als zweitgrĂ¶ĂŸter Canyon der Welt nach dem Grand Canyon bezeichnet, wobei die genaue Platzierung je nach zugrunde gelegten Kriterien variieren kann. Unstrittig ist, dass er zu den grĂ¶ĂŸten und landschaftlich eindrucksvollsten Schluchten der Erde gehört.

Welche ist die beste Reisezeit fĂŒr den Fish River Canyon?

Als beste Reisezeit gelten die trockenen, kĂŒhleren Monate etwa von Mai bis September. Dann sind die Temperaturen fĂŒr Wanderungen und Besichtigungen angenehmer, und die Sicht ist in der Regel klar. In den heißen Sommermonaten von November bis MĂ€rz kann es am Canyonboden sehr heiß werden; der berĂŒhmte Hiking Trail ist dann meist geschlossen oder nur eingeschrĂ€nkt zugĂ€nglich.

Kann man im Fish River Canyon wandern?

Ja, es gibt den bekannten Fish River Canyon Hiking Trail, eine mehrtĂ€gige, anspruchsvolle Trekkingroute auf dem Canyonboden zwischen Hobas und Ai-Ais. FĂŒr diese Tour sind eine Genehmigung der Parkverwaltung, gute Kondition, Selbstversorgung und hĂ€ufig ein Ă€rztliches Attest erforderlich. Daneben gibt es entlang des Canyonrandes kĂŒrzere, weniger anspruchsvolle Spazierwege und Aussichtspunkte.

Was sollten Reisende aus Deutschland besonders beachten?

Wichtig sind eine sorgfĂ€ltige Reiseplanung, ausreichender Sonnenschutz, genug Trinkwasser, ein zuverlĂ€ssiges Fahrzeug und das Vermeiden von Nachtfahrten in entlegenen Regionen. Deutsche StaatsbĂŒrger sollten vor der Reise die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise fĂŒr Namibia auf den Seiten des AuswĂ€rtigen Amts prĂŒfen. Außerdem empfiehlt sich eine Auslandskrankenversicherung mit RĂŒckholoption, da medizinische Infrastruktur in der NĂ€he des Canyons begrenzt ist.

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