FlÄmbahn in Norwegen: Warum die Flamsbana Reisende aus Deutschland begeistert
29.05.2026 - 17:20:51 | ad-hoc-news.deWenn die FlĂ„mbahn, lokal âFlamsbanaâ (sinngemĂ€Ă: Bahn von FlĂ„m), langsam das Tal hinter Flam verlĂ€sst, schiebt sich der Zug vorbei an WasserfĂ€llen, FelswĂ€nden und traditionellen Bauernhöfen â und gewinnt in wenigen Minuten so viele Höhenmeter, wie andere Bahnlinien auf ganzen Tagesetappen. FĂŒr viele Norwegen-Reisende ist diese Strecke der Moment, in dem sie das Land wirklich verstehen: rau, spektakulĂ€r, technisch raffiniert und gleichzeitig tief mit der Natur verbunden.
FlÄmbahn: Das ikonische Wahrzeichen von Flam
Die FlĂ„mbahn gilt als eine der steilsten normalspurigen Bahnstrecken der Welt mit durchgehendem Personenverkehr. Ăber rund 20 km verbindet sie den kleinen Ort Flam am inneren Aurlandsfjord mit dem Bergbahnhof Myrdal auf etwa 860 m Höhe. Offizielle Informationen der norwegischen Staatsbahn Vy (ehemals NSB) und des Betreibers in Flam betonen, dass die Strecke eine maximale Steigung von rund 55 â° (Promille) erreicht â also 55 m Höhenunterschied auf 1.000 m Strecke.
ReisefĂŒhrer wie Marco Polo und National Geographic Deutschland ordnen die Flamsbana regelmĂ€Ăig unter die âspektakulĂ€rsten Bahnstrecken der Weltâ ein. Sie verlĂ€uft durch das enge FlĂ„msdalen, vorbei am bekannten Wasserfall Kjosfossen, ĂŒber BrĂŒcken und durch insgesamt 20 Tunnel, von denen mehrere in Handarbeit in den Fels geschlagen wurden.
FĂŒr Flam selbst ist die Bahn lĂ€ngst mehr als eine reine Verkehrsanbindung. Die offizielle Tourismusorganisation von Visit Norway beschreibt sie als eine der wichtigsten Attraktionen des Landes, die jedes Jahr Hunderttausende GĂ€ste in das kleine Fjorddorf bringt. Kreuzfahrtreedereien erwĂ€hnen die FlĂ„mbahn in ihren Routenbeschreibungen als Hauptgrund fĂŒr einen Stopp in Flam am Aurlandsfjord.
FĂŒr Reisende aus Deutschland ist sie damit ein doppeltes Erlebnis: eine Kombination aus groĂer Ingenieurskunst der 1920er bis 1940er Jahre und der unmittelbaren Naturkulisse eines klassischen Fjords, wie man ihn aus BildbĂ€nden und Reiseprospekten kennt â nur dass man hier mitten hindurchfĂ€hrt, statt nur vom Schiff aus zu schauen.
Geschichte und Bedeutung von Flamsbana
Die Idee einer Bahnverbindung vom Bergbahnhof Myrdal hinunter zum Aurlandsfjord entstand in einer Zeit, in der viele Fjorddörfer Norwegens nur per Boot erreichbar waren. Nach Angaben der norwegischen Eisenbahngesellschaft und der Tourismusorganisationen wurde die Strecke ĂŒber Jahrzehnte geplant und gebaut: Erste Vermessungen datieren auf den Beginn des 20. Jahrhunderts, der eigentliche Bau begann in den 1920er Jahren.
Laut offiziellen Informationen wurde die FlĂ„mbahn in den 1940er Jahren fĂŒr den GĂŒterverkehr eröffnet und kurz darauf fĂŒr den Personenverkehr freigegeben. In der Nachkriegszeit diente sie zunĂ€chst vor allem den Bewohnern der Region sowie dem Transport von Waren zwischen dem Fjord und der Hauptstrecke BergenâOslo. Mit dem zunehmenden Autoverkehr und der spĂ€teren Eröffnung von StraĂen- und Tunnelverbindungen verlagerte sich die Rolle der Flamsbana: aus einer lebenswichtigen Versorgungsader wurde schrittweise eine touristische Attraktion.
Reiseberichte groĂer Medien wie der BBC und Artikel in deutschsprachigen Reisemagazinen heben hervor, dass sich der Charakter der Bahn ab den 1990er Jahren stark verĂ€nderte. Mit der wachsenden PopularitĂ€t Norwegens als Kreuzfahrtziel avancierte Flam zu einem festen Stopp vieler Reedereien â und damit zu einem der bekanntesten Bahn-Orte Europas.
Heute wird die FlĂ„mbahn von der norwegischen Bahngesellschaft Vy gemeinsam mit lokalen Partnern betrieben. Offiziellen Angaben zufolge fahren die ZĂŒge ganzjĂ€hrig, mit dichterem Takt in der Sommersaison. Tourismusorganisationen wie Visit Norway und Fjord Norway weisen darauf hin, dass die Strecke sowohl im Winter als auch im Sommer ihre Reize hat: Im Sommer dominieren grĂŒne HĂ€nge und tosende WasserfĂ€lle, im Winter die klare Luft und schneebedeckte Berge.
Historisch markiert die Bahn einen wichtigen Schritt in Norwegens Infrastrukturentwicklung. Sie knĂŒpft die abgelegene Fjordregion an die Bergensbanen an â die zentrale Verbindung zwischen Norwegens Hauptstadt Oslo und der Hafenstadt Bergen, die selbst als eine technische und landschaftliche Meisterleistung gilt. Reisende können so mit einem Umstieg in Myrdal vom Hochland direkt zum Fjord hinabfahren â ein Kontrast, den viele Reisejournalisten als âNorwegen im Zeitrafferâ beschreiben.
Architektur, Technik und besondere Merkmale
Technisch ist die FlĂ„mbahn ein MeisterstĂŒck klassischer Eisenbahningenieurskunst. Laut den offiziellen Informationen der Bahn hat die Strecke ĂŒber 20 Tunnel, von denen ein groĂer Teil in manueller Arbeit mit einfachen Werkzeugen entstanden ist, bevor moderne Tunnelbohrtechnik zur VerfĂŒgung stand. Dieser Aspekt wird in Ausstellungen vor Ort, etwa im FlĂ„msbanamuseet (FlĂ„mbahn-Museum), besonders betont, wo historische Fotos, Werkzeuge und Modelle die Entstehungsphase dokumentieren.
Charakteristisch fĂŒr die Strecke ist ihre durchgehend starke Neigung. Mit bis zu 55 â° Steigung gehört sie zu den weltweit steilsten Strecken mit Regelspur und ohne Zahnstange, die planmĂ€Ăig fĂŒr den Personenverkehr betrieben werden. Zum Vergleich: Viele klassische Hauptstrecken in Deutschland liegen deutlich darunter; Steigungen um 20â25 â° gelten dort bereits als anspruchsvoll. Die Flamsbana funktioniert dennoch als reine AdhĂ€sionsbahn, das heiĂt, die RĂ€der haften allein durch ihr Gewicht auf der Schiene, ohne zusĂ€tzliche Zahnstange.
Architektonisch ist die Bahn selbst relativ schlicht â funktionale StationsgebĂ€ude aus Holz und Stein, eingebettet in die Landschaft. Die Besonderheit liegt weniger in reprĂ€sentativen Bahnhöfen als in der spektakulĂ€ren LinienfĂŒhrung. Mehrere BrĂŒcken und StĂŒtzmauern sichern die Trasse gegen Steinschlag und Lawinen. Die Tunnel sind teilweise gebogen, um den engen Talverlauf zu meistern; einige von ihnen verfĂŒgen ĂŒber Fensteröffnungen, durch die Reisende einmalige Blicke ins Tal werfen können.
Ein besonderes Merkmal der Fahrt ist der Halt am Wasserfall Kjosfossen. Offizielle Reisebeschreibungen betonen, dass die ZĂŒge hier regulĂ€r an einem Aussichtspunkt stoppen, damit FahrgĂ€ste aussteigen und fotografieren können. In der Sommersaison wird dieses Naturerlebnis mancherorts um kulturelle Inszenierungen ergĂ€nzt, etwa wenn Darstellerinnen in KostĂŒmen eine Figur aus der norwegischen Sagenwelt symbolisieren. Medienberichte beschreiben diese kurzen Auftritte als Mischung aus Folklore und Showelement, die vor allem fĂŒr internationale GĂ€ste konzipiert sind.
Die Wagen der FlĂ„mbahn sind meist in einem grĂŒnlichen Farbton gehalten und erinnern bewusst an klassische EisenbahnreisezĂŒge, auch wenn sie technisch modernisiert wurden. Laut Angaben des Betreibers verfĂŒgen sie ĂŒber groĂe Panoramafenster, um die Aussicht auf das FlĂ„msdalen bestmöglich zu nutzen. Einige ZĂŒge haben kommentierte Audioansagen in mehreren Sprachen, darunter Englisch, die auf Landschaft, Geschichte und Technik hinweisen.
Das FlĂ„mbahn-Museum im Ort Flam rundet das Erlebnis ab. Es ist nach offiziellen Informationen kostenfrei zugĂ€nglich und zeigt historische Lokomotiven, Waggons, Werkzeuge und Fotografien. Reiseberichte deutschsprachiger Medien heben hervor, dass das Museum eine gute ErgĂ€nzung vor oder nach der Fahrt ist, insbesondere fĂŒr Technikinteressierte und Familien.
FlÄmbahn besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Wer von Deutschland aus die FlĂ„mbahn erleben möchte, sollte etwas Reisezeit einplanen â wird dafĂŒr aber mit einer der eindrucksvollsten Kombinationen aus Bahnreise und Fjordlandschaft in Europa belohnt.
- Lage und Anreise
Flam liegt am inneren Ende des Aurlandsfjords, eines Seitenarms des Sognefjords, in Westnorwegen. FĂŒr Reisende aus Deutschland bieten sich mehrere Wege an: HĂ€ufig wĂ€hlen Besucher einen Flug nach Oslo oder Bergen mit anschlieĂendem Bahn- oder Busanschluss. Die Fahrt mit der norwegischen Bahnlinie BergenâOslo bis Myrdal gilt bereits als sehenswert; dort steigen Sie in die FlĂ„mbahn um. Alternativ gibt es je nach Saison auch FĂ€hr- und Kreuzfahrtverbindungen, bei denen Flam als Hafen angelaufen wird. FĂŒr eine Anreise mit dem eigenen Auto fĂŒhrt der Weg von Deutschland aus meist ĂŒber DĂ€nemark und Schweden oder per FĂ€hre nach Norwegen, anschlieĂend ĂŒber das norwegische StraĂennetz in die Region. Bei der Planung lohnt ein Blick auf aktuelle FahrplĂ€ne und FĂ€hrverbindungen, da sich Angebote saisonal Ă€ndern können. - Flug- und Bahnverbindungen aus Deutschland
Von gröĂeren deutschen FlughĂ€fen wie Frankfurt, MĂŒnchen, Berlin oder DĂŒsseldorf bestehen regelmĂ€Ăige LinienflĂŒge nach Oslo und Bergen, hĂ€ufig mit Umstieg, teils saisonal auch direkt. Von Oslo oder Bergen aus fĂŒhrt die Bergensbanen nach Myrdal; die Fahrzeit von Oslo nach Myrdal liegt in einem Bereich von mehreren Stunden, von Bergen aus ist es kĂŒrzer. Deutsche Reisemagazine und Bahnportale empfehlen oft, die Zugfahrt als Teil der Reise einzuplanen, da die Strecke selbst landschaftlich reizvoll ist. FĂŒr die gesamte Anreise ab Deutschland ist daher mit mindestens einem Reisetag zu rechnen. - Ăffnungszeiten und Fahrplan
Die FlĂ„mbahn verkehrt ganzjĂ€hrig, jedoch mit unterschiedlichen Frequenzen je nach Saison. In den Sommermonaten fahren deutlich mehr ZĂŒge pro Tag, um den hohen Zustrom an TagesgĂ€sten, Kreuzfahrtpassagieren und Rundreisenden zu bewĂ€ltigen. In der Nebensaison ist der Fahrplan ausgedĂŒnnt. Offizielle Betreiberinformationen weisen darauf hin, dass FahrplĂ€ne und tagesaktuelle Zeiten variieren können. Es ist daher sinnvoll, vor der Reise direkt auf den Seiten der FlĂ„mbahn oder der norwegischen Bahn Vy den aktuellen Fahrplan zu prĂŒfen. Kurzfristige Ănderungen durch Wetter oder Wartung sind in einer alpinen Umgebung nicht auszuschlieĂen. - Tickets und Preise
Tickets fĂŒr die FlĂ„mbahn können in der Regel online ĂŒber die offizielle Buchungsplattform, vor Ort im Bahnhof Flam sowie in Myrdal erworben werden. Die Preise bewegen sich â nach Angaben von Tourismusorganisationen und Reiseveranstaltern â im oberen Segment fĂŒr eine Bahnstrecke dieser LĂ€nge, was mit der touristischen Ausrichtung, der aufwendigen Infrastruktur und der starken Nachfrage begrĂŒndet wird. Viele Rundreisen, etwa die bekannte Kombination âNorway in a Nutshellâ, integrieren die Flamsbana als festen Baustein und beinhalten das Ticket bereits im Paket. Da sich Tarife und WĂ€hrungskurse Ă€ndern können, empfiehlt es sich, vor der Reise die aktuellen Preise zu prĂŒfen. FĂŒr eine grobe Orientierung kann man mit einem Ticketpreis im Bereich einer zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Summe in norwegischen Kronen rechnen; umgerechnet ergibt sich je nach Kurs ein Betrag im zweistelligen Eurobereich. Exakte Preise sollten jedoch stets tagesaktuell recherchiert werden. - Beste Reisezeit
Die Frage nach der besten Reisezeit ist vor allem eine Frage der persönlichen Vorlieben. Im Sommer (ungefĂ€hr Juni bis August) sind die Tage lang, das Tal ist grĂŒn, die WasserfĂ€lle fĂŒhren viel Wasser, und die Temperaturen sind angenehm. Allerdings ist dies auch die Hochsaison, insbesondere wenn Kreuzfahrtschiffe in Flam anlegen; dann kann es im Zug sehr voll werden. Wer mehr Ruhe sucht, findet diese oft im FrĂŒhling (etwa Mai) oder Herbst (September, Oktober), wenn die Natur entweder frisch austreibt oder in herbstlichen Farben leuchtet. Im Winter ist die Frequenz der ZĂŒge geringer, doch dafĂŒr erleben Reisende eine stille, teils verschneite Landschaft, klare Luft und eine ganz andere Stimmung. Reisemagazine betonen, dass der Kontrast zwischen schneebedeckten Gipfeln und dem tief eingeschnittenen Tal dann besonders eindrucksvoll sein kann. - Kleidung und AusrĂŒstung
UnabhĂ€ngig von der Jahreszeit empfiehlt sich fĂŒr die FlĂ„mbahn-Schaukel zwischen Fjord und Hochgebirge eine witterungsangepasste Kleidung im Zwiebelsystem. Auch im Sommer kann es auf der Strecke, insbesondere im oberen Bereich, deutlich kĂŒhler sein als am Fjord. Eine wind- und regenfeste Jacke, festes Schuhwerk und eine warme Schicht sind sinnvoll, vor allem, wenn Sie am Kjosfossen aussteigen oder weitere Wanderungen in der Umgebung planen. Im Winter sind MĂŒtze, Handschuhe und ggf. Schneeschuhe oder Grödel fĂŒr Wanderungen hilfreich. - Sprache und VerstĂ€ndigung
Die Verkehrssprache in Norwegen ist Norwegisch, doch gerade in touristischen Zentren wie Flam sprechen viele Menschen ausgezeichnet Englisch. Deutschsprachige Informationen sind teilweise vorhanden, etwa in BroschĂŒren oder auf Hinweistafeln, aber nicht garantiert. Englischkenntnisse erleichtern daher den Besuch. Zugansagen und Sicherheitshinweise sind in der Regel auf Norwegisch und Englisch; bei Bedarf kann Personal weiterhelfen. - Zahlung, WĂ€hrung und Trinkgeld
Norwegen ist nicht Teil der Eurozone; die LandeswĂ€hrung ist die norwegische Krone (NOK). In Flam und an den Bahnhöfen werden internationale Kreditkarten und gĂ€ngige Debitkarten sehr breit akzeptiert, auch kontaktlos. Bargeld spielt in Norwegen eine geringere Rolle als in vielen Regionen Deutschlands, sodass Reisende hĂ€ufig ohne gröĂere BargeldbetrĂ€ge auskommen. Preise werden meist in Kronen angegeben, eine Umrechnung in Euro sollte vorab grob kalkuliert werden, da Wechselkurse schwanken. Trinkgeld ist in Norwegen nicht so stark verankert wie etwa in Nordamerika; in Restaurants runden viele Einheimische den Betrag bei gutem Service leicht auf. FĂŒr Bahnfahrten ist Trinkgeld nicht ĂŒblich. - Einreisebestimmungen und Gesundheit
Norwegen ist Teil des Schengen-Raums, aber nicht Mitglied der EuropĂ€ischen Union. Deutsche StaatsbĂŒrger können in der Regel mit einem gĂŒltigen Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Bestimmungen Ă€ndern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Hinweise und Einreisebedingungen beim AuswĂ€rtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prĂŒfen. FĂŒr medizinische Versorgung ist zu bedenken, dass Norwegen kein EU-Mitglied ist; Reisefachstellen empfehlen daher hĂ€ufig eine zusĂ€tzliche Auslandskrankenversicherung, um im Fall der FĂ€lle besser abgesichert zu sein. - Zeitzone
Norwegen liegt â wie Deutschland â in der Zeitzone MitteleuropĂ€ische Zeit (MEZ) bzw. MitteleuropĂ€ische Sommerzeit (MESZ). Das bedeutet: In der Regel gibt es keine Zeitverschiebung. Lediglich beim Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit gelten Ă€hnliche Umstellungstermine wie in der EU, sodass sich fĂŒr Reisende aus Deutschland ĂŒblicherweise kein Zeitunterschied ergibt. - Fotografieren und Verhalten an Bord
Fotografieren ist an Bord der Flamsbana gestattet und gehört fĂŒr die meisten GĂ€ste selbstverstĂ€ndlich dazu. An stark frequentierten Tagen ist RĂŒcksichtnahme wichtig, insbesondere an den Fenstern und TĂŒren. Stative können in engen GĂ€ngen störend sein; kompakte AusrĂŒstung ist praktischer. Beim Halt am Kjosfossen ist der Untergrund hĂ€ufig nass und rutschig â feste Schuhe und Vorsicht sind ratsam. DrohnenflĂŒge sind in unmittelbarer BahnnĂ€he in der Regel nicht gestattet und sollten separat nach den nationalen Drohnenvorschriften geprĂŒft werden.
Warum Flamsbana auf jede Flam-Reise gehört
Die FlĂ„mbahn ist mehr als nur ein Transportmittel zwischen Myrdal und Flam. Aus der Perspektive vieler Reisejournalisten und Tourismusorganisationen bĂŒndelt sie das, was viele Menschen mit Norwegen verbinden: dramatische Landschaften, technisches Können, eine gewisse Ruhe â und die Möglichkeit, all das bequem aus dem Zugfenster zu erleben.
Wer Flam besucht, kommt an der Flamsbana meist kaum vorbei. Sie ist der natĂŒrliche Ausgangspunkt fĂŒr eine Erkundung der Region: Ob man von der Bergensbanen kommend hinunter zum Fjord fĂ€hrt oder nach einem Aufenthalt in Flam hinauf in die Berge â die Fahrt strukturiert oft den Reisetag. Viele Rundreisen kombinieren die Bahn mit einer Bootsfahrt auf dem NĂŠrĂžyfjord, einem der bekanntesten Seitenarme des Sognefjords, der auf der UNESCO-Welterbeliste steht. So entsteht ein Tagesprogramm, das von Hochgebirge bis zu engen Fjorden reicht.
FĂŒr Reisende aus Deutschland ist ein weiterer Aspekt interessant: Die FlĂ„mbahn gilt unter Eisenbahnfans als klassischer âBucket-Listâ-Punkt, Ă€hnlich wie der Glacier Express in der Schweiz oder die Berninabahn. Anders als diese ikonischen Schweizer Strecken fĂŒhrt die Flamsbana jedoch nicht durch eine alpines Hochplateau mit weiten TĂ€lern, sondern durch ein enges, tief eingeschnittenes Tal â die Landschaft wirkt unmittelbarer und roher. Hinzu kommt die besondere Verbindung von Bahn und Schiff, die Flam als Kreuzfahrthafen bietet.
Viele Besucher berichten, dass ihnen besonders der starke Wechsel der Landschaften in Erinnerung bleibt: Unten das ruhige Wasser des Aurlandsfjords, eingerahmt von steilen FelswĂ€nden; dann das schmale Tal mit Bauernhöfen und WasserfĂ€llen; schlieĂlich die wald- und bergreiche HochflĂ€che in Myrdal. Dieser Aufstieg â oder Abstieg â in rund einer Stunde wirkt wie eine kompakte Norwegen-Schau.
Wer sich fĂŒr Technik und Geschichte interessiert, findet in der FlĂ„mbahn ein LehrstĂŒck fĂŒr Eisenbahnbau unter schwierigen geologischen und klimatischen Bedingungen. Wer vorrangig wegen der Natur kommt, erhĂ€lt mit der Bahn einen komfortablen Zugang zu Wanderwegen und Aussichtspunkten. Und Familien profitieren davon, dass die Strecke, trotz ihrer Steilheit, ohne Umsteigen und ohne komplizierte AblĂ€ufe zu erleben ist â das macht die Flamsbana zu einer niedrigschwelligen, aber eindrucksvollen Attraktion.
FlĂ„mbahn in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke
In sozialen Medien ist die FlÄmbahn lÀngst ein wiederkehrendes Motiv: kurze Clips vom Kjosfossen, Panoramen aus dem Zugfenster, Drohnenaufnahmen (mit entsprechender Genehmigung) vom Tal und Erinnerungsfotos vom kleinen Bahnhof in Flam. Wer seine Reise plant, kann sich hier einen lebendigen Eindruck vom Streckenerlebnis verschaffen.
FlĂ„mbahn â Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
HÀufige Fragen zu FlÄmbahn
Wo liegt die FlÄmbahn genau?
Die FlÄmbahn verbindet den Ort Flam am inneren Aurlandsfjord in Westnorwegen mit dem Bergbahnhof Myrdal auf der Bahnstrecke zwischen Bergen und Oslo. Flam liegt in einer fjordreichen Region rund einige Stunden Fahrzeit von Bergen und Oslo entfernt.
Wie lang ist die Strecke der Flamsbana und wie stark ist die Steigung?
Die Strecke der FlĂ„mbahn ist etwa 20 km lang und ĂŒberwindet auf dieser Distanz einen Höhenunterschied von knapp 860 m zwischen Flam und Myrdal. Die maximale Steigung liegt bei rund 55 â°, womit die Flamsbana zu den steilsten normalspurigen AdhĂ€sionsbahnen mit Personenverkehr weltweit zĂ€hlt.
Wie lange dauert eine Fahrt mit der FlÄmbahn?
Eine einfache Fahrt zwischen Flam und Myrdal dauert in der Regel rund eine Stunde, abhĂ€ngig vom Fahrplan und eventuellen Aufenthalten. Viele Reisende planen hin und zurĂŒck etwa zwei bis drei Stunden ein, insbesondere, wenn sie am Kjosfossen aussteigen und fotografieren.
Wann ist die beste Zeit fĂŒr eine Fahrt mit der Flamsbana?
Im Sommer erleben Besucher grĂŒne TĂ€ler, starke WasserfĂ€lle und lange Tage â dafĂŒr ist es oft sehr voll. FrĂŒhling und Herbst bieten mehr Ruhe und beeindruckende Lichtstimmungen, im Winter dominieren Schnee und klare Luft. Die Wahl hĂ€ngt von persönlichen Vorlieben ab; jede Jahreszeit hat ihre Reize.
Wie komme ich von Deutschland aus zur FlÄmbahn?
Von Deutschland aus reisen die meisten GĂ€ste per Flug nach Oslo oder Bergen und weiter per Bahn nach Myrdal, wo sie in die FlĂ„mbahn umsteigen. Alternativ sind Anreisen mit Auto und FĂ€hre oder im Rahmen einer Kreuzfahrt möglich. FĂŒr die Gesamtanreise ist mindestens ein Reisetag einzuplanen.
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