FlÄmbahn in Norwegen: Warum die Flamsbana Reisende aus Deutschland magisch anzieht
25.06.2026 - 16:56:13 | ad-hoc-news.deWenn die FlĂ„mbahn, lokal âFlamsbanaâ (sinngemĂ€Ă: Bahn nach Flam) genannt, sich langsam aus dem schmucken Fjorddorf Flam in die steilen Berge schraubt, öffnet sich vor den Zugfenstern eine Welt aus WasserfĂ€llen, FelswĂ€nden und schneebedeckten Gipfeln. Kaum eine andere Bahnverbindung in Norwegen verbindet spektakulĂ€re Landschaft mit Ingenieurskunst so eindrĂŒcklich wie diese Strecke zwischen dem Aurlandsfjord und dem Hochgebirge bei Myrdal.
Was fĂŒr viele GĂ€ste aus Deutschland wie eine romantische Panoramafahrt wirkt, ist zugleich ein MeisterstĂŒck der norwegischen Eisenbahngeschichte â und eine der meistfotografierten Touristenattraktionen des Landes. Die Flamsbana gilt als eine der steilsten normalspurigen Eisenbahnstrecken der Welt mit einem Höhenunterschied von fast 870 m auf nur rund 20 km â und das ohne Zahnrad.
FlÄmbahn: Das ikonische Wahrzeichen von Flam
Flam ist ein kleines Dorf am Ende des Aurlandsfjords, einer Seitenbucht des berĂŒhmten Sognefjords im Westen Norwegens. Die Kulisse erinnert an norwegische BilderbĂŒcher: steile FelswĂ€nde, tief eingeschnittene TĂ€ler, WasserfĂ€lle, HolzhĂ€user, ein kleiner Hafen. In dieses Dorf fĂ€hrt nicht irgendein Zug, sondern eine Bahn, die lĂ€ngst zum Wahrzeichen des Ortes und zu einer der wichtigsten Touristenattraktionen des Landes geworden ist.
Die FlĂ„mbahn verbindet Flam mit dem Bergbahnhof Myrdal auf etwa 866 m Höhe. Myrdal wiederum liegt an der wichtigen Bergenbahn, die Oslo mit der KĂŒstenstadt Bergen verbindet. FĂŒr Reisende aus Deutschland ist Flam dadurch ĂŒberraschend gut in eine gröĂere Norwegen-Rundreise integrierbar: Man kann die Flamsbana als spektakulĂ€re âQuerverbindungâ zwischen Fjordlandschaft und Hochgebirge nutzen und dabei eine der ikonischsten Bahnstrecken Europas erleben.
Touristische Fachmedien wie âGEO Saisonâ und âNational Geographicâ (deutschsprachige Ausgaben) zĂ€hlen die Flamsbana regelmĂ€Ăig zu den schönsten Bahnstrecken der Welt, insbesondere wegen der Kombination aus engen Tunneln, Haarnadelkurven und den dramatischen Aussichten auf WasserfĂ€lle und Fjordlandschaft. Norwegens offizielle Tourismusorganisation Visit Norway bewirbt die Strecke als âeine der spektakulĂ€rsten Eisenbahnfahrten der Weltâ. Diese Einordnung unterstreicht, dass es sich nicht nur um eine Regionalbahn, sondern um ein nationales AushĂ€ngeschild handelt.
In Flam selbst ist die Bahn allgegenwĂ€rtig: Der Bahnhof liegt direkt am Hafen, wo in der Saison Kreuzfahrtschiffe anlegen. Entsprechend verschmilzt das Bild von Dorf, Fjord und Bahn zu einem einzigen Markenzeichen. FĂŒr viele Norwegen-Reisende ist die FlĂ„mbahn das Motiv, das am Ende auf dem Titelbild des Fotobuchs landet.
Geschichte und Bedeutung von Flamsbana
Die Idee einer Bahnverbindung von Flam hinauf zur Bergenbahn entstand bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Norwegen den Ausbau seines Eisenbahnnetzes vorantrieb. Damals war der Sognefjord eine wichtige Verkehrsachse, doch die Verbindung ins Landesinnere war beschwerlich und witterungsanfĂ€llig. Eine Bahnlinie sollte den Fjord besser mit dem Rest des Landes verknĂŒpfen.
Der Bau der Flamsbana wurde in den 1920er-Jahren begonnen und zog sich ĂŒber mehrere Jahrzehnte. Zeitgenössische Quellen norwegischer Eisenbahngesellschaften verweisen auf enorme technische Herausforderungen: Die Strecke musste auf kurzer Distanz fast 900 Höhenmeter ĂŒberwinden, Lawinengefahr und instabiler Fels erschwerten die Arbeiten, und die Ingenieure durften keine Zahnradtechnik einsetzen, weil die Strecke an das regulĂ€re Netz angeschlossen sein sollte.
Die offizielle Eröffnung des Personenverkehrs erfolgte in der Mitte des 20. Jahrhunderts (historische Daten nennen hierzu die 1940er-Jahre), nachdem zuvor bereits Material- und GĂŒterverkehr stattgefunden hatte. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Flamsbana zunĂ€chst als wichtige Verbindung fĂŒr die lokale Bevölkerung. Mit dem Aufkommen des modernen Tourismus und der internationalen Wahrnehmung der norwegischen Fjorde wandelte sie sich jedoch in eine touristische Hauptattraktion.
Norwegische Eisenbahnunternehmen und der Betreiber der Strecke heben bis heute hervor, dass die FlĂ„mbahn zu 80 % Steigungen von 55 â° (Promille) aufweist. Das heiĂt: Auf 1.000 m horizontaler Strecke gewinnt der Zug bis zu 55 m an Höhe â ein Wert, der die Flamsbana zu einer der steilsten adhĂ€sionsbetriebenen (also ohne Zahnrad) Normalspurbahnen der Welt macht. Fachliteratur zur europĂ€ischen Eisenbahngeschichte betont, dass sich nur wenige andere Strecken mit regulĂ€rer Spurweite mit solchen Steigungen vergleichen lassen.
Mit der Aufnahme der westnorwegischen Fjordlandschaften â insbesondere des NĂŠrĂžyfjords und des Geirangerfjords â in die UNESCO-Welterbeliste wurde die gesamte Region international noch prĂ€senter. Die Flamsbana selbst ist kein Welterbe, fungiert aber faktisch als âSchaufensterâ: Viele Besucher, die das Welterbe-Fjordgebiet erleben wollen, nutzen die Bahn als zentralen Baustein ihrer Reise. Norwegische Tourismusorganisationen positionieren die Strecke daher gezielt als Zugang zur Welterberegion der Fjorde.
FĂŒr die Region Flam bedeutet die Bahn wirtschaftlich alles: Sie bringt pro Jahr eine hohe sechs- bis siebenstellige Zahl von FahrgĂ€sten â genaue aktuelle Zahlen schwanken je nach Saison und sind in der öffentlichen Statistik nicht immer konsistent veröffentlicht, doch Reiseberichte und Medienberichte sprechen von Hunderttausenden bis ĂŒber eine Million Passagieren jĂ€hrlich. Wichtig ist: Die Bahn ist der Motor des Tourismus, von dem Hotels, Restaurants, Outdoor-Anbieter und die lokale Infrastruktur stark abhĂ€ngen.
Architektur, Technik und besondere Merkmale
Architektonisch ist die FlĂąmbahn auf den ersten Blick zurĂŒckhaltend: HolzhĂ€user im typischen norwegischen Stil, ein kleiner Bahnhof, einfache Plattformen. Die eigentliche âArchitekturâ verbirgt sich in der Trassierung der Strecke, in den Tunneln und in der Art, wie die Bahn sich in die Landschaft einfĂŒgt.
Die 20 km lange Strecke zwischen Flam und Myrdal ĂŒberwindet rund 863â867 m Höhenunterschied. Um dies ohne Zahnradtechnik zu erreichen, mussten die Ingenieure 20 Tunnel in den Fels treiben. Einige davon sind Kurventunnel, die sich in engen Bögen durch den Berg winden. Besonders bekannt ist ein spiralförmig angelegter Tunnel, der es erlaubt, auf kurzer Distanz mehrere Höhenmeter zu ĂŒberwinden, ohne die Steigung weiter zu erhöhen.
Die maximal erlaubte Steigung von 55 â° gilt ĂŒber weite Teile der Strecke, weshalb die Bahnfahrzeuge speziell ausgerĂŒstet sind: Sie verfĂŒgen ĂŒber leistungsfĂ€hige Bremsen, die sowohl bergauf als auch bergab ein sicheres Fahren gewĂ€hrleisten. Technische Beschreibungen aus der norwegischen Eisenbahnfachliteratur betonen, dass der Betrieb ursprĂŒnglich mit Lokomotiven erfolgte, die speziell fĂŒr diese Bedingungen konzipiert waren. Heute kommen moderne TriebzĂŒge zum Einsatz, die gleichzeitig Panoramafenster fĂŒr das touristische Erlebnis bieten.
Unterwegs passiert der Zug mehrere markante Punkte. Bekannt ist insbesondere der Halt am Kjosfossen, einem mĂ€chtigen Wasserfall, der nur wenige Meter neben der Strecke in die Tiefe stĂŒrzt. WĂ€hrend der Saison wird dort hĂ€ufig ein kurzer Fotostopp eingelegt, bei dem die Passagiere aussteigen und die Gischt und das Donnern des Wassers hautnah erleben können. Norwegische Medien berichten regelmĂ€Ăig darĂŒber, dass an diesem Punkt wĂ€hrend der Hochsaison auch kulturelle Inszenierungen stattfinden, bei denen eine Figur aus der nordischen Sagenwelt â eine âHuldraâ â im Nebel des Wasserfalls auftaucht.
Die Bahnhöfe Flam und Myrdal bilden architektonisch starke Kontraste: Flam liegt auf Meereshöhe in einem weiten Talbecken am Fjord, mit Hafen und touristischer Infrastruktur. Myrdal hingegen ist ein klassischer Umsteigebahnhof mitten im Gebirge, mit begrenzter Bebauung und oft rauer Witterung. Diese GegensÀtze machen die Fahrt besonders eindrucksvoll: In gut einer Stunde fÀhrt man vom fast maritimen Fjordklima in eine hochalpine Umgebung.
Die Strecke ist vollstĂ€ndig elektrifiziert, was aus Umweltperspektive ein wichtiger Faktor ist. Norwegen gewinnt den GroĂteil seines Stroms aus Wasserkraft, was bedeutet, dass die Flamsbana bei der Fahrt im Vergleich zu Bus- oder Autoverkehr relativ geringe direkte Emissionen verursacht. Das ist fĂŒr umweltbewusste Reisende aus Deutschland ein nicht zu unterschĂ€tzender Aspekt, insbesondere vor dem Hintergrund der Diskussionen um nachhaltigen Tourismus in sensiblen Naturlandschaften.
FlÄmbahn besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Die Flamsbana ist fĂŒr GĂ€ste aus Deutschland vergleichsweise leicht in eine Skandinavienreise einzubauen. Dennoch lohnt sich eine sorgfĂ€ltige Planung, da die PlĂ€tze in der Hochsaison begrenzt sein können und die Wetterbedingungen das Erlebnis stark beeinflussen.
- Lage und Anreise
Flam liegt am Aurlandsfjord in Westnorwegen, etwa 300 km nordwestlich von Oslo und rund 170 km nordöstlich von Bergen (Luftlinie). FĂŒr Reisende aus Deutschland bieten sich grundsĂ€tzlich mehrere Routen an. Viele wĂ€hlen den Flug nach Oslo oder Bergen, mit Anschluss per Bahn oder Mietwagen. Direkte FlĂŒge aus Deutschland nach Bergen und Oslo werden in der Regel von mehreren Fluggesellschaften angeboten; die Flugzeit betrĂ€gt meist etwa 2 bis 3 Stunden je nach Abflugort. Von Oslo oder Bergen aus kann man mit der Bergenbahn nach Myrdal reisen und dort in die Flamsbana umsteigen. Diese Kombination â Bergenbahn plus Flamsbana â wird von norwegischen Bahnunternehmen und Reiseveranstaltern als besonders eindrucksvolle Panoramaroute hervorgehoben. Alternativ ist die Anreise mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil ĂŒber DĂ€nemark und Schweden oder mit der FĂ€hre nach Norwegen möglich. FĂŒr Bahnreisende aus Deutschland existieren saisonal Nachtzug- und FĂ€hrkombinationen ĂŒber Kopenhagen und Göteborg; im Detail sollten FahrplĂ€ne bei der Deutschen Bahn und skandinavischen Bahngesellschaften geprĂŒft werden. - Ăffnungszeiten und Fahrplan
Die FlĂ„mbahn verkehrt grundsĂ€tzlich ganzjĂ€hrig, mit dichterem Fahrplan in der Sommersaison und reduziertem Angebot in der Nebensaison. Da sich FahrplĂ€ne regelmĂ€Ăig Ă€ndern können und zusĂ€tzliche ZĂŒge bei hoher Nachfrage eingeschoben werden, lautet die wichtigste Empfehlung: Fahrzeiten und VerfĂŒgbarkeit sollten direkt auf der offiziellen Website der Flamsbana oder ĂŒber das norwegische Bahn-Buchungssystem ĂŒberprĂŒft werden. Dort finden sich die aktuell gĂŒltigen Abfahrtszeiten, Informationen zu geplanten Wartungsarbeiten und eventuellen Sperrungen. Ein Hinweis ist wichtig: In der Hochsaison können viele ZĂŒge ausgebucht sein, sodass eine frĂŒhzeitige Reservierung empfehlenswert ist. - Tickets und Preise
Die Fahrpreise fĂŒr die FlĂ„mbahn variieren je nach Saison, Buchungszeitpunkt und Kombination (Hin- und RĂŒckfahrt, Einweg, Paket mit Bergenbahn oder Fjordkreuzfahrt). Medienberichte und Hinweise auf der offiziellen Seite nennen regulĂ€r eher höhere BetrĂ€ge, da es sich um ein touristisches Premiumprodukt handelt. Konkrete aktuelle Euro-BetrĂ€ge Ă€ndern sich jedoch durch Wechselkurse und Tarifstrukturen. Als grobe Orientierung ist mit einem zweistelligen bis niedrig dreistelligen Betrag in Euro pro Person zu rechnen, insbesondere fĂŒr Hin- und RĂŒckfahrten oder kombinierte Pakete. Da sich Preise und Konditionen Ă€ndern können, sollten Reisende aus Deutschland die aktuellen Tarife direkt beim Betreiber oder ĂŒber seriöse BuchungskanĂ€le prĂŒfen. Generell ist eine Online-Reservierung ratsam, vor allem in den Sommermonaten. - Beste Reisezeit
Die Flamsbana bietet zu jeder Jahreszeit unterschiedliche Reize. Im Sommer, ungefĂ€hr von Juni bis August, sind die Tage lang, das GrĂŒn intensiv und die WasserfĂ€lle besonders krĂ€ftig. Gleichzeitig ist dies die Zeit mit dem gröĂten Andrang â besonders, wenn Kreuzfahrtschiffe in Flam anlegen. Wer die gröĂten Menschenmengen vermeiden möchte, wĂ€hlt Fahrten am frĂŒhen Morgen oder spĂ€ten Nachmittag, oder weicht auf FrĂŒhling (Mai, Anfang Juni) bzw. Herbst (September, Oktober) aus. Im Winter verwandelt sich die Strecke in eine fast mĂ€rchenhafte Schneelandschaft; der Betrieb lĂ€uft mit eingeschrĂ€nkter Frequenz, die Aussicht auf verschneite Berge und gefrorene WasserfĂ€lle hat jedoch ihren eigenen Reiz. FĂŒr Skiurlauber kann die Kombination aus Flamsbana, Bergenbahn und umliegenden Skigebieten zusĂ€tzlich attraktiv sein. - Klima und Kleidung
Flam liegt am Fjord und hat ein vergleichsweise mildes, aber wechselhaftes Klima. Myrdal hingegen befindet sich im Hochgebirge, wo es deutlich kĂŒhler ist und das Wetter rasch umschlagen kann. Reisende sollten sich darauf einstellen, dass es auf der Strecke â selbst im Sommer â frisch sein kann, insbesondere bei Fotostopps drauĂen am Wasserfall. Empfehlenswert sind wind- und wasserfeste Jacke, festes Schuhwerk und Zwiebellook. Auch im Zug selbst kann die Temperatur wĂ€hrend Stopps variieren, wenn TĂŒren lĂ€nger geöffnet sind. - Sprache und Kommunikation
Norwegisch ist die Landessprache. Englisch ist in Norwegen jedoch sehr weit verbreitet; das gilt insbesondere im Tourismus und im Bahnverkehr. Deutschsprachige Informationen gibt es teilweise in BroschĂŒren, auf Infotafeln und in Audioguides, diese VerfĂŒgbarkeit variiert aber. Reisende aus Deutschland können sich in der Regel problemlos auf Englisch verstĂ€ndigen. - Zahlung, WĂ€hrung und Trinkgeld
In Norwegen gilt die norwegische Krone (NOK). In Flam und bei der Buchung der Flamsbana sind Kartenzahlungen sehr verbreitet; Kreditkarten (Visa, Mastercard) sowie mobile Zahlverfahren wie Apple Pay oder Google Pay sind in vielen FĂ€llen nutzbar. Bargeld spielt im Alltag eine zunehmend geringere Rolle, dennoch kann ein kleines Reservebudget in NOK hilfreich sein. Trinkgeld ist in Norwegen nicht so ausgeprĂ€gt wie in einigen anderen LĂ€ndern; in Restaurants ist ein kleines Aufrunden des Betrags oder 5â10 % bei sehr gutem Service ĂŒblich, aber keineswegs zwingend. Im Bahnverkehr selbst ist Trinkgeld unĂŒblich. - Einreise und Reisedokumente
Norwegen gehört zum Schengen-Raum, aber nicht zur EU. FĂŒr deutsche StaatsbĂŒrger genĂŒgt in der Regel ein gĂŒltiger Personalausweis oder Reisepass fĂŒr die Einreise. Da sich Bestimmungen Ă€ndern können, sollten Reisende vorab die aktuellen Hinweise und Empfehlungen auf der Website des AuswĂ€rtigen Amts (auswaertiges-amt.de) prĂŒfen â insbesondere, was Ausweisdokumente, Gesundheitsvorgaben und eventuell temporĂ€re Regelungen betrifft. FĂŒr medizinische Absicherung wird eine Reisekrankenversicherung empfohlen, da Norwegen nicht zur EU gehört und die europĂ€ische Krankenversicherungskarte dort nur eingeschrĂ€nkt gilt. - Zeitverschiebung
Norwegen liegt wie Deutschland in der mitteleuropÀischen Zeitzone: Im Winter gilt die mitteleuropÀische Zeit (MEZ), im Sommer die mitteleuropÀische Sommerzeit (MESZ). Damit gibt es keine Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Norwegen. Das erleichtert die Reiseplanung, vor allem bei der Abstimmung von Bahn- und FÀhrverbindungen. - Fotografie und Verhalten
Die Flamsbana ist eine BĂŒhne fĂŒr Fotograf:innen â durch die groĂen Fenster eröffnen sich kontinuierlich neue Perspektiven. Dennoch ist RĂŒcksicht gefragt: Wer fotografiert, sollte andere FahrgĂ€ste nicht permanent blockieren und darauf achten, in den GĂ€ngen nicht zu lange stehen zu bleiben. Am Kjosfossen und an anderen Aussichtspunkten ist der Untergrund oft nass und rutschig, daher ist Vorsicht geboten. DrohnenflĂŒge sind entlang der Strecke und in der NĂ€he der Bahn aus SicherheitsgrĂŒnden nur nach ausdrĂŒcklicher Genehmigung und unter Beachtung lokaler Vorschriften erlaubt.
Warum Flamsbana auf jede Flam-Reise gehört
Die Frage, ob man Flam ohne die FlĂ„mbahn erleben kann, lĂ€sst sich nĂŒchtern beantworten: Ja, theoretisch. Doch praktisch gehört die Fahrt fĂŒr die meisten GĂ€ste zum Pflichtprogramm. Das liegt an mehreren Faktoren, die sich gegenseitig verstĂ€rken.
Zum einen ist es die Landschaft: Der Wechsel von Fjordufer, engen TĂ€lern, WasserfĂ€llen, Almen und hochalpinen Passagen bietet auf vergleichsweise kurzer Distanz einen Querschnitt durch typische norwegische Landschaftsformen. Die Strecke verlĂ€uft an BerghĂ€ngen, folgt FlĂŒssen, schmiegt sich an SteilwĂ€nde und bietet immer wieder neue Blickachsen. Wer Norwegen innerhalb weniger Tage kennenlernen möchte, findet in der Flamsbana so etwas wie ein âBest-ofâ der Fjordregion.
Zum anderen spielt das historische und technische Element eine Rolle. Die Bahn ist ein StĂŒck norwegischer Ingenieursgeschichte: Die Art und Weise, wie die Trasse in die Landschaft gelegt wurde, wie Tunnel und BrĂŒcken die Topografie ĂŒberwinden, fasziniert nicht nur Eisenbahnfans. FĂŒr ein Publikum aus Deutschland, das an steile Bahnstrecken in den Alpen (wie etwa die Zugspitzbahn oder die Wengernalpbahn) gewöhnt ist, ist der Verzicht auf Zahnradtechnik bei gleichzeitig hoher Steigung besonders bemerkenswert.
Drittens ist die Flamsbana wirtschaftlich und kulturell ein Ankerpunkt fĂŒr Flam und die gesamte Region. Ohne die Bahn sĂ€he das Dorf am Fjord heute deutlich anders aus. Hotels, CafĂ©s, Museen und Outdoor-Anbieter haben sich um das Bahnerlebnis herum entwickelt. Viele Norwegen-Rundreisen â ob mit Schiff, Bus oder individuell â sind so aufgebaut, dass die Flamsbana eine zentrale Rolle einnimmt. Reiseveranstalter im deutschsprachigen Raum nutzen die Strecke hĂ€ufig als emotionalen Höhepunkt ihrer Routen.
SchlieĂlich steht die Bahn auch fĂŒr eine bestimmte Art des Reisens: langsam, landschaftsorientiert, komfortabel. In einer Zeit, in der Flugreisen und Kreuzfahrten wegen ihres ökologischen FuĂabdrucks zunehmend kritisch diskutiert werden, wirkt eine elektrisch betriebene Bahn im Wasserkraft-Land Norwegen fĂŒr viele als bewusstere Alternative, zumindest fĂŒr Strecken vor Ort. Diese weichen Faktoren tragen zur besonderen Anziehungskraft bei, gerade fĂŒr ein deutsches Publikum, das in den letzten Jahren ein wachsendes Interesse an nachhaltigen Reiseformen zeigt.
In der NĂ€he von Flam gibt es zusĂ€tzlich Angebote, die das Bahnerlebnis ergĂ€nzen: etwa Fjordkreuzfahrten auf dem UNESCO-geschĂŒtzten NĂŠrĂžyfjord, Wanderungen auf Aussichtspunkte ĂŒber dem Aurlandsfjord oder Fahrten auf PanoramastraĂen wie der âSnĂžvegenâ (Schneeweg). Wer ausreichend Zeit mitbringt, kann die Flamsbana so in ein dichtes Netz weiterer Naturerlebnisse einbetten.
FlĂ„mbahn in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂŒcke
In den sozialen Medien ist die Flamsbana lĂ€ngst ein Star: Ob auf Instagram, YouTube oder TikTok â die Kombination aus grĂŒnen TĂ€lern, schĂ€umenden WasserfĂ€llen und rot-grĂŒnen Zuggarnituren erzeugt Bilder, die sich hervorragend teilen lassen. Viele Reisende aus Deutschland lassen sich heute genau dort inspirieren, bevor sie ihre Norwegen-Route planen.
FlĂ„mbahn â Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
HÀufige Fragen zu FlÄmbahn
Wo liegt die FlÄmbahn genau?
Die FlÄmbahn verkehrt zwischen dem Fjorddorf Flam am Aurlandsfjord in Westnorwegen und dem Bergbahnhof Myrdal, der an der Bergenbahn zwischen Oslo und Bergen liegt. Flam befindet sich am Ende einer Seitenbucht des Sognefjords und ist per Bahn, Auto, Bus und Schiff erreichbar.
Wie lang ist die Strecke der Flamsbana und wie groà ist der Höhenunterschied?
Die Strecke der Flamsbana ist etwa 20 km lang und ĂŒberwindet dabei rund 860 bis 870 m Höhenunterschied zwischen Meereshöhe in Flam und dem etwa 866 m hoch gelegenen Bahnhof Myrdal. Die maximale Steigung betrĂ€gt 55 â°, womit die FlĂ„mbahn zu den steilsten normalspurigen AdhĂ€sionsbahnen der Welt zĂ€hlt.
Wie lange dauert eine Fahrt mit der FlÄmbahn?
Eine einfache Fahrt zwischen Flam und Myrdal dauert in der Regel rund 50 bis 60 Minuten. Die genaue Fahrzeit hĂ€ngt vom Fahrplan, möglichen Zwischenhalten und eventuellen Fotostopps (zum Beispiel am Wasserfall Kjosfossen) ab. Wer Hin- und RĂŒckfahrt kombiniert, sollte inklusive Wartezeiten und Fotopausen mehrere Stunden einplanen.
Wann ist die beste Reisezeit fĂŒr die Flamsbana?
Die Flamsbana ist ganzjĂ€hrig ein Erlebnis. Im Sommer beeindrucken ĂŒppiges GrĂŒn und krĂ€ftige WasserfĂ€lle, im FrĂŒhling und Herbst locken etwas weniger Andrang und intensive Farben, im Winter fasziniert die verschneite Bergwelt. FĂŒr viele Reisende sind die Monate Mai bis September besonders attraktiv, wobei Fahrten am frĂŒhen Morgen oder spĂ€ten Nachmittag die gröĂten Menschenmengen vermeiden helfen.
Wie kommen Reisende aus Deutschland am besten zur FlÄmbahn?
Typische Routen aus Deutschland fĂŒhren per Flug nach Oslo oder Bergen und von dort weiter mit der Bergenbahn nach Myrdal; dort besteht direkter Anschluss an die Flamsbana nach Flam. Alternativ sind Anreisen mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil ĂŒber DĂ€nemark und Schweden sowie per FĂ€hre nach Norwegen möglich. Bahnreisende können kombinierte Verbindungen ĂŒber Kopenhagen und Göteborg prĂŒfen. FĂŒr alle Varianten gilt: FahrplĂ€ne und Einreisebestimmungen sollten vorab sorgfĂ€ltig beim AuswĂ€rtigen Amt und bei den jeweiligen Verkehrsunternehmen geprĂŒft werden.
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