Fujian Tulou in Yongding: monumental Hakka-Lehmbauten
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 15:08 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Fujian Tulou in Yongding bezeichnet eine Gruppe monumentaler Hakka-WohnhÀuser aus gestampfter Erde, die sich als geschlossene Baukörper in den TÀlern der Provinz Fujian in China erheben und seit 2008 als UNESCO-Welterbe anerkannt sind.UNESCO-Welterbe Fujian Tulou Ihr Leitmotiv ist die massive Ring- oder Blockform aus Erde und Holz, hinter der sich gemeinschaftliches Wohnen und ein hohes Maà an baulicher Organisation verbergen.
Fujian Tulou in Yongding: Lehmburgen fĂŒr ganze Hakka-Gemeinschaften
Unter dem Namen Fujian Tulou werden mehrgeschossige WohnhĂ€user aus gestampfter Erde zusammengefasst, die in den BergtĂ€lern von SĂŒdwest-Fujian stehen und von Hakka-Gemeinschaften genutzt wurden.46 GebĂ€ude zwischen 15. und 20. Jahrhundert Die zum Welterbe gezĂ€hlten Anlagen bestehen aus 46 ausgewĂ€hlten HĂ€usern, die sich ĂŒber die Landkreise Yongding, Nanjing und Huaâan verteilen und einen Ausschnitt aus einer weitaus gröĂeren Zahl Ă€hnlicher Bauten darstellen.Verteilung der 46 Welterbe-Bauten In Yongding bilden sie ganze Dörfer aus ErdgebĂ€uden, die als lĂ€ndliche Wohnlandschaften mit Höfen, Wegen und Feldern organisiert sind.Yongding Tulou als besonderes Hakka-Wohnen
Die typischen Tulou von Yongding bestehen aus einem geschlossenen Baukörper, dessen AuĂenwand aus gestampfter Erde mit beigemischtem Kalk und pflanzlichen ZuschlĂ€gen errichtet wurde.Material und Bauweise der Tulou Holz und Bambus bilden ein tragendes GerĂŒst im Inneren, auf dem mehrere Geschosse mit seriellen Wohneinheiten ĂŒbereinander angeordnet sind, die sich nach innen zu einem Hof öffnen.Rammed-Earth-Bau und serielle Einheiten Die AuĂenwand zeigt nur wenige Ăffnungen und einen hervorgehobenen Haupteingang, wĂ€hrend sich zur Hofseite Galerien, Treppen und TĂŒren dicht aneinanderreihen.
Formen und Ensembles: Kreise, Blöcke und ganze Dörfer
In Yongding begegnet man Tulou in verschiedenen Grundformen, vor allem als kreisförmige und rechteckige ErdgebĂ€ude, die sich deutlich von den kleineren Bauten ihrer Umgebung abheben.Kreis- und Blockform der Yongding-Tulou Einige der groĂen Rundbauten bestehen aus mehreren konzentrischen HĂ€userringen mit einem Innenhof und weiteren Bauten im Zentrum, sodass eine gestaffelte Abfolge von Höfen und UmgĂ€ngen entsteht. In den TĂ€lern stehen ganze Gruppen dieser HĂ€user, etwa in bekannten Clustern wie Chuxi, die Dörfer aus mehreren Tulou bilden.Chuxi-Tulou in Yongding County
Die Umgebung der Fujian Tulou ist durch schmale TalrĂ€ume mit Reisterrassen, BĂ€chen und bewaldeten HĂ€ngen geprĂ€gt, in denen die ErdgebĂ€ude wie groĂe, geschlossene Objekte zwischen niedrigeren WohnhĂ€usern und Feldern stehen.Fotodokumentation der Landschaftssituation Die HĂ€user sind auf die Topographie der TĂ€ler ausgerichtet und ordnen sich entlang von Wegen und WasserlĂ€ufen, sodass aus einzelnen Baukörpern zusammenhĂ€ngende Siedlungen entstehen. Besonders eindrĂŒcklich sind Ensembles, in denen mehrere Rundtulou und rechteckige Bauten zusammenstehen und als baulicher Schwerpunkt eines Dorfes wahrnehmbar sind.
ZeitrÀume, UNESCO-Status und kultureller Kontext
Die Ă€ltesten Tulou von Fujian gehen auf das 12. und 13. Jahrhundert zurĂŒck, wĂ€hrend weitere Bauten bis in das 20. Jahrhundert hinein entstanden und so eine lange Entwicklung der Bauform dokumentieren.Bauzeitraum vom 12. bis zum 20. Jahrhundert Die 46 zum Welterbe gezĂ€hlten HĂ€user wurden im 15. bis 20. Jahrhundert gebaut und stehen ĂŒber eine Strecke von rund 120 Kilometern im SĂŒdwesten der Provinz Fujian verteilt.Verteilung ĂŒber 120 Kilometer in SĂŒdwest-Fujian Viele der Anlagen liegen in Yongding County und sind dort als Teil der Hakka-Siedlungslandschaft ein prĂ€gendes Element.
Fujian Tulou wurde 2008 von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen, weil die HĂ€user als herausragende Beispiele einer besonderen Tradition des gemeinschaftlichen Wohnens und der defensiven Organisation gelten.UNESCO-Entscheidung von 2008 Die Anlagen zeigen, wie Hakka-Gemeinschaften ĂŒber Jahrhunderte WohnrĂ€ume, VorratsflĂ€chen und gemeinschaftliche Einrichtungen innerhalb eines gemeinsamen Baukörpers geordnet haben. Der kulturelle Kontext verbindet lĂ€ndliche Landwirtschaft, Dorfstrukturen und eine eigenstĂ€ndige Bauweise aus Erde, Holz und Bambus in einem Gebirgsraum sĂŒdostchinesischer Provinzen.
Fujian Tulou besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Fujian Tulou in Yongding liegt im Landesinneren der Provinz Fujian, erreichbar ĂŒber die Stadt Longyan und die Bahnhöfe in Yongding County mit weiterfĂŒhrenden StraĂenverbindungen in die TĂ€ler.
- Das GelĂ€nde der Tulou-Dörfer in Yongding ist von TalhĂ€ngen und Reisterrassen geprĂ€gt, Wege und Höfe können ĂŒber Stufen, gepflasterte Wege und teilweise unebenes ErdgelĂ€nde fĂŒhren.
- In den gröĂeren Tulou in Yongding verbinden mehrgeschossige Holztreppen und umlaufende Galerien die verschiedenen Ebenen, was fĂŒr Besucher ein gewisses MaĂ an Trittsicherheit auf den Holzböden erfordert.
- In der Umgebung der Tulou von Yongding liegen lÀndliche Siedlungen mit kleineren WohnhÀusern, Feldern und BachlÀufen, die zusammen mit den ErdgebÀuden eine dörfliche Kulturlandschaft bilden.
- Amtssprache ist Chinesisch, gezahlt wird in Renminbi (Chinesischer Yuan). Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Fujian Tulou auf Social-Media-Plattformen
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Fujian Tulou: hÀufige Fragen
Wo liegen die Fujian Tulou von Yongding genau?
Die Tulou von Yongding liegen im sĂŒdwestlichen Teil der Provinz Fujian in China, in den TĂ€lern des Kreises Yongding innerhalb der Stadt Longyan.
Was bietet ein Besuch der Tulou in Yongding?
Ein Besuch der Tulou in Yongding fĂŒhrt durch lĂ€ndliche Dörfer, in denen groĂe ErdgebĂ€ude mit Höfen, Galerien und mehrgeschossigen Wohnbereichen zusammen mit Reisterrassen und BachlĂ€ufen eine charakteristische Kulturlandschaft bilden.
Was kennzeichnet Fujian Tulou in Yongding besonders?
Kennzeichnend sind die geschlossenen, mehrgeschossigen Baukörper aus gestampfter Erde mit Holz- und Bambusstruktur, die als gemeinschaftliche Hakka-WohnhÀuser ganze Dörfer prÀgen und seit 2008 Teil des UNESCO-Welterbes sind.
