Fujian Tulou, Yongding

Fujian Tulou in Yongding: Wehrhafte Erdhäuser im Hügelland von Fujian

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 20:05 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Fujian Tulou in Yongding in China sind mehrstöckige Hakka-Erdhäuser inmitten von Feldern und Hügeln, deren Architektur Gemeinschaft und Schutz verbindet.

Aquarell-Illustration von Tulou von Fujian in Yongding, China als Reiseposter
Aquarellillustration des Wahrzeichens Tulou von Fujian in Yongding China, weiche Farbverläufe und pastelliges Reiseposter-Feeling, Illustration mit AI erstellt.

Fujian Tulou in Yongding sind mehrstöckige Erdhäuser der Hakka, deren mächtige Außenwände und geschlossene Höfe gemeinschaftliches Wohnen und Schutz im Hügelland von Fujian verbinden. Als Teil eines von der UNESCO anerkannten Ensembles gehört die Anlage zu den charakteristischsten traditionellen Wohnformen Südchinas und steht für eine Bauweise, die sich über mehrere Jahrhunderte entwickelt hat.

Fujian Tulou in Yongding: Erdhäuser zwischen Reisfeldern und Bergtälern

Die Fujian Tulou liegen im Binnenland der Provinz Fujian, in einem Band von Bergtälern, das sich unter anderem über den Kreis Yongding erstreckt. Die Wohnanlagen stehen inmitten von Reis-, Tee- und Tabakfeldern und folgen den Konturen der Täler, sodass sich Architektur und Landschaft eng verzahnen.Ein Ensemble von 46 mehrstöckigen Erdhäusern ist als Welterbestätte ausgewiesen und erstreckt sich über eine Strecke von rund 120 Kilometern im südwestlichen Fujian.

Yongding ist eines der Kerngebiete dieser Bauform; hier konzentrieren sich mehrere große Tulou-Gruppen, die als Landsiedlungen in den Hanglagen erscheinen.Die lokalen Behörden verweisen auf hunderte kreisförmige und tausende rechtwinklige Tulou im Kreis Yongding, sodass ein Besuch nicht einem einzelnen Gebäude gilt, sondern einer ganzen Kulturlandschaft aus Erdhäusern und Feldern.

Bauweise der Tulou: dicke Erdwände und mehrstöckige Wohneinheiten

Ein Tulou ist ein geschlossenes Wohnhaus mit mehreren Geschossen, dessen äußere Hülle aus verdichteter Erde errichtet wird. Diese Außenwände bestehen aus einer Mischung aus Erde, Lehm, Kalk und Steinen, in die beim Bau Bambusstreifen und Holzleisten als verstärkende „Knochen“ eingefügt werden.Die Tragwände erreichen am Fuß mehrere Meter Stärke und verjüngen sich nach oben, während ein Ziegeldach mit weit überstehenden Traufen die Mauern vor Regen schützt.

Im Inneren gliedern sich die Häuser in serielle Wohneinheiten, die sich vertikal über die Geschosse ziehen und jeweils Küchen-, Lager- und Schlafräume aufnehmen.Die Grundrisse sind meist kreisförmig oder rechtwinklig und umschließen einen zentralen Hof, in dem gemeinschaftliche Aktivitäten stattfinden. Die Außenwände besitzen nur ein großes Tor und erst in den oberen Geschossen kleine Öffnungen, während sich die meisten Fenster zum Hof hin öffnen.

Geschichte, Gemeinschaft und UNESCO-Welterbe

Die Bauform der Tulou entwickelte sich über mehrere Jahrhunderte; die heute geschützten Anlagen reichen vom späten Mittelalter bis in die jüngere Neuzeit.UNESCO beschreibt die Fujian Tulou als 46 mehrstöckige Erdhäuser, die zwischen dem 12. und 20. Jahrhundert errichtet wurden und jeweils bis zu hunderte Bewohner aufnehmen können. Viele dieser Häuser wurden von Hakka-Gemeinschaften genutzt, die darin als Großfamilien strukturiert waren.

Im Juli 2008 nahm das Welterbekomitee Fujian Tulou in die Liste des Welterbes auf und stützte sich dabei auf Kriterien, die die Bauweise, die Verteidigungsfunktion und die Lebensform betreffen.Die Entscheidung hebt die großen, technisch ausgefeilten Erdbauten in den Bergtälern von Fujian als herausragende Form gemeinschaftlichen Wohnens hervor. Yongding ist dabei eines der Gebiete, in denen ein besonders hoher Anteil der als Welterbe anerkannten Gebäude liegt; dort bilden Tulou-Dörfer in den Tälern eine dichte Folge von Anlagen mit ähnlicher Struktur.

Fujian Tulou besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Tulou von Yongding liegen im Binnenland der Provinz Fujian in China und sind von größeren Städten der Region aus mit Regionalzügen und Überlandbussen erreichbar; ein wichtiger Zugangspunkt ist der Bahnhof Yongding sowie das Umland von Kleinstädten wie Hukeng.
  • Viele Tulou-Gruppen stehen in Hanglagen über den Tälern; ein Besuch umfasst Wege über Treppen, unbefestigte Pfade und Hofdurchgänge, sodass gutes Schuhwerk für kurze Anstiege und wechselnden Untergrund notwendig ist.
  • Die Region um Yongding ist landwirtschaftlich geprägt; Tulou-Dörfer liegen neben Reis- und Teefeldern, und von den Hängen aus ergeben sich weite Blicke über die Täler mit den Erdhäusern.
  • Amtssprache ist Chinesisch, gezahlt wird in Renminbi (Yuan).
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Fujian Tulou auf Social-Media-Plattformen

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Fujian Tulou: häufige Fragen

Wo liegen die Fujian Tulou von Yongding?

Die Tulou von Yongding liegen in der Provinz Fujian im Binnenland Südostchinas, in Bergtälern und Hügellandschaften, die sich über den Kreis Yongding erstrecken.

Was bietet ein Besuch der Fujian Tulou?

Ein Besuch führt durch mehrstöckige Erdhäuser mit geschlossenen Höfen, über Wege zwischen Reis- und Teefeldern und durch Dörfer, in denen traditionelle Hakka-Wohnformen und Landschaft eng zusammenstehen.

Was kennzeichnet Fujian Tulou architektonisch besonders?

Kennzeichnend sind die dicken Außenwände aus verdichteter Erde mit nur einem großen Tor, die mehrstöckigen Innenstrukturen mit seriellen Wohneinheiten und die Anordnung der Gebäude als geschlossene Hofanlagen in Bergtälern.

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