Fushimi Inari-Taisha Kyoto, Kyoto

Fushimi Inari-Taisha Kyoto: Durch 1.000 Torii in Japans Seelenlandschaft

20.05.2026 - 02:17:10 | ad-hoc-news.de

Fushimi Inari-Taisha Kyoto, der berühmte Inari-Schrein in Kyoto, Japan, fasziniert mit endlosen roten Torii. Was deutsche Reisende über Fushimi Inari Taisha wirklich wissen sollten – von Geschichte bis Besuchstipps.

Fushimi Inari-Taisha Kyoto, Kyoto, Reise
Fushimi Inari-Taisha Kyoto, Kyoto, Reise

Wer früh am Morgen die ersten Schritte durch die leuchtend roten Torii von Fushimi Inari-Taisha Kyoto setzt, spürt sofort: Dieser Ort ist mehr als nur eine Sehenswürdigkeit. Der Shint?-Schrein Fushimi Inari Taisha (sinngemäß „Großer Inari-Schrein von Fushimi“) in Kyoto ist ein eigenständiges Universum aus Farbe, Stille und Ritual – und eines der eindrucksvollsten Erlebnisse, die Japan Reisenden aus Deutschland bietet.

Fushimi Inari-Taisha Kyoto: Das ikonische Wahrzeichen von Kyoto

Fushimi Inari-Taisha Kyoto zählt zu den bekanntesten religiösen Stätten in ganz Japan. Der Schrein liegt am Fuß des heiligen Berges Inari im Süden von Kyoto und ist dem Reis- und Fruchtbarkeitsgott Inari gewidmet. Millionen Besucherinnen und Besucher wandern jedes Jahr durch die beinahe endlosen Reihen der sogenannten Senbon Torii – leuchtend orangene, eng hintereinander stehende Torii-Tore, die wie ein Tunnel durch den Bergwald führen.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) beschreibt Fushimi Inari Taisha in ihren Japan-Empfehlungen als eines der eindrücklichsten Symbole für Japans Shint?-Tradition. Auch Reisemagazine wie „GEO Saison“ und „Merian“ heben hervor, dass kaum ein anderes Motiv die Vorstellung von Kyoto so stark prägt wie die Torii-Gänge dieses Schreins. Für deutsche Reisende wird Fushimi Inari-Taisha Kyoto damit schnell zum emotionalen Zentrum einer Japanreise – ähnlich ikonisch wie der Kiyomizu-dera oder der Goldene Pavillon (Kinkaku-ji), aber noch immersiver erlebbar.

Was den Schrein besonders macht: Er ist kein Museum, sondern ein bis heute lebendiger Kultort. Anders als viele Tempel, die abends geschlossen werden, ist das Gelände nach übereinstimmenden Angaben der offiziellen Schreinverwaltung und japanischer Tourismusbehörden rund um die Uhr zugänglich. So lässt sich Fushimi Inari Taisha in Kyoto bei Sonnenaufgang ebenso erleben wie als mystisch ruhigen Ort in der Nacht.

Geschichte und Bedeutung von Fushimi Inari Taisha

Die Ursprünge von Fushimi Inari Taisha reichen weit zurück in die frühe japanische Geschichte. Offizielle Informationen des Schreins sowie das Japan National Tourism Organization (JNTO) datieren die Gründung auf das Jahr 711 n. Chr. in der Nara-Zeit. Damit ist Fushimi Inari-Taisha Kyoto deutlich älter als viele berühmte europäische Kathedralen und wurde rund 1.100 Jahre vor der Gründung des Deutschen Reichs von 1871 als Kultstätte etabliert.

Der Schrein ist dem Kami (Gottheit) Inari gewidmet, der im Shint?-Glauben traditionell mit Reis, Wohlstand, Landwirtschaft und später auch mit geschäftlichem Erfolg verbunden wird. In einer agrarisch geprägten Gesellschaft wie dem historischen Japan war Reis mehr als ein Nahrungsmittel – er stand für Leben, Stabilität und Reichtum. Deshalb entwickelte sich Inari zu einer der populärsten Gottheiten. Fushimi Inari Taisha gilt heute, wie das japanische Kulturministerium und die JNTO übereinstimmend betonen, als Hauptschrein („sohonsha“) von mehreren zehntausend Inari-Schreinen in ganz Japan.

Die heutige Anlage wurde in der frühen Edo-Zeit maßgeblich umgestaltet. Nach Angaben des Kyoto City Tourism Association und japanischer Kulturbehörden stammen zentrale Teile der Hauptgebäude aus dem Jahr 1499 bzw. aus späteren größeren Erneuerungen nach Bränden. Wie bei vielen Holzbauten Japans kam es im Lauf der Jahrhunderte immer wieder zu Zerstörungen und Wiederaufbauten, doch der Standort als heiliger Berg blieb unverändert.

In der Geschichte Japans spielte Fushimi Inari Taisha auch politisch eine Rolle: Adlige und später Samurai-Herrscher suchten hier laut historischen Quellen, die unter anderem von der Encyclopaedia Britannica und japanischen Geschichtswerken bestätigt werden, den Segen der Gottheit für Ernten, Kriege und politische Vorhaben. Bis heute pilgern Geschäftsleute, Bauern, Familien und Schüler zum Schrein, um für Erfolg, Gesundheit oder das Bestehen von Prüfungen zu beten.

Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist wichtig zu wissen: Shint? ist keine doktrinäre Religion im westlichen Sinn. Es gibt keine heilige Schrift vergleichbar mit Bibel oder Koran. Vielmehr geht es um die Präsenz von Kami in Natur und Dingen, um rituelle Reinheit und Dankbarkeit. Fushimi Inari-Taisha Kyoto macht diesen Zugang erfahrbar, etwa in Form von Reinigungsritualen mit Wasser (Temizuya) oder beim Kauf kleiner Holztafeln (Ema), auf denen persönliche Wünsche notiert und im Schrein aufgehängt werden.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Fushimi Inari Taisha ein eindrucksvolles Beispiel für klassische Schreinkunst in Japan. Die Hauptgebäude zeigen Elemente des sogenannten Nagare-zukuri-Stils, den das japanische Amt für Kulturerbe bei zahlreichen Shint?-Schreinen beschreibt: charakteristisch sind geschwungene Dächer, die sich nach vorne verlängern, sowie eine starke Verwendung von Holz und natürlichen Materialien. Die Bauten sind in einem kräftigen Rot-Orange (vermischt mit Zinnober) gestrichen, das im Shint? symbolisch für Schutz, Reinigung und Lebensenergie steht.

Besonders ikonisch sind die Fuchsfiguren (Kitsune), die überall auf dem Gelände auftauchen. Sie gelten als Boten der Inari-Gottheit. Häufig halten sie im Maul eine Schlüsselform oder eine Reisähre, wie die Schreinverwaltung und kulturhistorische Publikationen erläutern. Die Schlüssel symbolisieren dabei den Zugang zu den Reisspeichern, also auch zu Wohlstand und Versorgung. Für Reisende aus Deutschland wirkt dieser Fuchskult oft zunächst märchenhaft, ist aber tief in der Volksreligiosität Japans verankert.

Das weltbekannte Kernstück der Anlage ist jedoch der Weg über den Berg Inari, gesäumt von Tausenden Torii-Toren. Nach Angaben der Kyoto Tourism Association und des offiziellen Schreins bestehen allein am Hauptaufgang mehrere tausend dieser Torii, die von Firmen und Privatpersonen gestiftet wurden. Jedes Torii trägt auf der Rückseite in schwarzen Schriftzeichen den Namen des Stifters und das Datum der Stiftung. Unternehmen erhoffen sich davon geschäftlichen Erfolg, Privatpersonen Glück für die Familie oder bestimmte Lebensprojekte.

Der Begriff „Senbon Torii“ bedeutet wörtlich „tausend Torii“, doch tatsächlich sind es weit mehr. In Reiseführern wie dem ADAC Reisemagazin Japan und Marco Polo Japan wird darauf hingewiesen, dass der Weg auf den Berg – je nach Route – rund 4 bis 5 km lang ist und mehrere Stunden dauern kann, wenn man bis zu den oberen Aussichtspunkten gehen möchte. Die Torii sind aus Holz und mit einem Lackanstrich versehen, der regelmäßig erneuert wird. Dadurch entsteht das eindrucksvolle Spiel aus Licht und Schatten: Sonnenstrahlen dringen durch die schmalen Spalten, während das Orange-Rot der Torii den gesamten Weg in ein warmes, zugleich leicht surreal wirkendes Licht taucht.

Für Kunst- und Architekturinteressierte lohnt sich auch ein genauer Blick auf die Nebenheiligtümer und Altäre am Berg. Auf den Zwischenstationen finden sich kleinere Schreine, oft mit Stein-Torii, Moos bewachsenen Laternen (t?r?) und zahllosen Miniatur-Torii, die von Besucherinnen und Besuchern als Votivgaben aufgestellt wurden. Diese stark verdichtete Symbolik erinnert in ihrer Atmosphäre an barocke Votivkirchen in Süddeutschland oder Österreich – nur in einer ganz anderen, fernöstlichen Bildsprache.

UNESCO und ICOMOS führen Fushimi Inari-Taisha Kyoto selbst zwar nicht als eigenständige Welterbestätte, jedoch ist die Stadt Kyoto mit mehreren Tempeln und Schreinen Teil der UNESCO-Welterbeliste „Historische Monumente im alten Kyoto“. In Fachpublikationen wird Fushimi Inari Taisha regelmäßig als einer der bedeutendsten nicht-UNESCO-Schreine Kyotos hervorgehoben und oft in einem Atemzug mit den Welterbestätten genannt, wenn es um die Gesamtheit des kulturellen Erbes der Stadt geht.

Fushimi Inari-Taisha Kyoto besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Fushimi Inari-Taisha Kyoto liegt im Stadtbezirk Fushimi im Süden Kyotos, direkt am Hang des etwa 233 m hohen Berges Inari. Der Schrein ist laut der Kyoto City Tourism Association besonders gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Von der Bahnstation Inari der JR Nara Line sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Eingang. Von der Keihan-Linie (Station Fushimi-Inari) führt ein kurzer Fußweg durch Einkaufsstraßen zum Schrein.
  • Anreise aus Deutschland nach Kyoto
    Direktflüge aus Deutschland nach Kyoto gibt es nicht; der nächstgelegene internationale Großflughafen ist Osaka Kansai International Airport (KIX). Von Frankfurt, München oder Düsseldorf bestehen laut Angaben großer Fluggesellschaften wie Lufthansa, ANA und anderen Allianzen meist 1–2-stop-Verbindungen nach Osaka oder Tokio. Die reine Flugzeit von Deutschland nach Japan liegt – ohne Umsteigezeiten – ungefähr zwischen 11 und 13 Stunden.
    Von Osaka Kansai fährt der Zug (JR Haruka Express) in rund 75 Minuten nach Kyoto. Von Tokio erreicht man Kyoto komfortabel mit dem Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug in etwa 2,5 bis 3 Stunden. Reisende aus Deutschland können so Fushimi Inari-Taisha Kyoto meist am zweiten Reisetag besuchen, nachdem sie in Japan angekommen sind.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die offizielle Verwaltung von Fushimi Inari Taisha sowie japanische Tourismusbehörden betonen übereinstimmend, dass das Schreingelände grundsätzlich 24 Stunden täglich geöffnet ist. Die Hauptgebäude und bestimmte Einrichtungen (z. B. Büros für Amulette oder Pilgersiegel) haben jedoch eigene Servicezeiten, meist tagsüber. Öffnungszeiten können sich ändern – daher sollte man kurz vor der Reise die aktuellen Informationen direkt auf der offiziellen Website von Fushimi Inari-Taisha Kyoto oder über die Kyoto Tourism Association prüfen.
  • Eintritt
    Der Besuch des Schreingeländes und des Bergpfades ist nach übereinstimmenden Angaben von Kyoto Tourism und mehreren renommierten Reiseführern kostenlos. Spenden, der Kauf von Amuletten oder das Schreiben von Wunschtafeln sind freiwillig. Preise für Amulette und Votivtafeln werden in Japanischer Yen angegeben und können sich ändern; beispielhaft liegen kleinere Ema-Tafeln oft im Bereich von umgerechnet etwa 5–10 € (je nach Wechselkurs, in Yen vor Ort ausgewiesen). Wechselkurse schwanken, daher sollte vor der Reise der aktuelle Kurs geprüft werden.
  • Beste Reisezeit und beste Tageszeit
    Kyoto ist im Frühjahr zur Kirschblüte (meist Ende März bis Anfang April) und im Herbst während der Laubfärbung (meist November) besonders beliebt. In diesen Zeiten ist es bei Fushimi Inari-Taisha Kyoto entsprechend voll. Wer Menschenmassen vermeiden möchte, sollte nach Empfehlungen von Reiseführern und der Kyoto Tourism Association möglichst früh (vor 8:00 Uhr) oder am späten Abend kommen. Da das Gelände rund um die Uhr zugänglich ist, wählen viele Reisende die frühen Morgenstunden, wenn die Torii-Gänge noch relativ leer sind und das Licht besonders stimmungsvoll wirkt.
    Im Sommer kann es in Kyoto sehr heiß und feucht werden, mit Temperaturen deutlich über 30 °C. Für die Wanderung über den Inari-Berg werden daher leichte Kleidung, ausreichend Wasser und Sonnenschutz empfohlen. Im Winter ist es kühl bis kalt, aber meist schneefrei; die klare Luft sorgt dann für besonders gute Sicht von den Aussichtspunkten.
  • Dauer des Besuchs und Routen
    Für einen ersten Eindruck von Fushimi Inari Taisha genügt theoretisch eine Stunde, um die Hauptgebäude zu sehen und ein Stück durch die Senbon Torii zu gehen. Viele deutsche Reisende planen nach Angaben gängiger Japan-Reiseführer jedoch 2–3 Stunden ein, um zumindest einen Teil des Bergpfades zu erkunden.
    Wer den kompletten Rundweg über den Berg Inari gehen möchte, sollte inklusive Fotostopps eher 3–4 Stunden einplanen. Der Weg ist an einigen Stellen steil, aber technisch nicht schwierig. Gutes Schuhwerk ist trotzdem empfehlenswert, besonders bei Regen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    In Kyoto sind die Beschilderungen an wichtigen Sehenswürdigkeiten meist zweisprachig (Japanisch/Englisch). Fushimi Inari-Taisha Kyoto bildet hier keine Ausnahme: Wegweiser und Erklärtafeln sind meistens zumindest auf Englisch verfügbar. Deutschsprachige Informationen sind selten, daher helfen grundlegende Englischkenntnisse. Viele Japaner sprechen zwar nur begrenzt Englisch, sind aber erfahrungsgemäß sehr hilfsbereit.
    In Japan ist Bargeld (Yen) nach wie vor weit verbreitet, allerdings werden in größeren Geschäften und an Bahnhöfen auch internationale Kreditkarten akzeptiert. An kleinen Ständen rund um Fushimi Inari Taisha kann Bargeld praktischer sein. Mobile Payment (z. B. über Suica- oder IC-Karten, Apple Pay mit hinterlegter Kreditkarte) gewinnt an Bedeutung, die Akzeptanz variiert jedoch.
    Trinkgeld ist in Japan unüblich und kann sogar als unhöflich empfunden werden. Freundlichkeit ist Teil des Serviceverständnisses und im Preis inbegriffen. Wer sich bedanken möchte, tut dies am besten mit einem ehrlichen „Arigat? gozaimasu“ (Vielen Dank).
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Fushimi Inari-Taisha Kyoto ist ein heiliger Ort. Es gibt zwar keine strenge Kleiderordnung wie in manchen europäischen Kirchen, dennoch ist respektvolle, nicht zu freizügige Kleidung angemessen. Schultern und Knie müssen nicht zwingend bedeckt sein, aber extrem knappe Outfits sollten vermieden werden.
    Beim Betreten des eigentlichen Schreinbereichs ist es üblich, sich an der Wasserstelle die Hände zu reinigen. Viele Reiseführer erklären die Schritte: Zuerst die rechte Hand mit der Kelle waschen, dann die linke, etwas Wasser in die linke Hand geben, den Mund ausspülen (nicht aus der Kelle direkt trinken), und die Kelle zum Schluss aufrecht stellen, damit das restliche Wasser am Stiel hinunterläuft. Im Gebetsbereich verneigen sich Besucherinnen und Besucher, werfen eine Münze in die Opferkiste, läuten die Glocke, verneigen sich zweimal, klatschen zweimal in die Hände, sprechen ihr stilles Gebet und verneigen sich noch einmal.
  • Fotografieren
    Die Torii-Gänge von Fushimi Inari Taisha gehören zu den meistfotografierten Motiven Japans. Fotografieren ist auf dem Gelände grundsätzlich erlaubt, solange keine Verbote ausgeschildert sind und andere Gäste sowie religiöse Handlungen respektiert werden. In inneren Schreinbereichen oder bei Zeremonien kann das Fotografieren eingeschränkt oder untersagt sein; entsprechende Hinweise sollten unbedingt beachtet werden. Für Influencer- und Hochzeitsfotos gilt: keine Ausrüstung blockierend aufbauen, keine Wege versperren und rücksichtsvoll mit Pilgernden umgehen.
  • Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung
    Japan liegt in der Zeitzone Japan Standard Time (JST), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) üblicherweise um +8 Stunden voraus ist. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt die Zeitdifferenz +7 Stunden. Wer morgens in Kyoto durch die Torii läuft, hat also oft noch die späten Abendstunden des Vortages in Deutschland im Hinterkopf.
    Deutsche Staatsbürger sollten vor Antritt der Reise die aktuellen Einreisebestimmungen für Japan auf der Website des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de prüfen. Visaregeln, Einreiseformulare und Gesundheitsbestimmungen können sich ändern; verlässliche, aktuelle Informationen liefert das Auswärtige Amt sowie die japanische Botschaft in Berlin.

Warum Fushimi Inari Taisha auf jede Kyoto-Reise gehört

Für viele Reisende aus Deutschland wird Fushimi Inari-Taisha Kyoto zu einem der eindrücklichsten Momente der gesamten Japanreise. Der Weg durch die Torii-Tunnel vermittelt ein ganz eigenes Zeitgefühl: Man spürt den Wechsel von hell und dunkel, das rhythmische Klicken der Kameraauslöser, die Schritte anderer Besucher, das Rauschen der Zikaden im Sommer – und doch liegt über allem eine spezielle Stille, die trotz der Popularität des Ortes schwer in Worte zu fassen ist.

Auch kulturell bietet Fushimi Inari Taisha einen direkten Zugang zu japanischer Religiosität, der ohne Vorkenntnisse erlebbar ist. Anders als bei komplexen buddhistischen Lehrsystemen oder historisch-politischen Museen braucht es hier keine langen Erklärungen, um zu verstehen, dass es um Wünsche, Dankbarkeit, Schutz und Erfolg geht. Wer eine Wunschtafel beschriftet oder ein kleines Torii als Votivgabe kauft, nimmt an einem jahrhundertealten Ritual teil, das sich in die Gegenwart verlängert.

Die Lage in Kyoto macht den Besuch außerdem einfach in eine Rundreise integrierbar. In unmittelbarer Umgebung von Fushimi Inari-Taisha Kyoto lassen sich weitere Sehenswürdigkeiten erkunden, etwa der Sake-Bezirk Fushimi mit seinen traditionellen Brauereien oder der T?fuku-ji-Tempel, der insbesondere für seine Herbstfärbung berühmt ist. Viele Reisende kombinieren einen frühen Besuch bei Sonnenaufgang am Inari-Schrein mit einem Vormittag in T?fuku-ji und einem Nachmittag in Higashiyama, der historischen Altstadt Kyotos.

Für ein deutschsprachiges Publikum ist Fushimi Inari Taisha zudem ein Ort, der bekannte Japanbilder spürbar macht: Anime, Filme, Serien und Social-Media-Feeds haben die Torii-Gänge längst ikonisiert. Vor Ort zeigt sich dann, wie sehr diese Motive auf einem realen, lebendigen Kultort basieren. Wer das Rot der Torii im wechselnden Licht erlebt, versteht, warum der Schrein zu den meistfotografierten Orten des Landes zählt – und warum er in vielen Japan-Ranglisten ganz oben steht, ohne dass er auf touristische Superlative angewiesen wäre.

Fushimi Inari-Taisha Kyoto in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Medien ist Fushimi Inari-Taisha Kyoto längst zum visuellen Star geworden. Reisevideos auf YouTube zeigen Zeitraffer der Torii-Gänge vom Morgengrauen bis in die Nacht, auf Instagram und TikTok dominieren Perspektiven, in denen die orangenen Tore wie ein endloser Tunnel wirken. Gleichzeitig berichten in deutschsprachigen Online-Magazinen und Reiseführern viele Autorinnen und Autoren von stillen Momenten abseits der Hauptwege – eine Erinnerung daran, dass hinter dem Fotomotiv immer noch ein heiliger Ort steht.

Häufige Fragen zu Fushimi Inari-Taisha Kyoto

Wo liegt Fushimi Inari-Taisha Kyoto genau?

Fushimi Inari-Taisha Kyoto befindet sich im Stadtbezirk Fushimi im SĂĽden der Stadt Kyoto auf der Insel Honsh? in Japan. Der Schrein liegt am FuĂź des Berges Inari und ist ĂĽber die Bahnstation Inari der JR Nara Line oder die Station Fushimi-Inari der Keihan-Linie in wenigen Gehminuten erreichbar.

Wie alt ist Fushimi Inari Taisha und welche Bedeutung hat der Schrein?

Nach offiziellen Angaben wurde Fushimi Inari Taisha im Jahr 711 n. Chr. gegründet, also in der Nara-Zeit. Der Schrein ist dem Shint?-Gott Inari gewidmet, der für Reis, Fruchtbarkeit, Wohlstand und geschäftlichen Erfolg steht. Fushimi Inari-Taisha Kyoto gilt als Hauptschrein eines landesweiten Netzwerks von Inari-Schreinen und ist bis heute ein wichtiger Pilger- und Gebetsort für Menschen aus ganz Japan.

Was macht Fushimi Inari-Taisha Kyoto so besonders im Vergleich zu anderen Schreinen?

Die größten Besonderheiten sind die tausenden leuchtend roten Torii-Tore, durch die Besucherinnen und Besucher über mehrere Kilometer den Berg Inari hinaufwandern können, sowie die vielen Fuchsfiguren, die als Boten der Gottheit Inari gelten. Der Schrein ist zudem rund um die Uhr frei zugänglich, was einzigartige Besuche bei Sonnenaufgang, nach Einbruch der Dunkelheit oder in den ruhigeren Nachtstunden ermöglicht.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr einen Besuch einplanen?

Für einen kurzen Eindruck von Fushimi Inari-Taisha Kyoto mit Besuch der Hauptgebäude und eines Abschnitts der Senbon Torii reicht etwa eine Stunde. Wer den gesamten Rundweg über den Berg Inari laufen möchte, sollte 3–4 Stunden einplanen, inklusive Pausen und Fotostopps. Viele Reisende aus Deutschland kombinieren den Schrein mit weiteren Sehenswürdigkeiten in Kyoto und reservieren daher einen halben Tag oder mehr.

Welche Jahreszeit ist fĂĽr eine Reise nach Fushimi Inari Taisha besonders geeignet?

Beliebt sind der Frühling während der Kirschblüte und der Herbst zur Laubfärbung, wenn Kyoto insgesamt in sehr intensiven Farben leuchtet. In diesen Zeiten ist es jedoch oft sehr voll. Wer es ruhiger mag, kann auch im Winter reisen, wenn die Luft klar ist und die Besucherzahlen etwas niedriger sind. Unabhängig von der Jahreszeit ist der frühe Morgen oder späte Abend meist die angenehmste Tageszeit für einen Besuch.

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