Geirangerfjorden, Norwegen

Geirangerfjorden: Felswände, Wasserfälle und Gletscherformen

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 13:43 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Geirangerfjorden verbindet das Dorf Geiranger mit steilen Felswänden, Wasserfällen und einer Landschaft, deren Spuren weit zurückreichen

Pop-Art-Comic von Geirangerfjord in Geiranger, Norwegen mit Rasterpunkten
Pop-Art-Comicillustration des Wahrzeichens Geirangerfjord in Geiranger Norwegen, kraeftige Konturen Rasterpunkte und satte Farben, Illustration mit AI erstellt.

Der Geirangerfjorden endet am Dorf Geiranger und zieht sich als schmaler Meeresarm durch die Bergwelt von Møre og Romsdal in Norwegen. Steile Felswände, frei fallende Wasserfälle und eine durch Gletscher geprägte Landschaft bestimmen das Bild.

Ein Fjord zwischen Meerwasser und Hochgebirge

Der Geirangerfjorden ist ein Seitenarm des Sunnylvsfjorden und gehört damit zum weit verzweigten Storfjord-System. Zwischen Hellesylt und Geiranger erstreckt sich der Fjord über rund 15 Kilometer. Am inneren Ende mündet der Fluss Geirangelva in das Wasser.

Die Felswände steigen unmittelbar aus dem Fjord auf. Ihre kristallinen Gesteine bilden steile Hänge, schmale Rinnen und hoch gelegene Plateaus. An mehreren Stellen erreichen die Bergwände Höhen von deutlich über 1.000 Metern über dem Meeresspiegel. Der Gegensatz zwischen der schmalen Wasserfläche und den aufragenden Bergen prägt jede Ansicht des Fjords.

Das Wasser des Geirangerfjorden steht in Verbindung mit dem offenen Fjordsystem an der norwegischen Küste. Die Landschaft reicht damit vom Dorf Geiranger über den Fjord und seine Seitenhänge bis zu den höheren Bergregionen rund um Sunnmøre.

Gletscher formten die steilen Seitenwände

Die heutige Fjordlandschaft entstand über mehrere Eiszeiten. Gletscher vertieften vorhandene Täler, verbreiterten ihre Querschnitte und hinterließen tiefe Trogtäler mit steilen Flanken. Nach dem Rückzug des Eises füllte Meerwasser die übertiefen Täler.

Der Geirangerfjorden gehört zur westnorwegischen Fjordlandschaft, deren geologische Formen besonders klar sichtbar sind. Die UNESCO führt den Geirangerfjorden gemeinsam mit dem Nærøyfjorden als Weltnaturerbe westnorwegische Fjordlandschaft. Die Aufnahme erfolgte am 14. Juli 2005.

Fels, Wasser und Eis bilden am Geirangerfjorden eine zusammenhängende Landschaft. An den Hängen wechseln nackte Felsflächen mit Laub- und Nadelwald. Gletscherseen, Flüsse und schroffe Bergkämme gehören ebenso zum Naturraum wie die tief eingeschnittene Wasserstraße.

Die UNESCO-Beschreibung nennt Felswände, die bis zu 1.400 Meter über dem Meeresspiegel aufragen und sich mehrere hundert Meter unter dessen Niveau fortsetzen. Damit wird die vertikale Dimension des Fjords auch geologisch sichtbar.

Wasserfälle und Spuren menschlicher Nutzung

Mehrere Wasserfälle stürzen aus den Seitenhängen des Geirangerfjorden in Richtung Wasser. Die bekanntesten sind die Sieben Schwestern, der Freier und der Brautschleier. Ihre norwegischen Namen lauten De syv søstrene, Friaren und Brudesløret.

Die Sieben Schwestern liegen an einer steilen Felswand und bestehen aus mehreren voneinander getrennten Wasserläufen. Gegenüber befindet sich der Freier. Der Brautschleier fällt über eine Felskante und erscheint als schmaler Wasserzug vor dem dunklen Gestein.

Auf den Hängen liegen verlassene Bergbauernhöfe. Zu den bekannten Anlagen zählen Skageflå und Knivsflå. Die Gebäude stehen auf schmalen Terrassen über dem Fjord und erinnern an eine Nutzung der steilen Landschaft durch Landwirtschaft.

Die Höfe gehören zur Kulturgeschichte des Geirangerfjorden. Ihre Lage zeigt, wie eng die Siedlungsformen an Fels, Hang und Wasser gebunden waren. Das Landschaftsbild besteht daher aus Naturformen und sichtbaren Spuren menschlicher Arbeit.

Der Geirangerfjorden gehört seit 2005 gemeinsam mit dem Nærøyfjorden zum UNESCO-Weltnaturerbe Geirangerfjord und Nærøyfjord. Die Auszeichnung bezieht sich auf die außergewöhnliche natürliche Fjordlandschaft im Westen Norwegens.

Geirangerfjorden besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Der Fjord liegt in der Region Sunnmøre im SĂĽdwesten Norwegens. Geiranger befindet sich am inneren Ende; Hellesylt liegt am äuĂźeren Abschnitt der bekannten Fjordstrecke.
  • Der Ort ist ĂĽber StraĂźen, Fährverbindungen und Schiffsverkehr im Fjordgebiet erreichbar. Die Landschaft umfasst steile Felsufer, Wasserflächen und Bergterrassen.
  • Wanderwege fĂĽhren zu Aussichtspunkten und zu den historischen Höfen an den Hängen. Dabei gehören Steigungen, unebenes Gelände und ausgesetzte Abschnitte zum Gelände.
  • Amtssprache ist Norwegisch, gezahlt wird in Norwegischen Kronen.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂĽrger prĂĽfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Geirangerfjorden: häufige Fragen

Wo liegt der Geirangerfjorden?

Der Geirangerfjorden liegt in Sunnmøre im norwegischen Verwaltungsbezirk Møre og Romsdal. Das Dorf Geiranger befindet sich an seinem inneren Ende.

Was bietet ein Besuch am Geirangerfjorden?

Zu sehen sind steile Felswände, Wasserfälle, Bergbauernhöfe und eine durch mehrere Eiszeiten geformte Fjordlandschaft. Aussichtspunkte und Wege erschließen die Hänge.

Wodurch ist der Geirangerfjorden gekennzeichnet?

Der Fjord ist rund 15 Kilometer lang und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Westnorwegische Fjorde. Kennzeichnend sind die Sieben Schwestern, der Freier und der Brautschleier.

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