Giffey-Berater raten zu Weiterlernen in den Sommerferien
Veröffentlicht: 16.04.2020 um 08:59 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Das Land brauche über den Sommer bis zum Herbst ein breit angelegtes Begleitungs- und Bildungsangebot für die Schüler. Es müsse in hoher Qualität konzipiert werden und benötige eine starke gesellschaftliche Solidarität, so das Fachgremium in einem Papier, über das die NBD-Zeitungen (Neue Berliner Redaktionsgesellschaft) in ihren Donnerstagsausgaben berichten. Die einzelnen Angebote seien dabei jeweils vor Ort zu organisieren. Man könne dabei an erprobte Konzepte anknüpfen, denn es gebe bereits bewährte Formen der Kooperation, so die Experten. Sicherlich entstünde aber zusammen mit den Schülerinnen und Schülern auch Neues, das sich auf den Weg bringen lasse. Jörg M. Fegert gehört zu den Autoren, die das Ministerium von Franziska Giffey beraten. Er spricht sich zusätzlich für flexiblere Ferientermine aus. Das Raster der Kultusministerkonferenz „stur durchzuziehen“ bezeichnete der Kinder- und Jugendpsychiater hingegen als kontraproduktiv. Natürlich dürften die Ferien deswegen nicht ausfallen. Die Zeit mit der Familie sei für die Kinder und Jugendlichen wichtig. Auch sollten sie ausreichend Zeit für selbstbestimmte Aktivitäten und die Erholung erhalten, heißt es im vorliegenden Denkanstoß von Fegert und den Ko-Autorinnen Sabine Andresen (Erziehungswissenschaftlerin), Michaela Kreyenfeld (Soziologin) und Birgit Leyendecker (Psychologin).
Für die Finanzierung schlägt das Gremium vor, Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket anzuzapfen, das die Bundesregierung schon vor längerer Zeit aufgelegt hat. In diesem sei zwar die Ferienbetreuung noch nicht vorgesehen, so Fegert. Jedoch habe man schließlich durch die Coronakrise viel Geld unter anderem für die Schulspeisung und ähnliche Aufgaben eingespart. Es seien also Mittel da, die man vernünftig für die Unterstützung der Familien einsetzen könne. Die vier ForscherInnen wollen die angestoßene Debatte zur Feriengestaltung vorantreiben. Der entscheidende Impuls kam am Mittwoch (15. April 2020) nach der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Runde hatte sich darauf verständigt, die Schulen nur allmählich in mehreren Schritten wieder zu öffnen. Die Autoren des vorliegenden Papiers verweisen nun darauf, dass eine Normalität bei einem allmählichen Hochfahren des Systems nicht sehr schnell erreicht werden könne. Die gestaffelte Sommerferienplanung sei aber unstrittig. Dafür benötige man schon für die kommenden Sommerferien 2020 dringend einen Plan.
Für die Finanzierung schlägt das Gremium vor, Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket anzuzapfen, das die Bundesregierung schon vor längerer Zeit aufgelegt hat. In diesem sei zwar die Ferienbetreuung noch nicht vorgesehen, so Fegert. Jedoch habe man schließlich durch die Coronakrise viel Geld unter anderem für die Schulspeisung und ähnliche Aufgaben eingespart. Es seien also Mittel da, die man vernünftig für die Unterstützung der Familien einsetzen könne. Die vier ForscherInnen wollen die angestoßene Debatte zur Feriengestaltung vorantreiben. Der entscheidende Impuls kam am Mittwoch (15. April 2020) nach der Konferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Runde hatte sich darauf verständigt, die Schulen nur allmählich in mehreren Schritten wieder zu öffnen. Die Autoren des vorliegenden Papiers verweisen nun darauf, dass eine Normalität bei einem allmählichen Hochfahren des Systems nicht sehr schnell erreicht werden könne. Die gestaffelte Sommerferienplanung sei aber unstrittig. Dafür benötige man schon für die kommenden Sommerferien 2020 dringend einen Plan.
Redaktion ad-hoc-news.de, A-055824
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