Goldener Felsen Kyaiktiyo, Kyaiktiyo Pagoda

Goldener Felsen Kyaiktiyo: Myanmars schwebendes Wunder entdecken

20.05.2026 - 18:25:31 | ad-hoc-news.de

Der Goldene Felsen Kyaiktiyo bei Kyaikto in Myanmar, die legendäre Kyaiktiyo Pagoda, zieht Pilger und Reisende in seinen Bann. Was macht diesen schimmernden Felsblock so magisch – und was sollten Besucher aus Deutschland wissen?

Goldener Felsen Kyaiktiyo, Kyaiktiyo Pagoda, Myanmar
Goldener Felsen Kyaiktiyo, Kyaiktiyo Pagoda, Myanmar

Wenn die Sonne hinter den Hügeln von Kyaikto versinkt und der Goldene Felsen Kyaiktiyo zu glühen beginnt, wirkt es, als schwebe er jeden Moment in die Tiefe. Die Kyaiktiyo Pagoda (wörtlich „Pagode von Kyaiktiyo“) thront wie ein goldenes Flämmchen auf einem Felsblock, der nur auf einer winzigen Auflagefläche den Berg berührt – ein Anblick, der seit Jahrhunderten Pilger in Myanmar bewegt und heute auch Reisende aus aller Welt fasziniert.

Goldener Felsen Kyaiktiyo: Das ikonische Wahrzeichen von Kyaikto

Der Goldene Felsen Kyaiktiyo ist eines der bekanntesten religiösen Wahrzeichen Myanmars und zählt fĂĽr viele Burmesen zu den wichtigsten buddhistischen Pilgerzielen des Landes. Die Kulisse ist dramatisch: Ein etwa hausgroĂźer, mit Blattgold bedeckter Felsblock liegt scheinbar frei auskragend am Rand eines Berggipfels auf rund 1.100 m Höhe ĂĽber dem Meeresspiegel, mit weitem Blick ĂĽber die bewaldeten HĂĽgel des Mon-Staates. Auf dem Fels sitzt ein kleiner, goldener Stupa – die eigentliche Kyaiktiyo Pagoda.

Internationale Reiseführer wie das „ADAC Reisemagazin“ und GEO Saison beschreiben den Goldenen Felsen als eine der eindrucksvollsten buddhistischen Heiligtümer Südostasiens. Auch der deutsche Auslandssender Deutsche Welle verweist immer wieder auf die starke religiöse Bedeutung des Orts für Myanmars Buddhisten. Gerade für Reisende aus Deutschland, die vielleicht Angkor Wat in Kambodscha oder den Shwedagon-Pagodenhügel in Yangon kennen, bietet Kyaiktiyo eine überraschend intime, fast mystische Atmosphäre – weniger monumental, aber emotional sehr dicht.

Besonders eindrĂĽcklich ist der Besuch in den Abendstunden: Wenn Hunderte Pilger Kerzen entzĂĽnden, leise Gebete murmeln und das goldene Gestein im Halbdunkel schimmert, verschwimmen die Grenzen zwischen Naturerlebnis und spirituellem Ritual. Der Felsen wirkt dann wie ein leuchtendes Schiff ĂĽber einem Meer aus Bergen.

Geschichte und Bedeutung von Kyaiktiyo Pagoda

Historische Quellen zu Kyaiktiyo sind eine Mischung aus Legende und nachträglicher Überlieferung. Laut der offiziellen Tourismusbehörde Myanmars und einschlägigen Beschreibungen etwa in National Geographic (englische Ausgabe) reicht der Ursprung der Kyaiktiyo Pagoda bis in die Frühzeit des Theravada-Buddhismus in der Region zurück. Zuverlässig datierbare Inschriften fehlen; der Ort wird jedoch traditionell als mehrere Jahrhunderte alt beschrieben.

Die bekannteste Legende berichtet, dass ein Einsiedler-Mönch von Buddha persönlich eine Haarreliquie erhielt. Er habe diese einem König übergeben, der halb Mensch, halb Nats (Geistwesen) gewesen sein soll. Dieser König fand einen Felsen, der dem Kopf des Einsiedlers ähnelte, und legte Buddhas Haarreliquie in einen kleinen Stupa auf dem Stein. Die Haarsträhne, so heißt es, sei die magische Kraft, die den Felsen im Gleichgewicht hält und vor dem Absturz bewahrt. Offizielle Informationsbroschüren, etwa der Myanmar Tourism Marketing Organisation, nehmen ausdrücklich auf diese Legende Bezug, ohne sie historisch zu behaupten.

Für Buddhisten in Myanmar ist Kyaiktiyo einer der drei wichtigsten Pilgerorte des Landes – neben der Shwedagon-Pagode in Yangon und der Mahamuni-Pagode in Mandalay. Mehrere renommierte Reiseführer, darunter Marco Polo und Lonely Planet (engl.), betonen diese Dreiergruppe. Die Kyaiktiyo Pagoda steht damit auf einer Stufe mit den bedeutendsten Heiligtümern des Landes, auch wenn sie architektonisch viel kleiner ist.

In der Geschichte Myanmars spielte der Goldene Felsen weniger eine politische als eine religiöse Rolle. Verschiedene Könige und regionale Herrscher unterstützten über Jahrhunderte Renovierungen und Erweiterungen der Anlage – ähnlich wie in Europa Fürsten und Städte die großen Kathedralen finanzierten. Im 20. Jahrhundert wurden Wege, Pilgerunterkünfte und Zugangsstraßen ausgebaut, um den wachsenden Pilgerstrom aufnehmen zu können. Seit der vorsichtigen Öffnung Myanmars für internationalen Tourismus in den 1990er- und 2000er?Jahren rückte Kyaiktiyo auch als Reiseziel für ausländische Gäste stärker in den Fokus.

Für die Bevölkerung des Mon-Staates ist Kyaiktiyo ein identitätsstiftender Ort. Die ethnische Gruppe der Mon zählt zu den ältesten buddhistischen Gemeinschaften in Südostasien. Kyaiktiyo verbindet ihre regionale Tradition mit der landesweiten Verehrung Buddhas und ist damit ein spirituelles Bindeglied zwischen lokaler Kultur und der Mehrheitsreligion des Landes.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch wirkt die Kyaiktiyo Pagoda zunächst unscheinbar: Der Stupa auf dem Felsen ist nur rund 7 m hoch, deutlich kleiner als etwa der 99 m hohe Shwedagon-Stupa in Yangon. Die Wirkung des Goldenen Felsens Kyaiktiyo entsteht jedoch aus der Kombination von Landschaft, Statik und religiöser Symbolik.

Der Felsblock selbst ist von Pilgern über Jahrzehnte, wahrscheinlich über Jahrhunderte hinweg, mit Blattgold beklebt worden. Ähnlich wie an der Mahamuni-Statue in Mandalay ist es Männern gestattet, hauchdünne Goldblättchen anzubringen, wodurch die Oberfläche unregelmäßig und reliefartig schimmert. Frauen dürfen den Felsen aus religiösen Gründen nicht direkt berühren und müssen einen kleinen Sicherheitsabstand einhalten, was auch offizielle Hinweisschilder im Heiligtum betonen.

Die Statik des Felsens ist eines der großen Rätsel für Besucher. Fotos und Videos zeigen, dass er tatsächlich nur mit einem kleinen Teil seine Untergrundplatte berührt und einen deutlichen Überhang bildet. Geologen gehen – wie in verschiedenen Reportagen der BBC und von Reuters angedeutet – davon aus, dass eine Kombination aus natürlicher Verwitterung, Reibung sowie einer versteckten Auflagefläche im Inneren des Felsens für die Stabilität sorgt. Konkrete technische Untersuchungen werden von den Behörden aus Respekt vor der Heiligkeit des Ortes kaum veröffentlicht, weshalb die Legende von der Haarreliquie im Bewusstsein vieler Gläubiger die überzeugendere Erklärung bleibt.

Rund um den Felsen erstreckt sich eine Anlage aus Terrassen, Gebetshallen, Klöstern und Pilgerunterkünften. Die Architektur kombiniert traditionelle myanmarische Holzbauten mit modernen Betonstrukturen. Dächer mit mehrfach gestuften Giebeln und vergoldeten Finialen erinnern an andere Pagoden des Landes. Abends sind die Terrassen von unzähligen Kerzen, Öllämpchen und manchmal auch Neonröhren erleuchtet – eine Mischung aus alt und neu, die für Südostasien typisch ist.

Auffällig sind auch die zahlreichen kleinen Schreine entlang des Pilgerwegs, in denen Statuen von Buddha, Nats und mythischen Figuren verehrt werden. Die Bildsprache ist für europäische Augen zunächst ungewohnt: Grelle Farben, reich vergoldete Figuren, Blumenopfer, Räucherstäbchen – und dazwischen Pilger, die beten, meditieren oder einfach die Aussicht genießen. Kunsthistoriker, etwa aus Publikationen des „Museum Rietberg Zürich“ und des „Museum für Asiatische Kunst“ in Berlin, ordnen diese Formen dem Theravada-Buddhismus mit starkem Volksglauben-Einschlag zu, wie er in Myanmar, Thailand oder Laos weit verbreitet ist.

Für deutsche Besucher ist der Goldene Felsen Kyaiktiyo damit weniger eine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinne als ein ganzheitlicher Kultur- und Religionsraum. Vieles erschließt sich erst, wenn man still beobachtet: Männer, die im Schneidersitz Mantras murmeln, Familien, die gemeinsam auf dem Boden ein Picknick teilen, junge Paare, die Selfies vor dem Felsen machen – Spiritualität und Alltag liegen hier dicht beieinander.

Goldener Felsen Kyaiktiyo besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Goldene Felsen Kyaiktiyo liegt im Mon-Staat im SĂĽden Myanmars, nahe der Kleinstadt Kyaikto, rund 160–190 km östlich von Yangon. Die offizielle Website des myanmarischen Tourismusministeriums und internationale Reiseanbieter nennen ĂĽbereinstimmend eine Fahrzeit von etwa 4 bis 5 Stunden im Auto oder Bus von Yangon aus – je nach Verkehr und StraĂźenzustand. FĂĽr Reisende aus Deutschland fĂĽhrt der praktischste Weg zunächst nach Yangon, das von groĂźen europäischen Drehkreuzen meist mit Zwischenstopp im Mittleren Osten oder in SĂĽdostasien erreichbar ist. Typische Umsteigepunkte sind Doha, Dubai, Bangkok oder Singapur. Die Gesamtflugzeit ab Frankfurt oder MĂĽnchen liegt inklusive Umstieg erfahrungsgemäß bei deutlich ĂĽber 12 Stunden.
  • Weiterfahrt ab Yangon
    Ab Yangon verkehren Ăśberlandbusse und private Fahrer nach Kyaikto bzw. zum Ort Kinpun, dem „Base Camp“ am FuĂź des Pilgerberges. Aktuelle Fahrpläne und Anbieter ändern sich jedoch regelmäßig, weshalb seriöse ReisefĂĽhrer und auch der ADAC empfehlen, Transport und UnterkĂĽnfte ĂĽber vertrauenswĂĽrdige Agenturen oder Hotels organisieren zu lassen. Von Kinpun aus fahren offene Lastwagen mit Sitzbänken auf der Ladefläche in rund 30 bis 45 Minuten ĂĽber eine steile, kurvenreiche StraĂźe zur Bergstation nahe des Felsens. Vor Ort stehen zudem Träger- und Sänftendienste zur VerfĂĽgung, die insbesondere von älteren oder körperlich eingeschränkten Pilgern genutzt werden.
  • Ă–ffnungszeiten
    Der Pilgerbereich rund um den Goldenen Felsen ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich; viele Pilger bleiben über Nacht. Da sich lokale Regelungen jedoch ändern können – etwa infolge politischen Geschehens, Sicherheitsbestimmungen oder Witterung – weisen offizielle Stellen darauf hin, sich vor der Reise aktuell zu informieren. Öffnungszeiten von Bergbahn, Lastwagen-Transporten und einzelnen Tempelgebäuden können variieren. Es empfiehlt sich, die Informationen direkt vor Ort, über Hotels oder über die offiziellen Tourismuskanäle Myanmars zu prüfen.
  • Eintritt und GebĂĽhren
    Für ausländische Besucher wird in der Regel eine Pilger- bzw. Eintrittsgebühr erhoben, die sich im Laufe der Jahre mehrmals geändert hat. Da verlässliche, tagesaktuelle Angaben schwer zu bestätigen sind und Wechselkurse starken Schwankungen unterliegen, sollten Reisende mit einem moderaten Betrag im Bereich weniger Euro rechnen und vor Ort auf aktuelle Hinweistafeln achten. Zusätzliche Kosten können für Kamera- oder Videogebühren sowie für Transportmittel (Lastwagen, Sänften) anfallen. Es ist ratsam, ausreichende Bargeldreserven in der Landeswährung Myanmar-Kyat mitzuführen; Kartenzahlung ist insbesondere in ländlichen Gebieten des Landes nicht überall möglich.
  • Beste Reisezeit und Klima
    Myanmar hat ein tropisches Monsunklima mit einer ausgeprägten Regenzeit. FĂĽr einen Besuch des Goldenen Felsen Kyaiktiyo empfehlen renommierte ReisefĂĽhrer und Reiseportale meist die Trockenzeit von etwa November bis Februar. In diesen Monaten ist es im Hochland vergleichsweise angenehm, die Luftfeuchtigkeit geringer und die Sicht oft klar. In den heiĂźeren Monaten März und April können die Temperaturen deutlich ĂĽber 30 Â°C steigen, und der Aufstieg oder die Fahrt auf den Berg wird körperlich anstrengender. Während der Regenzeit von etwa Mai bis Oktober mĂĽssen Besucher mit starken Schauern, rutschigen Wegen und gelegentlichen Beeinträchtigungen des Transports rechnen. Unabhängig von der Jahreszeit kann es am Abend auf dem Gipfel merklich kĂĽhler und windig werden – eine leichte Jacke oder ein Tuch im Rucksack ist sinnvoll.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Myanmar nutzt die Zeitzone Myanmar Time (MMT), die 5,5 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) liegt. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt die Differenz 4,5 Stunden. Dies ist fĂĽr die Planung von FlĂĽgen, Hotel-Check-ins und Telefonaten nach Deutschland wichtig; viele ReisefĂĽhrer empfehlen, gerade bei AnkĂĽnften am frĂĽhen Morgen genĂĽgend Pufferzeit zum Ausruhen einzuplanen.
  • Sprache und Kommunikation
    Amtssprache ist Birmanisch (Myanmar). In Yangon und in touristischen Einrichtungen sprechen viele Menschen zumindest grundlegendes Englisch, im Mon-Staat und in ländlichen Gebieten kann die Verständigung jedoch schwieriger sein. Deutsch wird nur selten gesprochen. Reisende aus Deutschland sollten sich daher auf Englisch als Verkehrssprache einstellen und gegebenenfalls eine Übersetzungs-App oder ein kleines Sprachhandbuch nutzen. Höfliche Gesten, ein Lächeln und grundlegende Begriffe wie „Mingalaba“ (Gruß) werden sehr geschätzt.
  • Zahlung, Bargeld und Trinkgeld
    Myanmar war lange Zeit eine stark bargeldorientierte Gesellschaft. Auch wenn sich die Situation teilweise verändert hat, sollten Reisende davon ausgehen, dass außerhalb großer Städte wie Yangon Kartenzahlungen nicht zuverlässig möglich sind. Von deutschen Banken ausgegebene Kreditkarten werden nicht überall akzeptiert, und Geldautomaten können im ländlichen Bereich rar sein oder zeitweise nicht funktionieren. Es empfiehlt sich, ausreichend Bargeld in Euro mitzunehmen und dieses vor Ort in offiziellen Wechselstuben oder Banken in Myanmar-Kyat umzutauschen. Beim Trinkgeld gelten keine starren Regeln; kleine Beträge für Fahrer, Guides, Hotelpersonal oder Sänftenträger werden jedoch gern angenommen und sind – ähnlich wie in anderen Ländern Südostasiens – Ausdruck von Wertschätzung.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Der Goldene Felsen Kyaiktiyo ist ein heiliger Ort. Offizielle Hinweise sowie Empfehlungen deutscher und internationaler Reiseführer betonen: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Schuhe und Socken sind vor dem Betreten der heiligen Bereiche auszuziehen. Körperkontakt mit Buddha-Statuen ist zu vermeiden; das Sitzen mit ausgestreckten Füßen in Richtung eines Altars gilt als respektlos. Männer dürfen in einen kleinen, abgetrennten Bereich dicht an den Felsen herantreten, um Goldblättchen aufzubringen; Frauen müssen einen gewissen Abstand einhalten. Dies ist Teil der lokalen religiösen Tradition. Fotografieren ist im Außenbereich in der Regel erlaubt, in bestimmten Schreinen oder Innenräumen jedoch eingeschränkt – Hinweisschilder und Anweisungen des Personals sollten unbedingt beachtet werden.
  • Gesundheit, Sicherheit und Einreisebestimmungen
    Myanmar erlebt seit einigen Jahren politische Spannungen und vereinzelt Sicherheitsprobleme in verschiedenen Landesteilen. Seriöse Medien wie die ARD-Tagesschau und das Auswärtige Amt weisen darauf hin, dass sich die Lage regional und kurzfristig ändern kann. Deutsche Staatsbürger sollten daher vor einer Reise nach Myanmar – und insbesondere in den Mon-Staat – unbedingt die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Angaben zu Einreisebestimmungen, Visumspflicht, empfohlenen Impfungen und möglichen Einschränkungen. Für Reisen außerhalb der EU empfiehlt sich generell eine Auslandskrankenversicherung, die einen Rücktransport nach Deutschland einschließt. Wie bei allen Fernreisen nach Südostasien sind ein aktueller Impfschutz, sorgfältige Hygienemaßnahmen und eine individuelle Beratung durch einen Tropenmediziner sinnvoll.

Warum Kyaiktiyo Pagoda auf jede Kyaikto-Reise gehört

Wer Myanmar nur über die großen Städte Yangon und Mandalay oder über das klassische Tempelfeld von Bagan kennt, erlebt am Goldenen Felsen Kyaiktiyo eine andere, persönlichere Seite des Landes. Der Weg hinauf – mit dem Lastwagen, zu Fuß oder in der Sänfte – führt durch dichte Vegetation, vorbei an kleinen Dörfern, Verkaufsständen und provisorischen Teehäusern. Bereits hier zeigt sich das Alltagsleben im Mon-Staat: Straßenhunde dösen im Schatten, Kinder spielen am Straßenrand, Händler bieten Obst, Snacks und Blumen für Opfergaben an.

Oben angekommen, öffnet sich eine weite Plattform mit rundum verlaufenden Terrassen. Die Luft ist kühler, der Wind trägt Gebetsgesänge, Glocken und das zufällige Knattern eines Generators. Der Felsen selbst dominiert die Szenerie – eine goldene Masse, die bei jeder Schrittveränderung ihren Eindruck wandelt. Aus der Nähe sieht man die Unebenheiten der Goldblättchen, Ritzen und Vertiefungen, in denen Kerzenwachs und Blütenblätter kleben. Aus der Ferne wirkt alles glatt, fast abstrakt, wie ein Sinnbild für Zuversicht, das über dem Tal schwebt.

Für Reisende aus Deutschland kann der Besuch zudem ein seltener Einblick in gelebten Theravada-Buddhismus sein. Anders als in manchen touristisch stark überformten Tempelanlagen in Thailand hat Kyaiktiyo trotz wachsender Besucherzahlen viel von seiner Rolle als „echter“ Pilgerort behalten. Menschen kommen aus allen Teilen Myanmars, um zu beten, Wünsche zu äußern oder einfach einen symbolischen Neuanfang zu markieren – etwa vor Prüfungen, Hochzeiten oder wichtigen beruflichen Schritten.

Rund um den Goldenen Felsen Kyaiktiyo gibt es weitere interessante Ziele: Klöster, kleinere Pagoden und Aussichtspunkte, die sich für Spaziergänge eignen, sowie einfache Teehäuser, in denen Burmesen traditionellen Milchtee und Snacks servieren. Wer mehr Zeit mitbringt, kann von Kyaikto aus anschließend Richtung Süden nach Mawlamyine oder zu den Karsthöhlen von Hpa-An weiterreisen und so eine ganze Route durch den Mon- und Kayin-Staat planen – eine Region, die noch vergleichsweise wenig von Massentourismus geprägt ist.

Auch fotografisch ist Kyaiktiyo ein lohnendes Motiv: Die Linien des Felsens, die Silhouetten betender Menschen, der Blick über die Nebelschichten in den Tälern – all das bietet beste Bedingungen für eindrucksvolle Bilder. Gleichzeitig sollte die Privatsphäre Pilgernder respektiert werden; Nahaufnahmen betender Personen sind nur mit deren Zustimmung empfehlenswert.

Goldener Felsen Kyaiktiyo in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In den sozialen Medien taucht der Goldene Felsen Kyaiktiyo häufig als ikonisches Motiv für Myanmar auf: spektakuläre Sonnenuntergänge, Langzeitbelichtungen mit Lichterspuren der Kerzen, aber auch persönliche Pilgergeschichten. Wer seinen eigenen Besuch vorbereitet, kann sich vorab einen Eindruck verschaffen – von der Fahrt mit den Lastwagen bis zur Atmosphäre in den Abendstunden.

Häufige Fragen zu Goldener Felsen Kyaiktiyo

Wo liegt der Goldene Felsen Kyaiktiyo genau?

Der Goldene Felsen Kyaiktiyo befindet sich im Mon-Staat im SĂĽden Myanmars, nahe der Kleinstadt Kyaikto. Ausgangspunkt fĂĽr die meisten Besucher ist der Ort Kinpun am FuĂź des Pilgerberges, der rund 4 bis 5 Stunden Fahrzeit von Yangon entfernt liegt. Von Kinpun aus fĂĽhren Lastwagen und Wege weiter hinauf in das eigentliche Pilgergebiet rund um die Kyaiktiyo Pagoda.

Warum gilt die Kyaiktiyo Pagoda als so heilig?

Die Kyaiktiyo Pagoda ist ein bedeutender buddhistischer Pilgerort, weil sie der Legende nach eine Haarreliquie des Buddha beherbergt. Diese Haarsträhne soll den Felsen im Gleichgewicht halten und vor dem Absturz bewahren. Für viele Buddhisten in Myanmar gehört Kyaiktiyo zu den drei wichtigsten Heiligtümern des Landes. Gläubige kommen, um zu beten, Wünsche zu äußern und Verdienste zu sammeln.

Wie kommt man als Reisende:r aus Deutschland zum Goldenen Felsen?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel zunächst ĂĽber ein internationales Drehkreuz nach Yangon. Von dort geht es mit Bus, Minibus oder Privattransfer in etwa 4 bis 5 Stunden nach Kyaikto bzw. Kinpun. Ab Kinpun fahren spezielle Lastwagen hinauf in das Pilgergebiet. Die genauen Transportmöglichkeiten können sich ändern; aktuelle Informationen bieten Hotels, lokale Agenturen und offizielle Tourismusstellen Myanmars.

Was ist die beste Reisezeit fĂĽr einen Besuch in Kyaikto?

Die angenehmste Reisezeit liegt meist in der trockenen, vergleichsweise kühlen Saison von etwa November bis Februar. Dann sind Temperaturen und Luftfeuchtigkeit moderater, und die Sicht auf die umliegende Hügellandschaft ist oft besonders schön. In der Regenzeit von etwa Mai bis Oktober kann es zu starken Schauern und Einschränkungen beim Transport kommen.

Gibt es besondere Verhaltensregeln am Goldenen Felsen?

Ja. Besucher sollten Schultern und Knie bedecken, Schuhe und Socken beim Betreten der heiligen Bereiche ausziehen und respektvoll auftreten. Männer dürfen bis direkt an den Felsen heran, um Goldblättchen anzubringen, Frauen müssen einen gewissen Abstand einhalten. Fotografieren ist im Außenbereich meist erlaubt, in manchen Innenräumen jedoch eingeschränkt. Hinweisschilder und Anweisungen des Personals sollten beachtet werden. Vor der Reise ist es sinnvoll, sich zudem über aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amts zu informieren.

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