Gosudarstvennyi Ermitazh: Palastmuseum an der Newa
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 09:47 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSGosudarstvennyi Ermitazh in Sankt Petersburg, auf Deutsch oft als Eremitage bezeichnet, ist ein aus Palästen und Museumsbauten bestehender Komplex an der Newa und zählt zu den bedeutendsten Kunstmuseen Russlands. Kern des Ensembles ist der Winterpalast, der im 18. Jahrhundert als Residenz der Zaren entstand und später zusammen mit den angrenzenden Hermitage-Gebäuden in ein zusammenhängendes Museum umgewandelt wurde.
Gosudarstvennyi Ermitazh und der Winterpalast an der Newa
Gosudarstvennyi Ermitazh liegt am Palastkai im historischen Zentrum von Sankt Petersburg, mit langgestreckten Fassaden zur Newa und zur Dvorzovaya Ploschad, der Palastplatz genannten Fläche vor dem Palast. Die Adresse des Hauptkomplexes wird mit der Palastuferstraße und der Palastplatz-Nummer genannt, die Lage am breiten Strom der Newa prägt den Eindruck des gesamten Ensembles.Gosudarstvennyi Ermitazh liegt am Palastkai Die Flussfassade des Winterpalastes erstreckt sich über einen großen Abschnitt der Palastuferstraße, während die Platzfassade den nördlichen Abschluss der weitläufigen Fläche mit dem Alexanderdenkmal bildet.Der Winterpalast bildet den Abschluss der Palastplatzfläche
Der Winterpalast selbst wurde in den 1750er Jahren für Kaiserin Elisabeth geplant und bis 1762 ausgeführt, der Entwurf stammt vom italienischen Architekten Francesco Bartolomeo Rastrelli.Der Winterpalast entstand im 18. Jahrhundert unter Rastrelli Die Außenarchitektur gehört zur russischen Ausprägung des Barock mit gegliederten Fassaden, Pilastern, Figuren und reichem Dekor, die Farbgebung mit hellen Flächen und plastischen Gliederungen hebt den Baukörper von der Flusslandschaft und dem Platz ab. Nach einem schweren Brand im Jahr 1837 wurden die Innenräume des Winterpalastes im 19. Jahrhundert neu gestaltet, wobei repräsentative Säle, Treppen und Galerien entstanden, die bis heute zu den bekanntesten Innenräumen der Eremitage gehören.Der Brand von 1837 führte zu einer Neugestaltung der Innenräume
Vom privaten Kabinett zur Museumsgalerie
Gosudarstvennyi Ermitazh geht auf die Sammlungstätigkeit von Katharina II. zurück, die im Jahr 1764 einen größeren Bestand an Gemälden erwarb und daraus eine private Galerie im Anschluss an den Winterpalast einrichtete.Katharina II. ließ ab 1764 Gebäude für ihre Sammlungen errichten Der Name „Hermitage“ leitet sich von einem zurückgezogenen Bereich ab, den Katharina als Rückzugsort und Galerie nutzte, bevor sich die Bezeichnung auf den gesamten Museumsverbund übertrug. Die Bestände wurden über die Jahrzehnte erweitert, unter anderem durch Erwerbungen auf dem europäischen Kunstmarkt und durch Geschenke, sodass Gosudarstvennyi Ermitazh zu einem der großen Häuser für Kunst und Kultur des Landes wurde.Die Sammlung geht auf Katharinas Erwerbungen zurück
Im 18. und frühen 19. Jahrhundert entstanden neben dem Winterpalast eine Reihe von Hermitage-Gebäuden, die ausdrücklich der Unterbringung der Sammlungen und Bibliotheken dienten. Direkt am Winterpalast steht die sogenannte Kleine Hermitage, deren Bau in den 1760er Jahren unter Leitung von Jean-Baptiste Vallin de la Mothe und Yury Felten begann und die unter anderem einen Pavillonraum mit verglastem Dach und einen Garten im Obergeschoss umfasst.Die Kleine Hermitage entstand in den 1760er Jahren In den 1770er und 1780er Jahren folgte das Gebäude, das als Alte oder Große Hermitage bekannt ist und Felten zugeschrieben wird; es nimmt längere Abschnitte entlang der Flussfront ein und bietet Raum für Galerien und eine umfangreiche Bibliothek.Die Große Hermitage wurde im späten 18. Jahrhundert errichtet
Architekturensemble und Museumsräume
Zum baulichen Ensemble von Gosudarstvennyi Ermitazh zählt neben Winterpalast, Kleiner und Großer Hermitage auch die Neue Hermitage, ein im 19. Jahrhundert errichtetes Gebäude, das von Anfang an als öffentlich zugängliche Galerie konzipiert war. Der Bauentwurf stammt von Leo von Klenze, einem Architekten aus dem deutschen Raum, und die Eröffnung als Museum wird auf das Jahr 1852 datiert, womit dieser Teil der Eremitage als früher Zweckbau für museale Nutzung in Russland gilt.Die Neue Hermitage wurde 1852 als Museum eröffnet Charakteristisch für die Straßenfassade der Neuen Hermitage ist ein Portikus, dessen Eingang durch große Atlantenfiguren aus Granit getragen wird, die Besucher über eine Freitreppe in das Innere geleiten.
Weitere Teile des Komplexes sind der Hermitage-Theaterbau und später hinzugekommene Gebäude wie der ehemalige Generalstabsbau am Palastplatz, in dem heute ebenfalls Ausstellungsbereiche von Gosudarstvennyi Ermitazh untergebracht sind.Ausstellungsräume befinden sich auch im Generalstabsgebäude Die Innenräume des Museums reichen von großformatigen Treppenhäusern und prunkvollen Sälen mit Stuck, Goldauflagen und Spiegeln bis zu sachlicheren Galerien, die für Gemälde, Skulpturen und kunsthandwerkliche Objekte eingerichtet sind. Über die miteinander verbundenen Bauten erschließt sich ein zusammenhängendes Wegenetz von Sälen, Galerien und Kabinetten, das eine große Vielfalt von Sammlungsbereichen umfasst.
Gosudarstvennyi Ermitazh besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Gosudarstvennyi Ermitazh liegt im Zentrum von Sankt Petersburg am Palastkai und am Palastplatz; die Zugänge zum Museum befinden sich an der Palastuferstraße und an der Platzseite und sind über die städtischen Straßen und den öffentlichen Nahverkehr erreichbar.
- Der historische Winterpalast als Hauptgebäude besitzt weitläufige Innenräume mit Treppen und langen Wegen durch die Ausstellungssäle, was einen ausgedehnten Rundgang innerhalb der miteinander verbundenen Palastbauten bedeutet.
- In unmittelbarer Umgebung des Museums liegen die Newa, der breite Fluss im Stadtzentrum, sowie der Palastplatz mit dem markanten Alexanderdenkmal und weiteren Gebäuden der historischen Innenstadt.
- Amtssprache ist Russisch, gezahlt wird in Russischen Rubel. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Gosudarstvennyi Ermitazh auf Social-Media-Plattformen
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Wo liegt Gosudarstvennyi Ermitazh?
Gosudarstvennyi Ermitazh liegt im historischen Zentrum von Sankt Petersburg in Russland, mit seinen Hauptgebäuden am Palastkai und am Palastplatz direkt an der Newa.
Was bietet ein Besuch in Gosudarstvennyi Ermitazh?
Ein Besuch führt durch den ehemaligen Winterpalast und mehrere Hermitage-Gebäude mit repräsentativen Sälen, Galerien und Kabinetten, in denen Kunstwerke und kulturhistorische Objekte aus unterschiedlichen Epochen gezeigt werden.
Was kennzeichnet Gosudarstvennyi Ermitazh besonders?
Kennzeichnend ist die Verbindung eines groß dimensionierten barocken Palastes mit späteren Museumsbauten zu einem zusammenhängenden Kunstmuseum, das sowohl als historische Residenzarchitektur als auch als weitläufiger Ausstellungsort erfahrbar ist.
