Grosse Moschee von Kairouan, Great Mosque of Kairouan

Grosse Moschee von Kairouan: Sakralarchitektur im Herzen Tunesiens neu entdecken

20.05.2026 - 00:29:11 | ad-hoc-news.de

Die Grosse Moschee von Kairouan, lokal Great Mosque of Kairouan genannt, ist eines der bedeutendsten Heiligtümer des Islam und UNESCO-Welterbe in Kairouan, Tunesien – warum sie auch für Reisende aus Deutschland eine besondere Faszination entfaltet.

Grosse Moschee von Kairouan, Great Mosque of Kairouan, Kairouan
Grosse Moschee von Kairouan, Great Mosque of Kairouan, Kairouan

Wer durch die staubigen Gassen der Altstadt von Kairouan tritt und plötzlich vor der mächtigen Umfassungsmauer steht, spürt sofort: Die Grosse Moschee von Kairouan – lokal Great Mosque of Kairouan (auf Deutsch sinngemäß „Große Moschee von Kairouan“) – ist weit mehr als nur ein religiöses Gebäude. Sie ist ein steingewordenes Geschichtsbuch des Islam, ein Zentrum der Gelehrsamkeit des Mittelalters und bis heute ein spiritueller Anker für die ganze Region.

Grosse Moschee von Kairouan: Das ikonische Wahrzeichen von Kairouan

Die Grosse Moschee von Kairouan dominiert die Silhouette der Stadt, die oft als „heiligste Stadt des Maghreb“ bezeichnet wird. Mit ihrem massiven, fast festungsartigen Mauerkranz und dem wuchtigen, quadratischen Minarett gilt die Moschee laut UNESCO und Deutscher Welle als eines der frühesten und einflussreichsten Sakralgebäude der islamischen Welt im Westen. Viele Elemente späterer Moscheen in Nordafrika und Andalusien orientierten sich an diesem Bau.

Kairouan liegt im Landesinneren von Tunesien, abseits der klassischen Strandziele am Mittelmeer. Gerade deswegen wirkt der Besuch hier besonders authentisch: Statt Resort-Atmosphäre erleben Reisende eine lebendige Altstadt, Handwerk, Märkte – und im Zentrum dieses Gefüges die Great Mosque of Kairouan als stillen, archaischen Ruhepol. Für viele Muslime hat Kairouan eine Stellung, die im Volksglauben unmittelbar hinter den heiligen Städten Mekka, Medina und Jerusalem genannt wird.

Für deutschsprachige Besucherinnen und Besucher ist die Moschee zugleich ein eindrucksvolles „Lehrbuch“ der islamischen Architektur: Vom Hof mit seinen hunderten Marmorsäulen über den Gebetssaal mit kunstvollen Holzdecken bis zu den schlichten, kraftvollen Außenmauern spannt sich ein Bogen über mehr als ein Jahrtausend Baugeschichte.

Geschichte und Bedeutung von Great Mosque of Kairouan

Die Geschichte der Grossen Moschee von Kairouan beginnt im 7. Jahrhundert. Historische Quellen, darunter Encyclopaedia Britannica und Unterlagen der UNESCO, verweisen darauf, dass Kairouan um 670 n. Chr. von dem arabischen Feldherrn Uqba ibn Nafi gegründet wurde. In diesem frühen Kontext ist auch die erste Moschee entstanden, aus der sich später der monumentale Bau entwickelte, der heute zu sehen ist.

Im 9. Jahrhundert erlebte das Gebäude unter der Aghlabiden-Dynastie eine grundlegende Erweiterung und Neugestaltung. Der aglabidische Emir Ziyadat Allah I. ließ die Moschee im 9. Jahrhundert umfassend neu bauen; diese Phase prägt das Erscheinungsbild der Great Mosque of Kairouan bis heute. Kunsthistoriker betonen, dass viele architektonische Details des Bauwerks – etwa die Aufteilung in einen großen offenen Innenhof und einen tiefen, mehrschiffigen Gebetssaal – später für Moscheen in ganz Nordafrika und im maurischen Spanien stilbildend wurden.

Im Mittelalter war Kairouan ein bedeutendes Zentrum der islamischen Gelehrsamkeit. Nach Angaben der UNESCO entwickelte sich die Moschee zu einem Ort religiöser Lehre, an dem Gebets- und Rechtsschulen angesiedelt waren. In vielen Darstellungen wird sie als „Universität“ beschrieben, lange bevor europäische Universitäten entstanden. Für den deutschsprachigen Kontext lässt sich diese Rolle in etwa mit jener großer Kathedralschulen oder Klöster im mittelalterlichen Europa vergleichen, die Bildung und Religion verbanden.

Die spirituelle Bedeutung der Moschee geht weit über Tunesien hinaus. In zahlreichen Publikationen, etwa von National Geographic und ARTE-Dokumentationen zum islamischen Erbe, wird darauf verwiesen, dass Kairouan lange als wichtiger Pilgerort galt. Traditionell wurde erzählt, dass mehrere Pilgerfahrten nach Kairouan jener nach Mekka gleichkämen – eine Vorstellung aus dem Volksglauben, die die hohe Stellung des Ortes im nordafrikanischen Islam verdeutlicht, ohne die religiöse Pflicht zur Pilgerfahrt nach Mekka zu ersetzen.

Im 20. Jahrhundert wurde der historische Kern von Kairouan, einschließlich der Grossen Moschee, unter Denkmalschutz gestellt. Die UNESCO setzte die Medina von Kairouan 1988 auf die Liste des Weltkulturerbes. In den Begründungen wird die Moschee als zentraler Anker des Ensembles hervorgehoben: Sie verkörpert die Kontinuität islamischer Architektur vom Frühmittelalter bis in die Neuzeit und dokumentiert den kulturellen Austausch zwischen dem östlichen und westlichen Mittelmeerraum.

Heute ist die Moschee sowohl aktives Gotteshaus als auch Denkmal. Sie bleibt ein wichtiger Ort des Gebets – vor allem zu den großen islamischen Feiertagen – und ist zugleich eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes. Viele deutsche und europäische Reiseveranstalter führen sie als „Höhepunkt“ von Städtereisen nach Kairouan oder Rundreisen durch Tunesien.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Architektur der Grossen Moschee von Kairouan wirkt auf viele Besucherinnen und Besucher zunächst streng und monumental. Anders als die filigranen, farbenprächtigen Moscheen Ottomans oder Persiens setzt dieses Bauwerk auf schlichte, massive Formen und die Klarheit von Stein und Raum. Fachleute wie die Autorinnen und Autoren des „ADAC Reisemagazins Tunesien“ beschreiben sie als Archetyp der nordafrikanischen Moschee.

Der Hof (Sahn) der Moschee ist ein weitläufiger, rechteckiger Platz, umgeben von Arkaden. Der Boden ist mit Steinplatten befestigt, die in der Sonne aufheizen und am Abend langsam Wärme abstrahlen. In der Mitte befindet sich ein Wasserbecken, das symbolisch und praktisch der Reinigung dient. Die Arkaden tragen auf Dutzenden von Säulen, von denen viele aus älteren römischen und byzantinischen Bauwerken stammen. Laut UNESCO und verschiedenen kunsthistorischen Studien wurden zahlreiche Kapitelle aus antiken Städten in der Region wiederverwendet – ein Beispiel für sogenannte Spolien, wie sie auch in frühchristlichen Kirchen zu finden sind.

Das Minarett der Great Mosque of Kairouan ist eines der markantesten Bauteile. Es ist ein massiver, dreistufiger Turm mit quadratischem Grundriss. Mit seiner schlichten, blockhaften Gestalt erinnert es eher an einen Wehrturm als an die schlanken Minarette späterer Epochen. Architekten und Historiker bezeichnen es oft als eines der ältesten erhaltenen Minarette der islamischen Welt im westlichen Mittelmeerraum. Seine klare Silhouette ist noch heute weithin sichtbar und dient als Orientierungspunkt in der Stadt.

Der Gebetssaal ist das spirituelle Herz der Moschee. Er schließt an die Südseite des Hofes an und ist in mehrere Schiffe gegliedert, die von Säulenreihen getragen werden. Die Holzdecken und die Dachkonstruktion zeigen eine Mischung aus funktionaler Schlichtheit und dekorativem Detailreichtum. An der Kibla-Wand, die nach Mekka ausgerichtet ist, befinden sich der Mihrab (Gebetsnische) und die Minbar (Kanzel). Die Gebetsnische ist mit feinen Stuckarbeiten, Mosaiken und kostbaren Keramiken gestaltet, von denen einige nach Angaben von Kunsthistorikern aus dem Raum Bagdad importiert worden sein könnten – ein Hinweis auf die weiträumigen Handels- und Kulturkontakte der Aghlabidenzeit.

Die Minbar der Grossen Moschee von Kairouan gilt als eine der ältesten erhaltenen Holzkanzeln der islamischen Welt. Sie besteht aus fein gearbeitetem Holz mit geometrischen Ornamenten. Fachliteratur, etwa Veröffentlichungen der Organisation ICOMOS, hebt sie als frühes Meisterwerk islamischer Holzkunst hervor. Geometrische Muster, Sterne und Flechtbänder dominieren die Dekoration – Motive, die später zum Standardrepertoire islamischer Kunst wurden.

Die Außenmauern der Moschee vermitteln den Eindruck einer Festung. Sie sind hoch, dick und weitgehend schmucklos. In einer Region, die über Jahrhunderte von politischen Umbrüchen und Angriffen geprägt war, hatte dieser wehrhafte Charakter eine praktische Dimension: Die Moschee diente auch als Rückzugsort und Schutzraum. Damit ähnelt sie in gewisser Weise romanischen Kirchenbauten in Europa, etwa frühen Klosterkirchen, die ebenfalls wehrhaft ausgeführt wurden.

Im Inneren spielt Licht eine zentrale Rolle. Schmale Öffnungen und die klare Struktur der Arkaden erzeugen ein Spiel aus Licht und Schatten, das den Eindruck von Ruhe und Kontemplation verstärkt. Reiseführer wie Marco Polo und Merian beschreiben die Stimmung im Gebetssaal immer wieder als „zeitlos“: Die dicken Mauern blenden den Lärm der Stadt aus, der Blick gleitet über Stein, Holz und Stuck – und zugleich über mehr als 1.000 Jahre Baugeschichte.

Interessant für Architekturinteressierte aus Deutschland ist der Vergleich mit heimischen Bauwerken: Die Entstehung des heutigen Moscheekörpers im 9. Jahrhundert fällt in die Karolingerzeit, als etwa der Aachener Dom unter Karl dem Großen bereits stand. Während in Mitteleuropa sakrale Architektur aus römisch-fränkischen und christlichen Traditionen erwuchs, entwickelte sich in Kairouan parallel eine eigenständige, islamische Architektursprache – mit eigenen Formen, aber ähnlich hohem Anspruch an Dauerhaftigkeit und religiöse Repräsentation.

Grosse Moschee von Kairouan besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Wer aus Deutschland nach Kairouan reist, kombiniert die Stadt häufig mit anderen Zielen in Tunesien, etwa Tunis, Sousse oder dem Inselziel Djerba. Die Grosse Moschee von Kairouan ist dabei ein kultureller Höhepunkt, der gut in Rundreisen oder Tagesausflüge eingebettet werden kann.

  • Lage und Anreise
    Kairouan liegt im Zentrum Tunesiens, etwa im Landesinneren zwischen Tunis und Sfax. Von Deutschland aus führen Flüge in der Regel zu den großen Flughäfen des Landes, insbesondere nach Tunis oder Monastir. Direktverbindungen variieren je nach Saison; häufig werden Charter- oder Linienflüge ab Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin oder Hamburg angeboten. Die Flugzeit von Deutschland nach Tunesien beträgt meist zwischen 2 und 3 Stunden, abhängig von Abflug- und Zielflughafen.
    Von Tunis aus ist Kairouan über Straßenverbindungen erreichbar. Viele Reisende nutzen organisierte Transfers, Mietwagen oder Busse. Die Fahrzeit von Tunis nach Kairouan liegt grob im Bereich von wenigen Stunden, abhängig von Route und Verkehr. Von Küstenstädten wie Sousse werden regelmäßig Ausflüge angeboten, die einen Besuch der Great Mosque of Kairouan in ein Tagesprogramm einbinden.
  • Ă–ffnungszeiten
    Die Moschee ist ein aktives Gotteshaus, daher richten sich die Besuchszeiten nach den Gebetszeiten und nach religiösen Festen. In vielen Reiseführern wird darauf hingewiesen, dass der Innenhof und bestimmte Bereiche auch für nicht-muslimische Besucher zugänglich sind, während der eigentliche Gebetssaal in der Regel Muslimen vorbehalten bleibt. Öffnungszeiten und Zugänglichkeit können sich ändern – insbesondere an Feiertagen oder während des Ramadan. Reisende sollten die jeweils aktuellen Informationen direkt vor Ort, über lokale Tourismusbüros oder die offizielle Verwaltung der Moschee prüfen. Formulierungen wie „Montag bis Sonntag geöffnet“ finden sich zwar in manchen Broschüren, können aber saisonal abweichen, weshalb ein aktueller Check empfehlenswert ist. Hinweis: Öffnungszeiten können variieren – direkt bei der Grossen Moschee von Kairouan oder dem örtlichen Fremdenverkehrsamt prüfen.
  • Eintritt
    Für den Besuch bestimmter Bereiche der Moschee wird üblicherweise ein Eintrittsgeld erhoben. Da Preise regelmäßig angepasst werden, nennen seriöse Reiseführer meist nur Richtwerte und empfehlen, vor Ort nachzufragen. Häufig gibt es kombinierte Tickets, die neben der Moschee weitere Sehenswürdigkeiten in Kairouan einschließen. Aus Gründen der Aktualität sollten Reisende davon ausgehen, dass der Eintritt im unteren zweistelligen Dinar-Bereich liegt und grob mit einem Betrag im einstelligen Eurobereich kalkulieren. Da Wechselkurse schwanken, ist eine exakte Umrechnung zum Zeitpunkt der Reise sinnvoll. Grundsatzempfehlung: Bargeld in tunesischen Dinar bereit halten und die aktuellen Preise vor Ort erfragen.
  • Beste Reisezeit
    Tunesien hat ein mediterran bis semi-arides Klima. Für Kairouan bedeutet das: sehr warme bis heiße Sommer und milde Winter. Für einen entspannten Moscheebesuch bieten sich insbesondere Frühling und Herbst an, wenn die Temperaturen meist angenehmer sind. Im Hochsommer kann es im Landesinneren deutlich heiß werden; dann empfiehlt es sich, den Besuch auf die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag zu legen. Viele Reiseführer betonen, dass die Lichtstimmung kurz vor Sonnenuntergang besonders eindrucksvoll ist, wenn das Minarett und die Arkaden in warmes Licht getaucht werden.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    Amtssprache in Tunesien ist Arabisch; Französisch ist weit verbreitet, insbesondere in Verwaltung, Tourismus und bei älteren Generationen. Englisch wird in touristischen Zentren zunehmend verstanden, Deutsch in der Regel weniger, wenngleich Mitarbeitende von Hotels und Reiseagenturen mit deutschsprachigen Gästen vertraut sind. Ein paar Worte auf Arabisch oder Französisch öffnen in Kairouan viele Türen.
    Als Währung dient der tunesische Dinar (TND). Der Import und Export der Landeswährung ist beschränkt, weshalb Reisende meist vor Ort am Geldautomaten abheben oder in Wechselstuben tauschen. In der Altstadt von Kairouan dominiert Bargeld; Kartenzahlung ist eher in Hotels und größeren Geschäften üblich. Internationale Kreditkarten werden häufiger akzeptiert als deutsche Girokarten. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay ist möglich, aber längst nicht überall verbreitet.
    Trinkgeld ist in Tunesien üblich, aber moderat. In Restaurants werden etwa 5–10 % des Rechnungsbetrags als angemessen betrachtet, sofern kein Serviceaufschlag enthalten ist. Guides und Fahrer freuen sich über ein kleines extra Trinkgeld, insbesondere bei privaten Touren. Für kleine Dienstleistungen – etwa das Fotografierenlassen von Motiven oder kurze Führungen – ist ein symbolischer Betrag passend.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Die Grosse Moschee von Kairouan ist ein heiliger Ort. Reisende sollten sich respektvoll kleiden, auch wenn sie „nur“ den Hof und die Außenbereiche betreten dürfen. Schultern und Knie sollten bedeckt sein; allzu enge oder stark ausgeschnittene Kleidung wird ungern gesehen. Ein leichter Schal im Gepäck ist sinnvoll – er kann bei Bedarf über Schultern oder Kopf gelegt werden. Schuhe werden vor dem Betreten bestimmter Innenbereiche ausgezogen; entsprechende Ablageorte sind ausgewiesen. Lautstarke Unterhaltung und das Telefonieren sollten im unmittelbaren Moscheebereich vermieden werden.
  • Fotografieregeln
    Fotos im Hof und von der Außenarchitektur sind in der Regel erlaubt, jedoch oft mit Einschränkungen. Viele Reiseführer weisen darauf hin, dass das Fotografieren betender Personen aus Respekt zu unterlassen ist. In sensiblen Bereichen kann Fotografieren untersagt sein. Es ist ratsam, auf Schilder zu achten und im Zweifel höflich nachzufragen. Drohnenaufnahmen sind genehmigungspflichtig und in historischen Stadtbereichen häufig verboten.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    Für deutsche Staatsbürger können sich Einreisebestimmungen und Sicherheitslage ändern. Das Auswärtige Amt veröffentlicht fortlaufend aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise für Tunesien. Generell sollten Reisende vor der Buchung und kurz vor der Abreise unter auswaertiges-amt.de die aktuellen Bestimmungen und Empfehlungen prüfen. Innerhalb der EU gilt die Europäische Krankenversicherungskarte, für Tunesien als Nicht-EU-Land wird eine separate Auslandskrankenversicherung dringend empfohlen. Für die Einreise ist in der Regel ein Reisepass erforderlich; je nach Reisedauer und Reiseart können zusätzliche Regeln gelten, weshalb ein Blick auf die offiziellen Hinweise unerlässlich ist.
  • Zeitzone
    Tunesien liegt auf einer Zeitzone, die in Relation zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel keinen oder einen geringen Unterschied aufweist. Da Tunesien nicht immer eine Sommerzeitregelung wie die EU nutzt, kann der Zeitunterschied saisonal variieren. Vor der Reise sollten die aktuellen Uhrzeiten abgeglichen werden; für die meisten Reisenden aus Deutschland bedeutet das aber nur eine minimale Umstellung.

Warum Great Mosque of Kairouan auf jede Kairouan-Reise gehört

Viele Besucher berichten, dass sie in Kairouan zunächst die Gassen der Medina, die Werkstätten der Teppichknüpfer und die lebhaften Märkte erleben – und erst dann zur Grossen Moschee von Kairouan kommen. Der Moment, in dem sich das Stadttreiben hinter der Mauer verliert und der weite Hof sich öffnet, gehört für viele zum eindrucksvollsten Erlebnis der Reise. Gerade wer aus Deutschland eher gotische Kathedralen oder barocke Kirchen gewohnt ist, erlebt hier einen ganz anderen Ausdruck von Sakralität.

Die Moschee ist auch ein idealer Ausgangspunkt, um die Geschichte der Stadt im Kontext Nordafrikas zu verstehen. In unmittelbarer Nähe finden sich weitere religiöse und historische Stätten, etwa Mausoleen, kleinere Moscheen und traditionelle Medresen (Lehranstalten). Stadtführungen führen häufig vom Hof der Great Mosque of Kairouan aus weiter durch die Altstadt, zu Wasserreservoiren aus der Aghlabidenzeit und zu Aussichtspunkten, von denen man das Minarett aus verschiedenen Perspektiven sieht.

Für kulturinteressierte Reisende aus Deutschland bietet Kairouan damit eine andere Facette des Reiselandes Tunesien, das sonst oft auf Strandurlaub reduziert wird. Hier dominiert die Begegnung mit Geschichte und Gegenwart einer islamisch geprägten Stadt: der Ruf zum Gebet, Teppiche in leuchtenden Farben, arabische und französische Stimmen, und dazwischen immer wieder der Blick zur Moschee als ruhender Pol. Medien wie ZDF und Deutsche Welle haben in Reportagen wiederholt betont, dass gerade diese Mischung aus Alltagsleben und Sakralarchitektur den Reiz der Stadt ausmacht.

Wer tiefer einsteigen möchte, kann die Reise nach Kairouan mit einem Besuch weiterer UNESCO-Stätten Tunesiens verbinden, etwa der archäologischen Stätten von Karthago oder der Amphitheaterruine von El Djem. So entsteht eine Route, die vom römischen Erbe über frühchristliche Spuren bis hin zu islamischer Hochkultur reicht – eine beeindruckende kulturhistorische Achse auf relativ kurzer Distanz.

Auch für Familien kann ein Besuch der Grossen Moschee von Kairouan spannend sein: Kinder erleben hier eine völlig andere Art von „Kirche“ – ohne Bänke, mit großem Hof, mit Wasserbecken und dem Blick auf das Minarett. Viele Eltern aus Deutschland berichten, dass sich aus dem Besuch ganz nebenbei Gespräche über Religion, Geschichte und unterschiedliche Lebensweisen ergeben, die den Horizont aller Beteiligten erweitern.

Grosse Moschee von Kairouan in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Netzwerken taucht die Great Mosque of Kairouan immer wieder als Motiv auf – oft in der goldenen Stunde, wenn sich der Himmel über Kairouan orange färbt und das Minarett lange Schatten wirft. Reisebloggerinnen, Fotografen und Pilger teilen Ansichten des Hofes, Detailaufnahmen von Säulenkapitellen und persönliche Eindrücke ihres Besuchs. Wer vor der Reise einen Eindruck gewinnen möchte, findet auf den großen Plattformen zahlreiche Bilder, Videos und Erfahrungsberichte.

Häufige Fragen zu Grosse Moschee von Kairouan

Wo liegt die Grosse Moschee von Kairouan genau?

Die Grosse Moschee von Kairouan befindet sich im historischen Zentrum von Kairouan in Tunesien, innerhalb der ummauerten Altstadt (Medina). Sie liegt erhöht auf einem leicht ansteigenden Gelände und prägt mit ihrem Minarett die Silhouette der Stadt. Von vielen Punkten der Medina aus ist sie zu Fuß über schmale Gassen erreichbar; lokale Wegweiser und Stadtpläne führen Besucherinnen und Besucher meist direkt zum Haupteingang.

Wie alt ist die Great Mosque of Kairouan?

Die Ursprünge der Moschee reichen ins 7. Jahrhundert zurück, als Kairouan als militärischer und religiöser Stützpunkt gegründet wurde. Der heutige Baukörper geht jedoch vor allem auf eine umfassende Erweiterung und Neugestaltung im 9. Jahrhundert unter der Aghlabiden-Dynastie zurück. Seither wurde die Moschee mehrfach restauriert und teilweise verändert, sodass sie heute Spuren verschiedener Epochen trägt – von frühislamischen Anfängen bis zur Neuzeit.

Können Nicht-Muslime die Grosse Moschee von Kairouan besichtigen?

Nach gängiger Praxis, wie sie von Reiseführern und Tourismusinformationen beschrieben wird, können Nicht-Muslime in der Regel den Hof und bestimmte Außenbereiche der Moschee besuchen. Der eigentliche Gebetssaal bleibt meist Muslimen vorbehalten. Es empfiehlt sich, die Hinweise vor Ort zu beachten und sich respektvoll zu verhalten, etwa durch angemessene Kleidung und ruhiges Auftreten. Gruppenführungen erläutern häufig, welche Bereiche zugänglich sind und welche nicht.

Wie lässt sich ein Besuch aus Deutschland planen?

Reisende aus Deutschland kombinieren den Besuch der Grossen Moschee von Kairouan oft mit einer Rundreise durch Tunesien oder mit einem Strandaufenthalt an der Küste. Sinnvoll ist ein Flug nach Tunis oder Monastir, verbunden mit einem Transfer nach Kairouan per Bus, Mietwagen oder organisiertem Ausflug. Vor der Buchung sollten aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amts zu Einreise und Sicherheit geprüft werden. Zudem lohnt es sich, die klimatischen Bedingungen zu berücksichtigen und bevorzugt im Frühling oder Herbst zu reisen, wenn die Temperaturen angenehmer sind.

Was macht die Great Mosque of Kairouan so besonders im Vergleich zu anderen Moscheen?

Die Besonderheit der Moschee liegt in ihrer historischen Stellung als eines der frühesten und einflussreichsten Sakralgebäude des Islam im westlichen Mittelmeerraum. Sie hat einen archetypischen Charakter für die Maghreb-Moschee: großer Hof, mehrschiffiger Gebetssaal, massives Minarett. Zudem ist sie eng mit der Entwicklung Kairouans als religiöses und kulturelles Zentrum verbunden. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist sie ein seltenes Beispiel frühislamischer Monumentalarchitektur, das sich mit europäischen Bauwerken ähnlicher Epoche nur bedingt vergleichen lässt – gerade diese Andersartigkeit macht den Reiz aus.

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