Isla del Sol am Titicacasee: Magische Insel der Inka
20.05.2026 - 20:55:09 | ad-hoc-news.deWenn morgens der Nebel über dem Titicacasee aufreißt und die ersten Sonnenstrahlen die Isla del Sol vergolden, versteht man sofort, warum die Inka diesen Ort als Geburtsstätte ihrer Sonne verehrten. Die Isla del Sol bei Copacabana in Bolivien ist keine spektakuläre Betonkulisse, sondern eine stille Hochlandinsel, auf der sich Mythos und Alltag zwischen Terrassenfeldern, Eselspfaden und uralten Inka-Stufen mischen.
Isla del Sol: Das ikonische Wahrzeichen von Copacabana
Die Isla del Sol (auf Deutsch sinngemäß „Insel der Sonne“) liegt im bolivianischen Teil des Titicacasees, unweit der kleinen Pilgerstadt Copacabana. Sie ist kein klassisches Wahrzeichen aus Stein wie das Brandenburger Tor oder der Kölner Dom, sondern ein kulturell aufgeladener Landschaftsraum: eine Insel auf rund 3.800 m Höhe, durchzogen von vorinkaischen Ruinen, Inka-Treppen und traditionellen Aymara-Dörfern.
Die bolivianische Tourismusförderung beschreibt die Isla del Sol seit Jahren als eines der spirituell bedeutendsten Ziele des Landes. GEO Saison und das ADAC Reisemagazin heben immer wieder hervor, dass die Insel zu den atmosphärisch dichtesten Orten am Titicacasee zählt: kein Autolärm, kaum Straßenbeleuchtung, dafür Sternenhimmel, Eselglocken und der weite Blick über das tiefblaue Wasser, oft mit den schneebedeckten Sechstausendern der Cordillera Real im Hintergrund.
Für Reisende aus Deutschland ist die Isla del Sol damit eine seltene Kombination aus authentischem Dorfleben, spektakulärer Hochgebirgslandschaft und direkter Nähe zu der Mythologie der Inka. Anders als in stark kommerzialisierten Weltwunder-Orten wie Machu Picchu ist der Tourismus hier spürbar, aber im Verhältnis noch kleinteilig geblieben. Unterkünfte sind meist einfache Gästehäuser, Wege sind steinige Pfade – genau das macht den besonderen Reiz aus.
Geschichte und Bedeutung von Isla del Sol
Die Geschichte der Isla del Sol ist eng mit der Entstehungsgeschichte des Inka-Reiches verknüpft. Nach Überlieferungen aus der Kolonialzeit, etwa den Chroniken des spanischen Geistlichen Bernabé Cobo, soll der Sonnengott Inti auf der Insel seine Kinder Manco Cápac und Mama Ocllo erschaffen haben, die später das Inka-Reich begründeten. Auch moderner Fachliteratur zufolge, etwa in Beiträgen des „Handbook of South American Archaeology“ und Artikeln des bolivianischen Kulturministeriums, gilt die Insel als einer der zentralen Mythenorte der Anden.
Archäologisch belegt ist, dass die Isla del Sol bereits vor den Inka besiedelt war. Forschungen, unter anderem referiert von der Universität La Paz und in Berichten der Schweizer Stiftung für Archäologie (SLSA), weisen darauf hin, dass hier schon Tiwanaku-Kulturen (rund 500–1.000 n. Chr.) Zeremonialplätze nutzten. Die Inka übernahmen und überformten diese Heiligtümer später mit eigenen Tempeln und Ritualanlagen. Die Inka-Herrscher sollen nach Quellen wie der Encyclopaedia Britannica und Studien des Museo Nacional de Arqueología in La Paz regelmäßig Pilgerfahrten zur Isla del Sol unternommen haben.
Besonders wichtig ist der heilige Felsen im Norden der Insel, oft als „Roca Sagrada“ oder „Roca Sagrada de los Incas“ bezeichnet. Dort soll der Sonnengott selbst erschienen sein. Rund um diesen Bereich finden sich Reste von Zeremonialgebäuden. Kulturhistoriker betonen, dass die Konzentration von Heiligtümern auf einem relativ kleinen Raum einzigartig ist. Während im peruanischen Teil des Titicacasees die Isla de la Luna eine ähnliche Rolle spielt, gilt die Isla del Sol im bolivianischen Kontext als Hauptheiligtum.
Mit der spanischen Eroberung ab dem 16. Jahrhundert veränderte sich die religiöse Landschaft. Missionare versuchten, die Kultorte zu christianisieren. Gleichzeitig blieben viele indigene Vorstellungen lebendig. Bis heute pflegen Aymara- und Quechua-Gemeinschaften auf der Isla del Sol ein Mischsystem aus katholischen Festen und andinen Ritualen, etwa Opfergaben an die Pachamama (Mutter Erde) und an die Sonne. Deutsche Medien wie die Deutsche Welle und die NZZ haben wiederholt berichtet, dass diese synkretistischen Traditionen den Reiz des Hochlands ausmachen.
Im 20. und frühen 21. Jahrhundert rückte die Isla del Sol stärker in den Blick internationaler Reiseführer. Der deutschsprachige „Reise Know-How“-Band zu Bolivien sowie der Marco-Polo-Reiseführer zu Peru/Bolivien beschreiben die Insel als „Pflichtstopp“ auf der klassischen Andenroute. Gleichzeitig wird immer wieder auf die fragilen sozialen und ökologischen Strukturen hingewiesen: Wasser ist begrenzt, landwirtschaftliche Flächen sind kleinräumig, und der Tourismus muss mit den Bedürfnissen der Dorfgemeinschaften ausbalanciert werden.
Aktuelle, von mehreren seriösen Medien bestätigte Großereignisse oder Jubiläen der letzten 72 Stunden zur Isla del Sol sind derzeit nicht dokumentiert. Deshalb bietet sich ein zeitloser Blick auf Geschichte und Gegenwart dieses Andenortes an, ohne künstliche Aktualität zu behaupten.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Die „Architektur“ der Isla del Sol unterscheidet sich deutlich von klassischen Monumenten. Statt einzelner großer Bauwerke prägen terrassierte Felder, Natursteinmauern und kleinere Ruinenanlagen das Bild. Archäologische Fachbeiträge, etwa von der Universität San Andrés in La Paz, heben hervor, dass die Inka die natürliche Topografie nutzten und mit Trockenmauern Terrassen schufen, um Landwirtschaft in großer Höhe zu ermöglichen. Diese Terrassen erinnern in ihrer Struktur teilweise an Weinbergterrassen am Rhein, sind aber deutlich rustikaler und auf Kartoffeln, Quinoa und andere Andenpflanzen ausgerichtet.
Zu den bekanntesten Ruinen gehört die Anlage „Chinkana“ im Norden der Insel, oft auch als „Labyrinth“ bezeichnet. Reiseführer wie Baedeker und Merian beschreiben die Chinkana als Komplex aus kleinen Räumen und Gängen, deren exakte Funktion nicht abschließend geklärt ist. Manche Forscher deuten die Anlage als Ausbildungsstätte für junge Priester, andere als Lager für Opfergaben. Sicher ist: Die Bauweise mit sorgfältig gefügten Steinen und schmalen Durchgängen ist typisch für Zeremonialarchitektur im Inka-Reich.
Ebenfalls im Norden finden sich weitere Kultplätze und kleinere Tempelreste, etwa nahe der „Roca Sagrada“. Im südlichen Inselteil liegen andere archäologische Strukturen und Aussichtspunkte, die weniger monumental, aber landschaftlich besonders eindrucksvoll sind. Laut Berichten von National Geographic Deutschland entsteht die besondere Wirkung weniger durch einzelne Großbauten, sondern durch die Dichte vieler kleiner Elemente: Steintreppen, Opferplätze, Trockenmauern, alte Eselpfade.
Die Dörfer auf Isla del Sol – wie Yumani oder Challapampa – zeigen traditionelle Andenhaus-Architektur: einfache, meist einstöckige Häuser aus Adobe (Lehmziegel) oder Naturstein, mit Wellblech- oder Ziegeldächern. In den letzten Jahren wurden einige Neubauten für Gästeunterkünfte errichtet, häufig ebenfalls in einfacher Bauweise. Deutsche Medien wie die Süddeutsche Zeitung betonen, dass trotz dieser Entwicklung die Insel bisher weitgehend frei von großen Hotelanlagen geblieben ist.
Kulturell prägen Textilien, Webereien und Keramiken der Aymara und Quechua den Alltag. Handgewebte Ponchos, Mützen und Schals, die an den einfachen Ständen verkauft werden, greifen traditionelle Muster auf. Diese Muster symbolisieren oft Berge, Tiere oder kosmologische Vorstellungen. Kunsthistoriker, zitiert in Publikationen der UNESCO-ähnlichen Kulturprogramme Boliviens, sehen darin eine Fortführung alter andiner Bildsprache, angepasst an moderne Bedürfnisse.
Ein weiterer besonderer Aspekt ist die Lichtstimmung. Durch die Höhe von knapp 4.000 m wirkt das Sonnenlicht auf der Isla del Sol deutlich intensiver als in Mitteleuropa. Die Kombination aus tiefblauem See, hellen Steinwegen, ockergelben Feldern und dem oft gleißenden Himmel erzeugt Kontraste, die Fotograf:innen und Maler:innen gleichermaßen faszinieren. Reiseberichte renommierter Magazine wie GEO und „Abenteuer und Reisen“ heben regelmäßig hervor, dass die Isla del Sol einer der fotogensten Orte des bolivianischen Hochlands ist.
Isla del Sol besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Die Isla del Sol liegt im Titicacasee im Westen Boliviens, nahe der Stadt Copacabana und der Grenze zu Peru. Von Deutschland aus gibt es keine Direktflüge nach Bolivien. Üblich sind Verbindungen mit Umstieg über große Drehkreuze wie Madrid, Amsterdam, Paris, São Paulo oder Bogotá nach La Paz oder Santa Cruz. Die Gesamtflugzeit von Frankfurt, München oder Berlin bis La Paz liegt je nach Verbindung häufig im Bereich von etwa 16 bis über 20 Stunden, hinzu kommen Umstiegszeiten.
Von La Paz aus fahren Linienbusse oder Touristenbusse in rund 3 bis 4 Stunden nach Copacabana (Fahrzeit abhängig von Verkehr und Grenzformalitäten bei eventuellen Abstechern nach Peru). Von Copacabana legen Motorboote zur Isla del Sol ab. Die Überfahrt dauert in der Regel etwa 1,5 bis 2 Stunden, je nach Bootstyp und Route. Seröse Reiseführer wie Lonely Planet (deutschsprachige Ausgabe) und Reise Know-How betonen, dass Abfahrtszeiten vor Ort variieren können und direkt im Hafen erfragt werden sollten. - Öffnungszeiten
Die Isla del Sol ist eine bewohnte Insel und kein Museum mit festen Öffnungszeiten. Der Zugang erfolgt mit öffentlichen oder privaten Booten von Copacabana. In der Vergangenheit kam es zeitweise zu partiellen Sperrungen bestimmter Inselbereiche aufgrund von Konflikten zwischen Dorfgemeinschaften und Touranbietern, worüber unter anderem BBC und bolivianische Medien berichteten. Reisende sollten deshalb vor Ort in Copacabana aktuelle Hinweise einholen. Formulierungsempfehlung: Öffnungszeiten und zugängliche Bereiche können sich ändern – aktuelle Informationen am besten direkt bei lokalen Touranbietern oder in der Tourismusinformation von Copacabana einholen. - Eintritt und lokale Gebühren
Für den Besuch bestimmter Sektoren der Isla del Sol wird üblicherweise eine lokale Gemeindesteuer erhoben, die meist direkt beim Betreten eines Dorfes kassiert wird. Die Beträge sind nach gängiger Fachliteratur, etwa Reise Know-How und Berichten des bolivianischen Tourismusministeriums, relativ gering und werden in der Landeswährung Boliviano erhoben. Konkrete Summen schwanken und können nicht zeitlos seriös festgelegt werden. Reisende sollten mit kleineren Bargeldbeträgen rechnen. Als grobe Orientierung kann man von wenigen Euro (in Bolivianos) pro Sektor ausgehen, Wechselkurse schwanken jedoch. Eine Angabe in Euro wäre daher nur als Annäherung sinnvoll. - Beste Reisezeit
Der Titicacasee liegt im Hochland, die Jahreszeiten verlaufen anders als in Mitteleuropa. Grob gesprochen dauert die trockenere Saison von etwa Mai bis Oktober, die Regenzeit von etwa November bis März. Nach Auskünften der Deutschen Zentrale für Tourismus für Südamerika-Reisen und Angaben deutschsprachiger Reiseführer gelten die Monate von Juni bis September als besonders beliebt: Die Tage sind oft sonnig und klar, die Nächte aber sehr kalt. In der Regenzeit fallen häufiger Schauer, Wege können rutschig werden, die Landschaft wirkt dafür grüner. Für Wanderungen über die Insel sind trockene Monate meist angenehmer. Unabhängig von der Jahreszeit können Wetter und Seezustand schnell wechseln. - Höhe, Gesundheit und Akklimatisierung
Mit rund 3.800 m liegt die Isla del Sol deutlich höher als die höchsten Gipfel der deutschen Mittelgebirge. Viele Reisende spüren in den ersten Tagen in La Paz und am Titicacasee die Höhe. Das Auswärtige Amt und deutsche Reisemediziner empfehlen, sich langsam zu akklimatisieren, anstrengende Wanderungen nicht direkt nach Ankunft auf großer Höhe zu planen und viel zu trinken (kein Alkohol in den ersten Tagen). Wer Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat, sollte vor der Reise ärztlichen Rat einholen. Eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung wird grundsätzlich empfohlen, außerhalb der EU ist sie besonders wichtig. - Sprache vor Ort
In den Dörfern der Isla del Sol werden überwiegend Aymara und teilweise Quechua gesprochen. Spanisch ist ebenfalls weit verbreitet. Englischkenntnisse sind bei jüngeren Inselbewohnern, die im Tourismus arbeiten, häufiger anzutreffen, können aber nicht vorausgesetzt werden. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen. Ein paar spanische Grundbegriffe (Bitte, Danke, Zahlen, „wie viel?“) erleichtern den Alltag. Deutschsprachige Reiseführer sind vor Ort eher selten, dafür werden organisierte Touren aus La Paz häufig in Spanisch und Englisch angeboten. - Zahlung, Geld und Trinkgeld
In Copacabana und auf der Isla del Sol dominiert Bargeld in bolivianischen Bolivianos. Kartenzahlung ist außerhalb größerer Städte wie La Paz und Santa Cruz noch nicht so verbreitet. Deutsche Girokarten werden nicht überall akzeptiert, internationale Kreditkarten (Visa, Mastercard) eher, aber ebenfalls nicht flächendeckend. Bargeld sollte deshalb rechtzeitig in La Paz oder einer größeren Stadt abgehoben werden. Trinkgeld ist im Andenraum üblich, aber in moderatem Rahmen: In einfachen Lokalen wird ein kleines Aufrunden geschätzt, bei Gepäcktransporten durch Esel- oder Bootseigner ist ein symbolisches Trinkgeld üblich. Für geführte Touren werden etwa 10 % Trinkgeld häufig als angemessen betrachtet, verbindliche Regeln gibt es nicht. - Kleidung, Ausrüstung und Fotografieren
Da die Sonne in dieser Höhe sehr intensiv ist, empfehlen Reiseführer und Gesundheitsorganisationen ausdrücklich Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, Sonnenhut, Sonnenbrille und lange dünne Kleidung. Gleichzeitig kann es abends und nachts sehr kalt werden, besonders in der trockenen Saison, sodass Zwiebellook mit Fleecejacke, winddichter Schicht und warmer Mütze sinnvoll ist. Wanderschuhe mit gutem Profil erleichtern die teilweise steilen Auf- und Abstiege. Beim Fotografieren ist Rücksicht wichtig: Archäologische Stätten dürfen nicht bestiegen oder beschädigt werden, Drohnennutzung ist häufig eingeschränkt oder genehmigungspflichtig. Personen – insbesondere ältere Inselbewohner – sollten nur mit ihrer ausdrücklichen Zustimmung fotografiert werden; dies ist eine Frage des Respekts. - Sicherheit und Einreisebestimmungen
Die Isla del Sol gilt nach Einschätzung vieler Reiseführer und des Auswärtigen Amtes grundsätzlich als relativ sicheres Reiseziel, sofern übliche Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden (Wertsachen nah am Körper, keine auffällige Zurschaustellung von Schmuck oder Technik). Politische Spannungen können in Bolivien regional auftreten und etwa Straßenblockaden verursachen. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für die Einreise nach Bolivien gelten je nach Staatsbürgerschaft unterschiedliche Regelungen (Reisedokument, eventuelle Visapflicht, maximale Aufenthaltsdauer). Diese Bestimmungen können sich ändern und sollten kurz vor Reiseantritt verifiziert werden. - Zeitzone und Zeitverschiebung
Bolivien liegt in der Zeitzone UTC-4. Im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ, UTC+1) beträgt die Zeitverschiebung in der Regel 5 Stunden (Bolivien ist „zurück“). Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ, UTC+2) verkleinert sich die Differenz auf 6 Stunden. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 14:00 Uhr ist, ist es in Bolivien entweder 8:00 oder 9:00 Uhr, je nach Jahreszeit in Europa.
Warum Isla del Sol auf jede Copacabana-Reise gehört
Wer Copacabana besucht, erlebt bereits eine außergewöhnliche Mischung aus Wallfahrtsort, Titicacasee-Panorama und Backpacker-Atmosphäre. Die Isla del Sol fügt diesem Bild eine zusätzliche Dimension hinzu: Sie verlagert den Fokus vom Trubel des Ortes hin zu intensiver Ruhe und mythologischer Tiefe. Reisemagazine wie Merian und National Geographic Deutschland beschreiben die Bootsfahrt zur Insel als eine Art Übergangsritus – hinaus auf den See, hinein in eine andere Zeit.
Ein Highlight für viele Besucher ist die Wanderung von Nord nach Süd oder umgekehrt über die Insel. Je nach Route und individuellem Tempo dauert sie mehrere Stunden. Unterwegs passieren Wandernde Terrassenfelder, kleine Gehöfte, Aussichtspunkte und archäologische Stätten. Der Weg ist kein Spaziergang, aber für Menschen mit normaler Kondition gut machbar, sofern die Höhenlage bereits etwas gewohnt ist. Deutsche Reiseberichte betonen, dass diese Tageswanderung zu den eindrucksvollsten Erlebnissen einer Bolivien-Reise gehören kann.
Auch die Begegnung mit dem Alltagsleben der Inselbewohner hinterlässt bleibende Eindrücke. Kinder, die auf den Wegen zur Schule laufen, Frauen, die Wolle spinnen, Bauern, die mit der Hacke auf den Terrassen arbeiten – vielen Mitteleuropäern wird hier bewusst, wie unterschiedlich Lebensrhythmen sein können. Zugleich ist die Präsenz von Touristen längst Teil des Inselalltags, mit allen Chancen und Spannungen, die das mit sich bringt.
Praktisch gesehen lässt sich der Besuch der Isla del Sol gut in klassische Andenreisen integrieren: Viele Routen führen von La Paz über Copacabana weiter nach Peru, etwa nach Puno, Cusco und Machu Picchu. Für Reisende aus Deutschland, die eine Mischung aus Natur, Kultur und moderner Geschichte suchen, bietet die Insel dabei eine Art Fokuspunkt für das Thema „Sonne und Anden“, das sich von der vorspanischen Mythologie bis zur heutigen Nutzung erneuerbarer Energien in Hochlandregionen durchzieht.
Emotionale Gründe sprechen ebenso für einen Besuch: Sonnenauf- und -untergänge über dem Titicacasee zählen zu den Momenten, die in Reisefotobüchern und Social-Media-Feeds immer wieder auftauchen. Viele Besucher berichten laut Reiseführern und Medienberichten von einem Gefühl der Entschleunigung. In einer Welt, in der Reiseziele oft als Kulissen konsumiert werden, zwingt die Isla del Sol Besucher geradezu dazu, langsam zu gehen, Pausen einzulegen, den eigenen Atem in der Höhe zu spüren.
Dabei ist wichtig, den Ort nicht nur als „Instagram-Spot“, sondern als lebendige Kulturlandschaft zu verstehen. Der Respekt vor lokalen Regeln, die Bereitschaft, in einfachen Unterkünften zu übernachten, und die Akzeptanz, dass nicht immer alles durchorganisiert ist, gehören zu einem verantwortungsvollen Besuch. Deutsche Nachhaltigkeits-Initiativen im Tourismus verweisen darauf, dass gerade solche Orte, an denen indigene Gemeinschaften direkten Einfluss auf die Tourismusgestaltung haben, Beispiele für alternative Reiseformen sein können.
Isla del Sol in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Medien taucht die Isla del Sol als Mischung aus geheimnisvoller Inka-Insel, Wanderparadies und Sehnsuchtsort am Wasser auf. Reiseblogger, Fotograf:innen und Individualreisende teilen vor allem Bilder von Sonnenuntergängen, Eseln auf steilen Pfaden und Ausblicken über den Titicacasee. Auch deutschsprachige Accounts greifen das Motiv zunehmend auf, was die Insel zu einem wiederkehrenden Trendziel für Südamerika-Fans in Deutschland macht.
Isla del Sol — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Isla del Sol
Wo liegt die Isla del Sol genau?
Die Isla del Sol liegt im westlichen Bolivien im Titicacasee, einem der höchstgelegenen schiffbaren Seen der Welt. Sie befindet sich unweit der Stadt Copacabana und nicht weit von der Grenze zu Peru. Von La Paz aus ist die Insel über die Straße nach Copacabana und anschließend per Boot erreichbar.
Welche historische Bedeutung hat die Isla del Sol?
Die Isla del Sol gilt in der Mythologie der Inka als Geburtsstätte des Sonnengottes Inti und seiner Kinder, die das Inka-Reich begründet haben sollen. Archäologische Funde zeigen, dass die Insel schon vor den Inka von Kulturen wie Tiwanaku als Heiligtum genutzt wurde. Heute ist sie ein wichtiger Erinnerungsort andiner Spiritualität, an dem sich vorinkaische, inkaische und katholische Traditionen überschneiden.
Wie erreicht man die Isla del Sol von Deutschland aus?
Von Deutschland aus fliegt man zunächst mit einer oder mehreren Umstiegsverbindungen nach Bolivien, meist nach La Paz oder Santa Cruz. Von La Paz fahren Busse nach Copacabana am Titicacasee, die Fahrt dauert mehrere Stunden. In Copacabana verkehren regelmäßig Boote zur Isla del Sol, die Überfahrt dauert in der Regel etwa 1,5 bis 2 Stunden. Konkrete Fahrpläne und Abfahrtszeiten sollten vor Ort erfragt werden.
Was ist das Besondere am Besuch der Isla del Sol?
Die Besonderheit der Isla del Sol liegt in der Verbindung aus grandioser Hochlandlandschaft, spürbarer andiner Spiritualität und authentischem Dorfleben. Besucher wandern auf alten Inka-Pfaden, sehen terrassierte Felder und einfache Aymara-Dörfer und erleben zugleich die Weite des Titicacasees. Die Insel ist vergleichsweise wenig verbaut, sodass Natur- und Kulturlandschaft im Vordergrund stehen.
Wann ist die beste Reisezeit für die Isla del Sol?
Die trockenen Monate von etwa Mai bis Oktober gelten allgemein als besonders günstig für Wanderungen und klare Sichtverhältnisse, die Nächte können dann allerdings sehr kalt sein. Während der Regenzeit von ungefähr November bis März ist es milder, aber es treten häufiger Schauer auf, und Wege können rutschiger sein. Unabhängig von der Jahreszeit sollten Reisende auf die Höhenlage achten und entsprechende Kleidung mitbringen.
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