Isola Bella, Stresa

Isola Bella bei Stresa: barocker Palast auf einer Garteninsel

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 07:33 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Isola Bella vor Stresa in Italien verbindet den Palazzo Borromeo mit terrassierten Gärten zu einer Inselkomposition, die Besucher dauerhaft in ihren Bann zieht.

Schwarzweiss-Reportage vom Wahrzeichen Isola Bella Lago Maggiore in Stresa, Italien
Schwarzweiss-Reportagebild vom Wahrzeichen Isola Bella Lago Maggiore in Stresa Italien, dokumentarische Reisefotografie mit starken Kontrasten, Illustration mit AI erstellt.

Isola Bella im Lago Maggiore vor der Küste von Stresa ist eine kleine Insel, die vollständig von dem barocken Palazzo Borromeo und seinen terrassierten Gärten eingenommen wird und wie ein gebautes Schiff im See liegt. Ihr heutiger Name geht auf Isabella d’Adda zurück, die Gemahlin des Grafen Carlo III. Borromeo, der im 17. Jahrhundert den Ausbau der Insel zu einem repräsentativen Sitz der Familie begann.

Isola Bella und die Familie Borromeo

Die Isola Bella gehört zur Gruppe der Borromäischen Inseln im piemontesischen Teil des Lago Maggiore und befindet sich seit dem Mittelalter im Besitz der Adelsfamilie Borromeo, die über Jahrhunderte Politik und Kultur Norditaliens prägte.Im Besitz der Familie Borromeo Bis ins frühe 17. Jahrhundert war die Insel ein felsiger Vorsprung mit einem kleinen Fischerdorf, bevor sie in den Fokus der Familie rückte und zum Schauplatz eines groß angelegten Bauprojekts wurde.Ein ehemaliges Fischerdorf auf einem Felsen

Giulio Cesare Borromeo erwarb im 16. Jahrhundert erste Grundstücke auf der damals als „Isola inferiore“ bekannten Insel und besaß bereits die nahe Isola Madre.Frühe Käufe durch Giulio Cesare Borromeo Den entscheidenden Schritt vollzog sein Nachkomme Carlo III. Borromeo, der ab 1632 die Insel systematisch überbauen ließ und sie seiner Frau Isabella d’Adda widmete, wodurch sich aus „Isola Isabella“ im Lauf der Zeit der Name Isola Bella entwickelte.Namensgebung zu Ehren Isabella d’Addas

Der Palazzo Borromeo als steinerner Schiffsbug

Herzstück der Insel ist der Palazzo Borromeo, ein mehrgeschossiger Adelssitz des 17. Jahrhunderts, dessen Bauphase in der Mitte des Jahrhunderts einsetzte und dessen äußere Gestalt barokke und teils rokokoartige Formen verbindet.Bau des Palazzo Borromeo im 17. Jahrhundert Die lange Hauptfassade folgt der Uferlinie, und Zusammenspiel von Volumen und Lage lässt den Palast wie den Bug eines großen Schiffes erscheinen, das in den Lago Maggiore hinausragt.

Im Inneren des Palastes finden sich eine Folge reich dekorierter Säle, Salons und Galerien, die unterschiedliche Epochen der Ausstattung widerspiegeln. Besonders hervorgehoben wird in Beschreibungen die Berthier-Galerie, ein langgestreckter Raum mit dichter Bildhängung, der Werke verschiedenster Schulen vereint und die Sammelleidenschaft der Borromeo sichtbar macht.Die Berthier-Galerie im Palazzo Unterhalb der repräsentativen Etagen liegen grottenartig gestaltete Räume mit Natursteinverkleidungen, die einen deutlichen Kontrast zur höfischen Pracht der oberen Stockwerke bilden.

Terrassengärten als barocke Inselarchitektur

Der italienische Garten der Isola Bella entstand im 17. Jahrhundert parallel zum Palast und wurde 1671 feierlich eingeweiht.Einweihung der Gärten im Jahr 1671 Er breitet sich auf mehreren übereinander gestaffelten Terrassen aus, die sich zu einer geometrisch klar gegliederten Gartenarchitektur zusammenfügen und die Insel überwiegend überbauen.

Beschreibungen vergleichen den Gesamtentwurf mit einem Schiff, bei dem der Palazzo den Bug und der Garten das Heck bildet.Schiffsförmiger Entwurf von Palast und Garten Auf den Gartenterrassen stehen Balustraden, Skulpturen und verzierte Treppenläufe, die den vertikalen Aufbau betonen; dazwischen fügen sich Beete mit streng geführten Pflanzenformen und exotischen Gehölzen ein, die sich deutlich vom offenen Wasser des Lago Maggiore absetzen. Insgesamt entsteht der Eindruck eines inszenierten Gartenraums, der die kleine Insel vollständig in eine barock geprägte Bühne verwandelt.

Isola Bella besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Isola Bella liegt unmittelbar vor dem Ufer von Stresa im piemontesischen Teil des Lago Maggiore und ist mit Booten erreichbar, die vom Festland zur Insel übersetzen.
  • Auf der Insel führen Wege und Treppen durch den Palazzo Borromeo und über die Gartenterrassen, sodass ein Besuch mehrere Höhenstufen und einige Treppenläufe umfasst.
  • In der Umgebung der Isola Bella liegen weitere Borromäische Inseln im See, darunter die Isola Madre und die Isola dei Pescatori, die vom Ufer bei Stresa aus ebenfalls mit Booten erreichbar sind.
  • Amtssprache ist Italienisch, gezahlt wird in Euro.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Isola Bella: häufige Fragen

Wo liegt Isola Bella?

Isola Bella liegt im Lago Maggiore vor der Stadt Stresa im italienischen Piemont und gehört zur Gruppe der Borromäischen Inseln.

Was bietet ein Besuch der Isola Bella?

Ein Besuch führt durch den barocken Palazzo Borromeo und über die mehrstöckigen Gartenterrassen, die zusammen eine dicht gestaltete Inselanlage bilden.

Was kennzeichnet Isola Bella besonders?

Besonders kennzeichnend ist die vollständige Verwandlung der kleinen Insel in ein Zusammenspiel aus Adelssitz und barockem Terrassengarten, das wie ein steinernes und pflanzliches Schiff im See wirkt.

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