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Itchan Kala Chiwa: Zeitreise in Usbekistans Oasen-Zitadelle

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 18:37 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Itchan Kala Chiwa, die ummauerte Altstadt von Chiwa in Usbekistan, entführt Besucher in eine andere Zeit. Warum dieser UNESCO-Welterbe-Ort gerade für Reisende aus Deutschland so faszinierend ist, zeigt unser ausführliches Porträt.

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Wer durch die Tore von Itchan Kala Chiwa tritt, betritt eine andere Welt: Lehmziegelmauern glühen im Sonnenlicht, türkisfarbene Kacheln schimmern an Minaretten, und die engen Gassen der Altstadt von Chiwa erzählen Geschichten aus Jahrhunderten der Seidenstraße. Die innere Festungsstadt Itchan Kala (sinngemäß „innere Festung/inneres Viertel“) gilt als eines der eindrucksvollsten historischen Stadtensembles in Usbekistan und als lebendiges Freilichtmuseum orientalischer Stadtbaukunst.

Itchan Kala Chiwa: Das ikonische Wahrzeichen von Chiwa

Itchan Kala Chiwa ist die ummauerte Altstadt von Chiwa im Westen Usbekistans und zugleich ihr bekanntestes Wahrzeichen. Sie wird häufig als „Museumsstadt unter freiem Himmel“ beschrieben, weil sich hier auf engstem Raum Moscheen, Medresen (Koranschulen), Karawansereien, Wohnhäuser und Paläste in erstaunlich geschlossener historischer Struktur erhalten haben. Offizielle Stellen und Fachpublikationen betonen die außergewöhnliche Unversehrtheit des Ensembles, das ein seltenes Beispiel einer zentralasiatischen Handels- und Oasenstadt darstellt.

Die Stadt Chiwa liegt in der Region Choresm im fruchtbaren Delta des Amudarja, weitab der Küste, aber historisch strategisch an wichtigen Handelsrouten der Seidenstraße. Für Reisende aus Deutschland ist Itchan Kala Chiwa vor allem deshalb spannend, weil sich hier islamische Architektur Mittelasiens, persische Einflüsse und die Geschichte der Khanate in einem kompakten Stadtkern erleben lassen, der im Gegensatz zu vielen anderen Orten nicht zu reinen Ruinen verfallen ist, sondern weiterhin bewohnt und belebt bleibt.

Besonders ins Auge fallen schon beim ersten Rundgang die mächtigen Stadtmauern aus ungebrannten Lehmziegeln, der unvollendete, türkis gekachelte Minarettturm Kalta Minor sowie die Dachlandschaft aus Flachdächern, Kuppeln und Türmen. Kunsthistorische und tourismusbezogene Publikationen aus Europa ordnen Itchan Kala regelmäßig in die Spitzenkategorie der Seidenstraßen-Sehenswürdigkeiten ein und stellen den Ort auf eine Stufe mit Samarkand und Buchara, wenn auch im kleineren, intimeren Maßstab.

Geschichte und Bedeutung von Itchan Kala

Die Wurzeln von Chiwa und damit von Itchan Kala reichen nach der überwiegenden Forschungsmeinung bis in die Antike. Konkrete schriftliche Quellen für die frühe Geschichte sind begrenzt, doch mittelalterliche Chroniken und moderne Geschichtsdarstellungen beschreiben Chiwa als Oasenstadt und wichtigen Stützpunkt im Choresm-Gebiet, das über Jahrhunderte ein eigenes Reich und später ein Khanat bildete. Die heute sichtbare Stadtstruktur von Itchan Kala stammt überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert, auf älteren Fundamenten und unter Wiederverwendung von Bausubstanz.

Chiwa war lange Residenzstadt des Khanats Chiwa. Bedeutende Khan-Herrscher ließen innerhalb der Mauern Moscheen, Medresen und Paläste errichten oder erneuern. So entstanden zahlreiche der Baudenkmäler, die heute Besucher anziehen, etwa der Khan-Palast Kunya Ark, die Dschuma-Moschee mit ihrem Wald aus Holzsäulen und mehrere Lehranstalten, die reisende Gelehrte und Studierende aus der Region anzogen. Die politische Geschichte des Khanats ist geprägt von Konflikten mit benachbarten Mächten, Tributzahlungen und schließlich der Einbindung in das Russische Kaiserreich und später die Sowjetunion.

Mit dem Ende der Khanate und der Integration in die sowjetische Zentralasienpolitik verlor Chiwa seine Rolle als eigenständige Machtzentrale, gewann aber als historisches Zeugnis an Bedeutung. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts rückten Schutz, Restaurierung und museale Erschließung des Altstadtkerns stärker in den Fokus. Heute gilt Itchan Kala als eines der Schlüsselbeispiele für den Umgang mit einer noch bewohnten historischen Stadt, die sowohl als Alltagssiedlung als auch als touristisch erschlossenes Welterbe funktioniert.

Die internationale Bedeutung von Itchan Kala wird durch den UNESCO-Welterbestatus unterstrichen, der der Altstadt bereits in den 1990er-Jahren verliehen wurde. In den offiziellen Beschreibungen wird hervorgehoben, dass Itchan Kala einen nahezu vollständigen Stadtgrundriss einer zentralasiatischen Oasen- und Handelsstadt präsent hält, inklusive Stadtmauern, Hauptachsen, religiösen und repräsentativen Bauten sowie typischen Wohnstrukturen. Fachkreise betonen, dass der Ort damit nicht nur Einzelmonumente, sondern einen gesamten städtebaulichen Kosmos bewahrt.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Itchan Kala Chiwa ein dichtes Geflecht aus traditionellen Lehmziegel- und Holzbauformen, kombiniert mit kunstvoller Fliesen- und Stuckdekoration. Viele der Gebäude lehnen sich an persisch und timuridisch geprägte Bauweisen an – mit Portalen, Hofanlagen und Kuppelräumen –, sind aber zugleich von regionalen Besonderheiten des Choresm-Gebiets geprägt. Wer aus Deutschland kommt und vielleicht den Kölner Dom oder das Berliner Stadtschloss im Kopf hat, erlebt in Chiwa einen völlig anderen Maßstab: Die Gebäude sind häufig niedriger, dafür enger gestaffelt, und die Monumentalität entsteht durch das Zusammenspiel von Raumfolgen und Ornament.

Auffälliges Wahrzeichen ist der Kalta Minor, ein stämmiges Minarett, das nie vollendet wurde. Sein charakteristischer, mit blaugrünen Kacheln verkleideter Turm, der deutlich niedriger ist als ursprünglich geplant, bildet einen visuellen Ankerpunkt in der Altstadt. Kunsthistoriker heben die dichte Ornamentik und die Farbigkeit hervor, die harmonisch mit den ockerfarbenen Lehmwänden der Umgebung kontrastiert. Für Fotografen entsteht dadurch ein starkes Farbspiel, das Itchan Kala auf zahlreichen Bildmotiven international prägt.

Ein zweites architektonisches Highlight ist die Dschuma-Moschee im Herzen von Itchan Kala. Sie ist besonders durch ihren säulengetragenen Gebetssaal bemerkenswert: Hunderte Holzsäulen, teils aus unterschiedlichen Epochen, tragen die flache Dachfläche, sodass im Inneren eine fast waldartige Atmosphäre entsteht. Experten und Reiseführer betonen, dass diese Konstruktion eine selten gewordene Bauweise repräsentiert, in der örtliche Holzschnitzkunst und funktionale Architektur verschmelzen.

Der Palast Kunya Ark veranschaulicht die repräsentative Architektur der Khan-Herrscher. Hofanlagen, Empfangshallen, Wohnräume und einstige Verwaltungsbereiche gruppieren sich um mehrere Innenhöfe. Besucher können einen Eindruck davon gewinnen, wie höfische Macht und Alltag in einem zentralasiatischen Khanat organisiert war. Restaurierungen haben viele Dekorelemente – Fliesen, Schnitzereien, Malereien – wieder sichtbar gemacht, ohne den Charakter des Ensembles völlig zu modernisieren.

Über die großen Monumente hinaus liegt ein besonderer Reiz von Itchan Kala in den Wohnvierteln, den verwinkelten Gassen und den weniger bekannten Bauwerken. Schmale Durchgänge öffnen sich zu kleinen Innenhöfen, über denen sich die Flachdächer wie eine zweite Ebene legen. Rundgänge auf den Stadtmauern erlauben den Blick über die Dächer hinweg, auf Minarette, Kuppeln und die weite Ebene des Umlands. Viele Fachautorinnen und -autoren weisen darauf hin, dass gerade diese alltägliche Architektur das Stadtbild so authentisch macht.

Kunsthandwerk und dekorative Künste sind integraler Teil der Wahrnehmung von Itchan Kala. Traditionelle Keramik, Holzschnitzerei, Textilien und Teppiche werden in Werkstätten und Läden innerhalb der Altstadt hergestellt und verkauft. Reisejournalistische Berichte betonen, dass Besucher hier nicht nur museal rekonstruierte Objekte sehen, sondern lebendige Handwerkstraditionen, die sich in die historische Umgebung einfügen. Dennoch sollte der touristische Charakter nicht überschätzt werden: Der Ort ist weiterhin Wohnraum für viele Familien, was den Alltag in die Kulisse einbindet.

Itchan Kala Chiwa besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Chiwa liegt im Westen Usbekistans, in der Region Choresm, unweit der Stadt Urganch. Für Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise in der Regel über internationale Drehkreuze mit Anschlussflügen nach Usbekistan, häufig über Taschkent oder andere größere usbekische Städte. Von Frankfurt, München oder Berlin ist mit einer Gesamtflugzeit von etwa 7 bis 9 Stunden zu rechnen, je nach Verbindung und Zwischenstopps. Von Taschkent bestehen Inlandsflüge oder Bahn- und Straßenverbindungen in Richtung Westen, über die man Chiwa erreicht. Zuverlässige Reiseführer und Reiseveranstalter empfehlen, die letzte Etappe nach Chiwa über Urganch zu organisieren, von wo aus Fahrten per Auto oder Bus über rund 30 bis 40 km möglich sind.
  • Öffnungszeiten: Die Altstadt Itchan Kala als Stadtquartier ist grundsätzlich tagsüber frei zugänglich, einzelne Baudenkmäler – wie Museen, Medresen oder Moscheen – haben jedoch eigene Öffnungs- und Besuchszeiten. Diese können saisonal und organisatorisch variieren. Es empfiehlt sich unbedingt, vor dem Besuch direkt bei der offiziellen Tourismusinformation von Chiwa oder den jeweiligen Einrichtungen aktuelle Zeiten zu prüfen. Formulierungen wie „ganzjährig geöffnet“ werden in seriösen Reiseführern meist vorsichtig gehandhabt, weil lokale Feiertage und Wetterbedingungen die Zugänglichkeit beeinflussen können.
  • Eintritt: Für den Zugang zu bestimmten Monumenten und Museumsbereichen innerhalb von Itchan Kala werden Eintrittsgebühren erhoben. Die genaue Struktur – ob Kombitickets oder Einzelzugänge – kann sich ändern und variiert teilweise nach Saison. Aufgrund wechselnder Preisangaben in unterschiedlichen Quellen ist eine zeitlose Empfehlung angebracht: Reisende sollten mit einem moderaten Kultur-Budget in Euro rechnen, das vor Ort in die lokale Währung (usbekischer Som) gewechselt oder per Karte bezahlt werden kann. Aktuelle, verbindliche Eintrittspreise sind idealerweise direkt vor Ort oder über offizielle Stellen zu erfragen; viele Besucherberichte verweisen darauf, dass der Gesamtbetrag für mehrere Sehenswürdigkeiten im Vergleich zu westeuropäischen Museen als eher niedrig wahrgenommen wird.
  • Beste Reisezeit: Klimadaten und Reiseempfehlungen für Usbekistan weisen darauf hin, dass Frühling und Herbst die angenehmsten Reisezeiten sind. Zwischen etwa März und Mai sowie September und Oktober herrschen meist gemäßigte Temperaturen, die Besichtigungen in der offenen, sonnenreichen Umgebung der Wüsten- und Steppenlandschaft erleichtern. Die Sommermonate können sehr heiß werden, mit Temperaturen deutlich über 30 °C, was längere Aufenthalte in der Sonne erschwert. Im Winter ist es deutlich kühler, teils frostig, dafür ist der touristische Andrang geringer. Für Reisende aus Deutschland, die die Altstadt ausführlich erkunden möchten, empfehlen viele seriöse Quellen den Frühling oder Herbst, möglichst mit Besichtigungen früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wenn das Licht besonders stimmungsvoll ist.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten: In Chiwa und allgemein in Usbekistan ist die Landessprache Usbekisch, in der Region Choresm auch regionale Sprachen und Dialekte verbreitet. Russisch wird vielerorts verstanden und genutzt, insbesondere im Dienstleistungsbereich. Englischkenntnisse sind im Vergleich zu großen europäischen Metropolen seltener, aber in touristischen Einrichtungen und bei jüngeren Menschen zunehmend vorhanden. Deutsch wird nur punktuell gesprochen, etwa von einzelnen Reiseleitern. Als Reisende aus Deutschland ist man mit Englisch und gegebenenfalls einigen russischen Grundfloskeln gut beraten. Zahlung erfolgt in Usbekistan überwiegend in der Landeswährung, wobei die Verbreitung von Kartenzahlung zunimmt. In größeren Hotels und einigen Restaurants können internationale Kreditkarten akzeptiert werden; in kleineren Geschäften und bei Handwerkern ist Bargeld üblich. Trinkgeld wird in moderaten Beträgen geschätzt, etwa für gute Dienste von Reiseleitern, Fahrern oder im Restaurantbereich; verbindliche Normen sind jedoch weniger streng als in manchen westeuropäischen Ländern. Besuche von Moscheen und religiösen Orten in Itchan Kala sollten mit respektvoller Kleidung erfolgen: Schultern und Knie bedeckt, Schuhe vor dem Gebetsraum ausgezogen, Zurückhaltung beim Fotografieren von betenden Personen. Fotografieren ist in der Altstadt im Allgemeinen erlaubt, einzelne Museen oder Räume können Einschränkungen haben.
  • Einreisebestimmungen: Für deutsche Staatsbürger kann sich der rechtliche Rahmen für Einreise, Visum und Aufenthaltsdauer nach Usbekistan ändern. Daher gilt unabhängig von individuellen Erfahrungsberichten: Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich Hinweise zu notwendigen Reisedokumenten, eventuellen Visumerfordernissen, Sicherheitsaspekten sowie medizinischen Empfehlungen. Innerhalb der Region ist mit einer Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit zu rechnen; Usbekistan liegt in einer Zeitzone, die in der Regel mehrere Stunden vor MEZ/MESZ liegt, sodass die Umstellung insbesondere für Kurzreisen berücksichtigt werden sollte. Für Aufenthalte außerhalb der EU ist außerdem eine Auslandsreisekrankenversicherung sinnvoll, die ärztliche Versorgung und eventuelle Rücktransporte abdeckt.

Warum Itchan Kala auf jede Chiwa-Reise gehört

Für eine Reise nach Chiwa ist Itchan Kala nicht nur ein Programmpunkt unter vielen, sondern das Herz der Stadt. Wer hier unterwegs ist, spürt, wie sich historische Struktur und heutiger Alltag überlagern. Kinder spielen in den Gassen, während wenige Schritte weiter Besucher auf die Ornamentik eines Medreseportals blicken; Händler bieten Souvenirs an, hinter denen jahrhundertealte Handwerkstraditionen stehen. Dieses gleichzeitige Nebeneinander von Gegenwart und Geschichte macht den Ort für internationale Gäste so eindringlich.

Für Reisende aus Deutschland ist Itchan Kala eine Chance, die oft abstrakt wahrgenommene „Seidenstraße“ konkret zu erleben. Während Samarkand mit seinen monumentalen Platzanlagen und Buchara mit ihren Handelsvierteln vielen vertraut sind, wirkt Chiwa intimer und kompakter. Die Stadtmauern um Itchan Kala schaffen einen klar definierten Raum, in dem man sich orientieren kann, ohne sich zu verlieren. Viele Reiseführer betonen, dass sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten problemlos zu Fuß erreichen lassen; das erleichtert gerade Individualreisenden die Erkundung.

Die Atmosphäre unterscheidet sich von vielen europäischen Altstädten. Statt Kopfsteinpflaster dominieren Lehmwege oder schlichte Beläge, statt gotischer Türme und barocker Fassaden bestimmen orientalische Portale und Kuppeln das Bild. Wer beispielsweise schon die Altstadt von Dubrovnik oder das Ensemble der Prager Altstadt kennt, wird die bauliche Geschlossenheit wiedererkennen, aber eine völlig andere kulturelle und religiöse Welt vorfinden. Itchan Kala bietet damit eine seltene Gelegenheit, die Vielfalt historischer Stadtformen im direkten Vergleich zu erleben.

Auch im größeren Reiseplanungs-Kontext ist Itchan Kala bedeutsam: Viele Reisen durch Usbekistan kombinieren Chiwa mit Buchara und Samarkand, oft entlang einer von Ost nach West verlaufenden Route. In diesem Dreiklang bildet Chiwa für zahlreiche Besucher den ruhigeren, atmosphärisch besonders dichten Abschluss oder Startpunkt. Die relativ abgelegene Lage im Westen trägt dazu bei, dass der Ort weniger überlaufen ist als manche anderen Sehenswürdigkeiten, zugleich aber genügend touristische Infrastruktur bietet – Unterkünfte, Restaurants, geführte Touren –, damit sich Reisende sicher und gut vorbereitet fühlen können.

Schließlich spielt die symbolische Bedeutung von Itchan Kala für das Selbstverständnis Usbekistans und der Region Choresm eine Rolle. Offizielle Tourismusdarstellungen und kulturelle Publikationen zitieren den Ort regelmäßig als identitätsstiftendes Wahrzeichen. Für Besucher eröffnet dies die Möglichkeit, die Sicht der lokalen Bevölkerung auf ihr eigenes Kulturerbe kennenzulernen – sei es in Gesprächen mit Stadtführern, in Museumspräsentationen oder schlicht beim Beobachten des Lebens in den Gassen.

Itchan Kala Chiwa in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien taucht Itchan Kala Chiwa immer häufiger als Motiv für Reisebilder, Architekturaufnahmen und Kulturreportagen auf. Reisende teilen Eindrücke von Sonnenuntergängen auf den Mauern, Nahaufnahmen der türkisfarbenen Kacheln und Alltagsmomente in den Gassen. Dadurch entsteht ein breites, globales Bild des Ortes, das über klassische Reiseführer hinausgeht und insbesondere jüngere Zielgruppen anspricht.

Häufige Fragen zu Itchan Kala Chiwa

Wo liegt Itchan Kala Chiwa genau?

Itchan Kala Chiwa befindet sich im inneren, ummauerten Altstadtkern der Stadt Chiwa in der Region Choresm im Westen Usbekistans. Die Altstadt ist von einer markanten Stadtmauer umgeben und bildet einen klar abgegrenzten historischen Bereich innerhalb des heutigen Stadtgebiets.

Warum ist Itchan Kala historisch so bedeutend?

Itchan Kala ist historisch wichtig, weil es die Residenz- und Handelsstadt des Khanats Chiwa repräsentiert und zugleich ein nahezu vollständiges Beispiel einer zentralasiatischen Oasenstadt bietet. Die Altstadt bewahrt die Stadtstruktur mit Mauern, religiösen Bauten, Palästen, Wohnvierteln und Infrastruktur aus mehreren Jahrhunderten und gilt daher als Schlüsselzeugnis für die Geschichte der Seidenstraße und der Region Choresm.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch von Itchan Kala einplanen?

Für einen ersten Eindruck reicht ein halber Tag, doch um die Altstadt in Ruhe zu erkunden, mehrere Monumente zu besichtigen und die Atmosphäre zu erleben, empfiehlt sich mindestens ein ganzer Tag. Viele Reisende planen zwei bis drei Tage in Chiwa ein, um Itchan Kala bei unterschiedlichem Licht zu sehen, etwa morgens, nachmittags und abends, und um auch weniger bekannte Gassen und Aussichtspunkte zu entdecken.

Was ist an der Architektur von Itchan Kala besonders?

Besonders ist die Kombination aus Lehmziegelbauweise, reich verzierter Fliesenarchitektur und Holzschnitzkunst in einem dichten, geschlossenen Stadtensemble. Wahrzeichen wie das türkis gekachelte Minarett Kalta Minor und die Dschuma-Moschee mit ihrem Säulenwald geben Itchan Kala ein unverwechselbares Gesicht. Gleichzeitig wirkt die Alltagsarchitektur mit Flachdächern, Innenhöfen und engen Gassen authentisch und nicht museal abgeriegelt.

Welche Reisezeit ist für Chiwa und Itchan Kala am besten geeignet?

Die beste Reisezeit für Chiwa und Itchan Kala ist im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen angenehm und die Lichtverhältnisse für Besichtigungen und Fotografien besonders günstig sind. Sommer kann sehr heiß sein, Winter deutlich kühler. Für Reisende aus Deutschland empfehlen viele seriöse Quellen daher den Besuch zwischen etwa März und Mai oder zwischen September und Oktober, mit Besichtigungen vorzugsweise außerhalb der Mittagshitze.

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