Jigoku Meguri in Beppu â siedende Höllenlandschaft aus Dampf und Farbe
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 21:22 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSJigoku Meguri bezeichnet in Beppu auf der Insel Kyushu einen Rundweg durch mehrere extrem heiĂe Thermalquellen, deren Wasser und Schlamm in krĂ€ftigen Farben aus der Erde tritt und dichte Dampfschwaden ĂŒber einem dicht bebauten Stadtviertel bildet. Die Höllen von Beppu gehören zu einem der bekanntesten Onsen-Gebiete Japans und stehen als Landschaft der heiĂen Quellen unter dem Schutz als âPlace of Scenic Beautyâ des japanischen Staates im 20. Jahrhundert.
Jigoku Meguri: siedende Quellen zwischen WohnhÀusern
Jigoku Meguri liegt in Beppu in der PrĂ€fektur ?ita auf der sĂŒdlichen Hauptinsel Kyushu, in einem Stadtgebiet, das durch zahlreiche sichtbare Austritte von Thermalwasser geprĂ€gt ist.Die Höllen von Beppu sind als landschaftlich besonders schöner Ort ausgewiesen und verbinden einen stĂ€dtischen Alltag mit einer sehr aktiven Geologie. Die einzelnen Höllen liegen in den Vierteln Kannawa und Shibaseki, sodass zwischen den Dampf- und Schlammpools WohnhĂ€user, StraĂen und kleinere Tempelanlagen stehen.Mehrere der Beppu-Höllen konzentrieren sich im nördlichen Stadtteil Kannawa
Der offizielle Rundgang umfasst sieben Höllenquellen, daneben existiert mit Yama Jigoku eine weitere Anlage, die nicht in jedem gemeinsamen Programm enthalten ist. Die Geothermalfelder speisen Becken, in denen Wasser und Schlamm deutlich ĂŒber 80 °C heiĂ werden und damit weit jenseits der Badetemperaturen liegen.Die Beppu-Jigoku erreichen Temperaturen nahe dem Siedepunkt In der Anlage Oniyama Jigoku werden seit 1923 Krokodile gehalten, deren Gehege sich an den heiĂen Dampfzonen orientieren.
Sieben âHöllenâ: Farben, Namen und Charaktere
Die bekannteste Quelle entlang des Jigoku-Meguri-Rundwegs ist Umi Jigoku, der âMeereshölleâ mit einem tiefen, blauen Wasserbecken, dessen OberflĂ€che von aufsteigendem Dampf umspielt wird.Umi Jigoku liegt im nördlichen Bereich von Beppu In der NĂ€he befindet sich Oniishibozu Jigoku mit grauen Schlammpools, in denen groĂe Blasen an die rasierten Köpfe buddhistischer Mönche erinnern, und ein angeschlossenes FuĂbad nutzt das heiĂ ausströmende Wasser in abgekĂŒhlter Form. Shiraike Jigoku, die âweiĂe Teichhölleâ, zeigt ein milchiges Becken, umgeben von Gartenanlagen mit Ă€lteren tropischen Pflanzenarten.
Kamado Jigoku und Oniyama Jigoku verstĂ€rken den Themencharakter: Kamado kombiniert mehrere unterschiedlich gefĂ€rbte Becken mit Figuren und Installationen, wĂ€hrend Oniyama seine Tiergehege mit dem Bild der âDĂ€monenbergeâ verbindet, in denen die Krokodile leben. Yama Jigoku selbst liegt an einem Hang, aus dem Dampf austritt; diese Anlage wird nicht in jedem gemeinsamen Ticket gefĂŒhrt. Im Gebiet Shibaseki liegen Chinoike Jigoku, die âBluthölleâ mit ihrem rot gefĂ€rbten Becken auf Basis eisenhaltiger Sedimente, und Tatsumaki Jigoku, ein Geysir, dessen Austritt in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden in einem Becken gefasst ist.Der offizielle Höllenrundgang zĂ€hlt sieben Stationen
Geothermie, Schutzstatus und Einbindung in die Onsen-Stadt
Die Höllen von Beppu bilden Teil eines gröĂeren Geothermiefeldes, das Beppu als Onsen-Stadt mit zahlreichen BadehĂ€usern und traditionellen UnterkĂŒnften geprĂ€gt hat.Die Beppu-Jigoku sind in einen Rundgang zwischen Kannawa und Shibaseki gegliedert Die extrem hohen Temperaturen der Höllen erlauben keine Badebecken direkt an den farbigen Pools, doch werden die heiĂen Quellen an separaten Stellen fĂŒr OnsenbĂ€der genutzt. Der nationale Status als âPlace of Scenic Beautyâ hebt die Kombination aus Technik, WegefĂŒhrung und natĂŒrlich austretendem Thermalwasser hervor und schĂŒtzt die Landschaft vor tiefgreifender VerĂ€nderung.
Zwischen den Höllenarealen verlĂ€uft ein Wegenetz, das gepflegte Gartenbereiche mit Felsformationen, kleineren Schreinen und Aussichtspunkten verbindet. Tafeln erlĂ€utern die japanischen Namen der Höllen und deren Bedeutung, etwa âMeerâ, âBlutâ oder âBergâ, wodurch sich die unterschiedlichen Charaktere der Becken auch sprachlich nachvollziehen lassen. Die Lage der Stadt an der KĂŒste und am Hang eines vulkanisch aktiven Gebiets macht Jigoku Meguri zu einem leicht erreichbaren Beispiel fĂŒr japanische Geothermie im Alltag einer Mittelstadt.
Jigoku Meguri besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Jigoku Meguri liegt im Stadtgebiet von Beppu in der PrĂ€fektur ?ita auf der Insel Kyushu; vom Bahnhof Beppu fĂŒhren Stadtbusse in die Viertel Kannawa und Shibaseki.
- Zwischen den Höllen von Kannawa verlaufen befestigte Wege mit wenigen Stufen, in Shibaseki kommen GelĂ€ndeĂŒbergĂ€nge mit leichten Steigungen hinzu.
- Der Besuch der Höllen lÀsst sich mit einem Aufenthalt in den Onsen-BadehÀusern von Beppu verbinden, die in denselben geothermischen Feldern liegen.
- Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Jigoku Meguri auf Social-Media-Plattformen
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Jigoku Meguri: hÀufige Fragen
Wo liegt Jigoku Meguri genau?
Jigoku Meguri liegt in Beppu in der PrÀfektur ?ita auf der Insel Kyushu in Japan, in den Stadtvierteln Kannawa und Shibaseki.
Was bietet ein Besuch von Jigoku Meguri?
Ein Besuch fĂŒhrt entlang mehrerer extrem heiĂer Thermalbecken, deren Wasser und Schlamm in unterschiedlichen Farben austritt und von Dampf umgeben ist.
Was kennzeichnet Jigoku Meguri besonders?
Jigoku Meguri vereint farbige, siedende Quellen mit einer Lage innerhalb eines Onsen-Stadtviertels und trĂ€gt den Status eines staatlich geschĂŒtzten Landschaftsbereichs.
