Kimsooja und die Position zwischen Stoff, Körper und Raum
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 13:17 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)Kimsooja arbeitet seit mehr als drei Jahrzehnten an einer konzentrierten Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Körper, Stoff und Raum. Ihre Bottari-Bündel und meditativen Installationen haben den Diskurs um Konzeptkunst und Performance wesentlich mitgeprägt.
Kimsoojas Weg u?ber Stoff und Reise
International bekannt wurde Kimsooja mit ihren Bottari-Arbeiten, in denen sie traditionelle koreanische Bettdecken zu Bündeln schnürt und so Themen wie Migration, Erinnerung und Identität verdichtet. Diese frühen Arbeiten markieren den Übergang von der Malerei zu räumlichen, performativen Setzungen.
Parallel entwickelte sie ihre Praxis der sogenannten „A Needle Woman“, in der sie mit ruhender, stehender Figur im urbanen oder musealen Raum arbeitet und den Blick der Betrachterinnen und Betrachter auf Bewegung und Stillstand lenkt. Die Kombination aus einfacher Geste und präziser Setzung ist für ihre Position zentral.
Installationen zwischen Licht, Ton und Stille
Später entstanden komplexere Installationen, in denen Kimsooja Stoff, Spiegelungen, Licht und gelegentlich Ton nutzt, um Wahrnehmungssituationen zu schaffen. Häufig arbeitet sie mit eng gefassten räumlichen Eingriffen, die die Architektur betonen und zugleich in einen kontemplativen Zustand überführen.
Typisch ist der Verzicht auf dramatische Effekte zugunsten präziser Entscheidungen in Farbe, Material und Position. So entstehen Räume, die Besucherinnen und Besucher körperlich erfahren, ohne dass der Eingriff auf den ersten Blick spektakulär wirkt.
Alle News und Hintergruende zu Kimsooja
Wer sich fuer Kimsoojas Werk zwischen Bottari-Buendel, Performance und Installation interessiert, findet in der AD HOC NEWS-Suche weitere kunsthistorische Hintergruende und Markt-Einordnungen.
So arbeitet Kimsooja im Studio
Kimsooja nutzt oft die Mittel einer reduzierten, konzeptuellen Praxis: Stoff, einfache architektonische Elemente, gezielt eingesetztes Licht und den eigenen Körper als performatives Instrument. Ihre Projekte entstehen im Spannungsfeld zwischen Studioarbeit, ortsspezifischer Recherche und Kooperation mit Institutionen.
Aktueller Stand im Werk
Kimsooja setzt ihre Werkpraxis zwischen Installation, Performance und konzeptueller Fotografie fort und bleibt mit ihrer konzentrierten Material- und Körperhaltung eine Referenzposition im internationalen Diskurs.
Kimsooja auf einen Blick
- Kuenstler: Kimsooja
- Medium / Gattung: Installation, Performance, Konzeptkunst
- Geburtsjahr & -ort: 1957, Daegu, Suedkorea
- Wirkungsort(e): Studio-Praxis mit internationaler Projekttaetigkeit
- Aktiv seit: spaete 1970er Jahre, mit internationaler Sichtbarkeit seit den 1990er Jahren
- Wichtige Werkgruppen: Bottari, A Needle Woman, To Breathe, Planted Names
- Aktuelle/letzte Ausstellung: Installations- und Performance-Projekte in internationalen Museen und Kunsthallen mit Fokus auf meditativen Rauminterventionen
- Wichtige Sammlungen: internationale oeffentliche Sammlungen und Institutionen mit Schwerpunkt auf Konzeptkunst und zeitgenoessischer Installation
- Auszeichnungen: diverse Kunstpreise und Stipendien im internationalen Kontext
- Naechster Termin: aktuell kein angekuendigter Termin im 30-Tage-Fenster
Haeufige Fragen zu Kimsooja
Wie laesst sich Kimsoojas Bottari-Werkgruppe einordnen?
Die Bottari-Arbeiten von Kimsooja nutzen traditionelle koreanische Bettdecken, die zu Buendeln geschnuert werden, um Themen wie Reise, Migration, Erinnerung und Identitaet mit einfachen Mitteln zu verdichten.
Welche Rolle spielt der eigene Koerper im Werk von Kimsooja?
In Projekten wie A Needle Woman setzt Kimsooja ihren eigenen Koerper als ruhenden, stehenden Pol im urbanen oder musealen Raum ein und untersucht damit Blickregime, Bewegung und die Erfahrung von Stillstand.
In welchen Medien arbeitet Kimsooja vor allem?
Kimsooja arbeitet vorrangig mit Installation, Performance, konzeptueller Fotografie und Video und nutzt dabei Stoff, Licht und architektonische Situationen als wiederkehrende Materialien und Kontexte.
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