Lalibela, Athiopien

Lalibela: in Fels gehauene Kirchen als steinerne Stadt

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 17:19 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Lalibela in Athiopien vereint elf aus dem Fels geschlagene Kirchen zu einer steinernen Stadt und einem Zentrum Àthiopisch-orthodoxer Tradition.

Fotorealistische Ansicht von Felsenkirchen von Lalibela in Lalibela, Athiopien im Abendlicht
Fotorealistische Panoramaaufnahme von Felsenkirchen von Lalibela in Lalibela Athiopien, warmes Abendlicht auf Wahrzeichen, Illustration mit AI erstellt.

Lalibela im Norden Athiopiens ist ein heiliger Ort der Àthiopisch-orthodoxen Kirche, an dem elf Kirchen direkt aus dem vulkanischen Gestein der HochlÀnder herausgeschlagen wurden und bis heute eine zusammenhÀngende, steinerne Sakralstadt bilden.Elf monolithische Kirchen gelten als eines der bedeutendsten mittelalterlichen Bauensembles Afrikas.

Lalibela und seine in Fels gehauene Sakrallandschaft

Die Felsenkirchen von Lalibela liegen in den westlichen Àthiopischen HochlÀndern in der Region Amhara, umgeben von einem Bergland mit traditionellen RundhÀusern und Terrassenfeldern.Die Kirchen sind direkt in lebenden vulkanischen Fels eingeschnitten, der aus rötlichem Tuff und dunkleren Basaltlagen besteht.

Die Anlage geht auf die Zeit der Zagwe-Dynastie zurĂŒck und ist nach König Gebre Meskel Lalibela benannt, der im ausgehenden 12. und frĂŒhen 13. Jahrhundert regierte und mit der BautĂ€tigkeit verbunden wird.Die Kirchen werden traditionell auf das 13. Jahrhundert datiert, auch wenn einzelne Bauteile nach EinschĂ€tzung der Forschung Ă€lter sein können.

Elf Felsenkirchen: Gruppen, Namen und Formen

Die elf bekannten Kirchen von Lalibela sind in mehreren Gruppen angeordnet, die durch GrĂ€ben, Tunnel und schmale Pfade miteinander verbunden sind und sich beiderseits eines kleinen Flusslaufs mit dem Namen Yordannos verteilen.Zur nördlichen Gruppe gehören unter anderem Biete Medhane Alem, Biete Maryam, Biete Meskel und Biete Denagel, wĂ€hrend Biete Amanuel, Biete Qeddus Mercoreus und weitere Kirchen sĂŒdlich des Wasserlaufs liegen.

Eine der bekanntesten Kirchen ist Bet Giyorgis, die Kirche des heiligen Georg, die als freistehender Baukörper in einem kreuzförmigen Grundriss aus dem Fels herausgearbeitet wurde und ĂŒber einen tief eingeschnittenen Zugangshof erreicht wird.Mehrere Kirchen sind als basilikale RĂ€ume mit drei oder fĂŒnf Schiffen gestaltet, deren SĂ€ulen, Arkaden und Kapitelle ebenfalls aus dem umgebenden Felsmaterial geformt sind.

UNESCO-Welterbe und lebendige Pilgertradition

Die Felsenkirchen von Lalibela wurden 1978 als eines der ersten KulturdenkmĂ€ler Afrikas in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen und tragen die Welterbe-Referenznummer 18.Die Eintragung erfolgte unter den Kriterien i, ii und iii, die fĂŒr außergewöhnliche Schöpferkraft, Austausch von kulturellen Werten und herausragendes Zeugnis einer kulturellen Tradition stehen.

Die Kirchen werden als GotteshÀuser der Àthiopisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche genutzt, mit Priestern, liturgischen GerÀten und jahrhundertealten Ritualen, zu denen Prozessionen, GesÀnge und der Einsatz von Handkreuzen und farbigen Textilien gehören.Lalibela gilt als bedeutender Pilgerort innerhalb der Àthiopisch-orthodoxen Tradition, an dem Festtage wie Weihnachten und Epiphanias eine besondere Rolle spielen.

Lalibela besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lalibela liegt in der Region Amhara im Norden Athiopiens und ist zu erreichen ĂŒber Flugverbindungen innerhalb des Landes und anschließende Straßenverbindungen; der nĂ€chstgrĂ¶ĂŸere internationale Bezugspunkt ist Addis Abeba.
  • Die Kirchen liegen in einem felsigen GelĂ€nde mit eingeschnittenen Höfen, GrĂ€ben und Treppen; Besucher bewegen sich hĂ€ufig ĂŒber unregelmĂ€ĂŸige Stufen und durch schmale DurchgĂ€nge.
  • Das Hochland um Lalibela liegt auf mehreren tausend Metern Höhe, sodass Wege zur Anlage und zwischen den Kirchen eine gewisse Höhenlage und spĂŒrbare Steigung aufweisen.
  • In der Umgebung der Kirchen liegen traditionelle Wohnquartiere mit RundhĂ€usern, kleinere MĂ€rkte sowie weitere religiöse Einrichtungen der Ă€thiopisch-orthodoxen Kirche.
  • Amtssprache ist Amharisch, gezahlt wird in Äthiopischen Birr; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche StaatsbĂŒrger prĂŒfen die LĂ€nderinformationen des AuswĂ€rtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Lalibela auf Social-Media-Plattformen

Diese Links öffnen auf den jeweiligen Plattformen eine Suche nach dem Stichwort Lalibela.

Lalibela: hÀufige Fragen

Wo liegt Lalibela?

Lalibela liegt in den Àthiopischen HochlÀndern der Region Amhara im Norden des Landes, mehrere hundert Kilometer nördlich von Addis Abeba.

Was bietet ein Besuch der Felsenkirchen von Lalibela?

Ein Besuch fĂŒhrt in ein zusammenhĂ€ngendes Ensemble aus elf aus dem Fels gehauenen Kirchen mit Höfen, Tunneln, Wandmalereien und liturgischen GegenstĂ€nden der Ă€thiopisch-orthodoxen Tradition.

Was kennzeichnet Lalibela im Vergleich zu anderen Sakralorten?

Lalibela ist durch die Kombination aus monolithisch aus dem Fels geschlagenen Kirchen, der Nutzung als lebendiger Pilgerort und der frĂŒhen Aufnahme als UNESCO-Welterbe gekennzeichnet.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70133229 |